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WIG-Schweißen: Stabilität & Qualität

20/07/2016

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Wenn es um höchste Ansprüche an Schweißnähte geht, insbesondere im Rohrleitungsbau und in sicherheitskritischen Industrien, steht das WIG-Schweißverfahren (Wolfram-Inertgas-Schweißen), international auch als TIG-Schweißen (Tungsten Inert Gas) bekannt, oft an erster Stelle. Dieses Verfahren zeichnet sich durch eine beeindruckende Stabilität und die Fähigkeit aus, Schweißnähte von außergewöhnlicher Qualität und perfektem Aussehen zu erzeugen.

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Die Stabilität des WIG-Lichtbogens und die präzise Kontrolle über das Schweißbad ermöglichen es, Nähte mit voller Durchdringung, hoher Kompaktheit und minimalen Schweißfehlern zu realisieren. Dies ist besonders relevant, wenn die Belastbarkeit der Schweißnaht entscheidend ist oder wenn optische Anforderungen eine wichtige Rolle spielen. Industrien wie die Halbleiterfertigung, die Luft- und Raumfahrt oder der Pharmabereich setzen daher auf WIG-Schweißen, wo Kompromisse bei der Qualität nicht akzeptabel sind.

Wie stabil ist Wig schweißen?
Der WIG-Schweißverfahren ist stabil, kann einfach automatisiert werden und ist in allen Schweißpositionen einsetzbar. Schweißfehler treten beim WIG-Orbital-Schweißen nur selten auf und die Schweißungen sind von hoher Qualität.
Übersicht

Was ist WIG-Schweißen und wie funktioniert es?

Beim WIG-Schweißen wird der benötigte Strom über eine nicht abschmelzende Wolfram-Elektrode zugeführt. Diese Elektrode ist extrem temperaturbeständig. Von der Spitze der Elektrode geht ein Lichtbogen aus, der die zu verbindenden Werkstücke lokal erwärmt und aufschmilzt, um ein Schweißbad zu bilden.

Eine zentrale Komponente des WIG-Verfahrens ist das Schutzgas. Eine Düse, die die Wolfram-Elektrode umgibt, leitet ein inertes Gas (meist Argon oder Helium) zum Schweißbereich. Dieses Gas bildet eine Schutzatmosphäre um den Lichtbogen, das Schweißbad und die erhitzte Nahtzone. Die inerten Gase reagieren chemisch nicht mit dem geschmolzenen Metall und verhindern so schädliche Reaktionen mit Sauerstoff, Stickstoff oder Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft. Diese Abschirmung ist entscheidend für die Reinheit und die hohe Qualität der Schweißnaht.

Da die Wolfram-Elektrode selbst nicht als Zusatzwerkstoff dient, wird Schweißzusatz, falls benötigt, separat in Form von Drähten oder Stäben von Hand oder über einen mechanisierten Drahtvorschub dem Schweißbad zugeführt.

Die Vorteile des WIG-Schweißens

Das WIG-Schweißverfahren bietet eine Reihe signifikanter Vorteile, die es für viele Anwendungen prädestinieren:

  • Hohe Schweißnahtqualität: WIG liefert saubere, spritzerfreie Nähte mit glatter Oberfläche und voller Durchdringung. Die Nähte sind kompakt und hoch belastbar.
  • Vielseitigkeit bei Materialien: Fast alle schweißbaren Metalle und Legierungen können mit WIG verbunden werden, einschließlich Edelstahl, Aluminium, Titan, Magnesium, Kupfer und Nickellegierungen. Auch das Schweißen unterschiedlicher Metalle ist möglich.
  • Sauberkeit des Prozesses: Es entstehen kaum Schweißrauch oder schädliche Rückstände, was die Arbeitsumgebung verbessert.
  • Präzise Kontrolle: Der Schweißer hat eine exzellente Kontrolle über den Lichtbogen, das Schweißbad und die Wärmeeinbringung. Dies ermöglicht das Schweißen von dünnen Blechen und anspruchsvollen Geometrien.
  • Flexibilität bei der Zusatzgabe: Je nach Anwendung kann mit oder ohne Zusatzwerkstoff geschweißt werden.
  • Stabilität und Automatisierbarkeit: Das Verfahren ist sehr stabil und eignet sich gut für die Automatisierung, insbesondere beim Orbitalschweißen, wo Schweißfehler selten auftreten.
  • Einsetzbar in allen Positionen: WIG-Schweißen ist in allen Schweißpositionen gut beherrschbar.

