Beatles: Das Rote Album & Love Me Do

01/01/2018

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Die Geschichte der Beatles ist reich an ikonischen Veröffentlichungen, die die Musikwelt für immer verändert haben. Zwei dieser Meilensteine sind zweifellos ihre Debütsingle Love Me Do und das legendäre Doppelalbum 1962–1966, besser bekannt als das „Rote Album“. Beide Veröffentlichungen markieren wichtige Punkte in der Karriere der Band – die Single den allerersten Schritt auf Tonträger, das Album eine umfassende Zusammenstellung ihrer frühen Hits.

Wie hieß das Lied der Beatles im Jahr 1962?
„ Love Me Do “ ist die Debütsingle der englischen Rockband The Beatles mit der Begleitsong-Nummer „PS I Love You“. Als die Single am 5. Oktober 1962 in Großbritannien erstmals veröffentlicht wurde, erreichte sie Platz 17.

Das „Rote Album“ wurde im Jahr 1973 zusammen mit seinem Gegenstück, dem „Blauen Album“ (1967–1970), veröffentlicht. Diese Kompilationen waren eine direkte Reaktion von Apple und EMI/Capitol Records auf eine Bootleg-Sammlung namens „Alpha Omega“, die im Jahr zuvor im Fernsehen verkauft worden war. Die Plattenfirmen wollten mit diesen offiziellen Zusammenstellungen die „einzige autorisierte Sammlung der Beatles“ anbieten. Der Erfolg des „Roten“ und „Blauen“ Doppel-LPs war immens und inspirierte sogar Capitol Records, die Hits der Beach Boys aus den 1960er Jahren neu zu verpacken, beginnend mit dem Album „Endless Summer“ im Jahr 1974.

Die Initiative zur Veröffentlichung dieser Alben ging von Allen Klein aus, dem damaligen Manager von Apple Records, kurz bevor er entlassen wurde. Interessanterweise enthielt die Originalversion des „Roten Albums“ ausschließlich Songs, die von den Beatles selbst komponiert wurden. Das bedeutete, dass Coverversionen, die die Band in ihrer frühen Phase erfolgreich gespielt hatte (wie zum Beispiel „Twist and Shout“), nicht enthalten waren. Auch George Harrisons Kompositionen aus dieser Zeit, wie „Taxman“, fehlten. Das Album bestand somit vollständig aus Lennon-McCartney-Originalen.

Das „Rote Album“ war kommerziell sehr erfolgreich. In Großbritannien erreichte es Platz 3 der Charts. In den Vereinigten Staaten toppte es die Cash Box Album-Charts und erreichte Platz 3 der Billboard Top LPs & Tape Charts, während das „Blaue Album“ dort die Spitzenposition belegte. Im September 1993 wurde das Album auf Compact Disc wiederveröffentlicht und erreichte erneut Platz 3 in Großbritannien.

Die ikonische Innenklappenfotografie für beide LPs stammt aus der „Mad Day Out“-Fotosession am 28. Juli 1968 in London und wird sowohl Stephen Goldblatt als auch Don McCullin zugeschrieben. Ursprünglich war eine Nachstellung dieses Fotos aus dem Jahr 1969 für das geplante „Get Back“-Album vorgesehen, wurde aber letztendlich nicht verwendet, als das Projekt 1970 als „Let It Be“ veröffentlicht wurde. Stattdessen wurde ein anderes Foto von 1969 zusammen mit einem unbenutzten Foto von 1963 sowohl für das „Rote“ als auch für das „Blaue Album“ verwendet.

Übersicht

Unterschiede zwischen britischen und amerikanischen Ausgaben

Die britischen und amerikanischen Versionen der Vinyl-Alben enthielten bemerkenswerte Unterschiede. Zum Beispiel enthielt „Help!“ auf der amerikanischen Ausgabe dasselbe Pseudo-James-Bond-Intro wie auf der amerikanischen „Help!“-Soundtrack-LP, während die britische Ausgabe diesen nicht hatte. Auch verwendete die britische LP den Stereo-Mix mit dem „Whispering Intro“ von „I Feel Fine“, während die US-LP den Mono-Mix von „Beatles '65“ verwendete, der mit zusätzlichem Hall angereichert war. Die Liner Notes, die die Songs ihren Originalalben zuordneten, bezogen sich in den US-Ausgaben auf die Capitol-Alben, während die britischen Ausgaben die britischen Alben verwendeten.

