Kann man einzelne Ordnerrücken bedrucken?

Ordnerrücken bedrucken: Anleitung & Tipps

13/03/2016

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Das Suchen nach wichtigen Dokumenten kann zeitraubend und frustrierend sein. Ein gut organisiertes Ablagesystem ist daher unerlässlich, sowohl im Büro als auch zu Hause. Aktenordner sind dabei die erste Wahl für die Archivierung von Unterlagen. Doch erst eine klare und einheitliche Beschriftung der Ordnerrücken sorgt dafür, dass Sie Gesuchtes schnell finden. Handgeschriebene Etiketten verblassen, sehen oft ungleichmäßig aus und können die professionelle Wirkung Ihres Büros mindern. Die Lösung: bedruckte Ordnerrücken.

Kann man einzelne Ordnerrücken bedrucken?
Individuell bedruckte Ordneretiketten oder Rückenschilder für Aktenordner sehen nicht nur professioneller aus, sie bringen auch Struktur und Organisation in Ihren Aktenschrank. Beschriftet mit Etikettenvorlagen, wie zum Beispiel einer Jahreszahl, bleiben selbstklebende Ordnerrücken auch jederzeit gut lesbar.

Individuell bedruckte Etiketten oder Rückenschilder für Aktenordner bringen nicht nur Struktur und Ordnung in Ihren Aktenschrank, sondern verleihen Ihrem Ablagesystem auch ein hohes Maß an Professionalität. Sie sind jederzeit gut lesbar, einheitlich gestaltet und können exakt auf den Inhalt des jeweiligen Ordners zugeschnitten werden. Mit modernen Druckmöglichkeiten und passenden Etikettenvorlagen ist das Bedrucken von Ordnerrücken einfacher als je zuvor.

Übersicht

Warum Ordnerrücken bedrucken?

Neben dem offensichtlichen Vorteil, Dokumente schneller zu finden, gibt es weitere Gründe, warum das Bedrucken von Ordnerrücken die beste Methode zur Beschriftung ist:

  • Verbesserte Lesbarkeit: Gedruckte Schrift ist immer klarer und einheitlicher als Handschrift, selbst bei sorgfältiger Ausführung. Dies ist besonders wichtig, wenn viele Personen auf die Ordner zugreifen.
  • Professionelles Erscheinungsbild: Einheitlich bedruckte Ordnerrücken hinterlassen einen aufgeräumten und professionellen Eindruck. Dies ist relevant für interne Ablagen, aber auch, wenn Kunden oder Partner Einblick in Ihre Büroräume erhalten.
  • Langlebigkeit: Gedruckte Etiketten sind oft widerstandsfähiger gegen Verblassen oder Verschmieren als handschriftliche Notizen, insbesondere wenn spezielle Materialien verwendet werden.
  • Effizienz: Mit Vorlagen können Sie schnell eine große Anzahl von Etiketten erstellen, die alle dasselbe Layout haben, aber individuelle Inhalte (z. B. Jahreszahlen, Projektnamen) tragen.
  • Strukturierungsmöglichkeiten: Durch die Gestaltung der Etiketten (Schriftart, -größe, Farben, Logos) können Sie zusätzliche Struktur in Ihr Ablagesystem bringen, die über die reine Beschriftung hinausgeht.

Ordnerrücken bedrucken: Der Prozess

Das Bedrucken von Ordnerrücken erfolgt in der Regel nicht direkt auf den Ordner selbst, sondern auf spezielle Etikettenbögen, die anschließend auf den Rücken des Ordners geklebt oder in dafür vorgesehene Fächer eingeschoben werden. Dieser Prozess lässt sich grob in folgende Schritte unterteilen:

  1. Das richtige Etikett wählen: Dazu später mehr, aber die Wahl des passenden Etikettenformats und Materials ist entscheidend.
  2. Vorlage auswählen oder erstellen: Nutzen Sie eine vorgefertigte Designvorlage des Etikettenherstellers oder erstellen Sie Ihr eigenes Layout.
  3. Inhalte eingeben: Füllen Sie die Vorlage mit den gewünschten Informationen (z. B. Aktenzeichen, Zeitraum, Projektname).
  4. Drucken: Legen Sie die Etikettenbögen in den Drucker ein und starten Sie den Druck.
  5. Anbringen: Kleben Sie die bedruckten Etiketten sorgfältig auf die Ordnerrücken oder schieben Sie sie in die Fächer ein.