Nachteile und Herausforderungen

Trotz seiner vielen Vorteile hat das WIG-Schweißen auch einige Nachteile, die berücksichtigt werden müssen:

  • Höhere Anfangsinvestition: Die Kosten für WIG-Schweißgeräte und Zubehör sind in der Regel höher als bei einfachen MIG/MAG-Anlagen.
  • Geringere Produktivität: Im Vergleich zu schnelleren Verfahren wie MIG/MAG ist die Schweißgeschwindigkeit beim WIG-Schweißen oft niedriger. Dies kann bei sehr langen oder dicken Nähten ins Gewicht fallen.
  • Höherer Energiebedarf: In manchen Fällen kann der Energieverbrauch höher sein als bei MIG/MAG.
  • Empfindlichkeit gegenüber Umgebungsbedingungen: WIG-Schweißen ist weniger geeignet für staubige oder zugige Umgebungen, da das Schutzgas leicht verdrängt werden kann.
  • Anspruchsvolle Handhabung: Das Beherrschen des WIG-Schweißens erfordert Übung und Geschicklichkeit, insbesondere die Koordination von Brennerführung und manueller Zusatzwerkstoffgabe.

Warum gilt WIG-Schweißen als besonders stabil und hochwertig?

Die Stabilität des WIG-Verfahrens resultiert aus der Verwendung einer nicht abschmelzenden Elektrode und einem sehr kontrollierten Lichtbogen, der durch das inerte Schutzgas stabilisiert wird. Dies minimiert Turbulenzen im Schweißbad und verhindert die Aufnahme schädlicher Gase.

Die hohe Qualität der Schweißnähte ergibt sich direkt aus dieser Stabilität und Reinheit. Da keine Schlacke entsteht und kaum Spritzer auftreten, sind die Nähte sehr sauber. Die präzise Steuerung der Wärmeeinbringung ermöglicht eine feinkörnige Gefügestruktur und eine optimale Durchschweißung, insbesondere bei Wurzellagen in Rohren oder Blechen. Die glatte, feingefiederte Oberfläche und die saubere Wurzel sind oft optisch ansprechend und erleichtern die Nachbearbeitung oder machen sie überflüssig.

Besonders beim orbitalen WIG-Schweißen, einer automatisierten Variante für Rohrschweißungen, werden Schweißfehler auf ein Minimum reduziert, was zu einer konstant hohen Qualität führt, die für kritische Anwendungen unerlässlich ist.

Materialien und ihre Besonderheiten beim WIG-Schweißen

Wie bereits erwähnt, ist WIG für eine breite Palette von Materialien geeignet. Die Wahl des Stroms (Gleichstrom GS oder Wechselstrom WS) und des Schutzgases hängt stark vom zu schweißenden Werkstoff ab.

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Un- und niedriglegierte Stähle

Diese Stähle lassen sich grundsätzlich gut WIG-schweißen, allerdings ist das Verfahren aufgrund der geringeren Leistung im Vergleich zu MIG/MAG wirtschaftlich oft nur für spezielle Anwendungen erste Wahl. Dazu gehören das Schweißen von Wurzellagen bei größeren Wanddicken (wobei die Fülllagen oft mit einem schnelleren Verfahren eingebracht werden) und das Schweißen von Rohrleitungen mit kleineren Durchmessern. Hierfür ist WIG oft unübertroffen.

Eine Besonderheit kann die Porenbildung sein, insbesondere bei Stählen mit geringem Siliziumgehalt oder bei Tiefziehstählen, die nur mit Aluminium beruhigt sind. Durch Sauerstoffaufnahme aus der Atmosphäre kann Kohlenmonoxid im Schweißgut entstehen. Abhilfe schafft hier die Zugabe von ausreichend Si/Mn-legiertem Zusatzwerkstoff, der den Sauerstoff bindet.

