Was sollte man für die Fahrschule mitnehmen?

Ihr Weg zum Führerschein: Alle wichtigen Infos

22/03/2023

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Endlich 18? Dann ist der Traum vom selbstständigen Autofahren zum Greifen nah. Bevor Sie aber zu Roadtrips aufbrechen und Ihren Alltag motorisiert bestreiten können, müssen Sie den Führerschein machen. In der Regel ist dies der Pkw-Führerschein Klasse B, der zum Fahren eines Pkws bis 3.500 Kilogramm erlaubt. Bevor es losgeht, stellen sich viele Fragen: Wie hoch sind die Kosten, wie funktioniert die Anmeldung und welche Unterlagen werden benötigt? Dieser Artikel begleitet Sie Schritt für Schritt auf Ihrer Reise zur Fahrerlaubnis.

Was brauche ich alles für die Fahrschule?
FÜR DIE FÜHRERSCHEINANMELDUNG BENÖTIGEN SIE FOLGENDE PAPIERE:Gültiger Personalausweis oder Reisepass.Aktuelles biometrisches Lichtbild (Frontalaufnahme)Bestätigung Ihrer Fahrschule, dass Sie dort gemeldet sind.Teilnahmebestätigung für einen Erste-Hilfe-Kurs.Sehtest-Bescheinigung (nicht älter als 2 Jahre)

Der Weg zum eigenen Führerschein ist spannend, erfordert aber auch Planung und die richtige Herangehensweise. Zunächst steht die Wahl der passenden Fahrschule an, gefolgt von den notwendigen Theorie- und Praxisstunden. Erst wenn Sie sich sicher fühlen und alle Pflichtstunden absolviert haben, geht es zur Prüfung. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten, von den benötigten Dokumenten bis hin zu den anfallenden Kosten.

Übersicht

Die Wahl der richtigen Fahrschule

Auch wenn es teuer ist, den Führerschein zu machen, sollte man sich bei der Auswahl der Fahrschule nicht ausschließlich am Preis orientieren. Es ist wichtig, dass Sie sich während des Fahrunterrichts sicher und mit Ihrem Fahrlehrer wohlfühlen. Dafür lohnt es sich, mehrere Angebote miteinander zu vergleichen und anschließend zu entscheiden, wo Sie Ihren Führerschein machen wollen. Folgende Fragen helfen, eine Auswahl zu treffen:

  • Wirkt die Internet-Präsentation der Fahrschule seriös und freundlich?
  • Gibt es auf der Website Bewertungen von ehemaligen Fahrschülern?
  • Gibt es feste Bürozeiten und eine telefonische Beratung?
  • Werden vielleicht Schnupperstunden für den Theorieunterricht angeboten?
  • Werden nach Nichtbestehen der Prüfungen höhere Preise für die Fahrstunden verlangt?

Haben Sie einen ersten Eindruck gewonnen, können Sie ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Bei einem Besuch der Fahrschule zeigt sich schnell, ob die Schulungsräume und Fahrzeuge gepflegt sind und die Chemie mit dem Fahrlehrer stimmt. Sobald Sie sich entschieden haben, wo Sie den Führerschein machen wollen, schließen Sie mit der Fahrschule einen Vertrag ab und Ihre Theorie- und Praxisstunden können beginnen.

Der Ablauf des Fahrunterrichts

Der Unterricht startet zunächst im Lehrraum der Fahrschule. In den Theoriestunden behandeln Sie verschiedene Themenblöcke, in denen Sie zum Beispiel bestimmte Verkehrssituationen durchsprechen und Bremswege berechnen. Der Theorieteil setzt sich üblicherweise aus zwölf Doppelstunden à 90 Minuten für den Grundstoff und zwei Doppelstunden für den Zusatzstoff zusammen. Diese Theorie ist die Grundlage für das sichere Fahren im Straßenverkehr.

Noch spannender wird das Führerschein-Machen im praktischen Fahrunterricht, wenn Sie endlich selbst am Steuer sitzen. Die Lehrfahrzeuge sind auch auf der Beifahrerseite mit einem Gas- und Bremspedal ausgestattet, mit denen der Fahrlehrer zur Not eingreifen kann, wenn es einmal brenzlig wird. Die Praxisstunden à 45 Minuten setzen sich aus den regulären Übungsfahrten und den Sonderfahrten zusammen.

Zu den Sonderfahrten gehören Pflichtstunden, die spezielle Fahrsituationen abdecken:

  • Fünf Überlandfahrten
  • Vier Autobahnfahrten
  • Drei Dunkelfahrten

Diese Sonderfahrten sind essenziell, um Erfahrungen in unterschiedlichen Verkehrsumgebungen und bei verschiedenen Lichtverhältnissen zu sammeln. Die Anzahl der regulären Übungsfahrten hängt von Ihrem individuellen Lernfortschritt ab.