Das richtige Ordneretikett finden

Um das passende Etikett für Ihren Aktenordner zu finden, müssen Sie einige Eigenschaften berücksichtigen. Jeder Aktenordner hat im Normalfall ein Feld oder eine Lasche zur Beschriftung auf dem Rücken. Da ein Ordner oft ein langes Leben hat und Inhalte sich ändern, ist es häufig notwendig, den Rücken neu zu beschriften. Hierfür benötigen Sie neue Etiketten.

Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des richtigen Ordneretiketts sind die Maße des Ordnerrückens. Ist es ein schmaler Ordner oder ein breiter? Wie hoch ist der Rücken? Vergleichen Sie diese Maße sorgfältig mit den Angaben auf den Etikettenverpackungen. Hersteller von Ordnerrückenetiketten bieten eine Vielzahl von Formaten an, die speziell auf gängige Ordnergrößen zugeschnitten sind.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Arten von Ordnerrückenetiketten:

  • Einstecketiketten: Diese sind für Ordner mit einem transparenten Einsteckfach am Rücken gedacht. Der Vorteil ist, dass sie jederzeit leicht ausgetauscht werden können, ohne Klebereste zu hinterlassen.
  • Durchgehende Etiketten: Diese Etiketten bedecken den gesamten bedruckbaren Bereich des Ordnerrückens. Sie bieten viel Platz für Informationen und sorgen für ein sehr einheitliches Bild.
  • Etiketten mit Grifflochaussparung: Wenn Ihr Ordner ein Griffloch zum leichteren Herausziehen aus dem Regal hat, gibt es spezielle Etiketten, die eine entsprechende Aussparung besitzen, um das Griffloch nicht zu überkleben.
  • Etiketten mit Jahreszahl oder in Farbe: Für spezielle Organisationssysteme gibt es Etiketten, die bereits mit Elementen wie Jahreszahlen bedruckt sind oder in verschiedenen Farben erhältlich sind, um eine zusätzliche visuelle Sortierung zu ermöglichen.

Auch das Material der Etiketten spielt eine Rolle. Es gibt Varianten aus Recyclingpapier, beschichtete Oberflächen für mehr Widerstandsfähigkeit, sowie Etiketten mit unterschiedlichen Klebeeigenschaften:

  • Wiederablösbar: Diese Etiketten können nach Gebrauch rückstandsfrei vom Ordner entfernt werden. Ideal, wenn sich die Inhalte der Ordner häufig ändern oder die Ordner mehrfach verwendet werden sollen.
  • Permanent haftend: Diese Etiketten sind für eine dauerhafte Beschriftung gedacht und haben eine sehr starke Klebkraft. Sie sind die richtige Wahl für Langzeitarchivierungen.

Wie drucke ich Ordnerrücken in Word?

Eine der gängigsten Methoden zum Bedrucken von Ordnerrückenetiketten ist die Verwendung von Textverarbeitungsprogrammen wie Microsoft Word in Kombination mit speziellen Vorlagen. Möchten Sie Ihre Aktenordner einheitlich beschriften, bietet es sich an, Word-Vorlagen zu nutzen, die Sie dann ausdrucken und auf dem Ordnerrücken anbringen.

Wie breit ist ein Ordneretikett?
Die dazu passenden Ordneretiketten sind ca. 38 mm breit und in verschiedenen Längen erhältlich.

Die genauen Schritte können je nach Version von Word, die Sie nutzen, und dem spezifischen Etikettenhersteller leicht variieren. Die grundlegende Herangehensweise ähnelt sich jedoch:

  1. Vorlage besorgen: Die meisten Etikettenhersteller (wie z. B. HERMA, die in der Einleitung erwähnt wurden) bieten auf ihren Websites kostenlose Vorlagen für ihre spezifischen Etikettenformate an. Suchen Sie nach der Nummer Ihres Etikettenprodukts und laden Sie die entsprechende Word-Vorlage herunter. Alternativ bieten einige Word-Versionen auch integrierte Vorlagen für verschiedene Etikettengrößen, die Sie über die Menüs "Sendungen" oder "Mailings" (je nach Version) finden können. Die Nutzung der Herstellervorlage ist oft präziser.
  2. Vorlage öffnen: Öffnen Sie die heruntergeladene Vorlage in Microsoft Word. Die Vorlage ist so formatiert, dass die Textfelder exakt den einzelnen Etiketten auf dem Bogen entsprechen.
  3. Inhalte eingeben und gestalten: Geben Sie in die vorgegebenen Felder den gewünschten Text für jeden Ordnerrücken ein. Achten Sie auf die Lesbarkeit. Wählen Sie eine klare Schriftart und eine angemessene Schriftgröße. Bedenken Sie, dass der Text aus einiger Entfernung lesbar sein muss. Vermeiden Sie zu kleine oder verschnörkelte Schriften. Sie können auch Formatierungen wie Fett- oder Kursivdruck verwenden, aber übertreiben Sie es nicht, um die Einheitlichkeit zu wahren.
  4. Layout prüfen: Überprüfen Sie das Layout visuell. Passt der Text gut in die Felder? Gibt es genug Rand? Viele Vorlagen zeigen die Etikettenränder als gestrichelte Linien an (diese werden nicht mitgedruckt).
  5. Druckereinstellungen vornehmen: Dieser Schritt ist entscheidend für ein gutes Ergebnis. Legen Sie die Etikettenbögen korrekt in den Drucker ein. Achten Sie auf die Bedruckrichtung – viele Drucker haben ein Symbol, das zeigt, wie das Papier eingelegt werden muss (oft mit der zu bedruckenden Seite nach oben oder unten, je nach Drucker). Wählen Sie im Druckdialog die richtigen Einstellungen. Wichtig sind hier der Papiertyp (oft als "Etiketten", "Schweres Papier" oder ähnlich bezeichnet) und die Papierzufuhr (manchmal gibt es spezielle Fächer für dickeres Material). Stellen Sie sicher, dass die Skalierung auf 100% eingestellt ist ("Tatsächliche Größe" oder ähnlich).
  6. Testdruck (empfohlen): Bevor Sie die teuren Etikettenbögen bedrucken, machen Sie einen Testdruck auf einem normalen Blatt Papier. Halten Sie das bedruckte Blatt gegen einen Etikettenbogen, um zu prüfen, ob die Positionen der Texte exakt mit den Etiketten übereinstimmen. Passen Sie gegebenenfalls die Druckereinstellungen oder die Ränder in der Vorlage leicht an.
  7. Endgültig drucken: Legen Sie die Etikettenbögen ein und starten Sie den finalen Druck.

Tipps für professionelle Ergebnisse

Um sicherzustellen, dass Ihre bedruckten Ordnerrückenetiketten nicht nur funktional, sondern auch optisch ansprechend sind, beachten Sie folgende Tipps:

  • Konsistenz wahren: Verwenden Sie über alle Ordner hinweg dieselbe Schriftart und idealerweise auch dieselbe Schriftgröße (oder nur geringfügige Abweichungen für Haupt- und Unterkategorien). Dies sorgt für ein harmonisches Gesamtbild.
  • Klare Formulierungen: Halten Sie die Beschriftungen präzise und eindeutig, damit der Inhalt des Ordners sofort ersichtlich ist.
  • Farben nutzen (optional): Wenn Sie viele Ordner haben, können Sie Farben zur weiteren Kategorisierung nutzen – entweder durch farbige Etiketten oder durch farbige Elemente im Design (falls die Etiketten dies zulassen).
  • Nicht überladen: Packen Sie nicht zu viele Informationen auf das Etikett. Weniger ist oft mehr für die schnelle Erfassung.
  • Qualität zählt: Verwenden Sie hochwertige Etiketten, die gut kleben (falls nicht wiederablösbar gewünscht) und deren Material für Ihren Drucker geeignet ist, um Verschmieren oder Einzugsprobleme zu vermeiden.

Hier ist eine kleine Übersicht über gängige Ordnerrückenetiketten-Typen und ihre Eigenschaften:

TypBeschreibungVorteileNachteile
EinstecketikettenPapierschilder zum Einschieben in transparente Rückenfenster.Leicht austauschbar, keine Klebereste, Ordner bleibt unbeschädigt.Ordner muss passendes Fenster haben, kann herausrutschen.
Durchgehende KlebeetikettenKleben direkt auf den Ordnerrücken, oft von oben bis unten.Viel Platz für Text, sehr ordentliches Erscheinungsbild, deckt alte Beschriftungen ab.Kann beim Ablösen Reste hinterlassen oder den Ordner beschädigen (je nach Kleber), weniger flexibel.
Klebeetiketten mit GrifflochaussparungWie durchgehende Etiketten, aber mit Aussparung für das Griffloch.Passt perfekt zum Ordnerdesign, volle Funktionalität des Grifflochs.Nur für Ordner mit Griffloch geeignet.
Wiederablösbare KlebeetikettenKleben, können aber rückstandsfrei entfernt und neu positioniert werden.Hohe Flexibilität, ideal für temporäre Ablagen oder häufig wechselnde Inhalte.Klebekraft kann bei häufigem Ablösen nachlassen, eventuell teurer.
Permanent haftende KlebeetikettenSehr starke, dauerhafte Klebkraft.Sicherer, langfristiger Halt, robust.Kaum oder nicht ohne Beschädigung des Ordners entfernbar.

