Welche Stifte für Handlettering Anfänger?

Handlettering Stifte für Anfänger: Guide

05/05/2023

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Handlettering, die Kunst des schönen Schreibens und Zeichnens von Buchstaben, Wörtern und Texten, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Es ist eine kreative und oft meditative Tätigkeit, die beeindruckende Ergebnisse hervorbringt. Doch für Anfänger kann die schiere Auswahl an Stiften überwältigend sein. Welcher Stift ist der richtige, um die charakteristischen dicken und dünnen Linien des Brushletterings zu erzeugen? Dieser Artikel gibt dir einen umfassenden Überblick und hilft dir, die passenden Werkzeuge für deinen Start ins Handlettering zu finden.

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Grundsätzlich kannst du mit fast jedem Stift und etwas Papier mit dem Handlettering beginnen. Für das typische Brushlettering, das von dynamischen Strichstärkenkontrasten lebt, ist jedoch ein spezieller Stift, der sogenannte Brushpen, besonders hilfreich. Diese Stifte vereinen die Flexibilität eines Pinsels mit der Handhabung eines Markers und ermöglichen es dir, durch Druckvariation unterschiedlich dicke Linien zu ziehen.

Welche Stifte für Handlettering Anfänger?
Mittelgroße Brushpens sind ein idealer Kompromiss für den Einstieg. Die Pinselspitze ist bereits relativ weich, lässt sich aber oftmals noch gut beherrschen. Steigst du neu in das Handlettering ein, solltest du mit einem mittelgroßen Brushpen üben, bevor du dich an die großen Brushpens wagst.
Übersicht

Das richtige Werkzeug: Warum ein Brushpen?

Der Schlüssel zum Brushlettering liegt in der drucksensitiven Spitze des Stiftes. Genau wie bei einem traditionellen Pinsel wird die Linie dicker, je mehr Druck du ausübst (Abstrich von oben nach unten), und dünner, wenn du den Druck reduzierst (Aufstrich von unten nach oben). Ein Brushpen simuliert dieses Verhalten, ohne dass du Farbe aufnehmen musst. Der Farbfluss ist konstant, was das Üben erleichtert.

Für den Einstieg ist ein geeigneter Pinsel-Stift (Brushpen) die beste Wahl. Es gibt sie in verschiedenen Größen und mit unterschiedlicher Spitzenflexibilität. Die Wahl des ersten Stiftes beeinflusst oft das erste Lernerlebnis, daher ist eine bewusste Entscheidung hilfreich.

Brushpens nach Größe und Eigenschaften

Brushpens lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen: klein, mittel und groß. Die Größe der Spitze beeinflusst die Größe der möglichen Schriftzüge und die Beherrschbarkeit.

Kleine Brushpens

Kleine Brushpens haben in der Regel eine feinere und oft etwas festere Spitze. Dies macht sie besonders geeignet für filigrane Schriften und kleinere Letterings. Ihre festere Spitze ist oft einfacher zu kontrollieren, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Anfänger macht.

  • Einige beliebte Beispiele für kleine Brushpens sind der Tombow Fudenosuke (oft mit harter oder weicher Spitze erhältlich) und der Pentel Brush Sign Pen (Touch). Sie ermöglichen sehr präzise Linien und sind in vielen Farben verfügbar.
  • Auch der Faber-Castell PITT Artist Pen in der Größe 'B' kann zu den kleineren Brushpens gezählt werden und bietet wasserfeste Tinte.

Die Vorteile kleiner Brushpens liegen in ihrer Beherrschbarkeit und der Möglichkeit, sehr feine Details zu erstellen. Ihre oft robustere Nylonspitze ist zudem weniger anfällig für schnelles Ausfransen auf leicht rauerem Papier.

Mittelgroße Brushpens

Mittelgroße Brushpens bieten einen guten Kompromiss. Ihre Spitze ist flexibler als bei kleinen Brushpens, aber oft noch gut zu kontrollieren. Sie sind ideal, um das Gefühl für die Druckvariation zu entwickeln, bevor man sich an größere Spitzen wagt.

