Welchen Bleistiftspitzer verwenden Künstler?

Bleistiftspitzer: Scharfe Spitzen für Künstler

23/01/2023

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Für jeden Künstler, jeden Schreiber und jeden, der Wert auf präzise Linien legt, ist ein gut gespitzer Bleistift unerlässlich. Doch nicht jeder Spitzer ist gleich, und die Wahl des richtigen Werkzeugs kann einen erheblichen Unterschied für das Endergebnis machen, insbesondere wenn es um feine Details oder breite Striche geht. Während manche vielleicht denken, dass das Anspitzen eine banale Aufgabe ist, offenbart sich bei genauerem Hinsehen eine Welt voller verschiedener Methoden und Werkzeuge, die speziell auf unterschiedliche Bedürfnisse und Bleistifttypen zugeschnitten sind. Viele suchen nach dem 'besten' Bleistiftspitzer für Künstler. Eine häufig empfohlene Option, wie der Staples Heavy Duty Spitzer, mag zwar schnell und effizient sein, ist aber nicht überall leicht erhältlich. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Alternativen und Techniken, die Ihnen helfen, gestochen scharfe Spitzen zu erzielen, egal ob Sie Graphit-, Bunt-, Pastell- oder Kohlestifte verwenden.

Welchen Bleistiftspitzer verwenden Künstler?
Der beste Bleistiftspitzer für Künstler, empfohlen nach Ländern Helix Metall-Bleistiftspitzer für den Schreibtisch . LINKYO Elektrischer Bleistiftspitzer mit automatischem Smart-Sensor für Kinder. X-ACTO ProX, Kum Bleistiftspitzer mit langer Spitze. Staedtler: Manueller Bleistiftspitzer aus Metall.
Übersicht

Verschiedene Arten von Bleistiftspitzern

Es gibt nicht nur einen Weg, einen Bleistift anzuspitzen. Je nach Situation, Bleistifttyp und persönlicher Vorliebe stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Jedes hat seine eigenen Vor- und Nachteile.

Der Handspitzer

Wenn man an einen Bleistiftspitzer denkt, kommt den meisten wahrscheinlich sofort der kleine, tragbare Handspitzer in den Sinn. Diese Spitzer sind klein, leicht und passen problemlos in jedes Federmäppchen oder jede Tasche, was sie ideal für schnelles Anspitzen unterwegs oder außerhalb des Ateliers macht. Sie sind besonders gut geeignet für Graphit- und Buntstifte. Allerdings sind sie für empfindlichere Stifte wie Pastellkreiden oder Kohlestifte oft weniger geeignet, da die Gefahr des Bruchs hoch ist. Es ist wichtig zu betonen, dass nicht alle Handspitzer gleich sind. Die billigen Modelle aus Plastik für wenige Cent sind oft mit stumpfen Klingen ausgestattet, die den Bleistift eher zerquetschen als sauber anspitzen. Eine Investition in einen hochwertigen Handspitzer lohnt sich. Modelle aus Metall mit scharfen, langlebigen Klingen sind vorzuziehen. Ein gutes Beispiel ist der Staedtler Metall-Doppelspitzer, der für verschiedene Stiftdicken geeignet ist. Ein weiterer Vorteil hochwertiger Handspitzer ist oft die Möglichkeit, die Klingen zu ersetzen, wenn sie stumpf werden. Eine stumpfe Klinge ist nicht nur nutzlos, sondern kann den Bleistift beschädigen.

Der Kurbelspitzer (Mechanischer Spitzer)

Für die Verwendung zu Hause oder im Atelier ist ein Kurbelspitzer, auch mechanischer Spitzer genannt, eine ausgezeichnete Wahl. Diese Spitzer sind in der Regel größer und nicht für den Transport gedacht, bieten aber eine sehr saubere und kontrollierte Methode des Anspitzens. Viele Künstler bevorzugen Kurbelspitzer, weil sie ein hohes Maß an Kontrolle über den Prozess haben. Durch das Drehen der Kurbel können sie den Anspitzvorgang stoppen, sobald die gewünschte Spitzform erreicht ist. Oft gibt es sogar Einstellmöglichkeiten für die Art der Spitze (stumpfer oder spitzer Winkel). Ein großer Vorteil von Kurbelspitzern ist der integrierte Auffangbehälter für die Späne. Dies reduziert die Unordnung erheblich und macht das Anspitzen zu einer sauberen Angelegenheit. Beliebte Modelle in dieser Kategorie sind der Staedtler Mars 502 (ein spezieller Spitzautomat für Fallminenstifte) oder die Caran d’Ache Spitzmaschine, die für ihre Präzision und Langlebigkeit bekannt ist. Kurbelspitzer eignen sich hervorragend für Graphit- und Buntstifte.

Was kann ich verwenden, wenn ich keinen Bleistiftspitzer habe?
Ein Bastelmesser Wenn Sie sich fragen, wie man einen Bleistift mit einem Messer anspitzt, beginnen Sie damit, die Mine freizulegen, und zwar weiter unten am Bleistift, als Sie denken – etwa 2,5 cm sollten ausreichen.