Häufig gestellte Fragen zum Bedrucken von Ordnerrücken

Hier beantworten wir einige gängige Fragen, die im Zusammenhang mit dem Bedrucken von Ordnerrücken auftreten:

Kann ich einzelne Ordnerrücken bedrucken oder muss ich immer einen ganzen Bogen verwenden?
Sie bedrucken immer einen ganzen Etikettenbogen. Die Vorlagen sind so aufgebaut, dass sie die Positionen aller Etiketten auf dem Bogen berücksichtigen. Wenn Sie nur ein einzelnes Etikett benötigen, können Sie zwar nur dieses eine Feld in der Vorlage beschriften und den Rest leer lassen, aber der Drucker wird den gesamten Bogen verarbeiten. Es ist oft am wirtschaftlichsten, mehrere Etiketten auf einmal zu gestalten und zu drucken, auch wenn Sie sie erst später verwenden.

Wie finde ich die richtige Vorlage für meine Etiketten?
Die einfachste Methode ist, die Website des Etikettenherstellers zu besuchen. Dort finden Sie in der Regel einen Bereich für Vorlagen, in dem Sie nach der Artikel- oder Produktnummer Ihrer Etiketten suchen können. Laden Sie die passende Vorlage für Ihre Software (z. B. Word) herunter. Manchmal steht die Vorlagen-ID auch direkt auf der Etikettenverpackung.

Was mache ich, wenn meine bedruckten Etiketten verschmieren?
Das kann verschiedene Ursachen haben. Stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen Papiertyp ("Etiketten", "Schweres Papier") in den Druckereinstellungen gewählt haben. Dies teilt dem Drucker mit, dass er eventuell mehr Hitze (bei Laserdruckern) oder eine andere Tintenmenge (bei Tintenstrahldruckern) verwenden muss. Bei Tintenstrahldruckern kann auch die Qualität der Tinte oder des Etikettenmaterials eine Rolle spielen. Bei Laserdruckern kann eine falsche Einstellung dazu führen, dass der Toner nicht richtig fixiert wird. Verwenden Sie idealerweise Etiketten, die speziell für Ihren Druckertyp (Laser oder Tinte) optimiert sind.

Können bedruckte Etiketten alte handschriftliche Etiketten überdecken?
Ja, das ist einer der Vorteile von Klebeetiketten, insbesondere von durchgehenden Etiketten. Sie sind oft blickdicht genug, um die alte Beschriftung vollständig zu überdecken und dem Ordner ein neues, sauberes Aussehen zu verleihen.

Wie drucke ich Ordnerrücken in Word?
Öffnen Sie ein neues Word-Dokument, klicken Sie im Menüband ganz links auf "Datei" und anschließend auf "Neu", um zum Vorlagen-Katalog zu gelangen. Geben Sie in der Suchleiste "Ordner", "Ordnerrücken" oder "Ordneretiketten" ein und wählen Sie eine passende Vorlage für Ordnerrücken aus.

Gibt es auch Software außer Word für das Bedrucken von Etiketten?
Ja, viele Etikettenhersteller bieten auch eigene, oft kostenlose, Software oder Online-Tools an, die speziell für die Gestaltung und das Bedrucken ihrer Etiketten entwickelt wurden. Diese können manchmal einfacher zu bedienen sein als Textverarbeitungsprogramme für diesen Zweck.

Wie genau muss ich die Maße meines Ordnerrückens nehmen?
Messen Sie die Höhe und Breite des Bereichs auf dem Ordnerrücken, der für die Beschriftung vorgesehen ist. Vergleichen Sie diese Maße mit den Angaben auf der Etikettenverpackung. Achten Sie besonders auf die Breite (schmaler oder breiter Ordner) und die Höhe. Ein kleiner Unterschied kann dazu führen, dass das Etikett nicht passt oder das Griffloch überdeckt wird.

Fazit

Das Bedrucken von Ordnerrücken ist eine einfache und effektive Methode, um Ihr Ablagesystem zu optimieren. Es spart Zeit beim Suchen, sorgt für ein professionelles Erscheinungsbild und ermöglicht eine flexible und klare Strukturierung Ihrer Dokumente. Mit der richtigen Wahl der Etiketten, der Nutzung passender Vorlagen (wie z. B. für Word) und ein paar einfachen Schritten können Sie im Handumdrehen für perfekte Konsistenz und Übersicht in Ihren Regalen sorgen. Investieren Sie die geringe Mühe in bedruckte Ordnerrücken und erleben Sie, wie viel angenehmer und effizienter die Arbeit mit Ihren Dokumenten wird.

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