12/04/2022
In der heutigen digitalen Welt mag es manchem altmodisch erscheinen, aber die Unterschrift ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil einer vollständigen und professionellen Bewerbung. Sie ist mehr als nur eine formale Geste; sie ist eine persönliche Bestätigung der gemachten Angaben und trägt dazu bei, Vertrauen bei potenziellen Arbeitgebern aufzubauen. Eine sorgfältig platzierte und ausgeführte Unterschrift signalisiert Aufmerksamkeit für Details und Sorgfalt – Eigenschaften, die in jedem Beruf geschätzt werden.

Auch wenn die Unterschrift in der Bewerbung keine direkte arbeitsrechtliche Bindung im Sinne eines Vertrags darstellt, so ist sie doch ein klares Bekenntnis zur Wahrheit und Vollständigkeit der eingereichten Dokumente. Sie bestätigen damit, dass alle Informationen in Ihrem Lebenslauf und Anschreiben nach bestem Wissen und Gewissen korrekt sind. Dies zeigt Seriosität und Verantwortungsbewusstsein, was für den ersten Eindruck bei einem Personalverantwortlichen entscheidend sein kann.
- Warum ist die Unterschrift bei der Bewerbung wichtig?
- Wo und wie oft unterschreiben Sie Ihre Bewerbung?
- Die Unterschrift selbst: Was zählt wirklich?
- Welche Form sollte die Unterschrift haben?
- Praktische Tipps für die perfekte Unterschrift
- Was passiert, wenn die Unterschrift fehlt?
- Häufig gestellte Fragen zur Unterschrift in der Bewerbung
Warum ist die Unterschrift bei der Bewerbung wichtig?
Die Unterschrift in Ihrer Bewerbung erfüllt mehrere Zwecke. Erstens dient sie als persönliche Validierung Ihrer Angaben. Stellen Sie sich vor, Sie erhalten einen Lebenslauf ohne Unterschrift – es fehlt ein Element der persönlichen Verantwortung. Mit Ihrer Unterschrift bürgen Sie für die Richtigkeit aller Informationen, die Sie über Ihre Ausbildung, Ihre Berufserfahrung und Ihre Fähigkeiten gemacht haben. Das gilt sowohl für den Inhalt als auch für die chronologische Reihenfolge Ihrer Stationen.
Zweitens ist die Unterschrift eine Frage der Professionalität und des Einhaltens gängiger Gepflogenheiten im Bewerbungsprozess. Das Fehlen kann, je nach Unternehmen und Personalverantwortlichem, als Nachlässigkeit oder mangelnde Sorgfalt ausgelegt werden. In einem Stapel von Bewerbungen, bei denen viele Details den Ausschlag geben können, sollten Sie nichts dem Zufall überlassen, was einen negativen Eindruck hinterlassen könnte.
Drittens trägt die Unterschrift zur Authentizität Ihrer Bewerbung bei. Sie macht das Dokument zu einem Unikat, das von Ihnen persönlich stammt. In Zeiten, in denen digitale Dokumente leicht kopiert oder verändert werden können, verleiht die handschriftliche Unterschrift eine zusätzliche Ebene der Glaubwürdigkeit. Sie zeigt, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Bewerbung nicht nur zu erstellen, sondern auch bewusst abzuschließen und zu bestätigen.
Wo und wie oft unterschreiben Sie Ihre Bewerbung?
Die Unterschrift gehört klassischerweise sowohl auf das Anschreiben als auch auf den Lebenslauf. Beim Anschreiben platzieren Sie Ihre Unterschrift in der Regel unter Ihrer Grußformel und Ihrem getippten Namen. Dies schließt das Anschreiben formal ab und bestätigt, dass Sie die darin formulierten Aussagen tätigen.
Beim Lebenslauf ist die Platzierung am Ende des Dokuments vorgesehen. Wichtig ist hierbei: Sie unterschreiben den Lebenslauf nur einmal, am Ende des gesamten Dokuments. Es ist nicht notwendig und wirkt sogar eher übertrieben, jede einzelne Seite Ihres Lebenslaufs zu unterschreiben. Das würde unnötigen „Fleiß“ signalisieren, der in diesem Kontext deplatziert ist und eher den Eindruck von Unsicherheit oder übertriebener Akribie erweckt.
Stellen Sie sicher, dass die Unterschrift auf dem Lebenslauf gut sichtbar am Schluss platziert ist, üblicherweise nach der letzten Station oder den 'Persönlichen Fähigkeiten', gefolgt von Ort und Datum (dazu später mehr). Die Unterschrift sollte den Lebenslauf formal beenden und bestätigen, dass die gesamte Historie, wie aufgeführt, der Wahrheit entspricht.
Die Unterschrift selbst: Was zählt wirklich?
