14/11/2014
Geschäftsbriefe sind weit mehr als nur Schriftstücke; sie sind das Aushängeschild einer Firma und fungieren quasi als Visitenkarten in der geschäftlichen Korrespondenz. Ein ansprechend gestalteter Geschäftsbrief schafft Vertrauen und strahlt Seriosität aus, was für jede Geschäftsbeziehung von unschätzbarem Wert ist. Niemand kauft gerne bei einem Unternehmen, dessen Anschreiben formlos wirken und gängige Regelungen ignorieren. Ein nach DIN-Norm gestalteter Geschäftsbrief signalisiert auf subtile Weise, dass die absendende Unternehmung vertrauenswürdig ist, Wert auf Formalitäten legt und Sorgfalt in diese wichtigen Dokumente investiert.

Ob es sich um ein Angebot, eine Rechnung, die Zusendung von Unterlagen, eine Danksagung, eine Stornierung oder eine Mahnung handelt – all diese Schreiben sind für geschäftliche Beziehungen unerlässlich. Sie dienen nicht nur der Außendarstellung des Unternehmens, sondern können je nach Inhalt und Zweck auch juristische Folgen haben. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland feste Regelungen und Vorgaben für die Erstellung von Geschäftsbriefen.
- Geschäftsbrief nach DIN 5008: Die Basis für professionelle Korrespondenz
- Pflichtangaben in Geschäftsbriefen: Was nicht fehlen darf
- Der Aufbau eines Geschäftsbriefs nach DIN 5008 Form B
- Falz- und Lochmarken: Praktische Helfer im Büroalltag
- Papierwahl für den Geschäftsbrief: Mehr als nur ein Träger
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit
Geschäftsbrief nach DIN 5008: Die Basis für professionelle Korrespondenz
In Deutschland, wo Wert auf Ordnung und Einheitlichkeit gelegt wird, gibt es selbstverständlich auch detaillierte Vorgaben für die Gestaltung von Geschäftsbriefen. Die maßgebliche Norm hierfür ist die DIN 5008, die „Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung“. Ihr Hauptzweck ist es, mit einem einheitlichen Erscheinungsbild sicherzustellen, dass der Briefverkehr zwischen Unternehmen und Behörden reibungslos und effizient funktioniert. Eine einheitliche Struktur erleichtert dem Empfänger das schnelle Erfassen der wichtigsten Informationen und die Weiterverarbeitung des Dokuments.
DIN 5008: Form A und Form B im Vergleich
Die DIN 5008 unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Formen der Briefgestaltung: Form A und Form B. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Formen liegt in der Größe und Position des Anschriftenfeldes. Dies hat Auswirkungen auf den verfügbaren Platz im Briefkopf, insbesondere für das Firmenlogo.
Behörden greifen üblicherweise auf die DIN 5008 Form A zurück. Diese zeichnet sich durch einen höher gestellten Adressbereich aus, welcher 32 mm von der oberen Blattkante ausgehend beginnt. Dadurch ist der Raum oberhalb des Anschriftenfeldes und somit der Platz für das Logo oder andere Gestaltungselemente eingeschränkter.
In der freien Marktwirtschaft ist hingegen die Form B deutlich geläufiger. Sie bietet mehr Platz für das Firmenlogo, da die Adresszeilen tiefergestellt sind. Die Eintragung der Empfängeradresse ist auf einer Höhe von 50 mm ab der oberen Blattkante vorgesehen. Da Form B bei geschäftlicher Korrespondenz zwischen Unternehmen die am häufigsten vorkommende Variante ist, werden wir im Folgenden detailliert auf diese Form eingehen.
Gut zu wissen: Unabhängig von der gewählten Form werden Geschäftsbriefe in Deutschland standardmäßig im DIN A4 Hochformat (210 mm x 297 mm) erstellt. Dies hat einen praktischen Grund: Der Empfänger heftet das Schreiben üblicherweise in einem normalen Ringordner ab, und diese sind auf Blätter im A4-Format ausgelegt.
| Merkmal | DIN 5008 Form A | DIN 5008 Form B |
|---|---|---|
| Übliche Zielgruppe | Behörden | Freie Wirtschaft |
| Beginn Anschriftenfeld (vom oberen Rand) | 32 mm | 50 mm |
| Verfügbarer Platz für Logo | Weniger | Mehr |
Pflichtangaben in Geschäftsbriefen: Was nicht fehlen darf
Auch wenn der Inhalt eines Geschäftsbriefes je nach Intention frei formuliert werden kann, gibt es bestimmte Pflichtangaben, die in keinem Schreiben fehlen sollten. Diese sind nicht nur eine Frage der Professionalität, sondern werden sowohl durch das Handelsgesetzbuch (HGB) als auch durch weitere Verordnungen vorgegeben. Die korrekte Angabe dieser Informationen ist essenziell, da sie rechtliche Bedeutung haben können.
Zu den grundlegenden Pflichtangaben gehören:
- Der vollständige Firmenname des Absenders.
- Die Rechtsform Ihrer Unternehmung (z. B. GmbH, AG; bei eingetragenen Kaufleuten die Kürzel e. K. oder e. Kfr.).
- Ihr Firmensitz und das zuständige Registergericht, bei dem Ihr Unternehmen eingetragen ist.
- Ihre Handelsregisternummer, sofern vorhanden (für im Handelsregister eingetragene Unternehmen).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ihre vollständige Firmenanschrift, also die Absenderadresse, immer angegeben sein muss. Darüber hinaus können je nach Art des Geschäftsbriefes und internen Vorgaben im Informationsblock weitere relevante Angaben wie Bezugszeichen, Anlagenvermerke oder spezifische Geschäftsangaben vermerkt werden. In der Fußzeile gehören üblicherweise Ihre Bankverbindung, Angaben zu Geschäftsführern oder Vorständen sowie weitere Kontaktdaten und gegebenenfalls die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID) hin.
Der Aufbau eines Geschäftsbriefs nach DIN 5008 Form B
Damit die Kommunikation zwischen Geschäftsleuten unkompliziert und effizient verläuft, hat jedes Element in einem nach DIN 5008 Form B gestalteten Geschäftsbrief seinen festen Platz. Die Einhaltung dieser Struktur erleichtert nicht nur das Erstellen des Briefes, sondern auch dessen schnelle Bearbeitung und Archivierung beim Empfänger.
Der Briefkopf: Das Herzstück des Geschäftsbriefs
Der Briefkopf ist der obere Bereich des Geschäftsbriefs und enthält die wichtigsten Informationen über den Absender und den Empfänger sowie weitere für die Bearbeitung relevante Daten. Er gliedert sich im Wesentlichen in drei Bereiche:
1. Das Firmenlogo
Der oberste Teil des Briefkopfs ist für Ihr Firmenlogo oder Ihr Corporate Design reserviert. Dieser Bereich nimmt bis zu 45 mm ab der oberen Blattkante ein. Je nach Corporate Design oder persönlicher Präferenz können Sie Ihr Firmenemblem linksbündig, mittig oder auf der rechten Seite platzieren. Während viele Firmen die rechte Seite nutzen, ist die genaue Platzierung Ihnen überlassen, solange die vorgegebenen Abstände eingehalten werden.
2. Das Anschriftenfeld
Ebenfalls zum Briefkopf zählt das Anschriftenfeld. Es befindet sich auf der linken Seite des Geschäftsbriefes und beginnt bei 50 mm gemessen vom oberen Blattrand und 20 mm vom linken Blattrand aus. Dieses Feld ist so konzipiert, dass es optimal in Fensterbriefumschläge passt und dem Empfänger sofort die notwendigen Adressinformationen liefert.
Innerhalb des Anschriftenfeldes nach DIN 5008 Form B gibt es eine spezifische Struktur:
- Die Absenderadresse (Rücksendeangaben): Diese wird auf eine Zeile geschrieben und misst 5 mm in der Höhe. Wenn Sie Fensterbriefumschläge verwenden, sollte Ihre Schriftgröße hier 8 Punkt betragen, damit die Adresse im Fenster sichtbar ist.
- Die Zusatz- und Vermerkzone: Direkt unter der Absenderadresse folgt diese Zone. Sie besteht aus drei Zeilen bzw. ist 12,7 mm hoch. Hier können Sie wichtige Vermerke eintragen, die für die Zustellung oder Bearbeitung relevant sind, beispielsweise „Nicht nachsenden“, „Büchersendung“ oder andere Hinweise. Wenn hier keine Vermerke erforderlich sind, bleibt dieser Bereich leer.
- Das eigentliche Anschriftenfeld für den Empfänger: Erst jetzt folgt das eigentliche Anschriftenfeld mit einer Höhe von 27,3 mm. Die Anzahl der Adresszeilen richtet sich nach der Menge an Informationen und der Schriftgröße, die Sie verwenden. Als Orientierung gilt: Eine Schriftgröße von 10 Punkt ist Standard. Kleiner als 8 Punkt sollte die Schriftgröße allerdings nicht sein, um die Lesbarkeit zu gewährleisten. Wenn die Anschrift sehr lang ist und mehr Zeilen benötigt, können Sie auch in die darüber liegende Zusatz- und Vermerkzone ausweichen, sofern dort keine Eintragungen gemacht wurden.