Wiederveröffentlichungen und moderne Klänge

Die erste Compact Disc-Version erschien am 20. September 1993. Sie wurde auf zwei Discs zum Preis von zwei Alben veröffentlicht, obwohl sie auf eine einzelne Disc gepasst hätte. EMI begründete dies damit, die Veröffentlichung des „Blauen Albums“ (das mehr Material enthielt) anzugleichen. Die CD-Version verwendete neue digitale Master. Die ersten vier Tracks der CD-Veröffentlichung waren in Mono, der Rest in Stereo. Die Tracks „All My Loving“, „Can't Buy Me Love“, „A Hard Day's Night“, „And I Love Her“ und „Eight Days a Week“ gaben mit dieser Veröffentlichung ihr CD-Stereo-Debüt. Die 1993er Versionen wurden in Großbritannien auch auf Vinyl herausgebracht.

Am 10. August 2010 kündigte EMI eine zweite Remastering-Ausgabe des Albums an, die erneut als Zwei-CD-Paket erschien und weltweit im Oktober 2010 veröffentlicht wurde. 2014 wurde das Album erneut auf 180g Vinyl neu aufgelegt, basierend auf dem originalen britischen 1973er Kompilationsmaster. Hierbei wurden die Fake-Stereo-Mixe von Love Me Do (Andy White Version) und „She Loves You“ durch die echten Mono-Versionen ersetzt. Allerdings enthielt Seite 1 fälschlicherweise die Stereo-Versionen von „Please Please Me“ und „From Me To You“, obwohl das Label Mono angab.

Was war das Doppelalbum der Beatles von 1962 bis 1966?
1962–1966, auch bekannt als das Rote Album , ist ein Kompilationsalbum mit Liedern der englischen Rockband The Beatles aus den im Titel angegebenen Jahren. Die Doppel-LP erschien 1973 zusammen mit ihrem Gegenstück 1967–1970 (dem „Blauen Album“) und erreichte Platz 3 in Großbritannien.

Die 2023 Remixes und Erweiterungen

Ein bedeutendes Ereignis war die Wiederveröffentlichung des „Roten Albums“ zusammen mit seinem Gegenstück am 10. November 2023. Diese Ausgabe enthielt eine erweiterte Tracklist mit zwölf zusätzlichen Songs. Diese zusätzlichen Tracks umfassen Songs, die auf der Originalkompilation fehlten, darunter Harrisons „Taxman“, Coverversionen wie „Twist and Shout“ und weitere Tracks vom Album Revolver. Die hinzugefügten Titel sind: „I Saw Her Standing There“, „Twist and Shout“, „Roll Over Beethoven“, „You Really Got a Hold on Me“, „This Boy“, „You Can't Do That“, „If I Needed Someone“, „Taxman“, „I'm Only Sleeping“, „Here, There and Everywhere“, „Got to Get You into My Life“ und „Tomorrow Never Knows“. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Version von Love Me Do mit Ringo Starr am Schlagzeug, die ursprünglich nur auf den ersten Pressungen der britischen Single von 1962 enthalten war, die Version mit Andy White am Schlagzeug ersetzte, die zuvor auf dieser Kompilation verwendet wurde.

Dreißig der 38 Songs auf dem Album erhielten einen neuen Stereo-Mix, während die restlichen acht Mixe aus dem „Revolver: Special Edition“-Set von 2022 verwendeten. Das Album ist auch in Dolby Atmos Surround Sound erhältlich. Auf den CD- und Digitalausgaben sind die zusätzlichen Tracks chronologisch in die Trackliste eingefügt, während auf der Vinylausgabe die ersten beiden LPs die Trackliste der 1973er Veröffentlichung beibehalten und die zusätzlichen Tracks auf einer dritten LP platziert sind.

