17/07/2017
Das Fest der Feste rückt näher, oder ein besonderer Anlass steht bevor, sei es ein Geburtstag, ein Jubiläum oder eine Hochzeit. Auch wenn die Gästeliste vielleicht nicht endlos ist, ist es doch eine schöne Geste, persönliche Einladungen zu verschicken. Statt auf Standardkarten aus dem Handel zurückzugreifen, bietet sich die wunderbare Möglichkeit, individuelle und kreative Karten ganz einfach selbst zu drucken. Das spart nicht nur Geld, sondern verleiht jeder Einladung eine ganz persönliche Note. Doch wie funktioniert das genau? Welche Materialien werden benötigt und worauf muss man achten? Dieser Artikel führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess des Kartendrucks zu Hause.

- Das passende Papier für Ihre individuellen Karten
- Kartenformate: Grenzen der Kreativität?
- Design-Software: Vom einfachen Schreibprogramm bis zur Spezialanwendung
- Druckeinstellungen: Der Schlüssel zur perfekten Karte
- Nützliche Tipps und Tricks für die Gestaltung
- Das Verschicken der Karten
- Alternative: Karten drucken lassen
- Häufig gestellte Fragen zum Kartendruck
- Fazit: Karten selber drucken lohnt sich
Das passende Papier für Ihre individuellen Karten
Wenn Sie Einladungs- oder Grußkarten selbst drucken möchten, ist die Wahl des richtigen Papiers entscheidend. Standard-Druckerpapier (oft 80 g/m² oder 90 g/m²) ist zwar kostengünstig, aber für Karten in der Regel nicht stabil genug. Karten sollen robuster sein, damit sie den Versand per Post unbeschadet überstehen und sich wertiger anfühlen. Empfehlenswert sind daher Papiersorten mit einer höheren Grammatur, also einem höheren Gewicht pro Quadratmeter. Gängige Grammaturen für Karten liegen zwischen 160 g/m² und 300 g/m². Papierkarton oder dickeres Fotopapier sind hier gute Optionen, da sie widerstandsfähiger sind als herkömmliches Druckerpapier.
Es ist unerlässlich, dass Sie vor dem Kauf größerer Mengen prüfen, ob Ihr Drucker die gewählte Papierstärke und -art verarbeiten kann. Informationen hierzu finden Sie im Handbuch Ihres Druckers oder auf der Webseite des Herstellers. Das Verwenden von ungeeignetem Papier kann zu Problemen wie hohem Abrieb, unschönen Streifen, verschmutzten Druckköpfen oder Tonerresten und im schlimmsten Fall zu Papierstau führen, der den Drucker beschädigen kann. Achten Sie auf eine hohe Güteklasse des Papiers, um solche Probleme zu vermeiden. Bei TintenCenter finden Sie eine Auswahl an Papier, das für verschiedene Drucker optimiert ist.
Tipp: Bevor Sie Ihr wertvolles Spezialpapier bedrucken, drucken Sie eine Testseite auf Normalpapier aus. So können Sie das Layout, die Farben und den Text überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen, ohne teures Material zu verschwenden.
Kartenformate: Grenzen der Kreativität?
Die Gestaltung Ihrer Karten liegt ganz in Ihrer Hand, und Ihrer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt – abgesehen von den technischen Möglichkeiten Ihres Druckers. Während jeder moderne Drucker in der Lage ist, grundsätzlich Karten zu bedrucken, bestimmt das Gerät, welche Formate verarbeitet werden können. Die meisten Drucker beherrschen problemlos Formate bis DIN A4. Für Einladungen werden häufig kleinere Formate wie DIN A5 (halbes DIN A4) oder DIN A6 (halbes DIN A5) bevorzugt, da sie handlicher sind und gut in Standardumschläge passen. Sie können aber auch Sonderformate oder Klappkarten erstellen.
Bei Klappkarten ist es besonders wichtig, das Layout so zu gestalten, dass der Falz nicht mitten durch Text oder Bilder verläuft. Viele Schreib- und Designprogramme bieten spezielle Vorlagen für Klappkarten, die Ihnen helfen, das Layout korrekt anzulegen. Achten Sie beim Kauf von vorgeschnittenem oder gefalztem Kartenpapier darauf, dass es zu Ihrem Drucker passt und die bedruckbare Fläche ausreichend groß ist.
