03/05/2022
Wenn es um Künstlerbedarf, Papeterie und Kreativmaterialien geht, ist der Name Gerstaecker für viele ein Begriff. Was einst als bescheidene Idee in den 1950er Jahren begann, hat sich zu einem beeindruckenden Unternehmen entwickelt, das heute Künstler und Kreative in ganz Europa beliefert. Doch wer steckt hinter dieser Erfolgsgeschichte? Die Frage „Wem gehört Gerstaecker?“ führt uns zurück zu den Wurzeln und der Vision einer Familie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, hochwertiges Material für die Kunst zugänglich zu machen.

Die Ursprünge des Unternehmens sind eng mit dem Namen Johannes Gerstäcker verbunden. In den 1950er Jahren, einer Zeit des Aufbruchs und der Kreativität, spezialisierte sich Johannes Gerstäcker zunächst auf die Entwicklung und den Vertrieb von pädagogisch wertvollen Kunstspielen. Diese waren vor allem für Kinder im Grundschulalter konzipiert und fanden schnell großen Anklang. Der Erfolg dieser frühen Unternehmungen legte den Grundstein für den Versandhandel, der die Produkte bald über die Grenzen der direkten Umgebung hinaus verfügbar machte.
- Von den Anfängen: Die Vision von Johannes Gerstäcker
- Wachstum und Expansion: Ein Familienunternehmen wächst heran
- Internationalisierung und Logistik: Gerstaecker auf globalem Kurs
- Aufbruch in das 21. Jahrhundert: Ein europäisches Zentrum
- Wem gehört Gerstaecker? Die Familie im Zentrum
- Häufig gestellte Fragen zu Gerstaecker
- Fazit
Von den Anfängen: Die Vision von Johannes Gerstäcker
Im Jahr 1953 wurde die Firma GERSTAECKER offiziell gegründet. Die ersten Kataloge, die Anfang der 1960er Jahre erschienen, zeigten bereits eine Ausweitung des Sortiments. Neben den ursprünglichen Kunstspielen wurden nun auch viele Artikel angeboten, die bis heute zum Kern des Gerstaecker-Sortiments gehören. Man denke an Künstlerfarben, Kunstdrucke, Glasuren oder Speckstein. Das erste Lager, obwohl bescheiden nach heutigen Maßstäben, beherbergte bereits mehr als 4.000 verschiedene Produkte.
Der Kundenkreis wuchs stetig an. Nicht mehr nur Schulen und pädagogische Einrichtungen zählten dazu, sondern auch therapeutische Einrichtungen, professionelle Künstler, Freizeitkünstler, Kreative und Kunstschaffende aller Art entdeckten das vielfältige Angebot. Dieses schnelle Wachstum machte bald neue Lagerflächen notwendig.
Wachstum und Expansion: Ein Familienunternehmen wächst heran
Ein zweites Lager wurde direkt am Güterbahnhof von Eitorf/Sieg eingerichtet. Eitorf, eine verkehrsgünstig im Großraum Köln/Bonn gelegene Kleinstadt, entwickelte sich zum Stammsitz des Unternehmens – ein Standort, der bis heute Bestand hat.
Ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war das Jahr 1982. In diesem Jahr erschien der Gerstaecker-Katalog erstmals in seiner heutigen Form. Mit nunmehr rund 1500 Seiten bot er eine immense Auswahl und etablierte Gerstaecker endgültig als einen der Großen im Versandhandel für Künstlerbedarf. Dieses Format erlaubte es Kunden, in aller Ruhe von zu Hause aus die benötigten Materialien auszuwählen und sich bequem liefern zu lassen. Die Attraktivität dieses Modells war enorm und führte zu einem durchschlagenden Erfolg.
Der anhaltende Erfolg erforderte weitere Betriebserweiterungen. Im Jahr 1991 übernahmen die Söhne des Firmengründers, Michael und Christian Gerstäcker, eine aktive Rolle und eröffneten im Gewerbegebiet von Eitorf einen neuen, deutlich größeren Firmensitz. Dieser umfasste eine Fläche von 5.000 Quadratmetern, wovon allein 3.500 Quadratmeter als Lagerfläche dienten. Das Sortiment war zu diesem Zeitpunkt auf beeindruckende 10.000 Artikel angewachsen. Zusätzlich standen 700 Quadratmeter Bürofläche für die effiziente Auftragsbearbeitung zur Verfügung.
Internationalisierung und Logistik: Gerstaecker auf globalem Kurs
Die Expansion setzte sich im neuen Jahrtausend fort. Im Jahr 2001 wurde die Lagerfläche erneut erweitert, auf 7.200 Quadratmeter, um Platz für mittlerweile 25.000 Artikel zu schaffen. Pro Jahr wurden an sechs Packstraßen über 150.000 Pakete kommissioniert und versendet. Doch auch diese Kapazitäten wurden bald wieder knapp.
Die Notwendigkeit einer weiteren Kapazitätserweiterung ergab sich nicht nur aus der wachsenden Nachfrage auf dem deutschen Markt und der ständigen Sortimentserweiterung, sondern auch aus der zunehmenden internationalen Ausrichtung des Unternehmens.
Im Jahr 1999 wurde die erste internationale Tochtergesellschaft gegründet: "Le Géant des Beaux-Arts" in Saverne im Nordelsass, Frankreich. Diese französische Filiale entwickelte sich rasch und bedient heute Hunderttausende von Kunden mit einem umfangreichen Katalog in französischer Sprache.
Anfang 2002 folgte die Gründung der englischen Tochtergesellschaft "GreatArt" in Alton, südwestlich von London. Damit war Gerstaecker nun auch auf dem britischen Markt präsent.
Um das internationale Wachstum und die steigende Nachfrage bewältigen zu können, wurde in Eitorf im Laufe des Jahres 2001 ein neues, hochmodernes Logistikzentrum gebaut. Dieses Zentrum wurde großzügig dimensioniert, um zukünftigen Herausforderungen standzuhalten. Ende 2002 wurde es in Betrieb genommen und dient seither als Herzstück der europäischen Logistik.

Parallel zur Inbetriebnahme des Logistikzentrums eröffnete Ende 2002 auch ein Künstlerfachmarkt am Stammsitz in Eitorf. Auf 2.800 Quadratmetern Verkaufsfläche finden Selbstabholer eine riesige Auswahl von über 17.000 Artikeln aus dem Gerstaecker-Sortiment, darunter ein umfangreiches Specksteinlager und eine eigene Rahmenwerkstatt. Dieser Markt bietet Künstlern die Möglichkeit, Produkte direkt zu sehen und auszuwählen.
Aufbruch in das 21. Jahrhundert: Ein europäisches Zentrum
Das neue europäische Logistikzentrum in Eitorf ist beeindruckend. Es wickelt nicht nur die Aufträge für Deutschland ab, sondern auch für die Niederlassungen in Frankreich, England, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Die Gesamtfläche beträgt heute fast 18.000 Quadratmeter – doppelt so groß wie ein Fußballfeld! Mit einer Höhe von 11,5 Metern bietet es 55.000 Kubikmeter Lagerraum. Auf drei Etagen sind zudem 36 Büros untergebracht.
Für die Kommissionierung und Verpackung wurden spezielle Fließbänder und ein ultramodernes, EDV-gestütztes Logistiksystem entwickelt. Waren werden per Scanner erfasst, um die Prozesse zu optimieren. Mit diesem System verfolgt Gerstaecker klare Ziele:
- Aufträge in Rekordzeit bearbeiten.
- Kosten minimieren und diesen Vorteil an die Kunden weitergeben.
- Die Fehlerquote auf ein Minimum reduzieren.
- Eine gleichbleibend hohe Qualität der Verpackung gewährleisten.
Im Kern geht es darum, die Kunden in jeder Hinsicht zufriedenzustellen. Die neuen Gebäude sind auf langfristige Expansion ausgelegt und bieten die Möglichkeit, das Sortiment kontinuierlich zu erweitern.
Heute sind im Hauptkatalog von Gerstaecker rund 70.000 Artikel gelistet und im europäischen Logistikzentrum abrufbereit gelagert. Alle wichtigen Weltmarken im Künstlerbedarf sind vertreten. Diese überwältigende Auswahl, gepaart mit einer schnellen, kompetenten Auftragsbearbeitung und einer zügigen, unkomplizierten Auslieferung, hat bereits eine halbe Million Künstler in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und England überzeugt.
Wem gehört Gerstaecker? Die Familie im Zentrum
Die Geschichte von Gerstaecker ist untrennbar mit der Familie Gerstäcker verbunden. Gegründet von Johannes Gerstäcker, wurde das Unternehmen maßgeblich von seinen Söhnen Michael und Christian Gerstäcker weiterentwickelt und international ausgerichtet. Obwohl die genaue rechtliche Struktur (z.B. GmbH, AG) und die aktuellen Eigentumsverhältnisse auf der Basis des bereitgestellten Textes nicht im Detail dargestellt werden können, zeigt die Firmengeschichte deutlich, dass es sich um ein Familienunternehmen handelt, dessen Wachstum und Erfolg über Jahrzehnte hinweg von der Vision und dem Engagement der Familie Gerstäcker geprägt wurde und wird. Der Stammsitz in Eitorf/Sieg ist bis heute das Zentrum der Aktivitäten.
Häufig gestellte Fragen zu Gerstaecker
Basierend auf den Informationen zur Firmengeschichte lassen sich einige häufige Fragen beantworten:
Was verkauft Gerstaecker?
Gerstaecker bietet ein sehr breites Sortiment an Künstlerbedarf, Papeterie und Kreativmaterialien an. Dazu gehören Künstlerfarben, Kunstdrucke, Glasuren, Speckstein, Zeichenbedarf, Malutensilien und vieles mehr. Das Sortiment umfasst aktuell rund 70.000 Artikel.
Wo hat Gerstaecker seinen Hauptsitz?
Der Stammsitz und das europäische Logistikzentrum von Gerstaecker befinden sich in Eitorf/Sieg, Deutschland. Hier wurde das Unternehmen gegründet und hat sich über die Jahrzehnte hinweg erweitert.
Wie groß ist das Logistikzentrum von Gerstaecker?
Das europäische Logistikzentrum in Eitorf hat eine Gesamtfläche von fast 18.000 Quadratmetern und bietet 55.000 Kubikmeter Lagerraum. Es ist für die Bearbeitung von Aufträgen aus mehreren europäischen Ländern ausgelegt.
Liefert Gerstaecker international?
Ja, Gerstaecker beliefert Kunden in verschiedenen europäischen Ländern. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz werden auch Kunden in Frankreich (über die Tochtergesellschaft Le Géant des Beaux-Arts) und England (über GreatArt) sowie in den Niederlanden beliefert.
Gibt es auch ein Ladengeschäft von Gerstaecker?
Ja, neben dem Versandhandel betreibt Gerstaecker am Stammsitz in Eitorf/Sieg einen Künstlerfachmarkt. Auf 2.800 Quadratmetern Verkaufsfläche können Kunden dort Produkte direkt kaufen.
Fazit
Die Geschichte von Gerstaecker ist eine beeindruckende Reise von einem kleinen Anbieter pädagogischer Spiele zu einem der führenden Versandhändler und Anbieter von Künstlerbedarf in Europa. Getragen von der Gründerfamilie Gerstäcker und ihren Nachfolgern, hat das Unternehmen konsequent in Sortiment, Logistik und internationale Präsenz investiert. Mit einem riesigen Angebot von 70.000 Artikeln und einem hochmodernen Logistikzentrum ist Gerstaecker bereit, auch in Zukunft Künstler und Kreative mit hochwertigen Materialien zu fairen Preisen zu unterstützen. