02/08/2016
Wenn es um Bürobedarf und Papeterie geht, ist der Name ELCO vielen ein Begriff, insbesondere in der Schweiz. Doch was steckt wirklich hinter dieser Marke, und warum ist sie auch heute noch relevant in der Welt der Papierprodukte?
Die Geschichte von ELCO in der Papierindustrie ist tief in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte verwurzelt und reicht weit zurück. Alles begann im Jahr 1884, als Samuel Frey in Gontenschwil eine sogenannte Dütenfabrik namens Freya gründete. Zu dieser Zeit wurden Papiertüten noch in mühsamer Handarbeit gefertigt, um die umliegenden Geschäfte und sogar die aufstrebende Tabakindustrie zu beliefern. Es war ein bescheidener Anfang, der jedoch den Grundstein für ein Unternehmen legte, das über ein Jahrhundert Bestand haben sollte.

Ein entscheidender Schritt in der Entwicklung des Unternehmens erfolgte 1892 mit dem Eintritt von Hermann Wiederkehr-Schmid als Geschäftspartner. Die Firma firmierte fortan als Frey & Wiederkehr, eine Kollektivgesellschaft. Mit diesem Zusammenschluss wurde nicht nur die Produktpalette erheblich erweitert – neben Papiertüten kamen nun auch Papierumschläge, Druckereileistungen und allgemeine Papeterieartikel hinzu –, sondern es wurde auch die Produktion revolutioniert. Die manuelle Fertigung wurde zunehmend durch maschinelle Prozesse abgelöst, was Effizienz und Produktionsvolumen steigerte.
Die Expansion des Unternehmens führte 1904 zur Gründung einer Niederlassung in Zürich unter dem Namen Frey, Wiederkehr & Co. Zunächst wurden dort Räumlichkeiten angemietet, die jedoch schnell zu klein wurden, um dem wachsenden Geschäft gerecht zu werden. Daraufhin entschied man sich für den Bau einer eigenen Produktionsstätte in der Webergasse 5–7, die 1907 bezugsfertig war. Diese frühe Expansion nach Zürich unterstreicht den Ehrgeiz und das Wachstumspotenzial des Unternehmens bereits in seinen Anfangsjahren. Zu den wichtigsten Kunden in dieser Zeit zählten renommierte Zeitungen wie die NZZ und der Tagesanzeiger, was die Bedeutung und Qualität der Produkte von Frey & Wiederkehr unterstreicht. In Spitzenzeiten beschäftigte das Unternehmen in Zürich und Gontenschwil zwischen 150 und 200 Mitarbeitende.
Im Jahr 1919 erfolgte eine weitere Umstrukturierung mit der Gründung der Familienaktiengesellschaft Frey, Wiederkehr & Co AG. Interessanterweise existiert diese Gesellschaft bis heute unter dem Namen FWC Verwaltungs AG und verwaltet die Liegenschaften im Zürcher Kreis 5, die sich noch immer im Privatbesitz der Familie Gassmann befinden. Dies zeigt die langfristige Bindung und die historische Kontinuität der Gründerfamilien.

Interne Differenzen bezüglich der zukünftigen Unternehmensführung führten 1932 zur Trennung der Familien Wiederkehr und Frey. Victor Frey, der Sohn des Gründers Samuel Frey, zog sich danach weitgehend aus dem operativen Geschäft zurück, war aber weiterhin in verschiedenen Verwaltungsräten tätig und blieb stiller Teilhaber am Unternehmen. Diese Phase markierte einen Wendepunkt, beeinflusste aber nicht das Fortbestehen des Unternehmens im Papiersektor.
Ab den 1960er Jahren war die Schweizer Papierindustrie von zahlreichen Fusionen geprägt, an denen auch das Unternehmen beteiligt war. Diese Zusammenschlüsse zielten darauf ab, Produktionssparten zu bündeln und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Wichtige Stationen in dieser Entwicklung waren:
- 1969: Die Schaller & Co AG wird zur Schaller Frewi AG.
- 1994: Die Schaller Frewi AG fusioniert mit der Seetal Papier AG zur Seetal Schaller AG.
- 2007: Die Seetal Schaller AG und die Elco Papier AG schliessen sich zur Seetal Elco AG zusammen.
Diese letzte Fusion im Jahr 2007 war besonders prägend, da sie zur Bildung der Seetal Elco AG führte und die Marke ELCO in den Vordergrund rückte. Nach dieser Fusion wurde die Marke ELCO auf eine breitere Palette von Produkten ausgeweitet, die über die traditionellen Umschläge hinausgingen. Neu wurden unter dem Namen ELCO auch Produkte wie Ordner (
Seit dem Jahr 2006 gehört das Unternehmen, das heute als ELCO AG in Brugg firmiert, zur
Ist ELCO also eine gute Marke? Angesichts der langen Geschichte, der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produkte und der Etablierung der Marke im Schweizer Markt für Papeterie und Bürobedarf kann man sagen, dass ELCO eine

