14/09/2014
Die Frage, ob Kempinski Luxus verkörpert, wird in der Welt der internationalen Hotellerie oft gestellt. Betrachtet man die Wurzeln, die Ausrichtung und das Portfolio dieser renommierten Gruppe, so zeichnet sich schnell ein klares Bild ab. Kempinski Hotels S.A. präsentiert sich als die älteste europäische Luxushotelgruppe, ein Titel, der bereits einen hohen Anspruch impliziert. Mit einer Geschichte, die tief in Berlin verwurzelt ist, und einem heutigen Sitz in Genf in der Schweiz, hat sich Kempinski über Jahrzehnte hinweg als feste Größe im Segment der gehobenen Hotellerie etabliert.

Die Gruppe, die als Tochtergesellschaft der Kempinski AG in München agiert, ist nicht nur historisch bedeutsam, sondern auch ein Gründungsmitglied des namhaften Hotelnetzwerkes Global Hotel Alliance (GHA). Diese Mitgliedschaft unterstreicht den Anspruch, Teil eines globalen Verbunds führender unabhängiger Hotelmarken zu sein, die für Qualität und einzigartige Erlebnisse stehen.
- Die Definition von Luxus im Kempinski-Portfolio
- Das Geschäftsmodell: Management im Vordergrund
- Globale Präsenz
- Kempinski Residences: Luxus als Lebensstil
- Ein Blick in die Geschichte
- Eigentümerstruktur im Wandel
- Fazit: Kempinski steht für Luxus
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Ist Kempinski eine Luxushotelgruppe?
- Wo hat Kempinski seinen Hauptsitz?
- Wie viele Hotels betreibt Kempinski?
- Welche Arten von Immobilien bietet Kempinski an?
- Gehören die Hotels Kempinski?
- Welche berühmten Hotels gehören zu Kempinski oder gehörten dazu?
- Wer ist Eigentümer von Kempinski?
- Was ist der Unterschied zwischen Kempinski Hotels und Kempinski Residences?
- Vergleich: Hoteltypen im Kempinski Portfolio
Die Definition von Luxus im Kempinski-Portfolio
Was genau macht Kempinski zu einer Luxusmarke? Ein wesentliches Kriterium ist die Klassifizierung der Häuser. Kempinski betreibt eine Vielzahl von Fünf-Sterne-Häusern in verschiedenen Teilen der Welt. Diese Klassifizierung ist international anerkannt und signalisiert einen hohen Standard bei Ausstattung, Service und Angebot. Im Jahr 2017 umfasste das Portfolio bereits 75 solcher Häuser in 30 Ländern, eine Zahl, die bis März 2017 auf 79 Hotels in 31 Ländern anwuchs.
Ein weiteres starkes Indiz für den Luxusanspruch ist der Status einiger Häuser als «Leading Hotel of the World». Im Januar 2023 trugen prestigeträchtige Hotels wie das Adlon in Berlin, das Çırağan Palace Kempinski Istanbul, das San Clemente Palace Kempinski in Venedig sowie das The Capitol Kempinski in Singapur diesen Titel. Die Aufnahme in diesen exklusiven Kreis bestätigt die außergewöhnliche Qualität und das herausragende Servicelevel dieser spezifischen Häuser.
Es ist jedoch anzumerken, dass der Status als «Leading Hotel of the World» nicht statisch ist. So verlor beispielsweise das Hotel Bristol in Berlin diesen Status im Jahr 2009, nachdem es 2008 umfassend renoviert worden war. Auch die Kempinski-Hotels Taschenbergpalais und Schloss Reinhartshausen traten daraufhin aus dem Verbund aus. Dies zeigt, dass der Luxusanspruch kontinuierlich durch Leistung und Angebot bestätigt werden muss und externe Bewertungen eine Rolle spielen.
Vielfalt und Individualität als Markenzeichen
Ein bemerkenswertes Merkmal der Kempinski-Philosophie im Luxussegment ist die Betonung der Individualität. Jedes der 5-Sterne-Häuser wird als einzigartig beschrieben, mit eigenem Stil und Charakter, was Vergleiche zwischen den einzelnen Häusern schwierig macht. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Bandbreite des Portfolios wider:
- Stadthotels in pulsierenden Metropolen
- Grandhotels mit reicher Geschichte und prachtvoller Architektur
- Ferienresorts an attraktiven Destinationen
- Luxuriöse Residenzen für längere Aufenthalte oder zum Erwerb
Diese breite Aufstellung ermöglicht es Kempinski, unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben von Luxusreisenden anzusprechen, sei es für Geschäftsreisen, Urlaube oder langfristige Aufenthalte.
