Was kann man alles in einer Bewerbung reinschreiben?

Bewerbungsmappe für Ausbildung wählen

03/10/2018

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Wenn du dich um einen Ausbildungsplatz bewirbst, sind gut aufbereitete Bewerbungsunterlagen das A und O. Auch wenn Online-Bewerbungen immer häufiger werden, verlangen manche Unternehmen, insbesondere in traditionelleren Branchen oder im öffentlichen Dienst, immer noch eine klassische Bewerbung in Papierform. Hier kommt die Bewerbungsmappe ins Spiel. Sie schützt deine Dokumente auf dem Postweg, hält sie ordentlich zusammen und ist das Erste, was der Personaler physisch von dir in den Händen hält. Daher ist die Wahl der richtigen Mappe und die korrekte Anordnung der Inhalte entscheidend für einen positiven ersten Eindruck.

Was nimmt man als Bewerbungsmappe?
AUFBAU EINER KLASSISCHEN BEWERBUNGSMAPPEAnschreiben. Das Bewerbungsanschreiben kommt nicht in die Bewerbungsmappe, sondern wird oben aufgelegt.Deckblatt. Das Deckblatt ist keine Pflicht. ...Lebenslauf. ...Dritte Seite. ...Zeugnisse. ...Arbeits- und Praktikumszeugnisse. ...Empfehlungsschreiben, Referenzen. ...Zertifikate und Bescheinigungen.

Eine sorgfältig zusammengestellte Bewerbungsmappe zeigt, dass du dir Mühe gibst, strukturiert arbeitest und Wert auf Details legst – Eigenschaften, die in jeder Ausbildung wichtig sind. Doch welche Mappe ist die beste und wie sortierst du deine Dokumente richtig?

Übersicht

Warum die richtige Bewerbungsmappe zählt

Deine Bewerbungsmappe ist mehr als nur eine Hülle für deine Dokumente. Sie ist Teil deiner Visitenkarte. Ein unprofessionelles Aussehen, Eselsohren oder lose herumfliegende Papiere können schnell einen negativen Eindruck hinterlassen, selbst wenn deine Qualifikationen hervorragend sind. Eine hochwertige, ordentliche Mappe signalisiert dem potenziellen Ausbilder Sorgfalt und Professionalität. Sie erleichtert dem Personaler zudem die Arbeit, da die Unterlagen leicht zu entnehmen und zu prüfen sind.

Besonders bei Bewerbungen für eine Ausbildung, wo oft noch keine umfangreiche Berufserfahrung vorliegt, gewinnen Aspekte wie Ordentlichkeit, Motivation und die Fähigkeit, Anweisungen zu befolgen, an Bedeutung. Die Art und Weise, wie du deine Bewerbungsmappe gestaltest und zusammenstellst, gibt hierüber erste Hinweise.

Was gehört in die Bewerbungsmappe für eine Ausbildung?

Der Inhalt deiner Bewerbungsmappe ist standardisiert, kann aber je nach Anforderung der Stellenausschreibung variieren. Die Pflichtbestandteile sind:

  • Das Anschreiben
  • Der Lebenslauf
  • Die Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate etc.)

Optionale, aber oft sinnvolle Bestandteile können sein:

  • Das Deckblatt
  • Das Motivationsschreiben (oft als „dritte Seite“ bezeichnet)

Achte unbedingt darauf, nur relevante Dokumente beizufügen. Für eine Ausbildung sind vor allem deine Schulzeugnisse, Praktikumsbescheinigungen und Zertifikate über relevante Kurse (z.B. Sprachkurse, Computerkurse) von Bedeutung. Eine Bescheinigung über ein Hobby, das nichts mit der angestrebten Ausbildung zu tun hat, ist eher überflüssig und bläht die Mappe unnötig auf.

Das Anschreiben

Dein Anschreiben ist das erste Dokument, das der Personaler liest (oder zumindest lesen sollte). Es wird in der Regel nicht in die Mappe eingeheftet, sondern lose oben auf die geschlossene Mappe gelegt. Es sollte maximal zwei DIN A4-Seiten lang sein und das aktuelle Datum sowie deine handschriftliche Unterschrift enthalten, wenn du die Mappe postalisch versendest. Bei einer digitalen Bewerbung (als PDF) wird die eingescannte Unterschrift eingefügt.

