14/03/2022
Die Frage nach der Sicherheit von Stiften, insbesondere von Markern wie Eddings oder anderen Fasermalern, beschäftigt viele Menschen. Schließlich kommen diese Produkte oft in direkten Kontakt mit der Haut oder werden von Kindern verwendet. Doch welche Stoffe können in Stiften enthalten sein und sind sie potenziell schädlich?
Um diese Fragen zu beantworten, werfen wir einen Blick auf die Ergebnisse von Produkttests, bei denen Stifte und Tinten auf bedenkliche Substanzen untersucht wurden. Solche Tests analysieren verschiedene Arten von Schreib- und Malutensilien, um herauszufinden, ob sie gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe enthalten, die Krebs erregen oder Allergien auslösen könnten.

Umfangreiche Tests verschiedener Stiftarten
Bei solchen Untersuchungen werden typischerweise verschiedene Kategorien von Stiften unter die Lupe genommen. Dazu gehören häufig Buntstifte, die vor allem bei Kindern beliebt sind, sowie Fasermaler, zu denen auch Marker wie Eddings zählen würden. Zusätzlich werden oft auch Tinten geprüft, wie sie beispielsweise in Füllern oder Stempelkissen zum Einsatz kommen.
Die Tester suchen dabei gezielt nach einer Reihe potenziell gefährlicher Substanzen. Zu den Stoffgruppen, die bei solchen Analysen im Fokus stehen, gehören:
- Schwermetalle
- Weichmacher
- Konservierungsstoffe
- Lösemittel
Diese Stoffe können je nach Art und Konzentration unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Schwermetalle können sich im Körper anreichern und verschiedene Organe schädigen. Weichmacher, insbesondere bestimmte Phthalate, stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Konservierungsstoffe können Allergien auslösen, insbesondere bei Hautkontakt. Lösemittel können bei Einatmen oder Hautkontakt reizend wirken und in höheren Konzentrationen das Nervensystem beeinträchtigen.
Bedenkliche Funde in einigen Stiften
Die Ergebnisse von Produkttests zeigen, dass nicht alle Stifte bedenkenlos sind. Bei einer Untersuchung von 35 Stifte-Sets, darunter 17 mit Buntstiften und zwölf mit Fasermalern, sowie sechs Tinten, wurden in einigen Produkten tatsächlich erhöhte Mengen an bedenklichen Substanzen gefunden. Es ist wichtig zu betonen, dass solche Funde nicht bedeuten, dass *alle* Stifte oder Marker gefährlich sind, aber sie zeigen, dass bei der Auswahl Vorsicht geboten sein kann.
Besondere Aufmerksamkeit für Buntstifte
Interessanterweise standen bei einer Untersuchung gerade Buntstifte im Fokus, obwohl sie oft als besonders harmlos gelten. Die Tester fanden in dieser Gruppe überhöhte Mengen an bestimmten Substanzen, die als kritisch eingestuft werden. Dies unterstreicht, dass auch vermeintlich unbedenkliche Produkte Schadstoffe enthalten können.
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
Eine der Stoffgruppen, die bei den Tests in einigen Buntstiften in erhöhter Konzentration gefunden wurden, sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, abgekürzt PAK. PAK sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material wie Holz, Kohle oder Öl entstehen. Sie sind in der Umwelt weit verbreitet und können als Verunreinigung in verschiedene Produkte gelangen.
Das Problem mit PAK ist, dass viele Verbindungen dieser Gruppe als krebsverdächtig oder sogar krebserzeugend gelten. Wenn Produkte PAK enthalten, besteht das Risiko, dass diese Stoffe bei Gebrauch freigesetzt werden und über die Haut, die Atemwege oder bei oraler Aufnahme in den Körper gelangen können. Dies ist besonders relevant für Produkte, die intensiv genutzt werden oder bei denen Hautkontakt unvermeidlich ist, wie eben bei Stiften.
PAK in braunen und schwarzen Farbtönen
Bei der genannten Untersuchung fielen insbesondere braune und schwarze Buntstifte auf, die mit PAK belastet waren. Die genauen Gründe dafür können vielfältig sein und hängen oft mit den verwendeten Pigmenten oder Bindemitteln zusammen, die als Träger für Verunreinigungen dienen können. Es ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Farbe eines Stiftes unter Umständen mit dem Vorkommen bestimmter Schadstoffe korrelieren kann.