  • Der Edding Brush Pen wird oft als klassischer Einsteigerstift in dieser Kategorie empfohlen, da er ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und relativ robust ist.
  • Der Stabilo Pen 68 Brush ist eine weitere beliebte Wahl mit einer flexiblen, aber gut beherrschbaren Spitze und einer großen Farbauswahl.
  • Auch die Crayola Supertips (die schmale Variante) werden manchmal für mittelgroße Letterings genutzt, obwohl sie keine traditionelle Pinselspitze haben, sondern eher ein druckempfindliches Farbkissen, das sie sehr robust macht.
  • Weitere Beispiele sind die Artline Stix mit ihrer ausgewogenen Spitze und die ONLINE Calli.Brush Pens, die oft eine zusätzliche Keilspitze besitzen.
  • Für besondere Effekte gibt es auch mittelgroße Brushpens mit Metallic-Farben, wie die Papermania Metallic Brush Marker, die stark decken und auf dunklem Papier gut zur Geltung kommen.

Diese Stifte eignen sich hervorragend, um die Grundlagen des Brushletterings zu üben und erste farbige Schriftzüge zu gestalten.

Große Brushpens

Große Brushpens haben eine größere und oft sehr flexible Spitze. Sie ermöglichen ausladende Schriftzüge und sehr starke Strichstärkenkontraste. Ihre Beherrschung erfordert in der Regel etwas mehr Übung, da der gesamte Bewegungsradius größer ist und die flexible Spitze empfindlicher auf Druckänderungen reagiert.

  • Der Tombow ABT Dual Brush Pen ist ein sehr bekannter und beliebter großer Brushpen, der zusätzlich über eine Finelinerspitze verfügt. Seine Spitze ist sehr flexibel und ermöglicht dramatische Kontraste, ist aber auch empfindlich gegenüber rauem Papier. Er ist in einer riesigen Farbpalette erhältlich.
  • Karin Brushmarker Pro haben ebenfalls eine große, aber oft als nicht zu weich empfundene Spitze. Sie zeichnen sich durch einen sehr kräftigen Farbauftrag aus und eignen sich gut für Farbverläufe, besonders auf dickerem oder Aquarellpapier.
  • Der Tombow ABT Pro verwendet Tinte auf Alkoholbasis und ist eher für fortgeschrittene Techniken und professionelle Anwendungen gedacht.
  • Die breiteren Crayola Marker (im Gegensatz zu den Supertips) haben ebenfalls eine Art druckempfindliches Farbkissen und sind sehr robust, auch wenn sie keine klassische Pinselspitze haben. Sie sind auch für Kinder gut geeignet.
  • ECOLINE 700 Brush Pens haben eine sehr große und flexible Spitze, die breite, aber auch feine Striche ermöglicht. Ihr saftiger Farbauftrag ist charakteristisch, erfordert aber ebenfalls Übung.
  • Stationery Island Brush Pens werden oft als extrem weich beschrieben, was das Lettern herausfordernd macht, aber tolle Kontraste und Aquarelleffekte ermöglicht.

Große Brushpens belohnen die Übung mit dynamischen und beeindruckenden Letterings.

Stifte für spezielle Oberflächen

Handlettering beschränkt sich nicht nur auf Papier. Für andere Materialien wie Holz, Stein, Keramik oder Textilien benötigst du Stifte mit spezieller Tinte, die auf diesen Oberflächen haftet und eventuell fixiert werden kann.

  • POSCA Marker sind sehr vielseitig und deckend. Sie eignen sich für eine Vielzahl von Oberflächen wie Stein, Holz, Porzellan und Metall.
  • MOLOTOW Liquid Chrome Marker erzeugen einen stark spiegelnden Chrom-Effekt, der besonders auf glatten Oberflächen zur Geltung kommt.
  • Edding Porzellan Brushpen ermöglichen Handlettering auf Porzellan und Glas mit einer echten Pinselspitze. Die Farbe wird im Ofen eingebrannt.
  • Edding Textil Marker sind ideal für das Beschriften von Stoffen. Sie können miteinander verblendet und durch Bügeln fixiert werden.

Die Wahl des Stiftes hängt hier stark vom gewünschten Untergrund ab.

Fineliner & Gelroller: Für Details und Monoline

Auch wenn Brushpens im Fokus stehen, gehören Fineliner und Gelroller zur Grundausstattung vieler Lettering-Künstler. Sie sind unverzichtbar für Details, Umrisse, Korrekturen oder das sogenannte Monoline-Lettering, bei dem alle Striche gleich dick sind.