Das Deckblatt

Ein Deckblatt ist optional, kann aber einen sehr guten ersten Eindruck machen und deine Bewerbung übersichtlicher gestalten. Es wird als erste Seite in die Mappe geheftet (falls vorhanden). Hier kannst du übersichtlich darlegen, worauf du dich bewirbst, deinen Namen nennen und optional dein Bewerbungsfoto platzieren. Das Deckblatt sollte schlicht und professionell gestaltet sein.

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das Kernstück deiner Bewerbung und wird direkt nach dem Deckblatt (oder als erste Seite, falls kein Deckblatt verwendet wird) in die Mappe eingeheftet. Er sollte tabellarisch aufgebaut sein und deine persönlichen Daten, deinen Bildungsweg, praktische Erfahrungen (Praktika, Nebenjobs), besondere Kenntnisse (Sprachen, Software) und Interessen auflisten. Falls du kein Deckblatt verwendest und ein Foto mitschicken möchtest, gehört es traditionell oben rechts auf den Lebenslauf.

Das Motivationsschreiben (Dritte Seite)

Ein Motivationsschreiben wird nicht immer verlangt. Schicke es nur mit, wenn es in der Stellenausschreibung explizit gefordert ist oder wenn du das Gefühl hast, dass du deine Motivation und Eignung über das Anschreiben hinaus noch vertiefen möchtest. Es wird nach dem Lebenslauf in die Mappe eingeheftet. Hier kannst du detaillierter auf deine Beweggründe für die Wahl der Ausbildung und des Unternehmens eingehen.

Welche Bewerbungsmappe für Ausbildung?
Typen von Bewerbungsmappen Klemmhefter sind praktisch in der Handhabung und daher sowohl bei Bewerbern als auch bei Personalern beliebt. Diese Bewerbungsmappe ist vor allem bei Bewerbungen für Ausbildungen beliebt.

Die Anlagen

Die Anlagen bilden den Abschluss deiner Bewerbungsmappe. Sie enthalten Nachweise für die im Lebenslauf und Anschreiben gemachten Angaben. Die Reihenfolge der Anlagen ist wichtig:

  1. Deine aktuellsten relevanten Zeugnisse (z.B. letztes Schulzeugnis, Abschlusszeugnis). Manche Betriebe wünschen die letzten zwei oder drei Zeugnisse.
  2. Praktikumsbescheinigungen
  3. Nachweise über Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten
  4. Zertifikate über relevante Weiterbildungen, Kurse (z.B. Sprachzertifikate, Computerkurse), Auszeichnungen

Sortiere die Zeugnisse chronologisch, beginnend mit dem aktuellsten. Achte darauf, dass alle Anlagen sauber kopiert und gut lesbar sind.

Die richtige Reihenfolge der Unterlagen in der Mappe

Die standardmäßige und von Personalern bevorzugte Reihenfolge der Unterlagen in der Mappe (ohne das lose Anschreiben) ist:

  1. Deckblatt (optional)
  2. Lebenslauf
  3. Motivationsschreiben (optional)
  4. Zeugnisse (chronologisch, neuestes zuerst)
  5. Weitere Anlagen (chronologisch oder nach Relevanz sortiert)

Diese Struktur ermöglicht es dem Personaler, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und die wichtigsten Informationen zügig zu finden.

Wahl der richtigen Bewerbungsmappe für die Ausbildung

Es gibt verschiedene Arten von Bewerbungsmappen, die sich in Material, Preis und Handhabung unterscheiden. Die Wahl hängt oft von der Branche und der Unternehmenskultur ab. Für eine Ausbildung sind jedoch meist schlichte und praktische Varianten am besten geeignet.

