11/05/2017
In der Welt des Einzelhandels und zunehmend auch im Online-Handel kämpfen Produkte um die Aufmerksamkeit der Kunden. Hier kommen Verkaufsdisplays ins Spiel, ein mächtiges Marketinginstrument, das weit mehr ist als nur eine einfache Produktpräsentation. Sie sind strategisch gestaltete Elemente, die darauf abzielen, bestimmte Artikel hervorzuheben, die Neugier der Kunden zu wecken und letztendlich die Kaufentscheidung positiv zu beeinflussen.

Ein Verkaufsdisplay, oft auch als Point-of-Sale-Display (POS-Display) oder Verkaufspräsentation bezeichnet, ist im Wesentlichen jede Form der Inszenierung, die Produkte oder Angebote ansprechend und auffällig präsentiert. Ob es sich um einen kleinen Aufsteller auf dem Ladentisch, ein großes Regaldisplay am Gangende oder eine spezielle Sektion auf einer E-Commerce-Website handelt – das Ziel ist immer dasselbe: das Produkt aus der Masse hervorheben und zum Kauf anregen.
Warum sind Verkaufsdisplays so wichtig?
Die Bedeutung von Verkaufsdisplays kann kaum überschätzt werden. Sie erfüllen eine Vielzahl von Funktionen, die direkt zum Erfolg eines Produkts oder eines Geschäfts beitragen:
Steigerung der Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit
In einem überfüllten Geschäft oder einer unübersichtlichen Website können Produkte leicht übersehen werden. Verkaufsdisplays sind so konzipiert, dass sie die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen. Durch auffällige Farben, kreative Formen und strategische Platzierung lenken sie den Blick gezielt auf die präsentierten Artikel. Dies ist besonders wichtig für neue Produkte, Sonderangebote oder Artikel mit hoher Marge.
Informationsvermittlung
Ein gutes Display kann dem Kunden wichtige Informationen über das Produkt liefern, ohne dass er aktiv danach suchen muss. Dies können Details zu Eigenschaften, Vorteilen, Preisen, Sonderangeboten oder Anwendungsbeispielen sein. Klare, prägnante und ansprechend präsentierte Informationen erleichtern die Kaufentscheidung und können letzte Zweifel ausräumen. Digitale Displays bieten hier zusätzliche Möglichkeiten, etwa durch Videos oder interaktive Elemente.
Stärkung der Marke
Verkaufsdisplays sind eine exzellente Plattform zur Kommunikation der Markenidentität. Sie können das Markenimage unterstützen, die Markenbotschaft verstärken und eine emotionale Verbindung zum Kunden aufbauen. Durch die konsequente Verwendung von Markenfarben, Logos und Designelementen tragen Displays zur Wiedererkennung und zum Aufbau einer starken Markenpräsenz bei.
Effektive Verkaufsförderung
Ob Rabattaktionen, Produktbundles oder saisonale Angebote – Verkaufsdisplays sind das ideale Werkzeug, um solche Promotionen zu bewerben. Sie schaffen Dringlichkeit und können Impulskäufe fördern. Ein ansprechendes Display, das ein unwiderstehliches Angebot präsentiert, kann den Umsatz eines Produkts oder einer Produktgruppe signifikant steigern.
Verbesserung des Kundenerlebnisses
Gut durchdachte Displays tragen zu einer angenehmen Einkaufsatmosphäre bei. Sie helfen Kunden, sich im Geschäft zurechtzufinden, Produkte leichter zu entdecken und sich inspirieren zu lassen. Eine übersichtliche und ansprechende Präsentation kann das gesamte Einkaufserlebnis positiv beeinflussen und zur Kundenzufriedenheit beitragen.

Unterstützung der Omnichannel-Strategie
In einer Welt, in der Kunden nahtlos zwischen Online- und Offline-Kanälen wechseln, können Verkaufsdisplays dazu beitragen, eine konsistente Markenerfahrung zu schaffen. Während physische Displays im stationären Handel dominieren, können die Prinzipien der attraktiven Produktinszenierung und Informationsvermittlung auch auf E-Commerce-Plattformen übertragen werden, beispielsweise durch ansprechende Produktseitenlayouts oder virtuelle Displays.
Vielfalt der Verkaufsdisplays
Verkaufsdisplays gibt es in unzähligen Formen und Größen, angepasst an das Produkt, den verfügbaren Platz und das Budget. Die Wahl des richtigen Displaytyps ist entscheidend für den Erfolg.
Typische Formen und Arten
Zu den gängigsten physischen Displaytypen gehören:
- Bodenaufsteller: Große, freistehende Displays, oft am Ende von Gängen (Endcaps) oder in prominenten Bereichen platziert. Ideal für größere Produktmengen oder aufsehenerregende Kampagnen.
- Tisch- oder Thekendisplays: Kleinere Einheiten, die auf Verkaufstresen oder Tischen platziert werden. Perfekt für Impulskäufe oder kleinere, hochmargige Artikel wie Süßigkeiten, Batterien oder bestimmte Büroartikel.
- Regalwobbler/Stopper: Kleine, oft flexible Elemente, die am Regal angebracht werden und leicht in den Gang hineinragen, um die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Produkt im Regal zu lenken.
- Plakate & Banner: Flache visuelle Elemente, die an Wänden, Decken oder Ständern angebracht werden und Informationen oder Werbebotschaften vermitteln.
- Schaufensterdisplays: Aufwendige Inszenierungen im Schaufenster, um Passanten ins Geschäft zu locken.
- Digitale Displays: Bildschirme, die dynamische Inhalte wie Videos, Diashows oder interaktive Elemente anzeigen können. Bieten hohe Flexibilität und Aktualisierbarkeit.
- Interaktive Displays: Ermöglichen Kunden die Interaktion, z. B. durch Touchscreens, die weitere Produktinformationen liefern, oder durch Teststationen.
Materialien und Nachhaltigkeit
Die Materialien, aus denen Displays gefertigt werden, variieren stark und beeinflussen Kosten, Haltbarkeit und Ästhetik. Häufig verwendete Materialien sind:
- Wellpappe (Corrugate): Kostengünstig, leicht, einfach zu bedrucken und zu entsorgen (oft recycelbar). Ideal für kurzfristige Promotionen.
- Holz: Robust, wertig, natürliche Optik. Geeignet für langlebige Displays und zur Unterstützung eines nachhaltigen Markenimages.
- Metall: Sehr stabil und langlebig, oft für Regalsysteme oder Ständer verwendet.
- Acryl/Kunststoff: Vielseitig formbar, transparent oder farbig, modern.
- Kombinationen: Oft werden verschiedene Materialien für ein optimales Ergebnis kombiniert.
Ein wachsender Trend ist die Verwendung von nachhaltigen Materialien und modularen Systemen mit austauschbaren Grafiken, um Displays für verschiedene Saisons oder Kampagnen wiederverwenden zu können. Dies spart Kosten und Ressourcen.
Ein Beispiel für ein gelungenes Verkaufsdisplay
Stellen Sie sich ein Geschäft für Bürobedarf vor. Ein erfolgreiches Display könnte sich auf das Thema 'Produktivität im Home-Office' konzentrieren.
Thema: Effizientes Home-Office einrichten
Zielgruppe: Berufstätige, Studenten, Kreative, die ihr Heimbüro optimieren möchten.
Produktauswahl: Ergonomische Mäuse und Tastaturen, stylische Notizbücher und Stifte, kleine Schreibtischorganizer, LED-Schreibtischlampen, bequeme Sitzkissen, vielleicht sogar ein Modell eines kleinen, faltbaren Schreibtisches.

Display-Aufbau:
- Hintergrund: Eine beruhigende Wandfarbe (z. B. hellblau oder grau) oder eine Tapete mit dezentem Muster. Vielleicht ein großes Bild, das eine inspirierende Home-Office-Szene zeigt.
- Produktplatzierung: Die Produkte werden auf verschiedenen Ebenen auf einem kleinen, repräsentativen Schreibtischmodell oder stilisierten Regalen arrangiert. Die Notizbücher und Stifte liegen griffbereit auf dem Schreibtisch, die Organizer daneben, die Lampe leuchtet einen Bereich aus. Ergonomische Artikel könnten auf einer separaten Stufe präsentiert werden.
- Beschriftung: Kleine Schilder erklären die Vorteile der Produkte im Kontext des Home-Office (z. B. 'Mehr Komfort bei langen Arbeitszeiten', 'Organisation leicht gemacht', 'Licht für konzentriertes Arbeiten'). Ein großes Schild über dem Display trägt das Thema 'Ihr produktives Home-Office'. Preise sind klar ersichtlich.
- Interaktion: Eine Tastatur und Maus liegen bereit zum Ausprobieren. Notizbücher und Stifte können kurz in die Hand genommen werden.
- Promotion: Ein Flyer liegt aus, der Tipps für die Home-Office-Einrichtung gibt und auf die im Display gezeigten Produkte verweist. Vielleicht gibt es ein Bundle-Angebot ('Kaufe Maus & Tastatur und erhalte Organizer X gratis').
- Beleuchtung: Zusätzliche Strahler heben das Display hervor und lassen es einladend wirken. Die präsentierte Schreibtischlampe ist eingeschaltet.
Ein solches Display spricht die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe an, präsentiert relevante Produkte in einem passenden Kontext und lädt zur Interaktion ein. Es ist nicht nur eine Ansammlung von Produkten, sondern eine Lösung, die dem Kunden angeboten wird.
Erfolgreiche Verkaufsdisplays gestalten und platzieren
Die Wirksamkeit eines Displays hängt stark von seiner Gestaltung und Platzierung ab. Hier sind einige wichtige Überlegungen:
- Zielsetzung: Was soll das Display erreichen? Soll ein neues Produkt eingeführt, ein Sonderangebot beworben oder der Abverkauf bestimmter Artikel gefördert werden? Die Zielsetzung bestimmt Design und Inhalt.
- Zielgruppe: Wen möchten Sie ansprechen? Das Design, die Sprache und die Auswahl der Produkte müssen auf die Zielgruppe zugeschnitten sein.
- Platzierung: Der Standort im Geschäft ist entscheidend. Bereiche mit hohem Kundenverkehr (Eingangsbereich, Kassenbereich, Hauptgänge, Gangenden) sind oft ideal. Auch die Platzierung innerhalb des Gangs oder Regals spielt eine Rolle (Augenhöhe ist oft am besten).
- Ästhetik: Das Display muss ansprechend und zum Markenimage passend gestaltet sein. Klare Linien, passende Farben und hochwertige Materialien sind wichtig.
- Information: Die wichtigsten Informationen müssen schnell und leicht erfassbar sein. Weniger ist oft mehr – vermeiden Sie überladene Displays.
- Zugänglichkeit: Kunden müssen die Produkte leicht erreichen und gegebenenfalls in die Hand nehmen können.
- Wartung: Displays müssen sauber, ordentlich und gut bestückt gehalten werden. Ein leeres oder unordentliches Display wirkt abschreckend.
Die Investition in gut gestaltete und strategisch platzierte Verkaufsdisplays zahlt sich in der Regel durch gesteigerte Aufmerksamkeit, höhere Verkaufszahlen und eine stärkere Markenbindung aus. Sie sind ein unverzichtbares Werkzeug im Marketing-Mix des Handels.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Verkaufsdisplay?
Ein Verkaufsdisplay ist ein Marketinginstrument, das Produkte oder Angebote im Einzelhandel oder auf Online-Plattformen visuell ansprechend präsentiert, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen, Informationen zu vermitteln und den Verkauf zu fördern. Es kann verschiedene Formen annehmen, wie Aufsteller, Wobbler, Plakate oder digitale Anzeigen.
Wie heißen die Displays in den Geschäften?
Displays in Geschäften werden unter verschiedenen Namen geführt, darunter Verkaufsdisplay, POS-Display (Point of Sale Display), POP-Display (Point of Purchase Display), Verkaufspräsentation oder einfach nur Warendisplay bzw. Aufsteller, Wobbler, etc., je nach spezifischer Form.
Welche Arten von Verkaufsdisplays gibt es?
Es gibt viele Arten, darunter Bodenaufsteller, Thekendisplays, Regalwobbler, Plakate, Schaufensterdisplays, digitale Displays und interaktive Displays. Sie unterscheiden sich in Größe, Form, Material und Funktion, sind aber alle darauf ausgerichtet, Produkte hervorzuheben und den Verkauf zu unterstützen.
Fazit
Verkaufsdisplays sind weit mehr als nur dekorative Elemente im Geschäft oder auf der Website. Sie sind strategische Werkzeuge, die gezielt eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu erregen, Produkte ins rechte Licht zu rücken und den Umsatz zu steigern. Von der einfachen Regalwippe bis zum komplexen digitalen Erlebnis bieten sie vielfältige Möglichkeiten, Produkte effektiv zu bewerben und die Marke zu stärken. Eine sorgfältige Planung, ansprechende Gestaltung und optimale Platzierung sind der Schlüssel, um das volle Potenzial dieser mächtigen Marketinginstrumente auszuschöpfen und ein positives Einkaufserlebnis zu schaffen, das Kunden begeistert und zum Kauf anregt.
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