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Wildau: Stadt, TH, Nahverkehr & Bürgermeister

07/12/2015

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Wildau, südöstlich von Berlin gelegen, präsentiert sich als eine Stadt im Wandel, die stolz auf ihre industrielle Vergangenheit blickt und gleichzeitig moderne Akzente setzt. Bekannt ist der Ort unter anderem für seine Technische Hochschule, die eine wichtige Rolle in der Region Brandenburg spielt, sowie für eine reiche Geschichte, die sich in besonderen städtebaulichen Strukturen widerspiegelt. Die gute Anbindung an die Hauptstadt und die Umgebung durch ein dichtes Verkehrsnetz macht Wildau zu einem attraktiven Standort für Bildung, Wirtschaft und Wohnen.

Was macht eine Postagentur?
Sie dienten in erster Linie den Verkehrsbedürfnissen der Bevölkerung auf dem flachen Lande, es gab nur wenige Postagenturen in den Städten. Die Postagenturen unterstanden als Zweigpostämter in Bezug Verwaltungs-, Personal-, Betriebs- und Kassenangelegenheiten einem Abrechnungspostamt.

Übersicht

Die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau)

Die TH Wildau hat sich seit ihren Anfängen im Jahr 1991, als der Studienbetrieb mit nur 17 Studierenden im Maschinenbau begann, stark entwickelt. Heute zählt die Hochschule 3.316 Studierende (Stand: 02/24). Trotz dieses Wachstums hat die TH Wildau nach eigenen Angaben ihre familiäre Atmosphäre bewahrt. Auf einem modernen und kompakten Campus, der über eine direkte S-Bahn-Anbindung an Berlin verfügt, finden Studierende optimale Bedingungen. Das Studienangebot ist breit gefächert und umfasst naturwissenschaftliche, ingenieurtechnische, betriebswirtschaftliche, juristische, Verwaltungs- und Managementdisziplinen.

Eingeschränkte Servicezeiten am Auskunftstresen

Es ist wichtig zu wissen, dass der Auskunftstresen der TH Wildau zu bestimmten Zeiten mit studentischen Hilfskräften besetzt ist, was bedeutet, dass nicht alle Services verfügbar sind. Während dieser Besetzungszeiten sind folgende Dienstleistungen am Auskunftstresen nicht möglich:

  • Beantwortung schwieriger Anfragen bezüglich Recherche und Mediennutzung.
  • Beantwortung schwieriger Anfragen bezüglich Bibliothekskonto (z. B. Kontosperre).
  • Beantwortung von E-Mail-Anfragen.
  • Ausstellen von WLAN-Gästezugängen.
  • Verlängerung der Leihfrist von Fernleihmedien.

Für diese Anliegen wird empfohlen, eine E-Mail zu schreiben. Eine Rückmeldung erfolgt in der Regel schnellstmöglich am Folgetag.

Wildau: Ein Standort mit vielseitigem Profil

Wildau blickt auf eine über 110-jährige Geschichte als bedeutender Industrie- und Wirtschaftsstandort zurück. Einst beheimatete der Ort eine der größten deutschen Lokomotivfabriken und war später ein Zentrum des Schwermaschinenbaus. Auch heute noch hat die Wirtschaft Wildaus Gewicht und verzeichnet internationale Erfolge.

Die geografische Lage südöstlich von Berlin ist ein großer Vorteil. Mit hervorragenden Verkehrsbedingungen, der Nähe zur Autobahn A10 und zum Großflughafen Berlin Brandenburg (BER), ist Wildau bestens angebunden. Ein Teil des Binnenhafens Königs Wusterhausen/Wildau gehört ebenfalls zum Ort. Der Name Wildau leitet sich von der „wilden Aue“ ab, was sich an manchen Stellen im Ortsbild noch erkennen lässt. Auch die Umgebung ist reizvoll.

Neben der Wirtschaft hat Wildau auch im Bereich des Sports Tradition. Seit Jahrzehnten ist der Ort ein Zentrum für sportliche Aktivitäten mit einem breiten Angebot und bemerkenswerten Spitzenleistungen in Vergangenheit und Gegenwart.

Das städtebauliche Bild Wildaus ist besonders reizvoll. Die TH Wildau wird als angesehenste und wohl auch städtebaulich schönste Hochschule des Landes Brandenburg betrachtet. Der modernisierte Bahnhof mit der neuen Wildauer Mitte und der Übergang in die historische Schwartzkopffsiedlung zeigen die Entwicklung vom Industriestandort zu einer modernen Gemeinde, die Tradition und Innovation verbindet. Auch die Ludwig-Witthöft-Oberschule ist modern und gut integriert. Das deutschlandweit bekannte A10 Center, das mehrfach ausgebaut wurde, verleiht Wildau zusätzliche Attraktivität und bietet vielseitige Einkaufs- und Erlebnismöglichkeiten für die gesamte Region.

Geografische Einordnung

Wildau liegt etwa 25 km Luftlinie vom Berliner Stadtzentrum (Alexanderplatz) und ca. 5 km vom südöstlichen Stadtrand Berlins entfernt. Geologisch markiert der Ort die Grenze zwischen dem Teltowplateau und der Seenlandschaft der Dahme. Die Dahme stellt die Verbindung zur Spree im Norden (Berlin-Köpenick) und zum Spreewald her und ist bis zum Hafen Wildau – Königs Wusterhausen eine Europäische Schifffahrtsstraße. Die naturnahe Lage am Wasser und die historischen Industriebauten prägen das unverwechselbare Ortsbild.

Nach Norden grenzt Wildau an Zeuthen und teilt mit dieser Gemeinde Teile der Waldsiedlung. Eichwalde trennt Wildau von der Berliner Stadtgrenze. Wichtige Verbindungsachsen sind hier neben der Landesstraße L401 die Görlitzer Bahn (Regionalstrecke) und die parallele S-Bahn. Im Osten bildet die Dahme die Gemarkungsgrenze, die teils Naturraum, teils Wohngebiet ist. Im Süden grenzt Wildau an das A10 Center und die Autobahn A10 (Berliner Ring), die das Scharnier zur Nachbarstadt Königs Wusterhausen bildet. Westlich liegen Teilgemeinden von Schönefeld, auf dessen Gebiet der BER Flughafen (ca. 10 km entfernt) liegt. Wildau ist über die A10 und A113 (Anschluss an A13) an den BER angebunden.

Die Historische Schwartzkopff-Siedlung

Entscheidend geprägt wird Wildau durch die ab 1899 gebaute und heute unter Denkmalschutz stehende Schwartzkopff-Siedlung. Diese ehemaligen Wohnhäuser für Arbeiter und Angestellte des Werkes zeichnen sich durch Gliederungselemente aus markanten roten Klinkersteinen aus, die als „märkisch“ empfunden werden und sich gut in die Region einfügen. Im Gegensatz zu vielen Berliner Arbeiterwohnungen der damaligen Zeit besaßen alle Wohnungen eine Innentoilette und einen „Hausgarten“. Bis 1918 war die Siedlung größtenteils fertiggestellt und umfasste 164 Häuser mit 820 Werkswohnungen sowie Versorgungseinrichtungen, eine Schule und ein „Casino“ (Vergnügungslokal). Weitere Häuser folgten bis 1926.

Obwohl die Siedlung einheitlich angelegt ist, variieren die Gebäude nach Entstehungsjahr und Lage in Art und Ausstattung. Gebäude in der Karl-Marx-Straße nahe der Bahntrasse sind meist zweigeschossig, während jene zum Dahmelauf hin vorrangig dreigeschossig sind. Die Häuser in der Friedrich-Engels-Straße zum Dahmelauf sind ausnahmslos dreigeschossig und mit Balkonen versehen, was nicht bei allen Häusern in der Karl-Marx-Straße der Fall ist.

Der Denkmalschutz erfordert bei Sanierungen die Erhaltung oder Wiederherstellung stilistischer Merkmale, wie beispielsweise die Sprossenfenster. Zierelemente wie Ornamente aus rotem Backstein oder Zinkzinnen finden sich nur an einzelnen Häusern. Trotz dieser Variationen wird die Siedlung als harmonisch und stilistisch geschlossen wahrgenommen.

In der gleichen Bauphase entstanden auch Villen für die Fabrikdirektoren auf dem ehemaligen Gutsgelände Springziegelei (heutige Eichstraße), einer „Privatstraße“, die den Arbeitern nicht zugänglich war. Diese Villen wurden nach 1945 als Kindergarten und Schulhort genutzt und beherbergen heute eine Privatschule und einen Jugendklub. Das ehemalige „Casino“ wurde zum „Kulturhaus der Schwermaschinenbauer“ und ist heute das „Volkshaus“ (Rathaus der Gemeinde). Die Siedlung überstand die Bombardierung des nahegelegenen Lokomotivwerkes im Zweiten Weltkrieg ohne starke Zerstörungen.

Öffentlicher Nahverkehr in Wildau

Ein zentraler Punkt des Wildauer Nahverkehrs ist der S-Bahnhof in der Neuen Mitte, direkt am Campus der TH Wildau gelegen. Die S-Bahn S46 verbindet Wildau mit wichtigen Stationen des Berliner Südrings. Fahrzeiten nach Berlin betragen beispielsweise nach Neukölln ca. 30 Minuten, Hermannstraße ca. 32 Minuten, Tempelhof ca. 36 Minuten, Südkreuz ca. 38 Minuten, Schöneberg ca. 40 Minuten, Bundesplatz ca. 44 Minuten und Westkreuz ca. 51 Minuten. Die S46 verkehrt von 4:04 Uhr bis 0:44 Uhr alle 20 Minuten, in den Wochenendnächten im 30-Minuten-Takt.

Das Stadtgebiet wird durch vier Buslinien (736, 737, 738, 735) erschlossen. Die Linien 736, 737 und 738 fahren direkt zum S-Bahnhof Wildau. Die Linie 735 verbindet den Ortsteil Hoherlehme mit den S- und Regionalbahnhöfen Königs Wusterhausen und dem BER Terminal 1-2.

Die Linie 735 fährt von Königs Wusterhausen über das A10 Center, Hoherlehme, Miersdorf und Waltersdorf zum BER. Sie bietet eine Direktverbindung zum Flughafen sowie Anschlüsse über die Regionalbahnhöfe Königs Wusterhausen (RE2, RB22, RB24) und Schönefeld (RE7, RB14, RB22) und Verknüpfungen zum Berliner Busnetz in Schönefeld. Auf dem Wildauer Streckenteil verkehrt sie Montag bis Freitag stündlich zwischen 4:45 Uhr und 21:00 Uhr, mit zusätzlichen Fahrten vormittags und samstags.

Die Linie 736 verkehrt zwischen Königs Wusterhausen und dem BER über S-Bf. Wildau, Hoherlehme, Miersdorf und Waltersdorf. Richtung Königs Wusterhausen bedient sie Montag bis Freitag die Waldsiedlung (Birkenallee). Sie fährt Montag bis Freitag stündlich zwischen ca. 5:00 Uhr und 23:00 Uhr in beide Richtungen.

Der Bus 737 beginnt am Bahnhof Königs Wusterhausen, bedient Haltestellen wie „Weg am Krankenhaus“ (nahe Gymnasium/Krankenhaus) und erreicht Wildau über die Richard-Sorge-Straße. Über den S-Bahnhof, das „Volkshaus“ (Stadtverwaltung/Oberschule) geht es weiter Richtung Gesundheitszentrum, Wildau-Center Hoherlehme, Dorfaue zum A10 Center. Diese Linie fährt Montag bis Freitag zwischen 5:00 Uhr und 23:00 Uhr Richtung A10 Center und weiter ins Stadtgebiet Königs Wusterhausen.

Die „Einkaufslinie“ 738 verbindet das A10 Center, das Wildau-Center Hoherlehme, die Neue Mitte am S-Bahnhof, das Ortszentrum Miersdorf, das Ortszentrum Schulzendorf und den Lilienthalpark in Waltersdorf. Sie verkehrt Montag bis Freitag stündlich von 4:00 Uhr bis 22:30 Uhr und samstags im 2-Stunden-Takt.

Die Linien 736, 737 und 738 sind grundsätzlich mit der S-Bahn S46 verbunden, mit einer Übergangszeit von etwa 6 Minuten. Für Fahrgäste von der Birkenallee zum A10 Center gibt es montags bis freitags eine Umsteigemöglichkeit (6 Minuten) an der Haltestelle Friedrich-Engels-Straße (von 736 auf 737), am Wochenende eine Direktverbindung mit Bus 738.

Zusätzlich gibt es die Nachtbuslinie N36, die Wildau stündlich mit Königs Wusterhausen und dem BER verbindet. Sie fährt von Königs Wusterhausen über den S-Bahnhof Wildau, das Volkshaus, die Friedrich-Engels-Straße, Schmiedestraße, Gesundheitszentrum und Dorfaue, bevor sie Wildau Richtung Zeuthen/Schulzendorf verlässt.

Der Bürgermeister von Wildau: Frank Nerlich

Seit über 30 Jahren ist Frank Nerlich in Wildau zu Hause. Der parteilose Bürgermeister, Jahrgang 1966, ist bekannt dafür, ein offenes Ohr für seine Bürger zu haben, sogar in einer speziellen Kindersprechstunde. Sein Arbeitsalltag ist oft weit entfernt von einer klassischen 9-to-5-Struktur, was dazu führt, dass Hobbys und freie Abende selten sind. Umso wichtiger sind ihm die freien Wochenenden mit seiner Familie.

Als Sohn eines Landwirts und einer Krankenschwester wuchs Nerlich in Deutsch Wusterhausen (Königs Wusterhausen) auf einem Gutshof auf. Er beschreibt sich selbst als neugierig und „Draußen-Kind“. Seiner Leidenschaft für das Fahrradfahren ist er bis heute treu geblieben und fährt täglich mit dem Rad ins Rathaus. Für ihn bedeutet das Fahrrad „Freiheit“. Diese Liebe zum Rad führte ihn 2009 auf eine 14-tägige Tour von Prag nach Hamburg.

Die Geburt seiner Kinder – Drillinge im Jahr 2010 – war nach eigener Aussage der Startschuss für seine politische Karriere. Zunächst engagierte er sich ehrenamtlich im Kitaausschuss der Kita „Am Markt“, dessen Vorsitzender er fünf Jahre lang war. Später wurde er Gesamtelternsprecher und sachkundiger Einwohner im Bildungs- und Sozialausschuss. 2019 wurde er zum Stadtverordneten gewählt. Nach fast 30 Jahren in Wildau kannte er die Herausforderungen der Stadt gut. Im Jahr 2022 wurde er schließlich zum Bürgermeister gewählt.

Frank Nerlich beschreibt sich nicht als „Partyhengst“, da ihm oft die Zeit fehlt. Er schätzt ruhige Momente zu Hause. Wenn er den Kopf wirklich frei bekommen möchte, setzt er sich auf sein Motorrad, ein „älteres Schätzchen“ vom Typ BMW 1100 GS. Er unternimmt dann gerne Touren, manchmal begleitet von seinen Kindern. Musikalisch mag er neben Balladen und klassischer Musik auch härtere Klänge, wie die Band Rammstein, deren Konzert er mit seinen Kindern in Prag besuchte. Gelegentlich greift er auch selbst zum Akkordeon.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist der Bürgermeister von Wildau?

Der Bürgermeister von Wildau heißt Frank Nerlich. Er ist parteilos und seit 2022 im Amt.

Wie viele Studierende hat die TH Wildau?

Die Technische Hochschule Wildau hatte laut Stand vom Februar 2024 insgesamt 3.316 Studierende.

Welche Dienstleistungen sind am Auskunftstresen der TH Wildau während der Besetzungszeiten mit studentischen Hilfskräften nicht möglich?

Während dieser Zeiten sind keine schwierigen Anfragen bzgl. Recherche, Mediennutzung oder Bibliothekskonto möglich, ebenso wenig die Beantwortung von E-Mail-Anfragen, das Ausstellen von WLAN-Gästezugängen oder die Verlängerung der Leihfrist von Fernleihmedien. Für diese Anliegen wird eine E-Mail empfohlen.

Welche S-Bahn-Linie verbindet Wildau mit Berlin?

Die S-Bahn-Linie S46 verbindet den S-Bahnhof Wildau mit dem Berliner Südring und dem Stadtzentrum.

Wie heißt die historische Arbeitersiedlung in Wildau, die unter Denkmalschutz steht?

Die historische Arbeitersiedlung in Wildau, die ab 1899 gebaut wurde und unter Denkmalschutz steht, heißt Schwartzkopff-Siedlung.

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