25/04/2023
Die Kartenprüfnummer ist ein entscheidendes Sicherheitsmerkmal, das bei den meisten Kredit- und vielen Debitkarten zu finden ist. Diese kleine, aber wichtige Zahlenkombination spielt eine große Rolle, insbesondere wenn Sie online einkaufen oder Transaktionen durchführen, bei denen die Karte nicht physisch anwesend ist. Doch wo genau befindet sich diese Nummer, und welche Bedeutung hat sie? Dieser Artikel führt Sie durch die Details der Kartenprüfnummer basierend auf den uns vorliegenden Informationen.

Die Kartenprüfnummer, oft auch als Sicherheitscode bezeichnet, ist eine kurze Ziffernfolge, die der Verifizierung von Kartentransaktionen dient. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Sicherheit bei sogenannten Card-not-present-Transaktionen, wie sie typischerweise beim Online-Shopping oder bei telefonischen Bestellungen vorkommen, zu erhöhen. Durch die Abfrage dieser Nummer soll sichergestellt werden, dass die Person, die die Transaktion durchführt, tatsächlich im Besitz der physischen Karte ist, da die Nummer nicht auf dem Magnetstreifen oder dem Chip gespeichert ist und auch nicht auf Händlerbelegen erscheint.
Wo finde ich die Kartenprüfnummer?
Die Suche nach der Kartenprüfnummer führt Sie in der Regel zur Rückseite Ihrer Kredit- oder Debitkarte. Genauer gesagt, finden Sie diese Nummer im Unterschriftsfeld. Es handelt sich um eine drei Ziffern lange Zahlenkombination, die dort aufgedruckt ist. Sie ist nicht wie die Hauptkartennummer oder das Ablaufdatum erhaben geprägt, sondern flach gedruckt.
Es ist wichtig zu wissen, dass diese Prüfnummer bei verschiedenen Kartenanbietern und Banken unterschiedliche Bezeichnungen tragen kann. Die gängigsten Namen, die Ihnen begegnen könnten, sind:
- Card Verification Code (CVC2)
- Card Verification Value (CVV2)
- Card Verification Value (CVV)
- Card Verification Number (CVN)
- Card Security Code (CSC)
- Card Code Verification (CCV)
- CVC-Code
- CVV-Code
Unabhängig von der spezifischen Bezeichnung oder dem Anbieter bezieht sich all dies auf dieselbe dreistellige Sicherheitsnummer auf der Rückseite Ihrer Karte im Unterschriftsbereich. Diese Vielzahl an Namen kann manchmal verwirrend sein, aber ihre Funktion und ihr Zweck bleiben identisch: die Erhöhung der Sicherheit bei Transaktionen, bei denen die physische Karte nicht vorgelegt wird.
Bedeutung und Eigenschaften der Prüfnummer
Ein wesentliches Merkmal der Kartenprüfnummer ist, dass zwischen ihr und der meist 16-stelligen Haupt-Kreditkartennummer kein rechnerischer Zusammenhang besteht. Das bedeutet, die Prüfnummer kann nicht aus der Kartennummer oder anderen auf der Karte vorhandenen Daten berechnet oder abgeleitet werden. Die Zahlenkombination des Sicherheitscodes ist zufällig gewählt. Ebenso wenig hat die Prüfnummer etwas mit dem Ablaufdatum Ihrer Karte zu tun.

Wie bereits erwähnt, ist die Kartenprüfnummer aufgedruckt, nicht aufgeprägt. Dies unterscheidet sie von der Hauptkartennummer und dem Namen des Karteninhabers, die oft erhaben auf der Vorderseite der Karte zu finden sind. Ein weiterer wichtiger Sicherheitsaspekt ist, dass die Prüfnummer weder auf dem Magnetstreifen noch auf dem Chip der Karte gespeichert ist. Dies schützt die Nummer davor, bei einem einfachen Auslesen der Karte (z.B. bei Skimming) ebenfalls kopiert zu werden. Darüber hinaus erscheint die Kartenprüfnummer auch nicht auf dem Zahlungsbeleg des Händlers, was das Risiko verringert, dass die Nummer durch verlorene oder weggeworfene Belege in falsche Hände gerät.
