07/11/2014
Papst Franziskus, das Oberhaupt der katholischen Kirche, ist am Morgen des 21. April um 7.35 Uhr im Alter von 88 Jahren verstorben. Sein Tod markierte das Ende eines Pontifikats, das stark von Bescheidenheit und dem Einsatz für die Schwächsten geprägt war. Die Nachricht von seinem Ableben bewegte Millionen von Menschen weltweit.

Die Todesursache, wie vom Vatikan bestätigt, war ein Schlaganfall, der zu irreversiblem Herzversagen führte. Zuvor war der Papst bereits ins Koma gefallen. Es ist bekannt, dass Papst Franziskus in seinen letzten Monaten mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, darunter eine akute Insuffizienz der Atmungsorgane aufgrund einer beidseitigen Lungenentzündung sowie chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes Typ II. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit nahm er noch am Ostersonntag an der Ostermesse im Vatikan teil und spendete den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“.
- Das bescheidene Leben des Papstes – Kein Gehalt, aber Versorgung durch den Vatikan
- Abschied und Beisetzung des Pontifex
- Die Wahl des Nachfolgers – Das Konklave
- Die Prophezeiung des Heiligen Malachias
- Die Gewänder des Papstes – Symbolik und Tradition
- Papst Franziskus und Deutschland
- Häufig gestellte Fragen zum Papst
- Der Übergang im Vatikan
Das bescheidene Leben des Papstes – Kein Gehalt, aber Versorgung durch den Vatikan
Während seiner Amtszeit war Papst Franziskus für seinen Wunsch nach einem schlichten und bescheidenen Leben bekannt. Im Gegensatz zu vielen hochrangigen Persönlichkeiten bezieht der Papst selbst kein Gehalt im herkömmlichen Sinne. Stattdessen kommt der Vatikan für alle Ausgaben auf, die er für seinen Lebensunterhalt benötigt. Dies umfasst Unterkunft, Nahrung, Kleidung und Reisekosten. Diese Ausgaben werden unter anderem über das „Institut für die religiösen Werke“, die Bank des Vatikanstaats, finanziert. Diese Bank erwirtschaftete im Jahr 2023 einen Gewinn von rund 30 Millionen Euro, der in den Haushalt der Vatikanverwaltung floss.
Zur Unterstützung bei der Erfüllung seiner Aufgaben standen Papst Franziskus zwei Sekretäre und drei Ordensschwestern zur Seite. Auch sein Vorgänger, Papst Benedikt XVI., verzichtete auf ein Gehalt. Benedikt XVI. nahm jedoch Einnahmen aus dem Verkauf seiner Bücher ein, die er Berichten zufolge spendete oder an die Kirche zurückführte. Es gab zwar Medienberichte, beispielsweise von der „Economic Times“, die von Papstgehältern von über 30.000 Euro monatlich sprachen, doch diese wurden von Würdenträgern aufgrund ihres Gelübdes der Bescheidenheit kaum angenommen.
Abschied und Beisetzung des Pontifex
Nach seinem Tod wurde der Leichnam von Papst Franziskus zunächst in der Peterskirche aufgebahrt. Zahlreiche Gläubige aus aller Welt nutzten die Gelegenheit, persönlich Abschied von ihrem Oberhaupt zu nehmen und ihm die letzte Ehre zu erweisen. Die Beisetzung von Papst Franziskus fand am 26. April 2025 statt. Bemerkenswert ist der Ort seiner letzten Ruhe: Anders als viele seiner Vorgänger, die im Petersdom beigesetzt wurden, fand Franziskus seine letzte Ruhestätte in der Basilika Santa Maria Maggiore. Diese Marienkirche aus dem fünften Jahrhundert, in der Nähe des römischen Hauptbahnhofs gelegen, war einer seiner Lieblingsorte in Rom.