Unabhängig vom Format sollten alle wichtigen Informationen klar und deutlich auf der Karte platziert sein: der Anlass, Datum, Uhrzeit, Ort und eventuell Kontaktdaten für Rückfragen oder Zu- oder Absagen. Zusätzliche Details wie eine Kleiderordnung oder Hinweise zu Geschenken können ebenfalls eingefügt werden.
Design-Software: Vom einfachen Schreibprogramm bis zur Spezialanwendung
Um Ihre Karten zu gestalten, benötigen Sie nicht zwingend teure oder komplizierte Software. Ein einfaches Schreibprogramm wie Microsoft Word, OpenOffice Writer oder LibreOffice Writer reicht oft schon aus. Diese Programme ermöglichen es Ihnen, Text zu formatieren, Bilder einzufügen und das Seitenlayout anzupassen.
So gehen Sie beispielsweise in Word vor:
- Öffnen Sie ein neues Dokument.
- Wählen Sie unter „Layout“ (oder „Datei“ -> „Seite einrichten“ in älteren Versionen) das gewünschte Format und die Ausrichtung (Hoch- oder Querformat) für Ihre Karte aus. Wenn Sie ein Sonderformat verwenden, müssen Sie möglicherweise benutzerdefinierte Einstellungen vornehmen.
- Passen Sie die Seitenränder an, falls nötig. Für randlosen Druck muss Ihr Drucker dies unterstützen und die entsprechende Einstellung im Druckertreiber ausgewählt werden.
- Fügen Sie Ihren Text ein. Wählen Sie eine passende Schriftart, Größe und Farbe. Nutzen Sie Formatierungsoptionen wie Fettdruck oder Kursivschrift, um wichtige Informationen hervorzuheben.
- Fügen Sie Bilder oder Grafiken über „Einfügen“ -> „Bilder“ oder „Illustrationen“ ein. Sie können eigene Fotos verwenden oder auf ClipArt-Sammlungen zurückgreifen.
- Um Bilder hinter den Text zu legen oder sie frei zu positionieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Bild, wählen Sie „Layoutoptionen“ (oder „Grafik formatieren“ -> „Layout“) und stellen Sie die Textumbruch-Option auf „Hinter den Text“.
- Arrangieren Sie alle Elemente nach Ihren Vorstellungen.
- Nutzen Sie die Druckvorschau, um zu sehen, wie die fertige Karte aussehen wird, bevor Sie drucken.
Für komplexere Designs mit vielen Grafiken, speziellen Effekten oder professionellem Anspruch können auch Bildbearbeitungs- oder Grafikdesignprogramme wie Adobe Photoshop, GIMP (kostenlos) oder Canva (online-basiert) verwendet werden. Diese bieten erweiterte Möglichkeiten zur Bildbearbeitung und Layoutgestaltung.
Druckeinstellungen: Der Schlüssel zur perfekten Karte
Die richtigen Druckeinstellungen sind entscheidend für ein hochwertiges Ergebnis. Bevor Sie den Druck starten, überprüfen Sie die Einstellungen im Druckdialogfenster auf Ihrem Computer oder direkt am Drucker. Achten Sie besonders auf folgende Punkte:
- Papierart: Wählen Sie den passenden Papiertyp aus (z. B. Normalpapier, Fotopapier glänzend, Fotopapier matt, Karton). Diese Einstellung beeinflusst, wie viel Tinte oder Toner der Drucker auf das Papier aufbringt und wie die Farben wiedergegeben werden.
- Papierformat: Stellen Sie sicher, dass das gewählte Format (z. B. DIN A5, DIN A6, Benutzerdefiniert) mit dem Papier im Drucker übereinstimmt.
- Druckqualität: Wählen Sie die höchstmögliche Druckqualität. Vermeiden Sie den Entwurfsmodus, da dieser zwar Tinte/Toner spart und schnell ist, aber für Karten inakzeptabel niedrige Qualität liefert. Eine hohe Druckauflösung (oft in DPI angegeben) führt zu schärferen Texten und detailreicheren Bildern. Bedenken Sie jedoch, dass höhere Qualität mehr Tinte oder Toner verbraucht und der Druck länger dauert.