Das Geschäftsmodell: Management im Vordergrund
Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen, bei denen Kempinski Eigentümer ist (wie das Hotel Vier Jahreszeiten in München) oder die Häuser least (Adlon in Berlin, Grand Hotel des Bains in St. Moritz), liegt der Schwerpunkt des Geschäftsmodells auf dem reinen Management der Luxushotels. Die meisten dieser Häuser befinden sich in Privatbesitz. Dieses Modell ermöglicht es Kempinski, seine Expertise im Management und Betrieb von Luxushotels global einzusetzen, ohne notwendigerweise hohe Investitionen in den Immobilienerwerb tätigen zu müssen.
Globale Präsenz
Die geografische Präsenz von Kempinski unterstreicht ebenfalls den Anspruch als internationale Luxusgruppe. Die Hotels sind nicht nur in Europa stark vertreten, sondern auch in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten sowie in Asien. Besonders China wird als Schwerpunktregion für die Eröffnung neuer Häuser hervorgehoben, was die strategische Ausrichtung auf wachsende Luxusmärkte verdeutlicht.
Kempinski Residences: Luxus als Lebensstil
Über den reinen Hotelaufenthalt hinaus bietet Kempinski auch das Konzept der Hotelresidenzen an. Diese umfassen Apartments, Villen, Reihenhäuser und Penthäuser, die entweder für unbeschwerte Luxusaufenthalte gemietet oder sogar als privates Eigentum erworben werden können. Mit dem Versprechen, sich um jedes Detail zu kümmern, erweitert Kempinski hier den Luxusgedanken auf das Wohnen und bietet einen exklusiven Lebensstil, der über den temporären Hotelaufenthalt hinausgeht.

Ein Blick in die Geschichte
Die Ursprünge der Hotelkette reichen bis ins Jahr 1862 zurück, als Berthold Kempinski zunächst im Weinhandel seines Bruders in Breslau tätig war. 1872 gründete er in Berlin eine eigene Weinhandlung mit Probierstube und Imbiss. Daraus entwickelte sich eine Restaurantkette. Nach Berthold Kempinskis Tod übernahm sein Schwiegersohn Richard Unger das Geschäft unter Beibehaltung des Namens Kempinski. Die Expansion setzte sich fort mit der Eröffnung großer Restaurants, der Übernahme des Hauses Vaterland und der Pacht des Schlosses Marquardt als Hotel.
Die Geschichte von Kempinski wurde jedoch von den dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte überschattet. Das Weinhaus Kempinski ging 1937 in «arische» Hände über. Richard Unger und seine Familie emigrierten, während viele andere Familienmitglieder von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Das ursprüngliche Restaurant am Kurfürstendamm wurde zerstört.
Nach dem Krieg baute Berthold Kempinskis Enkel Friedrich Unger auf dem rückgeführten Grundstück am Kurfürstendamm ein neues Hotel, das 1952 als Hotel Kempinski eröffnet wurde. Friedrich Unger verkaufte seine Anteile und den Namen 1953 an die Hotelbetriebs-AG.
Entwicklung zur Hotelbetriebs-AG
Die Hotelbetriebs-AG, gegründet 1897 von Leopold Koppel, war bereits ein führender Hotelbetreiber in Berlin mit Luxushotels wie dem Bristol Unter den Linden und dem Central-Hotel sowie Cafés wie dem Kranzler. Nach Übernahmen und Enteignungen in der Nachkriegszeit erfolgte 1953 die Übernahme des Hotel Kempinski am Kurfürstendamm. 1957 erwarb Kempinski das Hotel Atlantic in Hamburg. 1970 benannte sich die Gesellschaft in Kempinski Hotelbetriebs-AG um und beteiligte sich am Hotel Vier Jahreszeiten in München.
Die Umbenennung in Kempinski AG erfolgte 1977. Mit dem Hotel Gravenbruch bei Frankfurt wurde das Portfolio erweitert. Die Beteiligung der Lufthansa ab 1985 ermöglichte die Expansion ins Ausland, was zur Gründung der Kempinski Hotels SA in Genf im Jahr 1986 führte. Diese Struktur, mit einer Holding in der Schweiz und der AG in Deutschland, besteht im Kern bis heute.