Viele Bewerber machen sich Gedanken darüber, wie ihre Unterschrift aussieht. Muss sie perfekt leserlich sein? Sollte sie groß oder klein sein? Die gute Nachricht ist: Sie müssen Ihre Unterschrift für die Bewerbung nicht ändern oder versuchen, besonders schön zu schreiben. Ihre Unterschrift ist ein Ausdruck Ihrer Persönlichkeit und hat sich im Laufe der Zeit entwickelt.
Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre gewohnte Unterschrift verwenden. Die Lesbarkeit ist dabei zweitrangig. Auch wenn Ihre Unterschrift im Alltag vielleicht nur noch ein Kürzel oder ein charakteristisches Krickelkrackel ist, das für andere schwer zu entziffern ist, ist das völlig in Ordnung. Versuchen Sie nicht, plötzlich Ihren Namen in Druckbuchstaben zu schreiben, nur weil Sie glauben, es müsse leserlich sein. Das wirkt unnatürlich und aufgesetzt.
Viel wichtiger als die Lesbarkeit ist die Konsistenz. Unterschreiben Sie das Anschreiben und den Lebenslauf auf die gleiche Weise. Verwenden Sie denselben Stift und idealerweise dieselbe Tinte. Dies zeigt, dass Sie sorgfältig arbeiten und Wert auf Einheitlichkeit legen. Inkonsistenzen, wie unterschiedliche Unterschriften auf den Dokumenten, können Verwirrung stiften oder den Eindruck von Unstetigkeit vermitteln.
Welche Form sollte die Unterschrift haben?
In Bezug auf die Form der Unterschrift gibt es verschiedene gängige Varianten. Die vollständigste Form ist die Unterschrift mit ausgeschriebenem Vor- und Nachnamen. Dies ist eine klare und eindeutige Art zu unterschreiben.
Ebenfalls sehr gebräuchlich ist die Unterschrift, bei der der Vorname auf den ersten Buchstaben abgekürzt wird, gefolgt vom ausgeschriebenen Nachnamen (z.B. M. Mustermann). Diese Variante ist ebenfalls weit verbreitet und wird als professionell angesehen.
Weniger üblich, besonders wenn die Unterschrift ansonsten gut leserlich ist, ist die ausschließliche Verwendung des Nachnamens. Während manche Menschen im Alltag so unterschreiben, wirkt es in einem formalen Dokument wie einer Bewerbung oft unvollständig.
Grundsätzlich gilt: Wählen Sie die Variante, die Sie im Alltag am häufigsten und sichersten nutzen. Wenn Sie immer mit Vor- und Nachnamen unterschreiben, tun Sie das auch in der Bewerbung. Wenn Sie gewohnt sind, mit Initiale und Nachnamen zu unterschreiben, ist das ebenfalls in Ordnung. Entscheidend ist, dass Sie sich dabei wohlfühlen und die Unterschrift auf Anschreiben und Lebenslauf konsistent ist.
Es ist nicht notwendig, Ihren Namen zusätzlich getippt unter die handschriftliche Unterschrift zu setzen. Ihr Name ist bereits in Ihren persönlichen Daten auf allen Seiten der Bewerbung klar und deutlich dokumentiert. Die handschriftliche Unterschrift dient als persönliche Bestätigung, nicht als erneute Nennung Ihres Namens.
Praktische Tipps für die perfekte Unterschrift
Abgesehen von der Form und Konsistenz gibt es einige praktische Aspekte, die Sie beachten sollten, um Ihrer Unterschrift den letzten Schliff zu geben:
Der richtige Stift
Verwenden Sie einen hochwertigen Stift, der nicht schmiert. Ein Kugelschreiber mit gut fließender Tinte oder ein Fineliner sind gute Optionen. Besonders elegant und professionell wirkt eine Unterschrift mit einem Füller. Tinte verleiht der Unterschrift eine besondere Tiefe und Wertigkeit. Wählen Sie einen Stift, mit dem Sie sich wohlfühlen und dessen Handhabung Sie gewohnt sind.

Die Farbe der Tinte
Die Farbe der Tinte sollte klassisch und dezent sein. Die Standardfarben für Unterschriften in offiziellen Dokumenten sind Blau und Schwarz. Eine Unterschrift in Blau hat den Vorteil, dass sie sich klar vom schwarzen Text des Dokuments abhebt und sofort als Original-Unterschrift erkennbar ist (was bei Kopien schwieriger ist). Schwarz ist ebenfalls eine völlig akzeptable und professionelle Wahl.
Vermeiden Sie unbedingt grelle Farben wie Rot, Grün, Pink oder Lila. Diese Farben sind in einem professionellen Kontext unangebracht und können einen unreifen oder unseriösen Eindruck hinterlassen. Wenn Ihre Bewerbung ein bestimmtes Design hat (z.B. farbige Akzente), können Sie versuchen, die Unterschriftenfarbe darauf abzustimmen, solange es innerhalb der Palette von Blau- oder Schwarztönen bleibt.