Sicherheit von Fasermalern und Tinten
Auch wenn bei der spezifischen Untersuchung, auf die wir uns beziehen, die Belastung mit PAK besonders bei Buntstiften hervortrat, bedeutet das nicht, dass Fasermaler oder Tinten grundsätzlich unbedenklich sind. Wie eingangs erwähnt, wurden auch diese Produktgruppen auf Schwermetalle, Weichmacher, Konservierungsstoffe und Lösemittel getestet. Die Ergebnisse zeigten, dass auch in Fasermalern und Tinten bedenkliche Stoffe gefunden werden können, wenn auch vielleicht in anderen Konzentrationen oder anderer Zusammensetzung als bei Buntstiften.
Die genauen Funde und Konzentrationen variieren stark je nach Hersteller, Produktlinie und den verwendeten Rohstoffen. Seriöse Hersteller achten darauf, möglichst unbedenkliche Materialien zu verwenden und Grenzwerte einzuhalten. Allerdings gibt es auf dem Markt eine große Vielfalt an Produkten, und nicht alle erfüllen die gleichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards.
Risikobewertung und Vorsichtsmaßnahmen
Die Frage, ob ein bestimmter Stift, wie zum Beispiel ein Edding oder ein anderer Marker, krebserregend ist, lässt sich nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten. Es hängt von den spezifischen Inhaltsstoffen des jeweiligen Produkts ab. Die Tatsache, dass in einigen Tests bedenkliche Stoffe wie PAK in Stiften gefunden wurden, zeigt jedoch, dass ein potenzielles Risiko bestehen kann.

Das Risiko ist in der Regel höher, wenn die Produkte Stoffe in Konzentrationen enthalten, die über gesetzlichen Grenzwerten liegen oder die bei regelmäßigem Gebrauch in den Körper gelangen können. Besonders kritisch wird es, wenn Stifte intensiv genutzt werden, zum Beispiel beim großflächigen Ausmalen, beim Bemalen der Haut (was generell nicht empfohlen wird, es sei denn, es handelt sich um spezielle, dafür vorgesehene Schminkstifte) oder wenn Kleinteile verschluckt werden (was bei Kindern ein Risiko darstellt).
Um das Risiko zu minimieren, können Verbraucher auf einige Punkte achten:
- Qualitätssiegel: Achten Sie auf bekannte Qualitätssiegel oder Zertifizierungen, die auf Schadstofffreiheit oder die Einhaltung bestimmter Standards hinweisen.
- Herstellerinformationen: Informieren Sie sich, ob der Hersteller Angaben zu den Inhaltsstoffen oder zur Sicherheit seiner Produkte macht.
- Zweckbestimmung: Verwenden Sie Stifte nur für den vorgesehenen Zweck. Malstifte sind zum Malen auf Papier gedacht, nicht zum Bemalen der Haut.
- Lüften: Verwenden Sie lösemittelhaltige Marker (oft mit intensivem Geruch) in gut belüfteten Bereichen.
- Hände waschen: Waschen Sie sich nach dem Gebrauch von Stiften gründlich die Hände.
- Entsorgung: Entsorgen Sie alte oder beschädigte Stifte ordnungsgemäß.
Es ist auch ratsam, bei Produkten für Kinder besonders vorsichtig zu sein und auf speziell für diesen Zweck entwickelte Stifte zurückzugreifen, die strengeren Sicherheitsanforderungen unterliegen.