Austenitische CrNi-Stähle (Edelstahl)

Edelstähle eignen sich hervorragend für das WIG-Verfahren. Die Viskosität des Schweißgutes führt zu glatten Oberraupen und flachen Wurzeln. Allerdings ist die Wärmeleitfähigkeit von CrNi-Stählen geringer als bei unlegiertem Stahl, und der Ausdehnungskoeffizient ist höher. Bei kleinen Wanddicken kann es leicht zu Überhitzungen kommen, was zu Heißrissen oder verminderter Korrosionsbeständigkeit führen kann. Abkühlungspausen oder Kühlung helfen, Überhitzung und Verzug zu minimieren.

Nach dem Schweißen müssen Oxidhäute und Anlauffarben an der Nahtoberfläche und auf der Wurzel entfernt werden (Bürsten, Strahlen, Schleifen, Beizen), da sie sonst zu verstärktem Korrosionsangriff führen. Bei Rohren, wo mechanische Bearbeitung schwierig ist, wird oft Formiergas auf der Wurzel eingesetzt, um Oxidation von vornherein zu vermeiden.

Aluminium und Aluminiumlegierungen

Das Schweißen von Aluminium ist aufgrund der hochschmelzenden Aluminiumoxidschicht (Al₂O₃, Schmelzpunkt ca. 2050°C vs. Aluminium ca. 650°C) eine Herausforderung. Diese Oxidschicht muss entfernt werden.

Beim WIG-Schweißen von Aluminium wird meist Wechselstrom (WS) verwendet. Während der positiven Halbwelle (Elektrode Pluspol) treffen schwere Ionen aus dem Lichtbogen auf die Werkstückoberfläche und brechen die Oxidschicht auf (Reinigungswirkung). Während der negativen Halbwelle (Elektrode Minuspol) kann die Elektrode abkühlen. Moderne „Square-Wave“-Stromquellen mit rechteckförmigem Wechselstrom erlauben die Balance zwischen Reinigungs- und Kühlhalbwelle einzustellen (z.B. 20% Plus / 80% Minus), was die Strombelastbarkeit der Elektrode erhöht und die Standzeit verlängert. Eine höhere Frequenz des Wechselstroms (z.B. 50-300 Hz) verbessert ebenfalls die Lichtbogenstabilität und schont die Elektrode.

Eine Besonderheit bei Aluminium ist die Porenempfindlichkeit durch Wasserstoff. Wasserstoff, der beim Schweißen aufgenommen wird, muss beim Erstarren entweichen, da Aluminium im festen Zustand kaum Wasserstoff lösen kann. Hauptquellen für Wasserstoff sind Feuchtigkeit in Oxidhäuten auf Grundwerkstoff und Zusatzwerkstoff. Gründliche Reinigung vor dem Schweißen und die Lagerung von Zusatzwerkstoffen sind daher entscheidend.

Kupfer und Kupferlegierungen

Das Schweißen von Kupfer wird durch seine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit erschwert. Bei dickeren Materialien ist oft ein Vorwärmen nötig, um eine ausreichende Einbrandtiefe zu erzielen. Reinkupfer und viele Kupferlegierungen werden mit Gleichstrom (Elektrode Minuspol) geschweißt. Einige Bronzen (Messing, Aluminiumbronze) lassen sich besser mit Wechselstrom schweißen.

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Weitere Werkstoffe

Auch Nickel und Nickellegierungen (wie Inconel, Monel) sowie Titan und Titanlegierungen werden häufig WIG-geschweißt. Für diese Materialien eignet sich ebenfalls meist Gleichstrom mit negativ gepolter Elektrode. Beim Schweißen von Titan ist ein sehr umfassender Gasschutz erforderlich, oft mit zusätzlichen Schleppbrausen, um die Aufnahme atmosphärischer Gase und Versprödung zu verhindern.