Die Struktur für Inlandsanschriften im Anschriftenfeld sieht typischerweise so aus:
- (Anrede, z. B. Herr oder Frau - optional)
- Name des Empfängers
- Weitere Empfängerbezeichnung (z.B. Prof., Dr., Abteilung – optional)
- Angabe des Ortsteils (optional, bei großen Städten)
- Straße und Hausnummer oder Postfach
- Postleitzahl und Ort (der Ort wird groß geschrieben, z. B. BERLIN)
Wenn der Empfänger Ihres Geschäftsbriefes im Ausland wohnt, wird das Land in der letzten Zeile, unter der Postleitzahl und dem Ort, in Großbuchstaben in der Landessprache angegeben (z. B. FRANCE).
3. Der Informationsblock
Die rechte Blattseite im Briefkopf ist dem Informationsblock vorbehalten. Hier geben Sie alle Daten ein, die für die Kommunikation und den Briefverkehr relevant sind und eine schnelle Zuordnung des Schreibens ermöglichen. Dazu zählen beispielsweise:
- Bezugszeichen (z.B. Ihr Zeichen, Unser Zeichen)
- Bestelldaten
- Kundennummern
- Ihr Ansprechpartner (Name)
- Direkte Kontaktdaten des Ansprechpartners (Telefon-, Faxnummer, E-Mail-Adresse)
- Das Datum des Schreibens
Die genaue Benennung dieser Felder ist hier individuell und richtet sich nach den Vorgaben und der Struktur in Ihrem Unternehmen. Wichtig ist, dass die relevanten Informationen für den Empfänger klar erkennbar sind.
Tipp: Den Briefkopf mit allen diesen Elementen können Sie mit zahlreichen Layout-Programmen selbst erstellen. Microsoft Word bietet hierfür beispielsweise Vorlagen, aber auch mit professioneller Software wie Adobe InDesign lassen sich anspruchsvolle Layouts entwerfen. Wichtig ist dabei, dass die verwendeten grafischen Elemente, insbesondere das Logo, in ausreichender Auflösung und Größe eingebunden werden, damit sie auf dem fertig gedruckten Briefpapier nicht pixelig oder unscharf erscheinen.
Das Anschreiben: Inhalt und Struktur
Unterhalb des Briefkopfs, also unter dem Anschriftenfeld und dem Informationsblock, beginnt das eigentliche Anschreiben.
1. Die Betreffzeile
Die Betreffzeile leitet das Einschreiben inhaltlich ein. Sie befindet sich mit einigen Leerzeilen Abstand unter dem Anschriftenfeld und dem Informationsblock. Ihre Funktion ist es, das Anliegen Ihres Geschäftsbriefes auf den Punkt zu bringen. Nutzen Sie am besten kurze, prägnante Schlagworte. Fügen Sie gegebenenfalls Vorgangs-, Kunden- oder Angebotsnummern ein, damit der Adressat das Schreiben sofort zuordnen und schnell bearbeiten kann. Die Betreffzeile wird oft fett hervorgehoben, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen.
2. Der Haupttext
Nach der Betreffzeile folgen zwei Leerzeilen. Dann startet Ihr eigentliches Anschreiben mit der förmlichen Anrede. Üblich und nach DIN 5008 empfohlen ist „Sehr geehrte/r Herr/Frau [Nachname],“. Nach der Anrede wird wieder eine Leerzeile gelassen, bevor Sie Ihren Text einfügen und Ihr Anliegen genau und verständlich beschreiben. Achten Sie auf klare Formulierungen und eine logische Struktur des Textes.
3. Der Schluss
Nach dem Textblock fügen Sie wieder eine Leerzeile ein, denn jetzt folgt der Abschluss des Schreibens. Dieser besteht aus:
- Einer Grußformel (Standard ist „Mit freundlichen Grüßen“).
- Ihrem Firmennamen (oft in Großbuchstaben).
- Dem Namen des Unterzeichners (mit Leerzeile Abstand zum Firmennamen, manchmal mit Funktionsbezeichnung).
- Sofern Sie Dokumente beifügen, einem Anlagenvermerk.