Kartenprüfnummer auf Debitkarten
Die Situation bei Debitkarten hinsichtlich der Kartenprüfnummer kann variieren. Haben Debitkarten eine CVV? Nicht immer. Einige Debitkarten verfügen über keine solche Nummer. Dies hat eine direkte Konsequenz: Online-Käufe mit solchen Karten sind in der Regel nicht möglich, da die Abfrage der Prüfnummer oft obligatorisch für die Online-Verarbeitung ist. Wenn jedoch eine CVV-Nummer auf einer Debitkarte vorhanden ist, finden Sie diese normalerweise ebenfalls auf der Rückseite der Karte im Unterschriftenfeld.
Die genaue Position kann leicht abweichen: Sie kann nach den letzten vier Ziffern der Hauptkartennummer aufgedruckt sein oder auch nach der gesamten sechzehnstelligen Kartennummer, falls diese ebenfalls im Unterschriftsfeld wiederholt wird. Die Tatsache, ob eine Debitkarte eine CVV hat oder nicht, hängt vom ausgebenden Institut und dem spezifischen Kartensystem ab.
Struktur der Kartennummer (Kredit- und Debitkarten)
Obwohl es nicht direkt die Prüfnummer betrifft, ist es hilfreich, die Struktur der Hauptkartennummer zu verstehen, da diese oft im Kontext der Kartendetails genannt wird. Die Kartennummer der Debit- oder Kreditkarte besteht in der Regel aus 16 Ziffern. Zur besseren Lesbarkeit wird diese Nummer oft in vier Blöcke mit jeweils vier Zahlen unterteilt. Die ersten sechs Ziffern dieser 16-stelligen Nummer werden als Bank Identification Number (BIN) bezeichnet. Anhand des BIN-Codes können Sie die Kartengesellschaft (wie Visa, Mastercard etc.) sowie die Bank identifizieren, die Ihre Karte ausgegeben hat. Des Weiteren liefert der BIN-Code Informationen zum Kartenprodukt – zum Beispiel, ob es sich um eine Visa BasicCard (die oft eine Debitkarte ist) oder eine Mastercard® GoldCard (die typischerweise eine Kreditkarte ist) handelt. Auch ob es sich um eine Haupt- oder eine Zusatzkarte handelt, kann aus dem BIN-Bereich abgeleitet werden. Die darauffolgenden zehn Ziffern auf Ihrer Karte bilden in der Regel Ihre individuelle Kontonummer, die der Bank intern zugeordnet ist.
Warum hat meine Karte keine CVV? Das Beispiel Maestro
Die Frage, warum eine bestimmte Karte keine CVV hat, lässt sich oft durch das zugrunde liegende Kartensystem erklären. Ein prominentes Beispiel, das in den uns vorliegenden Informationen erwähnt wird, ist Maestro®.

Maestro ist ein internationales Debitkartensystem, das von der Kartengesellschaft Mastercard betrieben wird. Es wurde im Jahr 1991 eingeführt und ist weltweit verbreitet. Karten, die auf dem Maestro-System basieren, ermöglichen es Karteninhabern, an Millionen von Akzeptanzstellen zu bezahlen und Bargeld an Geldautomaten abzuheben. Ein charakteristisches Merkmal von Maestro-Transaktionen ist, dass die Umsätze umgehend dem Girokonto des Karteninhabers belastet werden; es handelt sich um ein reines Debit-System ohne Kreditfunktion.
Maestro-Karten sind standardmäßig mit einem EMV-Chip und oft auch noch mit einem Magnetstreifen ausgestattet. Nutzer können sie bei Akzeptanzstellen rund um den Globus einsetzen. Die Autorisierung von Zahlungen bei Maestro erfolgt klassischerweise durch die Eingabe einer PIN (Persönliche Identifikationsnummer) am Terminal oder – bei entsprechend gekennzeichneten Händlern, insbesondere im stationären Handel – durch die Unterschrift des Karteninhabers auf dem Zahlungsbeleg. Da das System primär für Point-of-Sale (POS)-Transaktionen konzipiert wurde, bei denen die Karte physisch vorhanden ist und die Autorisierung über PIN oder Unterschrift erfolgt, benötigen viele Maestro-Karten keine CVV für die Online-Verifizierung, was erklärt, warum sie oft für reine Online-Transaktionen ohne zusätzliche Sicherheitsverfahren wie 3D Secure nicht verwendet werden können.
Zusammenfassung der CVV-Eigenschaften
Lassen Sie uns die wichtigsten Eigenschaften der Kartenprüfnummer noch einmal zusammenfassen:
| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Position | Rückseite der Karte, im Unterschriftsfeld |
| Länge | 3 Ziffern |
| Bezeichnungen | CVV, CVC, CVV2, CVC2, CVN, CSC, CCV etc. |
| Beziehung zu anderen Nummern | Kein rechnerischer Zusammenhang mit Kartennummer oder Ablaufdatum; zufällig gewählt |
| Physische Darstellung | Aufgedruckt (nicht aufgeprägt) |
| Speicherung | Nicht auf Magnetstreifen, Chip oder Händlerbeleg gespeichert |
| Verfügbarkeit auf Debitkarten | Kann vorhanden sein (oft nach den letzten 4 oder 16 Ziffern im Unterschriftsfeld) oder fehlen (erschwert/verhindert Online-Käufe) |
Häufig gestellte Fragen zur Kartenprüfnummer
Hier beantworten wir einige häufige Fragen basierend auf den uns vorliegenden Informationen:
Wo genau finde ich die CVV-Nummer auf meiner Kreditkarte?
Die CVV-Nummer, auch bekannt als Kartenprüfnummer, finden Sie auf der Rückseite Ihrer Kreditkarte. Sie ist eine dreistellige Nummer und befindet sich im Unterschriftsfeld aufgedruckt.
Haben alle Debitkarten eine CVV?
Nein, nicht alle Debitkarten haben eine CVV. Einige Debitkartensysteme oder ausgebende Banken sehen keine Kartenprüfnummer vor. Wenn eine Debitkarte eine CVV hat, befindet sie sich normalerweise ebenfalls auf der Rückseite im Unterschriftenfeld, oft nach den letzten vier Ziffern oder der gesamten Kartennummer.

Warum kann ich mit meiner Debitkarte ohne CVV nicht online einkaufen?
Die Kartenprüfnummer (CVV) ist ein wichtiges Sicherheitsmerkmal für Online-Transaktionen, bei denen die physische Karte nicht vorgelegt werden kann. Wenn Ihre Debitkarte keine CVV hat, kann diese Sicherheitsabfrage bei Online-Händlern nicht erfüllt werden, was dazu führt, dass Online-Käufe mit dieser spezifischen Karte nicht zulässig sind.
Ist die CVV mit meiner Kartennummer oder dem Ablaufdatum verbunden?
Nein, es besteht kein rechnerischer Zusammenhang zwischen der Kartenprüfnummer und Ihrer Hauptkartennummer oder dem Ablaufdatum. Die CVV ist eine zufällig gewählte Zahlenkombination, die unabhängig von diesen Daten ist.
Wird die CVV auf dem Zahlungsbeleg gedruckt?
Nein, die Kartenprüfnummer erscheint nicht auf dem Zahlungsbeleg des Händlers. Dies ist eine Sicherheitsmaßnahme, um zu verhindern, dass die Nummer durch den Beleg in falsche Hände gerät.
Schlussfolgerung
Die Kartenprüfnummer ist ein unverzichtbares Element für die Sicherheit im modernen Zahlungsverkehr, insbesondere im Online-Handel. Zu wissen, wo sie sich befindet – nämlich als dreistellige Nummer im Unterschriftsfeld auf der Rückseite der meisten Karten – ist der erste Schritt zur sicheren Nutzung Ihrer Karte. Während sie bei Kreditkarten Standard ist, kann ihre Anwesenheit bei Debitkarten variieren, was direkte Auswirkungen auf die Möglichkeit von Online-Einkäufen hat. Die Tatsache, dass sie nicht auf dem Chip, dem Magnetstreifen oder Belegen gespeichert wird und zufällig generiert ist, unterstreicht ihre Rolle als wichtiges Instrument zur Betrugsprävention bei Transaktionen ohne physische Kartenpräsenz.
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