Die 2023er Mixe, die von Giles Martin unter Verwendung der von Peter Jacksons WingNut Films entwickelten De-Mixing-Technologie erstellt wurden, wurden von Kritikern gefeiert. Rolling Stone bezeichnete die ursprünglichen roten und blauen Alben als „acht der perfektesten Albumseiten, die jemals konzipiert wurden“ und sagte, dass die Bonus-Discs „die Lücken in den Originalen beheben“. Sie lobten die hinzugefügten Harrison-Songs, Coverversionen und *Revolver*-Tracks. Besonders hervorgehoben wurde die verbesserte Klangqualität, die Tracks wie nie zuvor „donnern“ lässt. Giles Martin äußerte sich erstaunt über die technischen Möglichkeiten, die frühen Aufnahmen so klingen zu lassen. Er sagte: „Technisch ist es für mich absolut umwerfend, wie wir die frühen Tracks zum Klingen gebracht haben. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, das mit den frühen Tracks zu tun... Die Kraft von Ringos Schlagzeugspiel auf diesen frühen Tracks zum Beispiel wurde freigelegt.“ The Sunday Times Magazine nannte die neuen Mixe „außergewöhnlich“ und bemerkte, dass sie, besonders auf dem „Roten Album“, „so frisch klingen, als könnten sie von einer aufstrebenden Garage-Rock-Band stammen“. Salon.com meinte, die Tracks „erwachten mit bisher unerreichten Dimensionen zum Leben“ und lobte die Separation der Spuren. Tidal Magazine fügte hinzu, dass die 2023er Revisionen „nicht wie LPs, sondern wie Playlists sequenziert sind, was leichte Abweichungen ermöglicht und ein immersiveres Erlebnis bietet.“ Sie merkten an, dass sie „die Beatles neu nutzen, um den Hörgewohnheiten von Streaming-Nutzern entgegenzukommen – genau wie die Originale für ein LP-Publikum konzipiert wurden.“

Die Anfänge: Die Debütsingle Love Me Do

Die Geschichte der Beatles auf Platte begann am 5. Oktober 1962 mit der Veröffentlichung ihrer Debütsingle Love Me Do, mit „P.S. I Love You“ auf der B-Seite. In Großbritannien erreichte die Single Platz 17 der Charts. Als sie 1964 in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurde, toppte sie dort die Charts. Eine Wiederveröffentlichung 1982 zum 20-jährigen Jubiläum ließ sie erneut in die britischen Charts einsteigen und Platz 4 erreichen. Love Me Do erreichte auch die Spitze der Charts in Australien und Neuseeland.

Das Lied wurde von John Lennon und Paul McCartney geschrieben. McCartney schrieb angeblich den Vers und den Refrain, während Lennon den Mittelteil (Bridge) beisteuerte. Lennon sagte, es sei „Pauls Song“, den er schon in Hamburg gekannt habe, lange bevor sie ernsthaft Songs schrieben. McCartney erinnerte sich anders und meinte, Love Me Do sei „komplett zusammen geschrieben“ worden, vielleicht seine ursprüngliche Idee, aber einiges sei wirklich 50/50 gewesen. Er beschrieb es als „einen Song über etwas, das man will, aber nicht bekommen kann“ und dass er während einer Session im Esszimmer seines Elternhauses in der Forthlin Road geschrieben wurde. Lennon sei das Mundharmonika-Riff im Mittelteil eingefallen.

Die Saga der Schlagzeuger

Die Aufnahme von Love Me Do ist eng mit der frühen Geschichte der Bandbesetzung verbunden, insbesondere mit der Position des Schlagzeugers. Es existieren vier unterschiedliche Aufnahmen des Stücks mit drei verschiedenen Schlagzeugern.

Die erste Aufnahme stammt vom 6. Juni 1962, dem Vorspieltermin in den Abbey Road Studios, bei dem noch Pete Best Schlagzeug spielte. Diese Version wurde lange als verschollen betrachtet und erst 1995 auf der „Anthology 1“-Doppel-CD veröffentlicht. Produzent George Martin war musikalisch noch nicht vollständig überzeugt, aber der Plattenvertrag wurde unterschrieben.