Verbrauchsmaterialien beim WIG-Schweißen

Neben dem Schweißgerät selbst benötigt man spezifische Verbrauchsmaterialien für das WIG-Verfahren:

  • Schutzgas: Wie beschrieben, meist reines Argon. Für spezielle Anwendungen (z.B. tiefere Einbrand bei Aluminium-Gussteilen) werden auch Helium oder Argon-Helium-Gemische verwendet.
  • Wolfram-Elektroden: Die nicht abschmelzende Elektrode. Früher oft mit Thorium, heute bevorzugt mit Ceroxid (WC) oder Lanthanoxid (WL) legiert, da diese nicht radioaktiv sind und vergleichbare Leistung bieten. Die Spitze der Elektrode wird je nach Anwendung und Stromart angeschliffen.
  • Zusatzwerkstoff: Wird in Form von Drähten oder Stäben (oft als „Schweißstäbe“ bezeichnet) verwendet. Die Auswahl des Zusatzwerkstoffs hängt vom Grundwerkstoff ab. Er wird manuell oder mechanisiert dem Schweißbad zugeführt, ist aber nicht immer zwingend erforderlich (z.B. bei dünnen Blechen unter 3mm Wandstärke).

Grundlagen der WIG-Schweißtechnik

Das WIG-Schweißen erfordert Übung und ein Gefühl für den Prozess. Hier ein vereinfachter Ablauf:

1. Vorbereitung: Das Werkstück muss gründlich gereinigt werden (frei von Rost, Fett, Farbe, Oxiden). Die Wolfram-Elektrode wird angeschliffen. Das Schutzgas wird angeschlossen und der Gasfluss eingestellt (oft 5-10 l/min, abhängig von Material und Stromstärke).

2. Geräteeinstellung: Stromstärke und ggf. Gasnachströmzeit werden eingestellt. Bei Aluminium wird Wechselstrom gewählt, bei den meisten anderen Metallen Gleichstrom mit Minuspol an der Elektrode.

3. Lichtbogen zünden: Der Lichtbogen kann berührungslos (HF-Zündung) oder durch kurzes Antippen des Werkstücks gezündet werden. Wichtig ist, dass die Wolfram-Elektrode nicht dauerhaft am Werkstück kleben bleibt.

4. Schweißbad aufbauen: Nach der Zündung wird der Lichtbogen kurz gehalten, bis sich ein Schweißbad bildet. Die Größe des Schweißbades wird durch Stromstärke und Abstand der Elektrode zum Werkstück (Lichtbogenlänge) beeinflusst.

5. Schweißen und Zusatzgabe: Der Brenner wird langsam entlang der Naht geführt. Wenn Zusatzwerkstoff benötigt wird, wird dieser von der anderen Hand in das vordere Ende des Schweißbades getupft oder kontinuierlich zugeführt. Es ist entscheidend, dass der Zusatzwerkstoff im Schutzgasbereich bleibt und nicht oxidiert.

6. Schweißrichtung: Beim WIG-Schweißen wird häufig „stechend“ geschweißt, d.h., der Brenner zeigt in Schweißrichtung und wird mit einem Winkel von ca. 30° geführt. Dies ermöglicht eine gute Sicht auf das Schweißbad und die Wurzelbildung.

Wie bewahrt man einen Kugelschreiber am besten auf?
Kappe auf den Stift Eine der einfachsten Maßnahmen zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung Ihres Kugelschreibers besteht darin , ihn bei Nichtgebrauch mit der Kappe zu verschließen oder einzuziehen . Dies verhindert Auslaufen und das Austrocknen des Stifts. Bewahren Sie Ihren Stift an einem kühlen und dunklen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung auf.

7. Nahtende: Am Ende der Naht wird der Lichtbogen langsam ausgeschaltet, oft mit einer Stromabsenkfunktion am Gerät. Die Gasnachströmzeit muss eingehalten werden, um die erstarrende Naht vor Oxidation zu schützen. Dies ist besonders bei Edelstahl kritisch, um Anlauffarben zu vermeiden.