Der Anlagenvermerk wird üblicherweise mit einer Leerzeile Abstand zum Namen des Unterzeichners platziert. Handelt es sich um ein Anschreiben ohne Unterzeichner (z.B. bei Massensendungen), gilt: drei Leerzeilen Abstand bis zum Textblock oder der Grußformel. Wenn Sie möchten, können Sie die jeweils zugehörigen Anlagen einzeln aufzählen. Das Wort Anlagen selbst wird in diesem Fall fett geschrieben und markiert den Beginn der Auflistung.

Der Brieffuß: Informationen am unteren Rand
Zum Schluss folgt die Fußzeile, auch Brieffuß genannt, im unteren Bereich des Briefbogens. Dieser Bereich ist für alle weiteren wichtigen Geschäftsdaten reserviert, die zwar nicht direkt im Anschriftenfeld oder Informationsblock stehen, aber für den Empfänger relevant sein können. Hier tragen Sie Ihre vollständigen Geschäftsdaten wie den Firmennamen und die Adresse, die Namen der Geschäftsführer oder Vorstände, Ihre Bankverbindung(en), das zuständige Registergericht, die Handelsregisternummer sowie Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und weitere Kontaktdaten (Website, allgemeine E-Mail-Adresse) ein.
Eine Einteilung dieser Informationen in Blöcke (z. B. links Adressdaten und Geschäftsführer, Mitte Bankverbindung, rechts Kontaktdaten) hat sich in der Fußzeile bewährt und sorgt für ein schnelles Erfassen der Informationen beim Leser. Der Brieffuß beginnt üblicherweise bei 25 mm ab dem linken Blattrand und reicht bis 20 mm zum rechten Ende des Briefbogens.
Falz- und Lochmarken: Praktische Helfer im Büroalltag
Gleich vorab: Falzmarken und Lochmarken sind kein zwingendes Muss bei der Gestaltung von Geschäftsbriefen nach DIN 5008, aber sie erleichtern die Bearbeitung des Schreibens sowohl beim Absender als auch beim Empfänger erheblich. Sie sind quasi das i-Tüpfelchen in der professionellen Korrespondenz und tragen zur Effizienz bei. Beide werden in der Regel als feine Linien am linken Bildrand dargestellt. Andere Erkennungszeichen wie kleine Punkte oder Dreiecke haben sich allerdings ebenfalls bewährt und sind zulässig.
Falzmarken
Falzmarken markieren die Stellen, an denen der Geschäftsbrief gefaltet wird. Dies ist insbesondere für den standardisierten Versand mit einem handelsüblichen DIN-Lang Umschlag hilfreich. Durch das exakte zweimalige Falten an diesen Marken wird das Blatt genau auf die Größe komprimiert, die optimal in ein C6/5-Kuvert (DIN Lang) passt und das Anschriftenfeld im Fenster des Umschlags positioniert. Die erste Faltmarke befindet sich 105 mm, die zweite 210 mm ab der oberen Blattkante.
Lochmarke
Wie der Name unschwer vermuten lässt, zeigt die Lochmarke genau die Stelle an, an der der Bearbeiter des Schreibens den Locher ansetzt. Dies ermöglicht ein schnelles und normgerechtes Lochen des Briefes, bevor er ordnungsgemäß in einem Aktenordner abgeheftet wird. Gemessen vom oberen Blattrand aus befindet sich die Lochmarke auf einer Höhe von 148,5 mm, also exakt in der Mitte der DIN A4-Seite. Dies gewährleistet, dass die Lochung immer an der gleichen Stelle erfolgt und das Blatt sauber im Ordner liegt.
Papierwahl für den Geschäftsbrief: Mehr als nur ein Träger
Die Wahl der Papiersorte und der Grammatur (Stärke) der Bögen für Ihre Geschäftsbriefe ist eine Frage der persönlichen Präferenz und des gewünschten Eindrucks. Erlaubt ist hier grundsätzlich alles, was die Aussage Ihres Schreibens oder das Corporate Design Ihres Unternehmens unterstreicht. Die Haptik und Optik des Papiers tragen maßgeblich zum Gesamteindruck bei. Es gibt aber selbstverständlich Papiersorten, die sich im Geschäftsverkehr bewährt haben und von den meisten Firmen verwendet werden.
Der am meisten genutzte Bogen für Geschäftsbriefe ist Offset-Papier mit einer Stärke von 90 g/qm. Dieses Material punktet mit schlichter Eleganz, einer feinen Maserung und einer angenehmen Haptik. Es fühlt sich wertig an, ohne übertrieben luxuriös zu wirken.
Darüber hinaus eignen sich auch Naturpapiere oder Kartons mit festeren Grammaturen für spezielle Zwecke. Für Schreiben zu besonderen Anlässen oder an besonders wichtige Adressaten wird auch gern auf ein hochwertiges Image-Papier zurückgegriffen. Diese zeichnen sich durch ausgefallenere und teils erhabene Oberflächenstrukturen aus, die dem Schreiben eine besondere Note verleihen.
Ein nicht zu unterschätzender Aspekt bei der Papierauswahl ist die Druckfähigkeit der gewählten Papiersorte. Die meisten Betriebe lassen die Bögen für ihre Geschäftsbriefe mit dem Briefkopf vordrucken und ergänzen die individuellen Angaben (Empfängeradresse, Datum, Betreff, Text) später mit einem eigenen Büro- oder Produktionsdrucker. Das Papier, welches Sie für Ihre Korrespondenz nutzen möchten, sollte also unbedingt für die in Ihrem Unternehmen verwendeten Druckertechnologien (Laser- und/oder Tintenstrahldrucker) geeignet sein. Darüber hinaus ist es sinnvoll, ein Blatt zu wählen, welches beidseitig sowie farbig bedruckt werden kann, um maximale Flexibilität bei der Gestaltung zu haben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hier beantworten wir einige häufig gestellte Fragen zur Gestaltung von Geschäftsbriefen nach DIN 5008.
Frage: Was ist der Hauptzweck der DIN 5008 für Geschäftsbriefe?
Antwort: Der Hauptzweck ist die Schaffung eines einheitlichen Erscheinungsbildes und einer klaren Struktur. Dies erleichtert die schnelle Erfassung von Informationen, die Bearbeitung und die Archivierung der Briefe beim Empfänger und trägt so zu einem reibungslosen Geschäftsverkehr bei.
Frage: Was ist der grundlegende Unterschied zwischen DIN 5008 Form A und Form B?
Antwort: Der Hauptunterschied liegt in der Position des Anschriftenfeldes. Bei Form A beginnt es höher (32 mm vom oberen Rand) und wird eher von Behörden genutzt. Bei Form B beginnt es tiefer (50 mm vom oberen Rand), bietet dadurch mehr Platz im oberen Bereich für das Logo und ist in der freien Wirtschaft gebräuchlicher.
Frage: Welche Pflichtangaben müssen immer in einem deutschen Geschäftsbrief enthalten sein?
Antwort: Zu den wichtigsten Pflichtangaben gehören der Firmenname, die Rechtsform, der Firmensitz, das Registergericht und die Handelsregisternummer (falls zutreffend). Diese müssen vollständig im Briefkopf oder Brieffuß aufgeführt sein.
Frage: Wo platziere ich das Firmenlogo nach DIN 5008 Form B?
Antwort: Das Firmenlogo wird im oberen Bereich des Briefkopfs platziert und darf eine Höhe von bis zu 45 mm vom oberen Blattrand einnehmen. Es kann linksbündig, mittig oder rechtsbündig ausgerichtet werden, solange die Abstände eingehalten werden.
Frage: Sind Falzmarken und Lochmarken nach DIN 5008 Pflicht?
Antwort: Nein, Falz- und Lochmarken sind keine Pflicht. Sie sind jedoch sehr empfehlenswert, da sie das manuelle Falten für den Versand in DIN-Lang Umschlägen und das Lochen für die Ablage erheblich erleichtern und standardisieren.
Frage: Welche Papiergrammatur wird für Geschäftsbriefe am häufigsten verwendet?
Antwort: Am häufigsten wird Offset-Papier mit einer Grammatur von 90 g/qm verwendet. Es bietet eine gute Balance zwischen Wertigkeit, Haptik und Bedruckbarkeit.
Fazit
Die Gestaltung von Geschäftsbriefen nach DIN 5008 mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, doch die Einhaltung dieser Regeln ist ein entscheidender Faktor für einen professionellen Auftritt und eine effiziente Kommunikation. Ein normgerechter Brief ist nicht nur optisch ansprechend, sondern erleichtert auch die Bearbeitung beim Empfänger und vermittelt einen Eindruck von Sorgfalt und Seriosität. Von den notwendigen Pflichtangaben über die korrekte Positionierung des Anschriftenfeldes und des Informationsblocks bis hin zur optionalen, aber nützlichen Verwendung von Falzmarken und der Lochmarke – jedes Detail trägt dazu bei, dass Ihr Geschäftsbrief seine Aufgabe als wichtiges Kommunikationsmittel optimal erfüllt.
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