Vergleich der getesteten Stoffgruppen
Basierend auf der uns vorliegenden Information können wir die getesteten Stoffgruppen und ihre potenziellen Risiken, wie sie im Kontext des Tests genannt wurden, zusammenfassen:
| Stoffgruppe | Potenzielles Risiko laut Testkontext | Vorkommen im Test |
|---|---|---|
| Schwermetalle | Gesundheitsschädlich (nicht näher spezifiziert im Text) | Getestet in Stiften/Tinten |
| Weichmacher | Gesundheitsschädlich (nicht näher spezifiziert im Text) | Getestet in Stiften/Tinten |
| Konservierungsstoffe | Können Allergien auslösen | Getestet in Stiften/Tinten |
| Lösemittel | Gesundheitsschädlich (nicht näher spezifiziert im Text) | Getestet in Stiften/Tinten |
| Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) | Krebsverdächtig oder krebserzeugend | Gefunden in erhöhter Menge, insbesondere in braunen/schwarzen Buntstiften |
Diese Tabelle fasst die Informationen aus dem bereitgestellten Text zusammen. Sie zeigt, welche Stoffe bei der Untersuchung im Fokus standen und welche spezifischen Funde (PAK in Buntstiften) gemacht wurden.
Häufig gestellte Fragen zur Sicherheit von Stiften
Basierend auf den Informationen und der Fragestellung ergeben sich einige häufige Fragen:
F: Sind Fasermaler (wie Edding) grundsätzlich krebserregend?
A: Die uns vorliegenden Informationen zeigen, dass bei Produkttests von Stiften und Tinten nach potenziell krebserregenden Stoffen wie PAK gesucht wird und diese auch gefunden werden können, insbesondere in Buntstiften. Für Fasermaler wurden ebenfalls Tests auf verschiedene Schadstoffe durchgeführt. Ob ein spezifischer Fasermaler krebserregende Stoffe enthält, hängt vom einzelnen Produkt ab und kann nicht pauschal für alle Produkte gesagt werden. Es gibt jedoch das Potenzial für bedenkliche Stoffe, weshalb Tests wichtig sind.
F: Welche Stoffe wurden bei den Tests auf Sicherheit untersucht?
A: Bei den beschriebenen Tests wurden Stifte und Tinten auf Schwermetalle, Weichmacher, Konservierungsstoffe, Lösemittel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersucht.
F: Was sind PAK und warum sind sie bedenklich?
A: PAK sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Sie entstehen bei unvollständiger Verbrennung von Holz, Kohle oder Öl. Viele PAK gelten als krebsverdächtig oder krebserzeugend. Sie können als Verunreinigung in Produkte gelangen und bei Gebrauch in den Körper aufgenommen werden.
F: Wurden in allen getesteten Stiften bedenkliche Stoffe gefunden?
A: Nein, die Informationen besagen, dass in *einigen* Produkten überhöhte Mengen an bedenklichen Stoffen, wie PAK in braunen und schwarzen Buntstiften, gefunden wurden. Dies bedeutet nicht, dass alle getesteten Produkte betroffen waren.
F: Ist es sicher, sich mit Stiften die Hände zu bemalen?
A: Die uns vorliegenden Informationen konzentrieren sich auf die Inhaltsstoffe von Stiften im Allgemeinen. Das Bemalen der Haut mit Stiften, die nicht explizit als Schminkstifte oder für Hautkontakt zugelassen sind, wird generell nicht empfohlen. Stifte für Papier können Stoffe enthalten (wie z.B. Konservierungsstoffe oder Lösemittel), die bei direktem und intensivem Hautkontakt Reizungen oder allergische Reaktionen auslösen können. Die Aufnahme von potenziell schädlichen Stoffen über die Haut ist ebenfalls möglich.
Fazit
Die Sicherheit von Stiften und Markern ist ein wichtiges Thema. Produkttests haben gezeigt, dass einige Produkte bedenkliche Stoffe wie Schwermetalle, Weichmacher, Konservierungsstoffe, Lösemittel und insbesondere polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten können. PAK gelten als krebsverdächtig oder krebserzeugend und wurden in erhöhter Menge speziell in braunen und schwarzen Buntstiften gefunden. Obwohl nicht alle Stifte betroffen sind, ist es ratsam, auf Produktinformationen und Qualitätssiegel zu achten und Stifte nur für ihren vorgesehenen Zweck zu verwenden, um potenzielle Risiken zu minimieren. Das Bemalen der Haut mit herkömmlichen Stiften sollte vermieden werden. Die Ergebnisse von Tests unterstreichen die Notwendigkeit, die Zusammensetzung von Produkten, die wir täglich nutzen, kritisch zu prüfen.
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