Anwendungsbereiche des WIG-Schweißens

Das WIG-Verfahren findet überall dort Anwendung, wo hohe Anforderungen an die Schweißnaht gestellt werden. Dazu gehören:

  • Rohrleitungsbau (insbesondere kritische Medien, dünne Wandstärken, Wurzelpassagen)
  • Chemie- und Pharmaindustrie
  • Lebensmittelindustrie
  • Luft- und Raumfahrt
  • Fahrzeugbau (z.B. Abgasanlagen, Rahmen aus Aluminium)
  • Behälter- und Apparatebau
  • Werkzeug- und Formenbau
  • Reparaturarbeiten an hochwertigen Bauteilen
  • Kunsthandwerk (Edelstahl, Aluminium)

WIG vs. MIG/MAG: Ein Vergleich

Die Wahl zwischen WIG und MIG/MAG hängt stark von den Anforderungen ab. Hier eine kurze Gegenüberstellung basierend auf den genannten Merkmalen:

MerkmalWIG-SchweißenMIG/MAG-Schweißen
SchweißnahtqualitätSehr hoch (sauber, präzise, spritzerfrei)Hoch (gut, aber oft mit Spritzern und ggf. Schlacke)
ProduktivitätEher niedrigEher hoch
AnfangsinvestitionOft höherOft niedriger
Geeignete MaterialienFast alle schweißbaren MetalleHauptsächlich unlegierte Stähle, hochlegierte Stähle, Aluminium
Schweißrauch/RückständeKaum vorhandenVorhanden (je nach Verfahrensvariante)
Kontrolle über SchweißbadSehr gutGut
Eignung für dünne BlecheSehr gutGut (abhängig von Verfahrensvariante)
Komplexität der TechnikAnspruchsvollerEinfacher zu erlernen

Häufig gestellte Fragen zum WIG-Schweißen

Welchen Zusatzwerkstoff benötige ich beim WIG-Schweißen?
Der benötigte Zusatzwerkstoff muss zum Grundwerkstoff passen. Es gibt spezielle WIG-Schweißstäbe für verschiedene Stahlsorten, Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen etc. Bei dünnen Materialien oder bestimmten Stoßarten ist eventuell gar kein Zusatzwerkstoff nötig.

In welche Richtung schweißt man beim WIG-Schweißen?
Meist wird die „stechende“ Technik angewendet, bei der der Brenner in Schweißrichtung zeigt und in einem Winkel von etwa 30 Grad geführt wird.

Kann ich mit WIG alle Metalle schweißen?
Ja, WIG eignet sich prinzipiell für fast alle schweißbaren Metalle und deren Legierungen, darunter Stähle, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Titan und Nickellegierungen. Dies macht es zu einem sehr universellen Verfahren.

Warum wird beim Aluminium-WIG-Schweißen oft Wechselstrom verwendet?
Wechselstrom ist notwendig, um die hartnäckige Oxidschicht auf der Aluminiumoberfläche aufzubrechen und zu entfernen. Ohne diese „Reinigungswirkung“ wäre eine hochwertige Schweißung kaum möglich.

Welches Schutzgas ist am besten für WIG?
Reines Argon ist das am häufigsten verwendete Schutzgas und eignet sich für die meisten Metalle. Helium oder Argon-Helium-Gemische können für bestimmte Anwendungen (z.B. tiefere Einbrand bei Aluminium) Vorteile bieten, sind aber teurer.

Fazit

Das WIG-Schweißverfahren ist ein Synonym für Qualität und Stabilität im Bereich des Schweißens. Obwohl es eine höhere Anfangsinvestition erfordert, weniger produktiv als andere Verfahren sein kann und Übung verlangt, sind die erzielten Ergebnisse in Bezug auf Nahtqualität, Reinheit und Belastbarkeit oft unübertroffen. Seine Vielseitigkeit bei Materialien und die präzise Steuerbarkeit machen es zur ersten Wahl für anspruchsvolle Anwendungen in zahlreichen Industriezweigen, wo Sicherheit und höchste Qualitätsstandards im Vordergrund stehen. Wer präzise, saubere und hochfeste Schweißnähte benötigt, kommt am WIG-Verfahren kaum vorbei.

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