  • Staedtler Fineliner Sets bieten eine große Auswahl an Strichstärken, oft bis hinunter zu sehr feinen 0,05 mm. Sie sind zuverlässig und langlebig.
  • Tombow TwinTone Marker haben zwei Spitzen: eine feine Finelinerspitze (0,3 mm) und eine etwas breitere Spitze (0,8 mm), oft in der gleichen Farbe.
  • Der Stabilo Point 88 ist ein klassischer Fineliner, der gut mit den Stabilo Pen 68 Filzstiften und Brushpens harmoniert.
  • Uni-ball signo broad Gelroller sind für ihren deckenden Farbauftrag bekannt, besonders der weiße Gelroller, der sich hervorragend für Highlights oder das Lettern auf dunklem Papier eignet.

Fineliner sind perfekt, um deinen Letterings den letzten Schliff zu geben oder ganz andere Schriftstile zu erkunden.

Filzstifte: Robust und vielseitig

Normale Filzstifte sind oft robuster als Brushpens und eignen sich gut für Monoline-Lettering oder die Nachahmung von Strichstärkenkontrasten (Faux Calligraphy) auf rauerem Papier oder Karton. Ihre Spitzen sind meist unempfindlicher.

  • Der Stabilo Pen 68 ist ein weit verbreiteter Filzstift, der sich gut für gleichmäßige Strichstärken oder als Basis für Faux Calligraphy eignet. Er bietet eine große Farbauswahl.

Filzstifte sind eine gute Ergänzung und oft günstiger im Einstieg.

Was kostet der Handlettering Generator?
Du kannst sofort loslegen und den Handlettering Generator kostenlos nutzen. Mittlerweile gibt es sogar eine sogenannte „Plus“ Version, die eine Vielzahl zusätzlicher Features bietet und es dir erlaubt, deine Handletterings online zu speichern.

Das richtige Papier: Schütze deine Spitzen

Ein oft unterschätzter Aspekt ist das Papier. Besonders die empfindlichen Pinselspitzen von Brushpens können auf rauem Papier schnell ausfransen. Dies beeinträchtigt die Qualität der Linien und verkürzt die Lebensdauer des Stiftes erheblich.

Für Brushlettering ist sehr glattes Papier am besten geeignet. Ein Papiergewicht ab 80 g/qm ist empfehlenswert. Hochwertiges Druckerpapier, das als sehr glatt deklariert ist (oft ab 100 g/qm), ist eine ausgezeichnete und oft kostengünstige Wahl. Glattes Papier lässt die Pinselspitzen sanft gleiten und verhindert das Ausfransen. Es ist auch ideal, um Vorlagen darauf auszudrucken.

Erste Schritte und Übungen

Sobald du deine ersten Stifte und passendes Papier hast, kannst du loslegen. Die ersten Striche sind oft die schwierigsten, aber Übung ist der Schlüssel.

Druckstärke variieren

Die grundlegende Technik des Brushletterings ist die Variation des Drucks:

  • Abstriche (Linien von oben nach unten) werden mit mehr Druck ausgeführt, um sie dick zu machen.
  • Aufstriche (Linien von unten nach oben) werden mit wenig Druck ausgeführt, um sie dünn zu machen.

Übe zunächst einfache diagonale Linien im Wechsel von dick und dünn. Verbinde diese Linien anschließend, um einen fließenden Übergang zu schaffen. Dies erfordert Feinmotorik und Geduld.

Faux Calligraphy: Die Alternative

Wenn du keinen Brushpen hast oder eine andere Technik lernen möchtest, ist die Faux Calligraphy (falsche Kalligraphie) eine tolle Methode, um den Look von Brushlettering zu imitieren.

  1. Schreibe das Wort mit einem normalen Stift (Fineliner oder Filzstift) in deiner gewünschten Schriftart. Lasse etwas Platz zwischen den Buchstaben.
  2. Verbreitere alle Linien, die bei einem echten Brushpen dick wären (die Abstriche), indem du eine zweite, parallele Linie daneben zeichnest.
  3. Fülle den entstandenen Zwischenraum mit Farbe aus.

