18/05/2012
Salzburg, eine Stadt im Herzen Österreichs nahe der deutschen Grenze, ist weltberühmt für ihre Altstadt, die seit über zwanzig Jahren UNESCO-Weltkulturerbe ist. Nur wenige Gehminuten von der Salzach entfernt liegt eine der bekanntesten und belebtesten Straßen der Stadt: die Getreidegasse. Sie ist nicht nur eine wichtige Verkehrsader, sondern auch ein Zentrum des Handels, der Geschichte und des Flierens. Ein Besuch hier bietet ein unvergessliches Erlebnis, sei es zum Einkaufen, zum Erkunden der einzigartigen Architektur oder zum Entdecken historischer Stätten wie Mozarts Geburtshaus.

- Die faszinierende Geschichte der Getreidegasse
- Einzigartige Architektur und Besonderheiten
- Shopping-Erlebnis der Extraklasse
- Mozarts Geburtshaus: Ein berühmter Bewohner
- Salzburg am Sonntag: Sind die Geschäfte geöffnet?
- Einkaufen am Sonntag – Die Ausnahmen
- Was tun am Sonntag in Salzburg?
- Restaurants am Sonntag in Salzburg
- Weitere Aktivitäten am Sonntag in Salzburg
- Häufig gestellte Fragen
Die faszinierende Geschichte der Getreidegasse
Die Bedeutung der Getreidegasse reicht weit zurück. Schon zur Römerzeit stellte sie eine wichtige Verkehrsverbindung durch die Stadt in Richtung Bayern dar. Ihre erste urkundliche Erwähnung findet sich bereits im Jahr 1150, damals noch unter dem Namen „Trabgasse“. Dieser Name leitet sich wahrscheinlich vom Verb „traben“ ab und nicht, wie man vermuten könnte, vom Getreidehandel.
Über die Jahrhunderte entwickelte sich die Getreidegasse stetig weiter, begrenzt nur durch die natürliche Barriere der Salzach, die Stadtmauer und die bestehenden Besitzgrenzen. Sie war seit jeher ein Ort des Wohlstands und des regen Handels. Hier siedelten sich bedeutende Handelshäuser, Apotheken, Handwerksbetriebe, Brauereien und Gaststätten an. Die hohen, eng aneinandergebauten Bürgerhäuser waren die Wohnstätten von Stadträten, Beamten, Richtern und Münzern, was die gehobene soziale Schicht widerspiegelte, die diese Straße prägte.
Einzigartige Architektur und Besonderheiten
Ein Spaziergang durch die Getreidegasse ist auch eine Reise durch die Geschichte der Architektur. Die angenehmen alten Häuser zeichnen sich oft durch wunderschöne Türstöcke und Fenster aus. Auffällig ist, dass die Fenster von Stockwerk zu Stockwerk kleiner werden, beginnend im ersten Stock nach oben. Viele Häuser sind mit wichtigen historischen Daten, den Namen ehemaliger Besitzer oder sogar mit dem Auge Gottes verziert, was ihnen eine sehr individuelle und attraktive Note verleiht.
Typisch für diesen Stadtteil sind auch die sogenannten „Durchhäuser“. Diese Gebäude dienen als Passagen, die verschiedene Straßen miteinander verbinden. Oft beherbergen sie in ihren Gängen Kunstgalerien und Geschäfte. Das wohl berühmteste dieser Durchhäuser ist das Schatz-Haus, das von der Getreidegasse Nr. 3 zum Universitätsplatz führt. Es ist bekannt für ein Relief, das die Madonna mit dem Jesuskind darstellt.
Shopping-Erlebnis der Extraklasse
Die Getreidegasse ist heute vor allem als Einkaufsstraße von Weltruf bekannt. Sie bietet eine reiche Auswahl, die von internationalen Modeketten bis zu traditionellen Fachgeschäften reicht. Hier findet man ein vielfältiges Angebot: Schmuck, Accessoires, Lederwaren, Antiquitäten, Papierwaren, Parfüm und vieles mehr. Auch Feinkostläden und Delikatessengeschäfte laden zum Stöbern und Genießen ein. Die Straße gilt als eine wahre Fundgrube für hochwertige Produkte.
Ein besonderes Merkmal, das dem Shopping-Erlebnis Charme verleiht, sind die kunstvollen Zunftschilder. Diese wurden traditionell von der Metallwerkstatt Wieber, die sich ebenfalls in der Gasse befindet, gefertigt und sind bis heute an vielen Geschäften zu bewundern. Sie sind nicht nur dekorativ, sondern zeugen auch von der langen Handwerkstradition der Straße.
Mozarts Geburtshaus: Ein berühmter Bewohner
Ein weiterer wichtiger Grund für die Berühmtheit der Getreidegasse ist ihr wohl berühmtester ehemaliger Bewohner: Wolfgang Amadeus Mozart. Der musikalische Wunderknabe wurde am 27. Januar 1756 in der Getreidegasse Nr. 9 geboren. Seine Familie mietete eine Wohnung im Haus des wohlhabenden Kaufmanns Lorenz Hagenauer. Mozart verbrachte die ersten 17 Jahre seines Lebens in diesem Haus am Hagenauerplatz. Heute ist sein Geburtshaus ein Museum, das tiefe Einblicke in das Leben und Werk des Komponisten gewährt und ein Muss für jeden Salzburg-Besucher ist.

Salzburg am Sonntag: Sind die Geschäfte geöffnet?
Viele Besucher fragen sich, wie es um die Öffnungszeiten der Geschäfte in Salzburg am Sonntag steht. Der Sonntag gilt in Österreich traditionell als Ruhetag, und das Gesetz schreibt vor, dass die meisten Geschäfte geschlossen bleiben, um den Arbeitnehmern Zeit mit ihren Familien oder für Freizeitaktivitäten zu ermöglichen. Die klare Antwort lautet daher: Die meisten Geschäfte in Salzburg, einschließlich der in der Getreidegasse, haben am Sonntag geschlossen.
Einkaufen am Sonntag – Die Ausnahmen
Auch wenn die meisten Geschäfte geschlossen sind, bedeutet das nicht, dass man am Sonntag in Salzburg gar nichts einkaufen kann, insbesondere was den täglichen Bedarf betrifft. Die Zeiten haben sich geändert. Während früher nur überteuerte Tankstellen sonntags Lebensmittel verkauften, gibt es heute einige bequemere Optionen.
Der Spar-Supermarkt am Hauptbahnhof ist eine wichtige Ausnahme. Er hat den ganzen Sonntag über geöffnet, sogar bis 23 Uhr. Dies ist praktisch für Reisende und Einheimische, die spontan etwas benötigen. Eine weitere Option in der Altstadt ist der Billa am Hanuschplatz, der sonntags von 11 bis 15 Uhr geöffnet ist. Dies ist oft eine weniger überlaufene Alternative zum Bahnhof-Spar.
Einkaufszentren und normale Einzelhandelsgeschäfte, wie die in der Getreidegasse, bleiben jedoch streng geschlossen. Besucher, die zum ausgiebigen Shopping nach Salzburg kommen, sollten dies bei ihrer Reiseplanung berücksichtigen und die Wochentage nutzen.
Was tun am Sonntag in Salzburg?
Die Tatsache, dass die Geschäfte meist geschlossen sind, mindert keineswegs die Attraktivität Salzburgs an einem Sonntag. Im Gegenteil, der Sonntag hat in Salzburg eine ganz besondere Atmosphäre, die viele Einheimische und Besucher schätzen. Die Stadt verlangsamt sich, der Verkehr ist ruhiger, und die üblichen Menschenmassen sind geringer. Es ist der perfekte Tag, um die Stadt abseits des Einkaufstrubels zu erkunden.
Der Sonntagmorgen in der Getreidegasse
Paradoxerweise ist der Sonntagmorgen eine der besten Zeiten, um die berühmte Getreidegasse zu erleben. Unter der Woche ist sie schon früh morgens von Lieferwagen belebt und füllt sich dann schnell mit Einkäufern und Touristen. Am Sonntag gibt es keine Lieferungen, und die Gasse ist wunderbar ruhig. Außerhalb der Hauptsaison ist der Sonntagmorgen oft die einzige Gelegenheit, die Getreidegasse menschenleer zu erleben und in Ruhe zu fotografieren.
Frühstück am Sonntag
Wer am Sonntag in Salzburg frühstücken möchte, findet ebenfalls Möglichkeiten. Während viele Bäckereien geschlossen haben, sind traditionelle Cafés geöffnet. Das Cafe Bazar ist eine beliebte Wahl, das ab 9 Uhr öffnet. Es bietet eine Auswahl an österreichischen Frühstücksoptionen, von Rührei bis Müsli. Es liegt günstig in der Nähe des Treffpunkts für kostenlose Stadtführungen und der Kathedrale. Hotel-Frühstücksbuffets sind eine weitere, wenn auch teurere, Option, manchmal mit fantastischem Blick über die Stadt, wie im Arte Hotel.
Für ein einzigartiges kulturelles und musikalisches Erlebnis empfiehlt sich der Besuch eines Gottesdienstes im Salzburger Dom. Salzburg war viele Jahre lang unter der Herrschaft der katholischen Kirche und ist immer noch eines von nur zwei Erzbistümern in Österreich. Der Dom ist ein historisch und spirituell bedeutender Ort.

Es gibt drei Gottesdienste am Sonntagmorgen: um 8:30, 10:00 und 11:30 Uhr. Der Gottesdienst um 10:00 Uhr ist oft ein Hochamt mit großem Chor und Orchester, bei dem eine andere Messe gesungen wird. Dies ist ein kulturelles und musikalisches Highlight, das auch Nicht-Gläubige beeindruckt. Die Teilnahme an der Messe ist kostenlos, was es zu einer Art kostenlosem Konzert macht. Während des Gottesdienstes sollte man sich respektvoll kleiden und nicht herumlaufen oder fotografieren.
Gegen Mittag und am Nachmittag erwacht die Stadt wieder zum Leben, besonders bei schönem Wetter. Die Altstadt wird am Sonntag zu einem beliebten Ziel für Einheimische, die hier einen gemütlichen Spaziergang mit ihren Familien unternehmen. Unter der Woche meiden Einheimische die Altstadt oft, da sie hauptsächlich auf Touristen und Einkaufsmöglichkeiten ausgerichtet ist.
Beliebte Ziele für Sonntagsspaziergänge sind das Schloss Mirabell und seine Gärten. Dieses atemberaubende Barockschloss und die makellos gepflegten Gärten sind immer einen Besuch wert, aber am Sonntag genießen Einheimische hier besonders die Landschaft und entspannen sich. Im Sommer gibt es manchmal sogar Live-Auftritte in den Gärten.
Auch die Stadtberge bieten sich für Sonntagsausflüge an. Der Kapuzinerberg bietet einen Panoramablick über die Stadt und ist über mehrere Wanderwege erreichbar. Der Aufstieg lohnt sich für die beeindruckende Aussicht. Der Mönchsberg ist der andere Stadtberg und bietet ebenfalls tolle Ausblicke.
Restaurants am Sonntag in Salzburg
Im Gegensatz zu den Geschäften haben viele Restaurants in Salzburg auch am Sonntag geöffnet. Da die Einheimischen am Nachmittag und Abend unterwegs sind, ist es für Restaurants ein wichtiger Geschäftstag. Es gibt eine gute Auswahl an Lokalen, die leckere Gerichte servieren. Hier sind einige, die laut der uns vorliegenden Informationen sonntags geöffnet sind:
- Zwettlers: Ein gemütliches Lokal im Herzen der Altstadt mit traditionellen österreichischen Gerichten sowie einer Auswahl an Bieren und Weinen.
- Bärenwirt: Etwas außerhalb der Altstadt gelegen, ein traditionelles österreichisches Restaurant mit herzhaften Portionen klassischer Gerichte wie Wiener Schnitzel und Tafelspitz. Es hat auch einen Biergarten.
- Stieglkeller: Dieses Restaurant in der Festungsgasse bietet von seiner Dachterrasse einen atemberaubenden Blick auf die Stadt. Auf der Speisekarte stehen traditionelle österreichische Gerichte und Bier der Stiegl Brauerei.
- St. Peter Stiftskulinarium: Nach eigenen Angaben das älteste Restaurant Europas, bietet ein einzigartiges Esserlebnis in historischer Umgebung mit traditioneller österreichischer und internationaler Küche.
Es gibt noch viele weitere Restaurants, die sonntags geöffnet haben. Es empfiehlt sich, im Voraus zu recherchieren und eventuell zu reservieren, da manche Lokale sehr beliebt sein können.
Weitere Aktivitäten am Sonntag in Salzburg
Neben Spaziergängen, Gottesdiensten und Restaurantbesuchen gibt es zahlreiche weitere Attraktionen, die am Sonntag geöffnet sind:
- Festung Hohensalzburg: Eines der Wahrzeichen der Stadt, bietet Geschichte und atemberaubende Ausblicke.
- Museen: Viele Museen sind geöffnet, darunter das Salzburg Museum, das Domquartier und natürlich Mozarts Geburtshaus, das einen tiefen Einblick in sein Leben und Werk gibt.
- Tagesausflüge: Das nahegelegene Salzkammergut mit seinen Seen, Bergen und Städten ist ein perfektes Ziel für einen Sonntagsausflug, um der Stadt zu entfliehen und die Natur zu genießen.
Die Schließung der meisten Geschäfte am Sonntag sollte Besucher nicht entmutigen. Salzburg bietet auch an diesem Tag eine Fülle von Erlebnissen und Sehenswürdigkeiten, die es zu erkunden gilt.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Getreidegasse die berühmteste Einkaufsstraße in Salzburg?
Ja, die Getreidegasse gilt als die berühmteste und belebteste Einkaufsstraße in Salzburg.
Was ist besonders an den Häusern in der Getreidegasse?
Sie zeichnen sich durch ihre historische Architektur, wunderschöne Türstöcke und Fenster (die nach oben kleiner werden) sowie Verzierungen mit historischen Daten und Namen aus. Die typischen Durchhäuser sind ebenfalls ein besonderes Merkmal.

Welche Art von Geschäften finde ich in der Getreidegasse?
Die Auswahl ist vielfältig und reicht von internationaler Mode über traditionelle Geschäfte, Schmuck, Accessoires, Lederwaren, Antiquitäten, Papierwaren, Parfüm bis hin zu Feinkostläden.
Ist Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse?
Ja, das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart befindet sich in der Getreidegasse Nr. 9.
Sind die Geschäfte in Salzburg am Sonntag geöffnet?
Die meisten Geschäfte, einschließlich der in der Getreidegasse, haben am Sonntag geschlossen, da dieser gesetzlich ein Ruhetag ist.
Wo kann ich am Sonntag in Salzburg Lebensmittel einkaufen?
Der Spar-Supermarkt am Hauptbahnhof (ganztägig bis 23 Uhr) und der Billa am Hanuschplatz (11-15 Uhr) sind Ausnahmen, die sonntags geöffnet sind.
Was kann ich am Sonntag in Salzburg unternehmen, wenn die Geschäfte geschlossen sind?
Es gibt viele Möglichkeiten: Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und Museen (Festung Hohensalzburg, Mozarts Geburtshaus, Domquartier), Spaziergänge (Getreidegasse am Morgen, Mirabellgarten, Kapuzinerberg), Besuch der Sonntagsmesse im Dom, oder ein Tagesausflug ins Salzkammergut.
Haben Restaurants in Salzburg am Sonntag geöffnet?
Ja, im Gegensatz zu den meisten Geschäften haben viele Restaurants am Sonntag geöffnet und bieten Speisen an.
Ein Besuch in Salzburg, sei es zum Einkaufen in der berühmten Getreidegasse oder zum Erkunden der Stadt an einem ruhigen Sonntag, bietet vielfältige Erlebnisse und bleibende Eindrücke.
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