Die Führerscheinprüfung: Theorie und Praxis

Sind alle Pflichtstunden geschafft und Sie fühlen sich sicher hinter dem Lenkrad, schlägt Ihr Fahrlehrer die Anmeldung zur Führerscheinprüfung vor. Ob diese beim Einwohnermeldeamt oder dem Straßenverkehrsamt erfolgen muss, hängt von der jeweiligen Stadt oder Kommune ab. In Berlin erfolgt die Anmeldung meist beim Bürgeramt. Eventuell übernimmt aber auch Ihre Fahrschule die Anmeldung zur Prüfung, die ebenfalls in einen Theorie- und einen Praxisteil gegliedert ist.

Wie viel Geld braucht man für die Fahrschule?
Die Gründungskosten für eine Fahrschule können variieren, liegen aber in der Regel zwischen 50.000 und 100.000 €.

Für die Führerscheinanmeldung benötigen Sie folgende Papiere:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Aktuelles biometrisches Lichtbild (Frontalaufnahme)
  • Bestätigung Ihrer Fahrschule, dass Sie dort gemeldet sind
  • Teilnahmebestätigung für einen Erste-Hilfe-Kurs
  • Sehtest-Bescheinigung (nicht älter als 2 Jahre)

Die theoretische Prüfung wird in einem Multiple-Choice-Test durchgeführt. Die Fragen basieren auf den Inhalten, die Sie im Unterricht und in Ihren Übungsfragebögen zu Hause bereits durchgegangen sind. Es werden etwa 20 Fragen zum Grundstoff und zehn Fragen zum Zusatzstoff gestellt.

Nach bestandener Theorie folgt die praktische Prüfung. Hier müssen Sie Ihr Können im realen Straßenverkehr unter Beweis stellen. Der Prüfer wird verschiedene Fahrmanöver und Situationen bewerten.

Falls Sie durch Ihre praktische oder theoretische Prüfung fallen sollten: Kopf hoch, so geht es vielen. Um den Führerschein zu machen, können Sie die Prüfungen beliebig oft wiederholen. Allerdings fallen erneute Gebühren an und viele Fahrschulen stellen den zusätzlichen Aufwand in Rechnung. Daher lohnt sich vor der Anmeldung zur Prüfung die Frage: Fühle ich mich wirklich sicher? Wenn nicht, sollten Sie mit Ihrem Fahrlehrer über weitere Übungsstunden sprechen.

Was kostet der Führerschein Klasse B?

Die Kosten, um den Führerschein zu machen, variieren stark zwischen Fahrschulen sowie Bundesländern und hängen zudem von der Zahl der benötigten Praxisstunden ab. Berlin liegt mit durchschnittlichen Führerscheinkosten von 1.200 bis 1.400 Euro im Vergleich zum Rest Deutschlands noch im günstigeren Bereich. Für reguläre Übungsfahrten werden je nach Fahrschule zwischen 20 und 45 Euro fällig.

Hinzu kommen mindestens zwölf Sonderfahrten (Überland-, Nacht- und Autobahnfahrten), die jeweils zwischen 50 und 60 Euro kosten. Neben den Fahrstunden verlangt die Fahrschule eine Grundgebühr für die Verwaltung und den Theorieunterricht. Weiterhin fallen Gebühren für die Prüfungen selbst, Lehrmaterial, den Sehtest, den Erste-Hilfe-Kurs und die Ausstellung des Führerscheins an.

Hier ist eine grobe Kostenübersicht:

PostenKosten (ungefähr)
Reguläre Fahrstunden (z.B. 12)je 20–45 Euro
Sonderfahrten (12 Pflichtstunden)je 50–60 Euro
Grundgebühr Fahrschule200–400 Euro
Prüfungsgebühr Theorie (TÜV/Dekra)ca. 20 Euro
Prüfungsgebühr Praxis (TÜV/Dekra)ca. 90 Euro
Anmeldegebühr zur Prüfung (Amt)100–150 Euro
Lehrmaterialca. 50 Euro
Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs40–60 Euro
Ausstellung des Führerscheinsca. 40 Euro

Basierend auf diesen einzelnen Posten kann man die Gesamtkosten für den Führerschein schätzen. Die Spanne ist relativ breit, da die Anzahl der benötigten Fahrstunden stark variiert. Ein realistischer Gesamtbereich liegt nach dieser Aufstellung zwischen 1.380 und 2.070 Euro. Beachten Sie, dass zusätzliche Übungsstunden bei Bedarf die Kosten erhöhen.

