22/04/2016
Büromaschinen sind weit mehr als nur einfache Geräte; sie sind das Herzstück vieler Arbeitsumgebungen in Wirtschaft und Verwaltung. Als unverzichtbare Arbeitsmittel konzipiert, dienen sie einem klaren Ziel: die Effizienz zu steigern, die Qualität der Arbeit zu verbessern und das Arbeitsvolumen zu erhöhen. Sie bilden neben Büromöbeln die grundlegende Ausstattung jedes modernen Büros und sind entscheidend für reibungslose Abläufe.

Was sind Büromaschinen und wozu dienen sie?
Der Begriff Büromaschinen umfasst im Wesentlichen alle Arbeitsgeräte und Maschinen, die speziell für den Einsatz in Büros, Geschäftsräumen oder anderen Arbeitsstätten entwickelt wurden. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die menschliche Arbeitskraft zu unterstützen und bestimmte Aufgaben zu automatisieren oder zu beschleunigen.
Der strategische Einsatz von Büromaschinen basiert oft auf einer sorgfältigen Arbeitsanalyse, die ermittelt, welche spezifischen Arbeitsvorgänge am Arbeitsplatz von Maschinen übernommen oder optimiert werden können. Das übergeordnete Ziel ist stets die Arbeitserleichterung und eine signifikante Steigerung von Arbeitsqualität und Arbeitsvolumen.
Für eine transparente Verwaltung und Organisation müssen Büromaschinen sorgfältig inventarisiert werden. Dieses Inventar erfasst nicht nur ihren Standort am Arbeitsplatz, sondern auch wichtige Informationen bezüglich ihrer Wartung und notwendigen Reparaturen, um ihre ständige Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.
Eine faszinierende Zeitreise: Die Entwicklung der Büromaschinen
Die Geschichte der Büromaschinen ist eng mit der Entwicklung der Technik verbunden und reicht weit zurück. Lange bevor elektronische Geräte das Büro eroberten, gab es mechanische Hilfsmittel, die die Arbeit revolutionierten.
Die allererste bekannte Rechenmaschine war der Abakus, dessen Ursprünge etwa zwischen 2700 und 2300 v. Chr. bei den Sumerern liegen. Dies war ein einfacher, aber effektiver Schritt zur mechanischen Unterstützung des Rechnens. Spätere Entwicklungen brachten komplexere Geräte hervor. Blaise Pascal entwickelte 1642 eine Rechenmaschine aus Rädern und Zahnrädern. Bedeutende Verbesserungen folgten im Laufe der Jahrhunderte durch Erfinder wie Gottfried Wilhelm Leibniz (1679), Willgodt Theophil Odhner (1875), Dorr Eugene Felt (1884) und Jay R. Monroe (1912).
Ein weiteres bahnbrechendes Gerät war die Schreibmaschine. Ihre Entwicklungsgeschichte begann 1714 mit einem Patent von Henry Mill, der eine Maschine beschrieb, um Wörter "wie gedruckt" zu schreiben. Friedrich von Knauss schuf 1760 Pantografen, und der Schweizer Uhrmacher Pierre Jaquet-Droz präsentierte 1774 sogar einen schreibenden Androiden. Wolfgang von Kempelen konstruierte 1779 eine spezielle Schreibmaschine für Blinde. Der eigentliche Erfinder der Schreibmaschine, Peter Mitterhofer, baute 1864 eine Maschine, die Lochschrift erzeugte. Bereits 1865 ging seine erste Schreibmaschine in fabrikmäßige Produktion. Die heute bekannte Tastaturbelegung wurde 1888 genormt. Eine frühe Version der modernen Schreibmaschine mit Tastatur, entwickelt von Christopher Latham Sholes, kam ab November 1872 auf den Markt.
Für die amerikanische Volkszählung im Jahr 1890 entwickelte Herman Hollerith wegweisende Zähl- und Sortiermaschinen, die Informationen von Lochkarten einlesen, ordnen und ausgeben konnten. Diese Technologie war ein wichtiger Schritt in der Datenverarbeitung.
Weitere Innovationen folgten. Friedrich Soennecken erfand 1886 den ersten mechanischen und tragbaren Locher für Papier und erhielt dafür im November 1886 das Patent DRP 40065. Im Jahr 1923 brachte Burroughs die erste Multiplikations-Fakturiermaschine heraus, und 1948 wurde die elektromechanische, lochkartengesteuerte Rechenmaschine eingeführt.
