Kann man als Privatperson bei Metro einkaufen?

METRO: Zutritt für Privatkunden?

15/06/2018

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Die Frage, ob Privatpersonen bei METRO einkaufen können, beschäftigt viele Interessierte. Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach, da es einen Unterschied zwischen dem physischen METRO Großmarkt und dem digitalen METRO Marktplatz gibt. Grundsätzlich richtet sich das Angebot der METRO AG an gewerbliche Kunden, Selbstständige und Unternehmen. Um Zutritt zu den physischen Großmärkten zu erhalten und dort einzukaufen, ist in der Regel eine spezielle Kundenkarte erforderlich.

Wie funktioniert der Einkauf bei Metro?
Scanne die Barcodes Deiner Wunschartikel und lege diese in Deinen Einkaufswagen. Über die Warenkorbfunktion in der METRO App hast Du einen Überblick über Deinen Einkauf. Schritt 6: Bezahlen und fertig! Zum Bezahlen einfach Deine digitale METRO Karte scannen lassen und wie gewohnt bezahlen.

Diese METRO Karte wird nach Vorlage eines entsprechenden Unternehmensnachweises an Selbstständige, Gewerbetreibende, Gastronomen oder andere Berufsgruppen ausgegeben, die das Angebot für ihre geschäftlichen Zwecke benötigen. Privatpersonen ohne einen solchen Nachweis haben normalerweise keinen Zutritt zum Großmarkt. Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme, die auch für Privatkunden relevant ist: der digitale METRO Marktplatz. Dieser Online-Handelsplatz steht grundsätzlich auch Privatpersonen offen, unabhängig davon, ob sie eine METRO Karte besitzen oder nicht.

Übersicht

Die METRO Kundenkarte: Ihr Zugang zum Großmarkt

Eine Kundenkarte dient Unternehmen oft dazu, bestimmte Kundengruppen zu identifizieren und ihnen exklusive Vorteile anzubieten oder den Zugang zu bestimmten Leistungen zu ermöglichen. Im Falle von METRO ist die METRO Karte der Schlüssel zum physischen Großmarkt. Sie dient als Nachweis der Berechtigung zum Einkauf in den Märkten, die speziell auf die Bedürfnisse von Gastronomie, Hotellerie, Handel und Dienstleistern zugeschnitten sind. Nur Inhaber dieser Karte dürfen den Großmarkt betreten und dort Waren erwerben.

Die METRO Karte ist sowohl als herkömmliche physische Karte als auch in digitaler Form über die METRO App verfügbar. Wer seine Karte einmal vergessen hat und auch die digitale Kundenkarte nicht bei sich trägt, erhält von den Mitarbeitern am Kundeneingang des Großmarkts einen Tagesausweis. Dies zeigt die strikte Ausrichtung des Großmarktes auf registrierte Kunden.

Der digitale METRO Marktplatz: Einkaufen auch ohne Karte möglich

Neben den traditionellen Großmärkten betreibt METRO auch einen digitalen Marktplatz. Dieser Online-Handelsplatz erweitert das Angebot und ist – im Gegensatz zu den physischen Märkten – auch für Privatpersonen zugänglich, die keine METRO Karte besitzen und keinen Gewerbenachweis vorlegen können. Obwohl der digitale Marktplatz ebenfalls auf die HoReCa-Branche zugeschnitten ist, können auch Privatpersonen ohne Gewerbe und ohne METRO Karte dort einkaufen. Dies stellt die Hauptmöglichkeit für Privatkunden dar, vom METRO-Angebot zu profitieren.

Vorteile für METRO Kunden (mit Karte im Großmarkt oder registriert online)

Für die registrierten Kunden, die eine METRO Karte besitzen und im Großmarkt oder digital einkaufen, bietet METRO eine Reihe spezifischer Vorteile, die über den bloßen Zugang hinausgehen:

  • Ein auf ihre Bedürfnisse optimiertes Sortiment: METRO ist bekannt für eine breite Auswahl an Food- und Non-Food-Artikeln, die speziell auf gewerbliche Kunden zugeschnitten sind. Auf dem digitalen Marktplatz sind beispielsweise mehr als 20.000 Food- und mehr als 30.000 Non-Food-Artikel gelistet.
  • Attraktive und dauerhaft greifende Preise: Aufgrund der Ausrichtung auf Großverbraucher sind die Preise oft wettbewerbsfähig.
  • Digitales Kundenkonto (myMETRO): Durch die Registrierung bei myMETRO können Kunden ein digitales Konto einrichten, ihre Daten pflegen und Zugriff auf die Website sowie sämtliche Anwendungen von METRO haben.
  • Digitale Kundenkarte: Die METRO App beherbergt im digitalen Kundenkonto neben wichtigen Kundendaten auch die digitale Kundenkarte, was den Einkauf im Großmarkt erleichtert.
  • Informationen und Aktionen: Über das persönliche Konto erhalten Kunden Newsletter und Informationen zu aktuellen Aktionen.
  • Digitale Bezahlung und Rechnungszugriff: Mit der METRO App können Rechnungen zeitsparend digital bezahlt und auf diese zugegriffen werden.
  • Persönliche Ansprechpartner: METRO Kunden stehen persönliche Kundenmanager der Sales Force sowie fachkundige Mitarbeiter in jedem Großmarkt beratend zur Seite.
  • Kunden werben Kunden: Bei erfolgreicher Vermittlung eines Neukunden erhalten bestehende Kunden einen Warengutschein im Wert von 50 Euro.

Wie beantrage ich eine METRO Karte?

Der Antrag auf eine METRO Karte steht allen Personen offen, die selbstständig tätig sind. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Bereich die Antragsteller tätig sind, sie können ein Gastgewerbe betreiben oder auch unabhängige Lebensmittelhändler sein. Wichtig ist nur, dass sie ihre Selbständigkeit in Form eines Unternehmensnachweises belegen können. Dieser Nachweis sollte nicht älter als ein Jahr sein.

Sollte der Nachweis älter als ein Jahr sein, ist zusätzlich ein offizielles Dokument aus dem letzten Jahr bzw. digitale Steuerdokumente der letzten drei Monate vorzulegen, um nachzuweisen, dass das Gewerbe noch besteht. Der Antrag kann entweder direkt vor Ort im Großmarkt oder online über die METRO-Website ausgefüllt werden.

Kann man als Privatperson bei Metro einkaufen?
Wer im METRO Großmarkt einkaufen möchte, benötigt eine Kundenkarte. Diese erhalten Selbtstständige nach Vorlage ihres Unternehmensnachweises. Anders sieht es beim digitalen METRO Marktplatz aus, der auch für Privatpersonen ohne METRO Karte zugänglich ist.

Nach Ausfüllen des Antragsformulars und Vorlage des Unternehmensnachweises sowie des Personalausweises prüfen die Mitarbeiter im Markt den Antrag. Nach Bewilligung stellen sie unmittelbar eine vorläufige Karte aus, die zum sofortigen Einkauf befähigt. Inhaber der METRO Karte können zudem temporäre und dauerhafte Einkaufsvollmachten ausstellen, damit beispielsweise ihre Mitarbeiter für sie bei METRO einkaufen können. In Ausnahmefällen ist es darüber hinaus möglich, einer dritten Person, die nicht dem Betrieb zugehört, den Einkauf anzuvertrauen.

Ein Blick in die Geschichte: Was gehört(e) zur METRO?

Die heutige METRO AG, ein deutscher Betreiber von Cash & Carry Märkten mit Hauptsitz in Düsseldorf, blickt auf eine lange und komplexe Geschichte zurück. Die Unternehmensstruktur, wie sie heute existiert, ist das Ergebnis mehrerer Fusionen, Übernahmen und Abspaltungen.

Die Geschichte begann am 8. November 1963 mit der Eröffnung des ersten SB-Großmarktes in Essen-Vogelheim. Der Vertriebstyp des Selbstbedienungs-Großhandels kam zu dieser Zeit aus den USA nach Deutschland. Gründungsgesellschafter waren die Gebrüder Ernst Schmidt und Wilhelm Schmidt-Ruthenbeck sowie später Otto Beisheim und die Firma Franz Haniel & Cie. GmbH. Unter der Führung von Otto Beisheim und später Erwin Conradi expandierte METRO rasch in Deutschland und Europa, teils auch unter dem Namen Makro.

Eine bedeutende Phase war die Verschmelzung im März 1996. Die METRO-Cash-&-Carry-Märkte fusionierten mit der Kaufhof Holding AG, der Deutsche SB-Kauf AG und der Asko Deutsche Kaufhaus AG zur METRO AG. Zum Konzern gehörten nun diverse Handelsformate, darunter auch MediaMarktSaturn.