Was brauche ich alles für die Fahrschule?
FÜR DIE FÜHRERSCHEINANMELDUNG BENÖTIGEN SIE FOLGENDE PAPIERE:Gültiger Personalausweis oder Reisepass.Aktuelles biometrisches Lichtbild (Frontalaufnahme)Bestätigung Ihrer Fahrschule, dass Sie dort gemeldet sind.Teilnahmebestätigung für einen Erste-Hilfe-Kurs.Sehtest-Bescheinigung (nicht älter als 2 Jahre)

Begleitetes Fahren ab 17 (BF17)

Noch keine 18 und schon Lust zu fahren? Die Lösung heißt BF17. Der Führerschein BF17 befugt Sie schon mit 17 zum sogenannten „Begleiteten Fahren“. Das bedeutet: Sie dürfen bis zum 18. Geburtstag so oft hinter dem Steuer sitzen, wie Sie wollen, wenn eine angemeldete Begleitperson dabei ist. Diese muss mindestens seit fünf Jahren im Besitz eines Führerscheins und mindestens 30 Jahre alt sein. Zudem dürfen Begleitpersonen höchstens einen Punkt in Flensburg haben. Achtung zusätzliche Kosten: Für einen Führerschein mit 17 können je nach Fahrschule Zusatzgebühren von etwa 80 Euro anfallen.

Motorradführerschein: Andere Klassen und Altersgruppen

Sie fahren lieber zweirädrig? Dann dürfen Sie bereits mit 16 durch die Straßen düsen. Voraussetzung ist ein Führerschein der Klasse AM oder A1, der für Klein- beziehungsweise Leichtkrafträder gültig ist. Auch bei einem Führerschein für andere Krafträder, Trikes und Quads hängt der Zulassungsschein von der Art des Fahrzeugs ab. Sie möchten große Maschinen fahren? In der Regel müssen Sie für einen Motorradführerschein der Klasse A (alle Krafträder und dreirädrige Kraftfahrzeuge) mindestens 24 Jahre alt sein. Es können jedoch je nach Vorerfahrung Ausnahmen gelten.

Gültigkeit des Führerscheins

Nach bestandener Prüfung wird Ihnen der EU-Führerschein ausgestellt, mit dem Sie in allen Mitgliedsstaaten fahren dürfen. Er ist also auch ein guter Begleiter für Ihr Erasmus-Semester in Spanien oder Irland. Der EU-Führerschein muss alle 15 Jahre neu beantragt werden, eine erneute Prüfung wird jedoch nicht verlangt. In der Regel ist er auch außerhalb der EU gültig, zum Beispiel in den USA oder Kanada. Auf manchen Kontinenten wie Asien oder Afrika wird jedoch ein internationaler Führerschein verlangt. Für diesen müssen Sie keine zusätzliche Prüfung leisten, sondern nur vor Abreise einen Antrag bei Ihrem Bürgeramt stellen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier beantworten wir einige häufige Fragen rund um das Thema Führerschein:

Was sollte man für die Fahrschule mitnehmen?

Für den Theorieunterricht und die Vorbereitung auf die Prüfung benötigen Sie in der Regel Schreibmaterialien und gegebenenfalls Lehrmaterialien von der Fahrschule. Zur Theorieprüfung selbst sollten Sie ausreichend Zeit und Ruhe mitbringen, damit Sie nicht gehetzt starten müssen. Falls erforderlich, benötigen Sie auch Ihren Ausbildungsnachweis (für alle Fahrerlaubnisklassen) oder Ihre Ausbildungsbescheinigung (für Mofa) über den besuchten Theorieunterricht.

Wie viel Geld braucht man für die Fahrschule?

Die benötigte Geldmenge hängt stark von der individuellen Anzahl der benötigten Fahrstunden und den Gebühren der gewählten Fahrschule ab. Wie in der Kostenübersicht gezeigt, können die Gesamtkosten für den Führerschein Klasse B zwischen etwa 1.380 und 2.070 Euro liegen. Es ist ratsam, zu Beginn der Fahrschulzeit einen realistischen Budgetplan zu erstellen und sich über die Zahlungsmodalitäten der Fahrschule zu informieren.

Der Weg zum Führerschein mag anfangs komplex erscheinen, doch mit der richtigen Vorbereitung und einer guten Fahrschule erreichen Sie Ihr Ziel. Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl der Fahrschule, lernen Sie gewissenhaft für Theorie und Praxis und gehen Sie gut vorbereitet in die Prüfungen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Ihrem Weg zur Fahrerlaubnis und allzeit gute Fahrt!

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