Der Elektrische Spitzer

Ähnlich in Größe und Aussehen wie Kurbelspitzer, bieten elektrische Spitzer eine schnelle und mühelose Methode zum Anspitzen von Graphit- und Buntstiften. Man steckt einfach das Ende des Bleistifts hinein, und die Maschine erledigt den Rest in Sekundenschnelle. Elektrische Spitzer gibt es in batteriebetriebenen oder netzbetriebenen Varianten. Während einige Benutzer die Geschwindigkeit und Bequemlichkeit elektrischer Spitzer schätzen, vermissen andere die Kontrolle über den Anspitzvorgang, die bei manuellen oder mechanischen Spitzern gegeben ist. Die hohe Geschwindigkeit kann in manchen Fällen auch dazu führen, dass mehr Bleistiftmaterial abgetragen wird als nötig.

Das Bastelmesser (Cuttermesser)

Eine Methode, die besonders bei Künstlern beliebt ist, die mit Kohle-, Pastell- oder Carbonstiften arbeiten, ist das Anspitzen mit einem Bastelmesser. Diese Methode erfordert etwas Übung, bietet aber die maximale Kontrolle über die Form der Spitze. Im Gegensatz zum Anspitzen mit einem herkömmlichen Spitzer, bei dem nur die äußerste Holzschicht entfernt wird, erlaubt das Bastelmesser, die Mine über eine längere Strecke freizulegen – oft etwa einen Zentimeter. Das Anspitzen mit einem Messer beginnt damit, vorsichtig das Holz vom Bleistift weg abzuschaben, beginnend etwa einen Zentimeter vom Ende der Mine entfernt. Sobald die Mine freigelegt ist, kann sie entweder weiterhin vorsichtig mit dem Messer geformt oder – was oft schneller und präziser ist – mit einem Schleifblock bearbeitet werden, um die perfekte Spitze zu erhalten. Mit dieser Methode können Sie genau die Spitzform kreieren, die Sie für Ihre Arbeit benötigen, sei es eine sehr feine, spitze Spitze oder eine längere, konisch zulaufende Form. Diese Methode ist weniger bequem als die Verwendung eines Spitzers und kann anfangs dazu führen, dass Bleistifte brechen. Es ist ratsam, zunächst mit günstigeren Bleistiften zu üben, bevor man sich an teure Künstlerminen wagt. Außerdem entsteht bei dieser Methode eine feine Unordnung durch Holz- und Minenspäne, die anschließend gereinigt werden muss. Das Anspitzen mit dem Messer ist auch eine hervorragende Methode, wenn kein Spitzer zur Hand ist.

Integrierte Spitzer

Einige spezielle Bleistifte, wie die Graf von Faber-Castell Perfect Pencil Reihe, verfügen über einen integrierten Spitzer. Dieser ist oft clever im Bleistiftverlängerer oder einer Kappe verborgen und bietet eine Notfall- oder Bequemlichkeitslösung für das Anspitzen unterwegs. Während praktisch, sind diese integrierten Spitzer oft kleiner und weniger robust als dedizierte Spitzer.

Vergleich der Anspitzmethoden

Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, hier ein kurzer Vergleich der besprochenen Methoden:

Spitzer-TypPortabilitätKontrolle über SpitzeGeeignet für StifteVorteileNachteile
HandspitzerHochGeringGraphit, BuntstifteKlein, tragbar, schnellNicht für Pastell/Kohle, billige sind schlecht
KurbelspitzerGeringHochGraphit, BuntstifteSaubere Späne, Kontrolle, einstellbare SpitzeUnhandlich für unterwegs
Elektrischer SpitzerGeringSehr geringGraphit, BuntstifteSehr schnellWenig Kontrolle, kann Stift beschädigen
BastelmesserMittelSehr hochKohle, Pastell, CarbonMaximale Kontrolle, individuelle SpitzeErfordert Übung, unordentlich, Verletzungsgefahr
Integrierter SpitzerHochGeringAbhängig vom StiftImmer dabeiOft kleiner Auffangbehälter, weniger robust

Das Geheimnis des Metalls: Warum manche Spitzer brennen können

Ein faszinierendes, wenn auch potenziell gefährliches Detail bei manchen Bleistiftspitzern ist das Material, aus dem der Korpus gefertigt ist. Während viele Spitzer aus Kunststoff oder Aluminium bestehen, wird bei einigen Modellen überraschenderweise Magnesium verwendet. Dies mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, da Magnesium für seine Brennbarkeit bekannt ist. Doch die Wahl dieses Materials hat einen chemischen Grund: Es dient dem Korrosionsschutz der Stahlklinge. Magnesium ist ein unedleres Metall als der Stahl der Spitzerklinge. Wenn der Spitzer Feuchtigkeit ausgesetzt ist, reagiert das Magnesium eher mit Sauerstoff (oxidiert) als das Eisen im Stahl. Chemisch gesehen opfert sich das Magnesium sozusagen, um die Stahlklinge vor dem Rosten zu schützen. Dieser Prozess ist im Alltag völlig harmlos. Die Gefahr entsteht erst unter extremen Bedingungen, beispielsweise wenn der Spitzer stark erhitzt wird. Wie ein beeindruckendes (und gefährliches) Experiment zeigt, kann sich ein Magnesiumkorpus entzünden und mit einer extrem grellen, weißen Flamme brennen. Diese Reaktion, bei der Magnesium mit Sauerstoff zu Magnesiumoxid reagiert, ist stark exotherm, das heißt, sie setzt viel Wärme frei. Temperaturen von über 2000 Grad Celsius können erreicht werden. Das grelle Licht wird in der Pyrotechnik (z.B. für bengalisches Feuer) oder früher als Blitzlicht in der Fotografie genutzt.

Warum sind Bleistiftspitzer aus Magnesium?
Magnesium ist leicht zu verarbeiten und hat beim Spitzer einen großen Vorteil: Es schützt die Klinge vor dem Verrosten.

Eine dringende Warnung: Experimente mit Magnesiumspitzern

Falls Sie jemals auf die Idee kommen sollten, ein solches Experiment nachzustellen, ist äußerste Vorsicht geboten. Es handelt sich um eine gefährliche Reaktion, die nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und niemals ohne Aufsicht eines Erwachsenen durchgeführt werden sollte. Man benötigt eine absolut feuerfeste Unterlage (wie einen großen Stein) und muss sicherstellen, dass sich in der Nähe keine leicht entflammbaren Materialien befinden. Aufgrund der Funkenbildung ist das Tragen einer Schutzbrille unerlässlich, und man sollte niemals direkt in die Flamme blicken. Die Hitze und das Licht sind extrem intensiv. Man kann relativ einfach testen, ob ein Spitzer aus Magnesium oder Aluminium ist (Stahl ist schwerer und leicht zu erkennen). Ein Tropfen Essigessenz auf den Metallkorpus führt bei einem Magnesiumspitzer zu sofortiger, deutlicher Blasenbildung durch die Reaktion mit der Säure. Bei Aluminium passiert dies nicht in gleichem Maße. Im normalen Gebrauch, zum Anspitzen von Bleistiften, ist ein Spitzer aus Magnesium jedoch völlig harmlos. Die Gefahr besteht ausschließlich bei missbräuchlicher oder experimenteller Erhitzung.

Der Abfall: Wie nennt man Bleistiftspitzer-Späne?

Nach dem Anspitzen bleibt immer ein Haufen kleiner Abfälle zurück. Im Deutschen spricht man dabei meist von Spänen oder Bleistiftspitzerabfall. Im Englischen werden sie oft als 'shavings' oder 'sharpenings' bezeichnet. Diese Späne bestehen aus dem Holz und der Mine, die beim Anspitzen abgetragen wurden.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Spitzer ist am besten für Pastell- oder Kohlestifte geeignet?

Für empfindliche Stifte wie Pastell-, Kohle- oder Carbonstifte ist das Anspitzen mit einem Bastelmesser und gegebenenfalls einem Schleifblock oft die beste Methode. Sie bietet die meiste Kontrolle und minimiert das Risiko, dass die Mine bricht. Herkömmliche Hand- oder Kurbelspitzer sind für diese Stifttypen meist nicht ideal.

Wie nennt man Bleistiftspitzer-Abfall?
Dünne Holzspäne, die von einer Klinge, z. B. einem Bleistiftspitzer oder von Zimmermannswerkzeugen, abgespachtelt werden, heißen [ Holz]späne . Die beim Anspitzen eines Bleistifts entstehenden Späne werden genauer als Bleistiftspäne oder, zumindest im Vereinigten Königreich, als Bleistiftanspitzungen bezeichnet (mit Dank an George Savva).

Welcher Spitzer bietet die meiste Kontrolle über die Form der Spitze?

Das Bastelmesser bietet die ultimative Kontrolle über die Form der Spitze. Sie können die Länge der freigelegten Mine und den Winkel der Spitze genau an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Kann ich einen Bleistiftspitzer aus Metall erhitzen?

Nein, das ist extrem gefährlich, insbesondere wenn der Spitzer aus Magnesium besteht. Magnesium brennt mit einer sehr heißen und grellen Flamme. Solche Experimente sollten niemals durchgeführt werden, besonders nicht von Kindern und immer nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und Aufsicht durch Erwachsene.

Was ist der Vorteil von Spitzern mit austauschbaren Klingen?

Spitzer mit austauschbaren Klingen haben eine längere Lebensdauer. Wenn die Klinge stumpf wird, müssen Sie nicht den gesamten Spitzer ersetzen, sondern können einfach die Klinge wechseln. Dies gewährleistet immer ein sauberes und effizientes Anspitzergebnis. Die Wahl des richtigen Bleistiftspitzers hängt stark davon ab, welche Art von Bleistiften Sie verwenden und welche Anforderungen Sie an die Spitze haben. Ob tragbarer Handspitzer, präziser Kurbelspitzer, schnelles Elektromodell oder das flexible Bastelmesser – für jede Anwendung gibt es das passende Werkzeug, um Ihre Bleistifte in Topform zu halten und Ihre kreativen Ideen umzusetzen.

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