Pete Best wurde kurz darauf durch Ringo Starr ersetzt. Am 4. September 1962 folgte eine weitere Aufnahme mit Ringo Starr am Schlagzeug. George Martin war jedoch mit dem Klang von Ringos Schlagzeugspiel bei dieser Aufnahme nicht zufrieden. Er engagierte daraufhin den Session-Schlagzeuger Andy White für eine weitere Aufnahmesession am 11. September 1962. Bei dieser Aufnahme saß Andy White am Schlagzeug, während Ringo Starr das Tamburin spielte.

Wie heißt ein berühmtes Album der Beatles 1966?
Revolver ist das siebte Studioalbum der britischen Gruppe The Beatles, das am 5. August 1966 in Großbritannien veröffentlicht wurde. In Deutschland erschien das Album bereits am 28. Juli 1966, hier war es einschließlich der Kompilationsalben deren elftes Album.

Die einfachste Möglichkeit, die Versionen von Love Me Do zu unterscheiden, ist das Vorhandensein des Tamburins. In der Aufnahme mit Tamburin spielte Andy White Schlagzeug, in der Aufnahme ohne Tamburin Ringo Starr. Die am 5. Oktober 1962 veröffentlichte Single (Parlophone R4949) enthielt zunächst die Version mit Ringo Starr, da man feststellte, dass die Version mit Andy White nicht besser klang. Allerdings wurde die Aufnahme auf der Single 1963 gegen die Version mit White ausgetauscht, was dazu führte, dass fast alle danach veröffentlichten Singles die Version mit White enthielten. Das Album „Please Please Me“ enthielt von Beginn an die Version mit Andy White. Die Version mit Ringo Starr tauchte erst 1980 auf der US-amerikanischen Ausgabe des Albums „Rarities“ wieder auf und ist heute auf „Past Masters (Vol. 1)“ zu finden.

Es gibt widersprüchliche Berichte darüber, wer die Session am 11. September produzierte (George Martin oder Ron Richards) und warum genau ein Session-Schlagzeuger engagiert wurde. Einige Quellen deuten darauf hin, dass Martin mit Ringos Timing unzufrieden war, andere, dass Andy White einfach im Voraus gebucht war. Ringo Starr war verständlicherweise sehr enttäuscht, bei seiner nur zweiten Aufnahmesession mit der Band ersetzt zu werden. Er sagte später, er habe George Martin deswegen „jahrelang gehasst“.

Die Mundharmonika, gespielt von Lennon, war zu dieser Zeit ein ungewöhnliches Instrument für einen Popsong und trug wesentlich zum Wiedererkennungswert der Single bei. Lennon wurde unter anderem von Bruce Channel und Frank Ifield inspiriert, die ebenfalls Mundharmonika in ihren Hits verwendeten. Die Mundharmonika wurde zu einem Markenzeichen der frühen Beatles-Hits.

Interessanterweise nahmen die Beatles Love Me Do am 28. Januar 1969 während der „Get Back“-Sessions erneut auf. Diese langsamere, bluesigere Version wurde später für den Abspann des zweiten Teils der Dokumentationsserie „The Beatles: Get Back“ verwendet. Paul McCartney mischte die beiden Seiten der Single später in einem Medley namens „P.S. Love Me Do“, das er auf Tournee und auf einer speziellen Ausgabe seines Albums „Flowers in the Dirt“ veröffentlichte.

Der Wendepunkt: Revolver

Während das „Rote Album“ die Hits der frühen Jahre zusammenfasst und Love Me Do den Anfang markiert, repräsentiert das Album Revolver aus dem Jahr 1966 einen entscheidenden Wendepunkt in der musikalischen Entwicklung der Beatles. Es war ihr siebtes Studioalbum in Großbritannien und wurde am 5. August 1966 veröffentlicht. In Deutschland erschien es bereits am 28. Juli 1966.