Für Kunden im Bereich Bürobedarf bedeutet dies, dass sie bei ELCO auf eine Marke mit langer Erfahrung in der Verarbeitung von Papier vertrauen können. Das Sortiment deckt heute eine breite Palette ab, von klassischen Briefumschlägen, die das historische Kerngeschäft bildeten, über Notizblöcke für den täglichen Gebrauch im Büro oder zu Hause, bis hin zu Schulheften und Organisationsmitteln wie Ordnern. Diese Entwicklung von der reinen Tütenfabrik zur breiten Papeteriemarke zeigt die Anpassungsfähigkeit und Innovationsfähigkeit von ELCO über die Jahrzehnte hinweg.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Marke ELCO auch in anderen Branchen existiert, beispielsweise im Bereich Heiztechnik. Die Auszeichnungen und positiven Bewertungen, die manchmal in diesem Zusammenhang genannt werden (wie „Service-Champions“ oder „Produkt-Qualität“), beziehen sich auf diese andere, eigenständige ELCO GmbH, die Teil der Ariston Group ist und nichts mit der ELCO AG der Papierindustrie zu tun hat. Die hier beschriebene ELCO AG ist ausschliesslich auf Papierprodukte und Papeterie spezialisiert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ELCO AG in Brugg eine Schweizer Traditionsmarke in der Papierindustrie ist, die auf eine reiche Geschichte zurückblickt. Von den Anfängen in Gontenschwil über die Expansion nach Zürich und zahlreiche Fusionen hat sich das Unternehmen zu einem modernen Anbieter von Büro- und Papeterieartikeln entwickelt. Seit 2006 gehört es zur Wipf Holding AG und beschäftigt am Standort Brugg 300 Mitarbeiter.
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Häufig gestellte Fragen zu ELCO (Papierindustrie)
Wem gehört ELCO (Papierindustrie)?
Die ELCO AG in Brugg, die im Bereich Papierindustrie tätig ist, gehört seit dem Jahr 2006 zur Schweizer Wipf Holding AG. Die Wipf Holding AG ist eine familiengeführte Unternehmensgruppe.

Wie viele Mitarbeiter hat ELCO (Papierindustrie)?
Am Standort in Brugg, Schweiz, beschäftigt die ELCO AG, das Unternehmen der Papierindustrie, 300 Mitarbeitende.
Ist ELCO eine gute Marke für Bürobedarf?
ELCO ist eine sehr traditionsreiche Schweizer Marke mit einer über 130-jährigen Geschichte in der Papierindustrie. Die Marke hat sich über Jahrzehnte im Markt für Papeterie und Büroartikel etabliert. Die lange Geschichte und die breite Produktpalette (Umschläge, Notizblöcke, Hefte, Ordner) zeugen von Erfahrung und Beständigkeit. Während spezifische, externe Auszeichnungen für die Qualität der Papierprodukte in den bereitgestellten Informationen nicht genannt werden, unterstreicht die lange Marktpräsenz und die Zugehörigkeit zu einer etablierten Holding die Verlässlichkeit der Marke im Bereich Bürobedarf.
Was verdient man bei ELCO (Papierindustrie)?
Leider liegen uns keine spezifischen Gehaltsinformationen für Mitarbeitende der ELCO AG in Brugg (Papierindustrie) vor. Die in manchen Quellen gefundenen Gehaltsangaben beziehen sich auf eine andere Gesellschaft namens ELCO GmbH, die in der Heiztechnik tätig ist und nicht mit der hier beschriebenen ELCO AG der Papierindustrie identisch ist.
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