Die Wahl des Nachfolgers – Das Konklave
Nach der vorgeschriebenen Trauerzeit tritt nun das Konklave zusammen, um einen neuen Papst zu wählen. Diese Versammlung der wahlberechtigten Kardinäle findet traditionell in der Sixtinischen Kapelle statt und wird unter strengem Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Für eine erfolgreiche Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Kardinäle erforderlich. Sobald der neue Papst gewählt ist, wird er der Öffentlichkeit präsentiert und tritt sein Amt an. Gemäß den Informationen wird die Versammlung zur Wahl des neuen Papstes Anfang Mai stattfinden.
Die Prophezeiung des Heiligen Malachias
Im Zusammenhang mit dem Tod eines Papstes taucht oft die sogenannte Prophezeiung des Heiligen Malachias auf. Dieser irische Erzbischof aus dem 12. Jahrhundert soll eine Liste von 112 kryptischen lateinischen Phrasen verfasst haben, die alle zukünftigen Päpste vom 12. Jahrhundert bis zum Ende der Welt vorhersagen. Die Prophezeiung wurde erst 1590 in den römischen Archiven entdeckt und hat seitdem viel Aufmerksamkeit erregt.
Besonders brisant wird die Prophezeiung, da nach Malachias' Liste Papst Franziskus der 226. Nachfolger Petri und zugleich der letzte Papst vor dem Ende der Welt sein soll. Die letzte Vorhersage lautet: „In der letzten Verfolgung der Heiligen Römischen Kirche wird Petrus der Römer regieren, der seine Herde inmitten vieler Trübsale weiden wird; danach wird die siebenhügelige Stadt zerstört werden und der furchtbare Richter wird das Volk richten. Das Ende.“
Gläubige, die an die Prophezeiung glauben, sehen oft Verbindungen. So wird argumentiert, dass Papst Franziskus seinen Namen zu Ehren des Heiligen Franziskus von Assisi wählte, dessen Vater Pietro (Peter) hieß, was eine Verbindung zu „Petrus der Römer“ herstellen könnte. Auch frühere Vorhersagen werden als erfüllt betrachtet. Zum Beispiel wird Papst Johannes Paul II. die Phrase „De labore Solis“ (von der Sonnenfinsternis) zugeordnet, und er wurde während einer Sonnenfinsternis geboren. Papst Benedikt XVI. wird „Gloria Olivae“ (Ruhm des Ölbaums) zugeschrieben, und der Orden des Heiligen Benedikt ist als Olivetaner bekannt.
Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass die Prophezeiung stark umstritten ist. Viele Theologen und Gelehrte, wie Thomas J. Reese von der Georgetown University oder Thomas Groome vom Boston College, halten sie für „Unsinn“ oder eine „amüsante alte Geschichte“, die so zuverlässig sei wie ein Morgenhoroskop. Die Vorhersagen sollen ab dem 16. Jahrhundert „wackelig“ werden. Nichtsdestotrotz fasziniert die Prophezeiung viele Menschen.
Die Gewänder des Papstes – Symbolik und Tradition
Die Kleidung des Papstes ist reich an Symbolik und Tradition. Es gibt verschiedene Arten von Gewändern, die je nach Anlass getragen werden:
- Liturgische Gewänder: Werden während der Messe getragen. Dazu gehört das Pallium, ein schmales Stoffband mit Kreuzen, das nur der Papst selbstverständlich tragen darf (Metropoliten benötigen die Erlaubnis des Papstes). Früher trug der Papst auch das Fanon (silber-gold gestreifter Schal, nur für den Papst), das Sub-cinctorium, die Falda (langer Rock unter der Albe) und das Mantum (sehr langes Cape). Diese wurden von Papst Paul VI. weitgehend abgeschafft. Ein spezielles Manipel mit roten und goldenen Fäden symbolisierte die Einheit der Ost- und Westkirchen.
- Chorkleidung: Wird bei der Teilnahme an Gottesdiensten oder formellen Anlässen getragen, wenn der Papst nicht zelebriert. Sie besteht aus einer weißen Soutane mit Zucchetto (Scheitelkäppchen), einem Spitzenrochett darüber und der roten päpstlichen Mozzetta (Schultercape). Die rote Farbe ist ein Überrest aus der Zeit, als Scharlach die päpstliche Farbe war. Es gab eine Wintermozzetta aus rotem Samt mit Hermelin (von Benedikt XVI. wieder eingeführt) und eine Sommermozetta aus rotem Satin. Über der Mozzetta wird ein Brustkreuz an einer goldenen Kordel getragen. Während der Osteroktav trug der Papst früher eine weiße Oster-Mozzetta.
- Alltags- oder Hauskleidung: Wird im täglichen Gebrauch außerhalb liturgischer Funktionen getragen. Sie besteht aus einer weißen Soutane mit Pellegrina (Schulterumhang), einem weißen Faszienband (Gürtel, oft mit Wappen), einem Brustkreuz an goldener Kordel, roten päpstlichen Schuhen und einem weißen Zucchetto. Papst Franziskus wechselte hier von den traditionell roten Schuhen zu schwarzen.
- Oberbekleidung: Im Freien kann der Papst den Cappello Romano tragen, einen breitkrempigen Hut, der bei Klerikern üblich ist. Während andere Geistliche schwarze Hüte tragen, ist der des Papstes meist rot, kann aber auch weiß sein.
Einige historische Kleidungsstücke wie der Camauro (rote Samtmütze mit Hermelinbesatz) wurden von Papst Benedikt XVI. kurzzeitig wiederbelebt.

Papst Franziskus und Deutschland
Papst Franziskus hatte auch eine persönliche Verbindung zu Deutschland. Im Jahr 1985, noch unter seinem bürgerlichen Namen Jorge Mario Bergoglio, lebte er als Student in Boppard (Rhein-Hunsrück-Kreis) und lernte dort Deutsch. Heute erinnert in Boppard sogar ein „Papst-Franziskus-Weg“ an diese Zeit.
Häufig gestellte Fragen zum Papst
Hier beantworten wir einige häufige Fragen rund um das Papsttum, basierend auf den vorliegenden Informationen:
Q: Verdient der Papst Geld?
A: Nein, der Papst bezieht kein Gehalt. Der Vatikan kommt für alle Kosten seines bescheidenen Lebens auf.
Q: Was ist die Todesursache von Papst Franziskus?
A: Die offizielle Todesursache war ein Schlaganfall mit irreversiblem Herzversagen.
Q: Wo wurde Papst Franziskus beigesetzt?
A: Er wurde in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom beigesetzt, nicht im Petersdom wie viele seiner Vorgänger.

Q: Was ist die Prophezeiung des Heiligen Malachias?
A: Eine umstrittene Vorhersage aus dem 12. Jahrhundert, die angeblich alle Päpste bis zum Ende der Welt auflistet. Sie endet mit „Petrus der Römer“, der oft mit Papst Franziskus in Verbindung gebracht wird.
Q: Wer wählt den neuen Papst?
A: Der neue Papst wird vom Kardinalskollegium in einem Konklave in der Sixtinischen Kapelle gewählt. Es ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.
Q: Welche besonderen Kleidungsstücke trägt der Papst?
A: Zu den besonderen Gewändern gehören das Pallium, die Mozzetta, das Zucchetto und in der Vergangenheit auch das Fanon, die Falda und das Mantum, sowie spezielle Schuhe und Hüte.
Der Übergang im Vatikan
Der Tod von Papst Franziskus markiert einen bedeutenden Übergang für die katholische Kirche. Während die Welt trauert und auf sein Erbe zurückblickt, richten sich die Augen bereits auf die bevorstehende Wahl seines Nachfolgers. Das Konklave wird die Kardinäle aus aller Welt versammeln, um den nächsten Hirten für die globale katholische Gemeinschaft zu bestimmen.
Wenn du mehr spannende Artikel wie „Papst Franziskus: Leben, Tod und Nachfolge“ entdecken möchtest, schau doch mal in der Kategorie Bürobedarf vorbei!