Mit Revolver setzten die Beatles die Entwicklung fort, die mit „Rubber Soul“ begonnen hatte, und verbrachten immer mehr Zeit damit, ihren Sound im Studio zu perfektionieren und klangliche Möglichkeiten auszuprobieren. Sie experimentierten intensiv mit Studio-Techniken, die damals neu oder ungewöhnlich waren. Dazu gehörten Bandschleifen (wie in „Eleanor Rigby“), rückwärtslaufende Tonbänder (zu hören in „I'm Only Sleeping“ und „Tomorrow Never Knows“) sowie das von Toningenieur Ken Townshend entwickelte Automatic Double-Tracking (ADT), ein Verfahren zur künstlichen Verdopplung von Stimmen oder Instrumenten, das auf Revolver erstmals intensiv eingesetzt wurde. Toningenieur Geoff Emerick versuchte zudem, den Bass- und Schlagzeugsound klanglich dominanter zu gestalten.

George Martin bemerkte dazu, dass die Beatles ab Revolver immer mehr eigene Ideen ins Studio einbrachten und ihn zu neuen Ideen und Wegen drängten, diese umzusetzen. Paul McCartney erwähnte den Einfluss von Komponisten wie Stockhausen, der sie ermutigte, neue Klänge auszuprobieren. John Lennon sprach begeistert über elektronische Musik und das Experimentieren mit Tonbändern.

Während Lennon „Rubber Soul“ noch als „Pot Album“ bezeichnete, nannte er Revolver das „Acid Album“, was auf den Kontakt der Beatles mit LSD hinweist. Die Auswirkungen dieser Drogenerfahrungen zeigten sich in den psychedelischen Stücken des Albums, mit denen die Beatles zu Vorreitern des Psychedelic Rock wurden. Besonders John Lennon und George Harrison komponierten früh psychedelische Lieder. Harrisons zunehmendes Interesse an indischer Musik schlug sich in „Love You To“ nieder, wo die Sitar nicht nur sparsam (wie in „Norwegian Wood“ auf „Rubber Soul“), sondern als Hauptinstrument eingesetzt wurde und später zu einem Markenzeichen psychedelischer Musik wurde.

Welche Marken trugen die Beatles?
Die Modewahl der Beatles spiegelt den schnellen Stilwandel wider, den ihre Generation in den 1960er Jahren durchmachte, als sie in rascher Folge Lederjacken, maßgeschneiderte Mod-Anzüge, Kaftane von The Fool und Anzüge von Tommy Nutter trugen .

Ein weiteres bemerkenswertes Stück ist „Tomorrow Never Knows“ mit Rückkopplungen und rückwärts abgespielten Bändern. Lennon ließ sich von Timothy Learys Anweisungen inspirieren. Die verzerrte Stimme und das hypnotische Schlagzeug verliehen dem Stück traumhafte Züge. Auch „I'm Only Sleeping“ und „She Said She Said“ waren psychedelisch beeinflusst.

Mit „Yellow Submarine“ (mit Ringo Starrs Leadstimme) enthielt das Album auch ein Stück, das auf den ersten Blick wie ein Kinderlied wirkte, dessen Text aber Raum für Interpretationen gab. Paul McCartney bestritt Drogenbezüge immer. Der Zeichentrickfilm von 1968 stellte das gelbe U-Boot jedoch als psychedelisches Gefährt dar.

George Harrison steuerte erstmals drei Lieder zu einem Album der Beatles bei. Ursprünglich erwogen die Beatles, das Album in den Stax Studios in Memphis aufzunehmen, entschieden sich aber letztendlich wieder für die Abbey Road Studios, um sich voll auf die Musik konzentrieren zu können. Die Aufnahmen für Revolver fanden vom 6. April bis 21. Juni 1966 statt. 16 Lieder wurden aufgenommen, 14 für das Album. Die beiden anderen Lieder, „Paperback Writer“ und „Rain“, wurden vorab als Single veröffentlicht und erreichten ebenfalls hohe Chartplatzierungen. Für diese Single wurden erstmals professionelle Musikvideos zu Werbezwecken gedreht, um nicht mehr überall auftreten zu müssen.

Die Komplexität der Aufnahmen auf Revolver machte es schwierig, die Musik live zu reproduzieren. Bei ihrer letzten Tournee in den USA im August 1966 spielten die Beatles kein Lied des Albums, wohl aber die Single „Paperback Writer“.