Die Struktur änderte sich in den folgenden Jahren durch strategische Verkäufe und Zukäufe. So trennte sich METRO unter anderem von Beteiligungen wie Praktiker (dazu später mehr) und Extra. Im Jahr 2006 kaufte METRO die deutschen Verkaufsniederlassungen von Wal-Mart und gliederte viele davon in die Real-Vertriebsmarke ein.

Eine tiefgreifende Umstrukturierung fand zwischen 2016 und 2017 statt. Der Vorstand kündigte die Aufspaltung des Konzerns an. Die Sparten Elektronik (MediaMarktSaturn) und Lebensmittel/Großhandel (Real und Metro C&C) sollten getrennt werden. Die Elektroniksparte wurde als Ceconomy AG ausgegliedert. Die verbliebenen Geschäftsbereiche wurden in die METRO Wholesale & Food Specialist AG überführt, die sich später zur heutigen METRO AG umbenannte. Im Jahr 2020 verkaufte die METRO AG schließlich auch die SB-Warenhauskette Real, um sich vollständig auf das Großhandelsgeschäft zu konzentrieren.

Welche Geschäfte gehören zur Metro?
Entwicklung ab 2000NameTypMitarbeiter (2011)Cash & CarryCash & Carry Großhandel126.350Media Markt und SaturnElektrohandelsketten65.904RealSB-Warenhaus62.504KaufhofWarenhäuser23.768

In jüngerer Zeit gab es weitere strategische Schritte, wie den Verkauf des China-Geschäfts (mit einer Minderheitsbeteiligung), die Übernahme von Food-Lieferanten wie Aviludo in Portugal und Davigel in Spanien sowie die Expansion nach Schweden und Finnland. Auch Beteiligungen von Investoren wie EP Global Commerce spielten eine Rolle.

Heute betreibt die METRO AG 624 Märkte in über 30 Ländern und ist bestrebt, ihr Geschäft sowohl im klassischen Cash & Carry als auch im Belieferungsgeschäft weiterzuentwickeln. Die frühere Diversifizierung in Elektronik, Warenhäuser und Baumärkte gehört durch die Abspaltungen und Verkäufe der Vergangenheit an.

Praktiker und METRO: Eine vergangene Verbindung

Die Baumarktkette Praktiker war über einige Zeit Teil des METRO-Konzerns, gehört aber heute nicht mehr dazu. Praktiker wurde 1978 gegründet und gehörte ursprünglich zur Asko Deutsche Kaufhaus AG, die später ein Bestandteil der METRO AG wurde. Unter dem Dach der METRO wuchs Praktiker durch Übernahmen (wie Massa, Extra, Max Bahr) und internationale Expansion zu einer bedeutenden Baumarktkette heran.

Im Jahr 2005 brachte METRO Praktiker jedoch an die Börse und zog sich schrittweise als Mehrheitseigentümer zurück. Praktiker operierte fortan eigenständig, geriet aber in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten, die trotz Restrukturierungsversuchen und Finanzspritzen nicht überwunden werden konnten. Bekannt wurde Praktiker unter anderem durch seinen markanten Werbeslogan „20 % auf alles (außer Tiernahrung)“, der jedoch auch als Mitursache für die wirtschaftliche Schieflage diskutiert wurde.

Im Jahr 2013 musste Praktiker Insolvenz anmelden, kurz darauf folgte auch die Tochter Max Bahr. Die meisten Filialen in Deutschland wurden geschlossen. Während es im Ausland (z. B. Ungarn, Griechenland, Rumänien, Polen) teils Fortführungen unter dem Namen Praktiker durch neue Eigentümer gab und in Deutschland ein Online-Shop unter praktiker.de existiert, haben diese Unternehmen keine Verbindung mehr zur heutigen METRO AG. Die Geschichte von Praktiker als Teil von METRO ist somit abgeschlossen.

Der Einkauf im METRO Großmarkt: So funktioniert's

Für Inhaber der METRO Karte ist der Einkauf im Großmarkt auf Effizienz ausgelegt und unterscheidet sich vom Einkauf in einem klassischen Einzelhandelsgeschäft. Der Prozess ist darauf optimiert, dass Kunden, die oft größere Mengen für ihr Geschäft benötigen, ihre Waren schnell finden und erwerben können.