Ort und Datum
Der Ort (Ihr Wohnort) und das Datum gehören ebenfalls zur formalen Signatur. Sie können Ort und Datum wahlweise vor, über oder unter Ihrer handschriftlichen Unterschrift platzieren. Es gibt keine feste Regel für die genaue Positionierung; wählen Sie die Variante, die Ihnen optisch am besten gefällt und die in das Layout Ihrer Dokumente passt.
Ort und Datum können entweder mit dem Computer getippt oder ebenfalls handschriftlich hinzugefügt werden. Beides ist akzeptabel. Wenn Sie sich für die handschriftliche Variante entscheiden, achten Sie auf eine saubere und gut leserliche Schrift.
Von entscheidender Bedeutung ist, dass das Datum unter Ihrer Unterschrift auf dem Lebenslauf mit dem Datum auf Ihrem Anschreiben und, falls vorhanden, auf Ihrem Deckblatt übereinstimmt. Dies zeigt, dass alle Dokumente Ihrer Bewerbung zum selben Zeitpunkt erstellt oder finalisiert wurden und zusammengehören. Unterschiedliche Daten können Verwirrung stiften und den Eindruck erwecken, die Dokumente seien zu verschiedenen Zeitpunkten erstellt oder gar nicht als Einheit gedacht gewesen.
Was passiert, wenn die Unterschrift fehlt?
Wie eingangs erwähnt, ist das Fehlen einer Unterschrift, insbesondere auf dem Lebenslauf, nicht zwingend ein sofortiges Ausschlusskriterium. Wenn Ihre restliche Bewerbung – Anschreiben, Zeugnisse, Aufbau und Inhalt des Lebenslaufs – durchweg überzeugt und herausragend ist, wird eine fehlende Unterschrift wahrscheinlich nicht dazu führen, dass Ihre Bewerbung aussortiert wird. Viele Unternehmen legen heutzutage den Fokus stärker auf die fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen.
Allerdings sollten Sie bedenken: Wenn Ihre Bewerbung Schwachstellen aufweist oder Sie sich in einem sehr kompetitiven Bewerbungsverfahren befinden, kann das Fehlen der Unterschrift als zusätzlicher negativer Punkt gewertet werden. Es signalisiert eine gewisse Nachlässigkeit oder Unkenntnis formaler Gepflogenheiten. Warum sollten Sie das Risiko eingehen, wenn es so einfach ist, diesen Punkt korrekt umzusetzen?
Daher ist es immer ratsam und professionell, sowohl Anschreiben als auch Lebenslauf sorgfältig zu unterschreiben und dabei die genannten Tipps zu beachten. Es ist ein kleines Detail mit potenziell großer Wirkung auf den Gesamteindruck Ihrer Bewerbung.
Häufig gestellte Fragen zur Unterschrift in der Bewerbung
Muss ich meinen Lebenslauf wirklich unterschreiben?
Ja, es ist dringend empfohlen und gehört zu den Standardgepflogenheiten einer vollständigen Bewerbung, den Lebenslauf zu unterschreiben. Es bestätigt die Richtigkeit Ihrer Angaben.
Soll ich jede Seite meines Lebenslaufs unterschreiben?
Nein, das ist nicht nötig. Unterschreiben Sie den Lebenslauf nur einmal am Ende des gesamten Dokuments.
Welche Farbe sollte die Tinte für die Unterschrift haben?
Verwenden Sie klassisches Blau oder Schwarz. Vermeiden Sie grelle Farben.
Muss meine Unterschrift leserlich sein?
Nein, das ist nicht das Wichtigste. Verwenden Sie Ihre gewohnte Unterschrift. Wichtiger ist die Konsistenz auf allen Dokumenten.
Kann ich Ort und Datum tippen oder muss ich es handschriftlich hinzufügen?
Beides ist möglich. Sie können Ort und Datum tippen oder handschriftlich ergänzen. Achten Sie nur darauf, dass das Datum auf allen Dokumenten übereinstimmt.
Was bedeutet die Unterschrift unter meinem Lebenslauf?
Sie bestätigen damit die Richtigkeit und Vollständigkeit aller im Lebenslauf gemachten Angaben zu Ihrer Person, Ausbildung und Erfahrung.
Wirkt eine Unterschrift mit Füller professioneller?
Viele empfinden eine Unterschrift mit Tinte aus einem Füller als besonders elegant und hochwertig, was einen positiven Eindruck hinterlassen kann. Es ist aber keine zwingende Voraussetzung.
Indem Sie auf diese Details achten, zeigen Sie Sorgfalt und Professionalität – Eigenschaften, die bei Personalverantwortlichen gut ankommen. Nehmen Sie sich die kurze Zeit, Ihre Bewerbung korrekt und vollständig zu signieren. Es ist ein kleiner Schritt, der Ihre Chancen im Bewerbungsprozess erhöhen kann.
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