Das Album stieg am 10. August 1966 auf Platz eins der britischen Charts ein und verblieb dort sieben Wochen. Auch in Deutschland erreichte es Platz eins. Die Doppel-A-Seiten-Single „Eleanor Rigby“ / „Yellow Submarine“, ebenfalls am 5. August 1966 veröffentlicht, wurde ebenfalls ein Nummer-eins-Hit.

Der Titel Revolver ist ein Wortspiel und bezieht sich nicht auf eine Waffe, sondern auf die Drehung des Plattentellers. Ursprüngliche Titelideen waren „Abracadabra“, „Magic Circles“ und „Beatles on Safari“.

Das Album wurde in einer Mono- und einer Stereoversion veröffentlicht. In Deutschland wurde das Album ausschließlich in der Stereoabmischung vertrieben. Die Monofassung weist bemerkenswerte Unterschiede in der Abmischung auf, die den Klang der Lieder teils erheblich verändern (z.B. bei „Taxman“, „I'm Only Sleeping“, „Got to Get You into My Life“, „Tomorrow Never Knows“, „Love You To“, „Yellow Submarine“).

Welche Gitarren hatten die Beatles?
Epiphone EJ-160E Die Beatles spielten während der Gesamtdauer ihres Bestehens sehr gerne auf Akustik-Gitarren. Dieses Modell besaßen sowohl John Lennon als auch George Harrison.

Fazit

Von den zaghaften Anfängen mit Love Me Do, der Debütsingle, die die Welt neugierig machte, über das bahnbrechende Studioalbum Revolver, das die Grenzen der Popmusik verschob, bis hin zum umfassenden Roten Album, das die Hits der frühen Jahre versammelt – diese Veröffentlichungen sind unverzichtbare Zeugnisse der musikalischen Entwicklung der Beatles. Die jüngsten 2023er Remixes des „Roten Albums“ durch Giles Martin bieten eine faszinierende neue Perspektive auf diese vertrauten Klassiker, bringen Details ans Licht, die zuvor verborgen blieben, und machen die Musik auch für moderne Hörgewohnheiten zugänglich. Sie bestätigen einmal mehr die zeitlose Brillanz der Beatles und die Innovationskraft, die sie von Anfang an auszeichnete.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann wurde das „Rote Album“ ursprünglich veröffentlicht?
Das Doppelalbum „1962–1966“, bekannt als das „Rote Album“, wurde ursprünglich im Jahr 1973 veröffentlicht.

Welche Version von „Love Me Do“ war auf der ursprünglichen Single?
Die allererste Pressung der britischen Single von 1962 enthielt die Version von Love Me Do mit Ringo Starr am Schlagzeug. Spätere Pressungen und das Album „Please Please Me“ verwendeten jedoch die Version mit Andy White am Schlagzeug und Ringo am Tamburin.

Warum gibt es unterschiedliche Versionen von „Love Me Do“?
Es gibt unterschiedliche Versionen aufgrund verschiedener Aufnahmesessions mit unterschiedlichen Schlagzeugern (Pete Best, Ringo Starr, Andy White) in den frühen Tagen der Band und der Unzufriedenheit des Produzenten George Martin mit den ersten Ergebnissen.

Was war das Besondere am „Revolver“-Album?
Revolver (1966) war besonders wegen seiner intensiven Studio-Experimente, der Verwendung neuer Aufnahmetechniken (ADT, Rückwärtsbänder) und seines Einflusses auf den Psychedelic Rock. Es markierte einen entscheidenden kreativen Sprung für die Band.

Was ist neu an der 2023-Version des „Roten Albums“?
Die 2023-Version ist erweitert und enthält zusätzliche Tracks, die auf dem Original fehlten (darunter Harrison-Songs und Cover). Die meisten Songs wurden von Giles Martin neu abgemischt, oft unter Verwendung moderner De-Mixing-Technologie, was zu einem klareren und detaillierteren Klang führt.

Warum fehlten auf dem Original-Album von 1962–1966 einige Songs?
Die ursprüngliche Kompilation konzentrierte sich auf Lennon-McCartney-Kompositionen und ließ Coverversionen und George Harrisons frühe Songs aus. Die 2023er Erweiterung behebt diese Auslassungen teilweise.

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