- Farbeinstellungen: Stellen Sie sicher, dass der Farbdruck aktiviert ist, wenn Ihre Karte farbig sein soll. Manche Drucker bieten auch Optionen zur Farboptimierung.
- Randloser Druck: Wenn Ihre Karte bis zum Rand bedruckt sein soll, muss Ihr Drucker diese Funktion unterstützen, und Sie müssen sie in den Druckeinstellungen aktivieren. Beachten Sie, dass randloser Druck oft nur für bestimmte Formate und Papiertypen verfügbar ist und mehr Tinte/Toner verbraucht.
Stellen Sie sicher, dass der Papierschacht oder die Papierzufuhr Ihres Druckers für dickeres Kartenmaterial geeignet ist. Manche Drucker haben spezielle Einzüge für dickes Papier.
Nützliche Tipps und Tricks für die Gestaltung
Um Ihre selbstgedruckten Karten besonders ansprechend zu gestalten, können Sie einige einfache Tipps beherzigen:
- Anlassbezogenes Design: Stimmen Sie das Design auf den Anlass ab. Für Weihnachtskarten eignen sich festliche Motive und Farben wie Rot, Grün, Gold oder Silber. Für Geburtstage können Sie fröhliche, bunte Designs wählen. Bei offiziellen Anlässen sind oft gedeckte Farben und klassische Layouts passender.
- Grafiken und Bilder: Eigene Fotos oder selbst erstellte Grafiken verleihen der Karte eine sehr persönliche Note. Auch gescannte Zeichnungen oder Kunstwerke können verwendet werden. Viele Programme bieten zudem ClipArt-Sammlungen für verschiedene Themen.
- Textgestaltung: Wählen Sie eine gut lesbare Schriftart. Die Größe sollte angemessen sein – nicht zu klein, damit auch ältere Empfänger den Text mühelos lesen können. Eine Kombination aus verschiedenen Schriftarten (z. B. eine dekorative für die Überschrift und eine schlichte für den Haupttext) kann reizvoll sein, aber übertreiben Sie es nicht.
- Vollständige Informationen: Stellen Sie sicher, dass alle notwendigen Informationen auf der Karte enthalten sind: Wer lädt ein? Was wird gefeiert? Wann (Datum, Uhrzeit)? Wo (Ort, Adresse)? Eventuell: Dresscode, Geschenkideen, Kontaktdaten für RSVP.
- Korrekturlesen: Lesen Sie den Text sorgfältig Korrektur. Tippfehler oder falsche Daten sind ärgerlich und lassen sich leicht vermeiden. Lassen Sie vielleicht auch eine zweite Person den Text überprüfen.
- Testdruck: Wie bereits erwähnt, ist ein Testdruck auf Normalpapier unerlässlich, um das Layout und die Farben zu überprüfen.
Das Verschicken der Karten
Nachdem die Karten gedruckt und eventuell gefaltet sind, steht das Verschicken an. Planen Sie genügend Zeit für den Postweg ein, besonders wenn die Karten zu einem bestimmten Datum ankommen sollen. Eine schöne Ergänzung ist ein selbst gestalteter Briefumschlag, der zum Design der Karte passt. Achten Sie beim Gestalten des Umschlags jedoch darauf, dass Adresse, Absender und Briefmarke gut lesbar sind und die Vorgaben des Postdienstleisters erfüllt werden, damit die Sendung korrekt zugestellt wird.
Alternative: Karten drucken lassen
Nicht jeder möchte oder kann seine Karten zu Hause drucken. Vielleicht fehlt der passende Drucker, oder die gewünschte Qualität ist mit den eigenen Mitteln nicht erreichbar. In diesem Fall gibt es verschiedene Alternativen:
- Copyshops: Sie können Ihr selbst erstelltes Design auf einem USB-Stick oder per E-Mail an einen lokalen Copyshop senden. Die Mitarbeiter dort verfügen über professionelle Drucker und eine große Auswahl an Papieren. Sie können sich beraten lassen und erhalten in der Regel hochwertige Ausdrucke. Der Nachteil sind hier oft höhere Kosten pro Karte im Vergleich zum Selberdrucken.
- Online-Druckereien: Zahlreiche Online-Dienstleister haben sich auf den Druck von Karten spezialisiert. Hier laden Sie Ihr Design hoch oder nutzen die Gestaltungstools und Vorlagen auf der Webseite des Anbieters. Die fertigen Karten werden Ihnen dann per Post zugeschickt. Dies ist oft bequem, kann aber teurer sein und die individuelle Gestaltung ist manchmal durch die Vorgaben des Dienstleisters eingeschränkt.
Hier ein kleiner Vergleich:
| Merkmal | Selber Drucken | Druckservice (Copyshop/Online) |
|---|---|---|
| Kosten pro Karte | Gering (hauptsächlich Papier & Tinte/Toner) | Höher |
| Flexibilität & Individualität | Sehr hoch (Design, Papier, Format frei wählbar, solange Drucker mitspielt) | Eingeschränkt durch Angebot des Dienstleisters |
| Aufwand | Gestaltung, Druck, Papierkauf, evtl. Fehlerbehebung | Gestaltung (manchmal im Tool des Anbieters), Bestellung |
| Druckqualität | Abhängig vom Drucker und Einstellungen, kann variieren | Professionell, meist sehr hoch |
| Geschwindigkeit | Schnell, sofort verfügbar nach dem Druck | Lieferzeit (bei Online-Services) oder Wartezeit (im Copyshop) |
| Minimalmenge | Keine, auch Einzelkarten möglich | Manchmal Mindestbestellmenge |
Häufig gestellte Fragen zum Kartendruck
Hier beantworten wir einige häufige Fragen zum Thema Karten selber drucken:
Welches Papier ist am besten geeignet?
Für Karten empfiehlt sich Papier mit einer Grammatur von 160 g/m² bis 300 g/m². Papierkarton oder dickes Fotopapier sind gute Optionen. Prüfen Sie immer die Spezifikationen Ihres Druckers bezüglich der maximalen Papierstärke.
Kann jeder Drucker Karten drucken?
Grundsätzlich können die meisten Drucker Karten bedrucken, sofern das Papier nicht zu dick ist und das Format passt. Tintenstrahldrucker sind oft flexibler bei unterschiedlichen Papierarten, während Laserdrucker Schwierigkeiten mit hitzeempfindlichem Fotopapier haben können. Prüfen Sie das Handbuch!
Wie vermeide ich Papierstau bei dickem Papier?
Stellen Sie sicher, dass das Papier für Ihren Drucker geeignet ist (Grammatur, Typ). Verwenden Sie die richtige Papierzufuhr (manche Drucker haben einen speziellen Einzug für dickes Papier). Fächern Sie den Papierstapel gut auf, bevor Sie ihn einlegen. Überladen Sie den Papierschacht nicht.
Welche Software brauche ich?
Ein einfaches Schreibprogramm wie Word oder OpenOffice reicht für grundlegende Designs aus. Für komplexere Layouts oder Bildbearbeitung eignen sich Grafikprogramme wie GIMP oder spezielle Design-Tools.
Brauche ich spezielle Tinte oder Toner?
Normalerweise nicht. Die Standard-Tintenpatronen oder Toner für Ihren Drucker sind ausreichend. Achten Sie aber darauf, hochwertige Verbrauchsmaterialien zu verwenden, um optimale Druckergebnisse und die Langlebigkeit Ihres Geräts zu gewährleisten. Kompatible Produkte von TintenCenter bieten hier oft eine kostengünstige Alternative zu Originalpatronen und -tonern.
Fazit: Karten selber drucken lohnt sich
Das Selberdrucken von Karten bietet eine fantastische Möglichkeit, Ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Mit dem richtigen Papier, passenden Druckeinstellungen und einer geeigneten Software können Sie beeindruckende, persönliche Einladungen oder Grußkarten erstellen. Informieren Sie sich im Vorfeld über die Fähigkeiten Ihres Druckers, machen Sie einen Testdruck und stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Druckertinte oder Toner zur Verfügung haben. Wenn all diese Punkte beachtet werden, steht dem erfolgreichen Druck Ihrer ganz individuellen Karten nichts mehr im Wege.
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