Was braucht ein Außendienstmitarbeiter?

Erfolgreich als Außendienstmitarbeiter

15/01/2022

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Der Außendienstmitarbeiter ist oft das erste und wichtigste Gesicht, das Kunden von einem Unternehmen sehen. Er ist nicht nur ein Verkäufer, sondern ein Repräsentant, Berater und Beziehungsmanager. Seine Arbeit findet überwiegend außerhalb des Büros statt, direkt dort, wo die Kunden sind – sei es im privaten Haushalt (B2C) oder bei Geschäftspartnern (B2B). Diese direkte Interaktion macht die Rolle besonders anspruchsvoll und entscheidend für den Erfolg des Unternehmens.

Was zieht man als Außendienstmitarbeiter an?
Gut sitzender Anzug (auch mit Weste) in gedeckten Farben, zum Beispiel Dunkelgrau oder Dunkelblau. Farblich passendes Hemd und darauf abgestimmte Krawatte. Saubere, hochwertige und möglichst schwarze Schuhe.
Übersicht

Was genau macht ein Außendienstmitarbeiter?

Ein Außendienstmitarbeiter agiert als Bindeglied zwischen seinem Unternehmen und der Kundschaft. Er ist angestellt und verfolgt klare Ziele, die vom Arbeitgeber vorgegeben sind, insbesondere hinsichtlich des Umsatzes. Seine Hauptaufgabe ist es, Produkte und Dienstleistungen vorzustellen, zu verkaufen und die Kundenbeziehungen zu pflegen. Dabei ist er viel unterwegs, um bestehende Kunden zu besuchen, Kontakte zu vertiefen und neue Verkäufe zu generieren. Aber auch aus dem Büro heraus pflegt er den Kontakt, nutzt moderne Kommunikationsmittel wie E-Mail, Telefon oder Newsletter, um über Neuheiten und Angebote zu informieren. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Marktanalyse und die Identifizierung sowie Akquise neuer, potenzieller Kunden.

Dabei gibt es Unterschiede je nach Branche und Produkt. Wer weniger erklärungsbedürftige Güter wie Lebensmittel oder Bekleidung vertreibt, benötigt starkes betriebswirtschaftliches Denken. Bei komplexen Produkten wie Laborequipment oder technischen Bauteilen ist oft eine spezifische Fachausbildung oder ein Studium erforderlich, um Kunden kompetent beraten zu können. Unabhängig vom Produkt erfordert die Rolle ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse des Kunden und die Fähigkeit, den Nutzen des eigenen Angebots überzeugend darzustellen.

Kernaufgaben im Überblick

Das Aufgabenspektrum eines Außendienstmitarbeiters ist breit gefächert und zielt immer auf den Vertriebserfolg ab. Hier sind die wichtigsten Tätigkeiten:

  • Präsentation und Verkauf von Produkten und Dienstleistungen.
  • Erreichen und Übertreffen von Absatz- und Umsatzzielen.
  • Umfassende Beratung der Kunden zur Unterstützung ihrer Kaufentscheidung.
  • Erstellung individueller Angebote und Kostenvoranschläge.
  • Verhandlung von Preisen, Konditionen und Lieferbedingungen.
  • Abschluss von Kaufverträgen und Bearbeitung von Bestellungen.
  • Aktive Pflege und Betreuung bestehender Kunden, um die Kundenbindung zu stärken.
  • Entwicklung und Ausbau des Kundenstamms durch Neukundenakquise (auch Kaltakquise).
  • Teilnahme an Messen, Ausstellungen und anderen Fachveranstaltungen.
  • Kontinuierliche Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie -analyse.
  • Dokumentation und Verwaltung aller relevanten Kundendaten und Verkaufsvorgänge in CRM-Systemen.

Diese Aufgaben erfordern nicht nur kaufmännisches Geschick, sondern auch ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit und Organisationstalent.

Welche Kompetenzen sind entscheidend?

Um in diesem vielseitigen Beruf erfolgreich zu sein, benötigt ein Außendienstmitarbeiter eine Kombination aus Fachwissen und persönlichen Fähigkeiten:

  • Produkt- und Branchenkenntnis: Ein tiefes Verständnis der angebotenen Produkte und der Marktgegebenheiten ist fundamental, um Kunden kompetent beraten zu können.
  • Verkaufs- und Gesprächstechniken: Beherrschung von Methoden, um Verkaufsgespräche effektiv zu führen, Einwände zu entkräften und zum Abschluss zu kommen.
  • Kommunikationsstärke: Klare und überzeugende Kommunikation ist unerlässlich, sowohl im persönlichen Gespräch als auch schriftlich.
  • Verhandlungsgeschick: Die Fähigkeit, Konditionen auszuhandeln, die für beide Seiten vorteilhaft sind.
  • Abschlusssicherheit: Die Entschlossenheit und das Geschick, einen Deal erfolgreich zum Abschluss zu bringen.
  • Empathie und Menschenkenntnis: Das Vermögen, sich in den Kunden hineinzuversetzen, seine Bedürfnisse zu erkennen und Vertrauen aufzubauen.
  • Durchsetzungsvermögen: Notwendig, um Verhandlungen erfolgreich zu gestalten und die eigenen Ziele zu verfolgen.
  • Gepflegtes Äußeres und souveränes Auftreten: Ein professionelles Erscheinungsbild stärkt die Glaubwürdigkeit und repräsentiert das Unternehmen positiv.
  • Betriebswirtschaftliches Denken: Verständnis für Kalkulation, Margen und wirtschaftliche Zusammenhänge zur Erstellung profitabler Angebote.
  • Organisationstalent und Flexibilität: Fähigkeit, Termine zu planen, Reisen zu koordinieren und auf unvorhergesehene Situationen spontan zu reagieren.
  • Zeit- und Selbstmanagement: Strukturierte Arbeitsweise, um die vielfältigen Aufgaben effizient zu bewältigen.
  • Belastbarkeit und Frustrationstoleranz: Der Umgang mit Absagen gehört zum Alltag; Resilienz hilft, motiviert zu bleiben.
  • Hohe Reisebereitschaft: Die Bereitschaft, viel Zeit unterwegs bei Kunden zu verbringen.

Wege in den Außendienst

Der Außendienstmitarbeiter ist kein klassischer Ausbildungsberuf, sondern eine Funktion, die über verschiedene Wege erreicht werden kann. Die Anforderungen variieren stark je nach Branche und Komplexität der Produkte.

Ausbildung und Weiterbildung

Eine solide Basis legen kaufmännische Ausbildungen wie Industriekaufmann/-frau oder Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement. Oft ist das (Fach-)Abitur eine praktische Voraussetzung. Weiterbildungen zum Fachwirt (Industrie, Wirtschaft, Technik) oder Betriebswirt (allgemein, international) sind ebenfalls gute Qualifikationen, die betriebswirtschaftliches und oft auch technisches Wissen vermitteln.

Welche Aufgaben hat ein Außendienstmitarbeiter?
ZU DEN HÄUFIGSTEN AUFGABEN VON AUSSENDIENSTMITARBEITER*INNEN ZÄHLEN:persönliche Verkaufsgespräche.Beratung und Betreuung von Bestandskunden.Neukundenakquise.Erstellen von Angeboten und Kostenvoranschlägen.Vertragsverhandlung.Produktberatung und -präsentation.

Studium

Ein Studium, insbesondere in betriebswirtschaftlichen Fächern (BWL, Marketing, Vertrieb) oder relevanten technischen/naturwissenschaftlichen Bereichen (für erklärungsbedürftige Produkte), ist ein häufiger Weg in den Außendienst, insbesondere für anspruchsvollere Positionen. Auch duale Studiengänge, die Theorie und Praxis verbinden, sind eine gute Vorbereitung.

Quereinstieg

Mit relevanter Berufserfahrung, idealerweise bereits im Vertrieb, und nachweisbarem Verkaufstalent ist auch ein Quereinstieg möglich. Hier zählen vor allem praktische Erfolge und die persönliche Eignung.

Das Gehalt: Fixum und Provision

Das Einkommen eines Außendienstmitarbeiters setzt sich typischerweise aus einem festen Grundgehalt (Fixum) und einem variablen, erfolgsabhängigen Anteil (Provision) zusammen. Die Höhe des Gehalts kann stark variieren und hängt von mehreren Faktoren ab.

Im Durchschnitt liegt das Einstiegsgehalt nach einer Berufsausbildung bei ca. 36.000 € brutto jährlich. Bachelor-Absolventen können mit rund 49.000 €, Master-Absolventen mit ca. 52.000 € Jahresbrutto rechnen. Das Durchschnittsgehalt über alle Qualifikationsstufen und Erfahrungslevel hinweg liegt bei etwa 59.000 € brutto pro Jahr.

Gehaltsfaktoren im Außendienst

Mehrere Faktoren beeinflussen die Verdienstmöglichkeiten:

  • Branche: In Branchen mit teuren, komplexen Produkten (Pharma, Chemie, IT, Elektrotechnik) sind die Gehälter oft höher als im Handel oder in der Konsumgüterindustrie.
  • Unternehmensgröße: Größere Unternehmen zahlen tendenziell besser und bieten oft klarere Karrierepfade.
  • Unternehmensstandort: Die Gehälter variieren regional, mit höheren Durchschnittsverdiensten in wirtschaftsstarken Bundesländern im Süden und Westen Deutschlands.
  • Berufserfahrung: Erfahrene Außendienstmitarbeiter mit etablierten Kundenbeziehungen und nachweisbaren Erfolgen verdienen deutlich mehr.
  • Zusatzfähigkeiten: Besondere Fachkenntnisse, ausgeprägte Soft Skills (Kommunikation, Empathie) und der Umgang mit CRM-Systemen können sich positiv auf das Einkommen auswirken.

Gehalt nach Berufserfahrung (Durchschnittliche Monatsbruttogehälter)

BerufserfahrungDurchschnittliches Monatsbrutto
Berufsanfängerca. 3.200 €
rund 5 Jahreca. 3.900 €
rund 10 Jahreca. 4.600 €
mehr als 10 Jahreca. 4.900 €

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Werte Durchschnittsangaben sind und die tatsächliche Höhe stark von den oben genannten Faktoren abhängt. Die Provision kann einen erheblichen Teil des Gesamteinkommens ausmachen.

Was ist ein Beispiel für den Außendienst?
Das Field Service Management umfasst ein breites Spektrum an Aktivitäten und Branchen. Zu den häufigsten Beispielen zählen Kundendienst, Vertrieb, Installation, Reparatur und Wartung sowie Inspektionen .

Details zur Provision

Die Provision ist ein zentraler Motivationsfaktor im Außendienst. Sie liegt im Durchschnitt bei knapp 30% des Gesamteinkommens. Wichtig ist, dass der variable Anteil spürbar ist, um Anreize für Mehrleistung zu schaffen. Allerdings setzen Arbeitsgerichte tendenziell Grenzen; ein variabler Anteil von über 50% kann arbeitsrechtliche Konsequenzen haben (z.B. Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB ähnlich einem Handelsvertreter). Daher ist ein gut strukturiertes Provisionssystem entscheidend, das Leistung honoriert, ohne den Mitarbeiter übermäßigen Einkommensschwankungen auszusetzen.

Kleiderordnung im Außendienst

Das äußere Erscheinungsbild spielt eine wichtige Rolle, da der Außendienstmitarbeiter das Unternehmen repräsentiert. Während es keine starre, allgemeingültige Regel gibt, ist Business-Kleidung oft eine sichere Wahl. Ein gut sitzender Anzug oder ein Kostüm in gedeckten Farben vermittelt Professionalität. Wichtiger als ein strikter Dresscode ist ein stets sauberes, gepflegtes und akkurates Auftreten. Auffällige Details sollten vermieden werden, um den Kunden nicht abzulenken. Dezente Accessoires und passende, gepflegte Schuhe runden das Bild ab. Sich in der Kleidung wohlzufühlen ist ebenso wichtig; oft hilft eine gute Beratung, um passende Outfits zu finden, die Selbstbewusstsein stärken.

Weiterbildung und Karrierechancen

Kontinuierliche Weiterbildung ist im Außendienst essenziell. Unternehmen bieten oft interne Produktschulungen und Vertriebstrainings an, um Mitarbeiter auf dem neuesten Stand zu halten und ihre Verkaufstechniken zu verbessern. Externe Seminare und Kurse zu Themen wie Kommunikation, Verhandlungsführung, Selbstmanagement, CRM-Systeme oder Vertragsrecht stärken sowohl Hard als auch Soft Skills.

Karrierechancen bestehen in der Übernahme von Führungsverantwortung, z.B. als Teamleiter, Gebiets- oder Regionalleiter. Weitere Aufstiegsmöglichkeiten führen zu Positionen wie Account Manager oder Key Account Manager, die für die Betreuung strategisch wichtiger Großkunden zuständig sind. Eine konsequente Weiterentwicklung und der Aufbau von Erfahrung ebnen den Weg zu diesen anspruchsvolleren Rollen.

Häufig gestellte Fragen zum Außendienstmitarbeiter

Was ist die Hauptaufgabe eines Außendienstmitarbeiters?
Die Hauptaufgabe ist der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen direkt beim Kunden vor Ort. Dazu gehören Beratung, Angebotserstellung, Verhandlung und der Abschluss von Verträgen. Auch die Pflege bestehender und die Akquise neuer Kunden sind zentrale Tätigkeiten.

Was macht Martin Neumaier heute?
MÜNCHEN Martin Neumeyer bleibt Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Der Aufsichtsrat hat seinen Vertrag bis zu seinem Renteneintritt am 30. Juni 2026 verlängert.

Welche Fähigkeiten sind besonders wichtig?
Neben fundiertem Produkt- und Branchenwissen sind Kommunikationsstärke, Verhandlungsgeschick, Empathie, Organisationstalent, Reisebereitschaft und Belastbarkeit entscheidend für den Erfolg im Außendienst.

Wie setzt sich das Gehalt zusammen?
Das Gehalt besteht in der Regel aus einem festen Grundgehalt (Fixum) und einem variablen, erfolgsabhängigen Anteil (Provision), der an Verkaufsziele und Umsatz gebunden ist.

Wie wird man Außendienstmitarbeiter?
Es gibt verschiedene Wege: über kaufmännische oder technische Ausbildungen, ein Studium (z.B. BWL, technischer Vertrieb) oder als Quereinsteiger mit relevanter Berufserfahrung und Verkaufstalent.

Muss man viel reisen?
Ja, eine hohe Reisebereitschaft ist eine Grundvoraussetzung, da ein Großteil der Arbeit aus persönlichen Kundenbesuchen besteht. Die Reisetätigkeit kann regional oder auch überregional sein, je nach Vertriebsgebiet.

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