Typische Mappentypen:

  • Klemmordner / Klemmhefter: Dies ist eine sehr beliebte und kostengünstige Variante, oft mit transparentem Vorderdeckel. Die Dokumente werden einfach eingeklemmt und müssen nicht gelocht werden. Sie sind praktisch in der Handhabung und sowohl bei Bewerbern als auch bei Personalern beliebt. Für Ausbildungsbewerbungen sind sie eine ausgezeichnete Wahl, da sie solide und preiswert sind.
  • Zweiteilige Bewerbungsmappe: Diese Mappen bestehen meist aus Karton und haben eine Klappe, unter der die Dokumente befestigt werden (oft durch einen Klemm- oder Heftmechanismus, der Lochungen vermeiden sollte). Sie wirken etwas hochwertiger als einfache Klemmhefter und sind ebenfalls weit verbreitet und praktisch.
  • Dreiteilige Bewerbungsmappe: Diese Mappen lassen sich aufklappen und bieten meist Platz für das Anschreiben links, den Lebenslauf in der Mitte und die Anlagen rechts. Sie sind oft aus dickerem Karton gefertigt und wirken sehr hochwertig. Allerdings können sie für Personaler unpraktisch sein, da sie viel Platz benötigen und die Dokumente manchmal schwieriger zu entnehmen sind. Für Ausbildungsbewerbungen sind sie oft überdimensioniert und teuer.

Für eine Ausbildungsbewerbung sind Klemmordner oder zweiteilige Mappen in der Regel die beste Wahl. Sie sind praktisch, erschwinglich und vermitteln einen ordentlichen Eindruck, ohne übertrieben zu wirken.

Material und Farbe:

Wähle eine Mappe aus stabilem Karton oder hochwertigem Kunststoff. Vermeide dünne Klarsichthüllen oder das einfache Zusammenheften mit einer Büroklammer oder einem Heftstreifen – das wirkt unprofessionell.

Bei der Farbe gilt meist: Weniger ist mehr. In konservativen Berufen (z.B. Bank, Verwaltung, Handwerk) sind gedeckte Farben wie Grau, Dunkelblau, Schwarz oder Weiß die sicherste Wahl. In kreativen Branchen kannst du eventuell etwas mutiger sein, aber auch hier sollte die Mappe nicht vom Inhalt ablenken oder unruhig wirken. Vermeide knallige Farben, Muster oder Bilder auf der Mappe selbst.

Das Papier:

Verwende für alle Dokumente (Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen) hochwertiges Papier mit einer Stärke von 90 oder 100 g/qm. Normales Kopierpapier (80 g/qm) ist oft zu dünn und wirkt weniger professionell. Die Farbe sollte weiß, cremefarben (elfenbein) oder sehr hellgrau sein.

Welche Mappen für Bewerbungsunterlagen?
Suchen Sie sich in jedem Fall eine feste, stabile Mappe. Bewerbungsunterlagen in Klarsichtfolie in einem Heftstreifen oder gar nur zusammen getackert abzugeben, macht einen denkbar schlechten Eindruck. Auch sollten die entsprechenden Dokumente in der Mappe befestigt, aber auch leicht entnehmbar sein.