Welcher Baumarkt gehört zur Metro?
Nachdem die Extra-Lebensmittelmärkte von Metro an Rewe verkauft wurden, sind die Extra-Baumärkte an Praktiker eingegliedert worden. Des Weiteren wurden kleinere Praktiker-Filialen in Extra umbenannt.

Der Ablauf ist in der Regel wie folgt:

1. Zutritt: Beim Betreten des Marktes wird die gültige METRO Karte vorgezeigt oder gescannt, um die Zutrittsberechtigung zu prüfen. Dies kann die physische Karte oder die digitale Karte in der METRO App sein.

2. Auswahl der Artikel: Im Markt wählen Kunden die gewünschten Artikel aus den Regalen aus. Das Sortiment ist auf die Bedürfnisse von Gastronomie, Handel und Dienstleistern zugeschnitten, mit Produkten in größeren Verpackungseinheiten.

3. Scannen per App (Optional): Moderne Einkäufe können durch die Nutzung der METRO App unterstützt werden. Kunden können die Barcodes ihrer Wunschartikel direkt mit der App scannen und diese virtuell in ihren Einkaufswagen legen. Über die Warenkorbfunktion in der App haben sie jederzeit einen Überblick über ihren Einkauf.

4. Bezahlen: Zum Bezahlen an der Kasse wird erneut die METRO Karte (digital oder physisch) gescannt, um den Einkauf dem Kundenkonto zuzuordnen. Die Bezahlung erfolgt dann wie gewohnt mit den verfügbaren Zahlungsmethoden. Die METRO App bietet auch hier Funktionen zur digitalen Bezahlung.

Dieser Prozess unterstreicht die Ausrichtung des Großmarktes auf registrierte, gewerbliche Kunden und die Integration digitaler Lösungen zur Optimierung des Einkaufserlebnisses.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Können Privatpersonen ohne Gewerbe im METRO Großmarkt einkaufen?
    Nein, der Zutritt und Einkauf im physischen METRO Großmarkt ist grundsätzlich nur Inhabern einer gültigen METRO Kundenkarte gestattet, die an Selbstständige und Gewerbetreibende ausgegeben wird.
  • Können Privatpersonen im METRO Online-Shop einkaufen?
    Ja, der digitale Marktplatz von METRO steht auch Privatpersonen offen. Hier ist kein Gewerbenachweis oder eine METRO Karte für den Einkauf erforderlich.
  • Wer kann eine METRO Karte beantragen?
    Eine METRO Karte können alle Personen beantragen, die eine selbstständige Tätigkeit ausüben (z. B. Gastronomen, Händler, Freiberufler) und dies mit einem aktuellen Unternehmensnachweis belegen können.
  • Gehört der Baumarkt Praktiker noch zur METRO?
    Nein, die Baumarktkette Praktiker gehörte historisch zum METRO-Konzern, wurde jedoch vor vielen Jahren ausgegliedert, ging insolvent und ist heute nicht mehr Teil der METRO AG.
  • Welche Vorteile habe ich als METRO Kunde?
    Registrierte METRO Kunden profitieren von einem auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Sortiment, attraktiven Preisen, digitalen Services über die App (digitale Karte, Bezahlung, Rechnungen), persönlicher Beratung und weiteren Vorteilen wie dem Kunden-werben-Kunden-Programm.
  • Was ist ein Tagesausweis bei METRO?
    Wenn ein Inhaber der METRO Karte diese vergessen hat, kann er unter Umständen am Kundeneingang einen Tagesausweis erhalten, um den Einkauf am betreffenden Tag dennoch tätigen zu können.
  • Kann ich andere Personen mit meiner METRO Karte einkaufen lassen?
    Ja, Inhaber der METRO Karte können temporäre und dauerhafte Einkaufsvollmachten für Mitarbeiter oder in Ausnahmefällen auch für dritte Personen ausstellen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der klassische Einkauf im METRO Großmarkt dem gewerblichen Kunden vorbehalten ist und eine Kundenkarte erfordert. Die Türen des digitalen METRO Marktplatzes stehen jedoch auch Privatpersonen offen und bieten eine bequeme Möglichkeit, auf einen Teil des METRO-Sortiments zuzugreifen. Die Vorteile einer Kundenkarte im Großmarkt bleiben spezifisch für gewerbliche Nutzer.

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