Diese Technik funktioniert mit jedem Stift und ermöglicht ebenfalls das Erzeugen von Strichstärkenkontrasten.

Hilfslinien nutzen

Auch Profis nutzen oft Hilfslinien, um ihre Letterings präzise zu gestalten. Mit einem Bleistift und Lineal kannst du Grundlinien, Höhenlinien oder sogar Hilfsformen zeichnen, um die Platzierung und Ausrichtung deiner Buchstaben zu erleichtern. Nachdem die Tinte getrocknet ist, kannst du die Bleistiftlinien wegradieren. Das ist kein Schummeln, sondern eine legitime Technik, die zu saubereren Ergebnissen führt.

Schriftarten lernen und Inspiration finden

Das Lernen verschiedener Schriftarten und Buchstabenvariationen ist ein fortlaufender Prozess. Beginne mit einfachen Buchstaben und Wörtern, die viele Auf- und Abstriche enthalten (z.B. 'minimum').

Du kannst Inspiration aus verschiedenen Quellen ziehen:

  • Vorlagen und Übungsblätter: Viele Ressourcen bieten Übungsblätter zum Nachzeichnen von Buchstaben und Alphabeten an.
  • Digitale Schriftarten: Schriften in Kategorien wie 'Handwriting' können als Inspiration dienen.
  • Social Media: Plattformen voller talentierter Künstler zeigen beeindruckende Werke, die zum Nachahmen und Weiterentwickeln des eigenen Stils anregen.

Spiele mit verschiedenen Stilen: Mache Buchstaben hoch und schmal, weit auseinander, kursiv oder füge Serifen hinzu. Die Möglichkeiten sind endlos.

Letterings verzieren und Effekte erzielen

Um deine Handletterings noch interessanter zu gestalten, kannst du zusätzliche Elemente hinzufügen:

  • Aquarellfarben: Für Hintergründe oder dekorative Elemente.
  • Weiße Gelstifte/Lackmarker: Für Lichtreflexe und plastische Effekte auf den Buchstaben.
  • Metallic-Stifte: Für glänzende Effekte, besonders auf dunklem Papier.
  • Schnörkel, Pfeile, Ornamente: Zur Ergänzung und Rahmung deiner Schriftzüge.

Diese Elemente können deine Letterings zu kleinen Kunstwerken machen.

Häufig gestellte Fragen zum Handlettering

Hier sind Antworten auf einige grundlegende Fragen, die sich Anfänger oft stellen:

Was ist Handlettering?

Handlettering ist die bewusste Gestaltung von Buchstaben und Wörtern als bildliche Darstellung. Im Gegensatz zur Kalligraphie, die oft auf traditionellen Schriften und Werkzeugen basiert, ist Handlettering freier und kreativer in Stil und Technik. Es geht darum, Buchstaben zu 'zeichnen', nicht nur zu 'schreiben'.

Was brauche ich für den Anfang?

Für die ersten Schritte benötigst du nicht viel: einen Stift (idealerweise einen Einsteiger-Brushpen oder zumindest einen Filzstift/Fineliner für Faux Calligraphy) und glattes Papier. Zusätzliche Hilfsmittel wie ein Bleistift und Radiergummi sind ebenfalls sehr nützlich.

Wie lerne ich Handlettering am besten?

Der beste Weg ist regelmäßiges Üben. Beginne mit grundlegenden Strichen und Buchstabenformen, lerne, den Druck zu variieren, und nutze Vorlagen oder Übungsblätter. Sei geduldig mit dir selbst und feiere kleine Fortschritte. Das Ausprobieren verschiedener Stifte und Techniken hilft ebenfalls, deinen eigenen Stil zu finden.

Fazit

Der Weg zum gekonnten Handlettering ist eine Reise, die mit dem ersten Stift beginnt. Für Anfänger sind mittelgroße Brushpens oder kleine, festere Brushpens oft eine gute Wahl, um das Gefühl für die Druckvariation zu entwickeln. Aber auch Fineliner und Filzstifte eröffnen mit der Faux Calligraphy viele Möglichkeiten. Wichtig ist, mit dem Üben zu beginnen und Freude am Prozess zu haben. Mit den passenden Werkzeugen und etwas Geduld wirst du bald deine eigenen wunderschönen Schriftzüge zaubern können.

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