Wichtige Tipps für Inhalt, Layout und Versand

  • Konsistenz: Achte darauf, dass alle Dokumente in deiner Mappe stilistisch zueinander passen. Verwende die gleiche Schriftart, Schriftgröße und ein einheitliches Layout für Anschreiben, Lebenslauf, Deckblatt (falls vorhanden) und Motivationsschreiben (falls vorhanden). Auch die Mappe selbst sollte farblich und gestalterisch zum Gesamtbild passen.
  • Keine Originale: Schicke niemals Originalzeugnisse oder -zertifikate mit! Lege deiner Bewerbung immer nur Kopien bei. Für manche Positionen, insbesondere im öffentlichen Dienst, können beglaubigte Kopien erforderlich sein. Eine beglaubigte Kopie wird von einer amtlichen Stelle (z.B. Bürgeramt, Notar) abgestempelt und unterschrieben, um zu bestätigen, dass sie mit dem Original übereinstimmt. Informiere dich in der Stellenausschreibung, ob beglaubigte Kopien benötigt werden.
  • Ordentlichkeit: Sorge dafür, dass deine Dokumente und die Mappe selbst absolut sauber, knickfrei und ohne Eselsohren sind. Drucke auf einem guten Drucker und vermeide Flecken oder Streifen. Jede Bewerbung sollte eine neue, unbenutzte Mappe erhalten.
  • Das Bewerbungsfoto: Obwohl rechtlich nicht mehr vorgeschrieben, ist ein professionelles Bewerbungsfoto oft gern gesehen. Es wird auf dem Deckblatt oder dem Lebenslauf platziert. Wähle ein aktuelles Foto, das von einem Fotografen gemacht wurde, dich freundlich und kompetent zeigt und auf dem du angemessen gekleidet bist. Biometrische Passbilder oder Selfies sind tabu.
  • Adressierung: Stelle sicher, dass das Anschreiben und der Umschlag an die richtige Person oder Abteilung adressiert sind. Wenn ein Ansprechpartner genannt ist, verwende „z. Hd. Herrn/Frau [Name]“.
  • Der Umschlag: Verwende einen stabilen Briefumschlag im Format DIN C4, damit deine Mappe nicht geknickt werden muss. Ein Umschlag mit Kartonrückwand schützt zusätzlich. Der Umschlag sollte sauber und unbeschriftet sein (abgesehen von den Adressen und der Frankierung).
  • Versand: Frankiere den Umschlag ausreichend. Für eine Bewerbungsmappe ist das Porto in der Regel höher als für einen Standardbrief. Erkundige dich bei der Post nach dem korrekten Porto. Es ist ratsam, die Bewerbung als Einschreiben zu versenden. So hast du einen Nachweis über die Zustellung und kannst im Zweifelsfall belegen, dass du die Bewerbung fristgerecht abgeschickt hast.

Häufig gestellte Fragen zur Bewerbungsmappe

Muss ein Foto in die Bewerbungsmappe?
Nein, seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist ein Foto nicht mehr verpflichtend und darf auch nicht gefordert werden. Viele Unternehmen sehen es aber weiterhin gerne, da es hilft, sich ein persönliches Bild zu machen. Die Entscheidung liegt bei dir. Wenn du ein Foto beifügst, sollte es professionell sein.

Welche Art Mappe ist die beste für eine Ausbildungsbewerbung?
Für eine Ausbildungsbewerbung sind in der Regel einfache Klemmordner oder zweiteilige Kartonmappen eine gute Wahl. Sie sind praktisch, professionell und nicht zu teuer. Dreiteilige Mappen sind oft übertrieben.

Muss ich meine Zeugnisse beglaubigen lassen?
In der Regel nicht, normale Kopien reichen aus. Manche Arbeitgeber, insbesondere im öffentlichen Dienst, können jedoch beglaubigte Kopien verlangen. Lies die Stellenausschreibung genau oder frage im Zweifel nach.

Kann ich eine Bewerbungsmappe wiederverwenden?
Nein, verwende für jede Bewerbung eine neue, unbenutzte Mappe. Eine gebrauchte Mappe wirkt schnell schlampig und unmotiviert.

In welcher Reihenfolge sortiere ich die Zeugnisse?
Sortiere deine Zeugnisse chronologisch, beginnend mit dem aktuellsten (z.B. letztes Halbjahreszeugnis oder Abschlusszeugnis) und dann die älteren.

Fazit

Die Auswahl und Gestaltung deiner Bewerbungsmappe für eine Ausbildung mag wie eine Kleinigkeit erscheinen, trägt aber maßgeblich zum ersten Eindruck bei, den du beim potenziellen Arbeitgeber hinterlässt. Eine ordentliche, vollständige und professionell aufbereitete Mappe signalisiert Sorgfalt, Motivation und Respekt vor dem Bewerbungsverfahren. Wähle eine passende Mappe, sortiere deine Unterlagen korrekt, achte auf sauberes, hochwertiges Papier und versende die Mappe sicher und ordentlich. Mit diesen Tipps erhöhst du deine Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und deinem Ziel, dem Ausbildungsplatz, einen entscheidenden Schritt näherzukommen.

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