Eigentümerstruktur im Wandel
Die Eigentümerstruktur von Kempinski hat sich im Laufe der Zeit verändert. Bis Februar 2017 war die Gruppe mehrheitlich im Besitz des thailändischen Crown Property Bureaus. Seit Februar 2017 halten die Scheichs von Bahrain die Mehrheit am Unternehmen. Diese Eigentümerwechsel zeigen das Interesse globaler Investoren an einer etablierten Luxushotelmarke.
Fazit: Kempinski steht für Luxus
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kempinski auf Basis der vorliegenden Informationen eindeutig als Luxusmarke positioniert ist. Die Selbstdarstellung als älteste europäische Luxushotelgruppe, das Portfolio von ausschließlich 5-Sterne-Häusern, die Präsenz von Hotels mit dem Status «Leading Hotels of the World» (auch wenn dieser variieren kann), das Managementmodell, das auf Luxushotels ausgerichtet ist, und die Erweiterung des Angebots um luxuriöse Residenzen sind starke Indikatoren dafür. Die lange Geschichte und die globale Präsenz in attraktiven Destinationen untermauern diesen Anspruch.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Basierend auf den bereitgestellten Informationen können einige häufige Fragen beantwortet werden:
Ist Kempinski eine Luxushotelgruppe?
Ja, die bereitgestellten Informationen bezeichnen Kempinski als die älteste europäische Luxushotelgruppe und erwähnen den Betrieb von 5-Sterne-Häusern und Leading Hotels of the World.

Wo hat Kempinski seinen Hauptsitz?
Der heutige Sitz der Kempinski Hotels S.A. ist in Genf, Schweiz. Die Kempinski AG hat ihren Sitz in München, Deutschland.
Wie viele Hotels betreibt Kempinski?
Im März 2017 betrieb Kempinski 79 Hotels in 31 Ländern. Der Fokus liegt auf 5-Sterne-Häusern.
Welche Arten von Immobilien bietet Kempinski an?
Das Portfolio umfasst Stadthotels, Grandhotels, Ferienresorts sowie luxuriöse Residenzen (Apartments, Villen, etc.) zur Miete oder zum Kauf.
Gehören die Hotels Kempinski?
Der Schwerpunkt liegt auf dem Management von Luxushotels, die sich meist in Privatbesitz befinden. Es gibt einige Ausnahmen, bei denen Kempinski Eigentümer oder Mieter ist.
Welche berühmten Hotels gehören zu Kempinski oder gehörten dazu?
Zu den erwähnten Hotels gehören das Adlon in Berlin, das Çırağan Palace Kempinski Istanbul, das San Clemente Palace Kempinski in Venedig, The Capitol Kempinski in Singapur (Leading Hotels of the World Jan 2023), das Hotel Bristol in Berlin, das Hotel Vier Jahreszeiten in München, das Grand Hotel des Bains in St. Moritz, das Hotel Atlantic in Hamburg, das Taschenbergpalais und Schloss Reinhartshausen.
Wer ist Eigentümer von Kempinski?
Seit Februar 2017 halten die Scheichs von Bahrain die Mehrheit am Unternehmen. Zuvor war es mehrheitlich im Besitz des thailändischen Crown Property Bureaus.
Was ist der Unterschied zwischen Kempinski Hotels und Kempinski Residences?
Kempinski Hotels sind traditionelle Hotelbetriebe für temporäre Aufenthalte. Kempinski Residences sind luxuriöse Wohnimmobilien (Apartments, Villen etc.), die für längere Aufenthalte gemietet oder erworben werden können, oft mit Hotel-ähnlichen Services.
Vergleich: Hoteltypen im Kempinski Portfolio
| Typ | Beschreibung | Beispiele (basierend auf Text) |
|---|---|---|
| Stadthotels | Luxuriöse Hotels in urbanen Zentren | Hotel Bristol Berlin, The Capitol Kempinski Singapore |
| Grandhotels | Historische, prunkvolle Hotels | Adlon Berlin, Çırağan Palace Kempinski Istanbul, Taschenbergpalais |
| Ferienresorts | An attraktiven Urlaubsdestinationen gelegen | San Clemente Palace Kempinski Venedig, Schloss Reinhartshausen (ehemals) |
| Residenzen | Luxuriöse Apartments, Villen etc. zum Mieten/Kaufen | Kempinski Residences (allgemein) |
Diese Struktur und das Angebotsprofil bestätigen Kempinskis Positionierung im obersten Segment der Hotellerie.
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