Eine der tiefgreifendsten Veränderungen brachte der Personal Computer. Ab April 1976 hielt er allmählich Einzug in die Büros. Der PC machte nicht nur traditionelle Schreib- und Rechenmaschinen weitgehend überflüssig, sondern erweiterte auch die Möglichkeiten im Büro erheblich, indem er Funktionen wie Kalenderführung, Terminplanung und Zeitmanagement digitalisierte und vereinfachte.
Wichtige Meilensteine der Büromaschinen-Entwicklung (Eine Zeittafel)
| Jahr / Zeitraum | Erfindung / Entwicklung | Erfinder / Kontext |
|---|---|---|
| ca. 2700-2300 v. Chr. | Abakus | Sumerer (Erste Rechenmaschine) |
| 1642 | Mechanische Rechenmaschine | Blaise Pascal |
| 1714 | Patent für Schreibmaschine | Henry Mill |
| 1760 | Pantografen (Schreibapparate) | Friedrich von Knauss |
| 1774 | Schreibender Androide | Pierre Jaquet-Droz |
| 1779 | Schreibmaschine für Blinde | Wolfgang von Kempelen |
| 1864 | Erste Schreibmaschine (Lochschrift) | Peter Mitterhofer |
| 1865 | Fabrikmäßige Produktion (Schreibmaschine) | Peter Mitterhofer |
| 1872 | Schreibmaschine mit Tastatur (Markteinführung) | Christopher Latham Sholes |
| 1886 | Mechanischer, tragbarer Papier-Locher | Friedrich Soennecken (Patent DRP 40065) |
| 1888 | Normung der Tastatur | |
| 1890 | Zähl- und Sortiermaschinen (Lochkarten) | Herman Hollerith (US-Volkszählung) |
| 1923 | Multiplikations-Fakturiermaschine | Burroughs |
| 1948 | Elektromechanische Rechenmaschine (Lochkarten) | |
| Ab 1976 | Einführung des Personal Computers ins Büro |
Pflege und Verwaltung von Büromaschinen
Wie alle wichtigen Arbeitsmittel erfordern auch Büromaschinen regelmäßige Pflege und Wartung. In der Vergangenheit war die technische Pflege, oft mit Ölkanne und spezifischer Ausbildung, Aufgabe des Büromaschinenmechanikers.
Auch heute noch ist die Instandhaltung entscheidend für die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Geräte. Das Inventar spielt hier eine wichtige Rolle, da es die Übersicht über alle vorhandenen Maschinen ermöglicht und die Planung von Wartungsintervallen sowie notwendigen Reparaturen erleichtert.
Häufig gestellte Fragen zu Büromaschinen
Was versteht man unter Büromaschinen?
Büromaschinen sind Arbeitsgeräte oder Maschinen, die in Büros, Geschäftsräumen oder Arbeitsstätten eingesetzt werden, um die Arbeit zu erleichtern, die Arbeitsqualität zu steigern und das Arbeitsvolumen zu erhöhen.
Was war die erste Rechenmaschine?
Die erste bekannte Rechenmaschine war der Abakus, der vor über 4000 Jahren bei den Sumerern verwendet wurde.
Wer gilt als Erfinder der Schreibmaschine?
Obwohl Henry Mill 1714 ein frühes Patent erhielt, gilt Peter Mitterhofer, der 1864 eine Maschine zur Erzeugung von Lochschrift baute und ab 1865 produzierte, als eigentlicher Erfinder der Schreibmaschine. Christopher Latham Sholes brachte 1872 die erste Schreibmaschine mit einer modernen Tastatur auf den Markt.
Welche Rolle spielte der Personal Computer für Büromaschinen?
Der Personal Computer, der ab 1976 in Büros Einzug hielt, machte viele traditionelle Büromaschinen wie Schreib- und Rechenmaschinen überflüssig und übernahm deren Funktionen. Zudem ermöglichte er neue Anwendungen wie digitale Terminplanung und Zeitmanagement.
Warum ist ein Inventar für Büromaschinen wichtig?
Ein Inventar hilft, alle vorhandenen Büromaschinen zu erfassen, ihren Standort zu dokumentieren und die Planung von Wartung und Reparaturen zu organisieren, um ihre ständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen.
Büromaschinen haben eine lange und beeindruckende Entwicklung durchlaufen, von einfachen mechanischen Hilfsmitteln bis hin zu komplexen digitalen Systemen. Ihre ständige Weiterentwicklung hat die Arbeitsweise im Büro fundamental verändert und wird auch zukünftig eine zentrale Rolle bei der Gestaltung effizienter und produktiver Arbeitsplätze spielen.
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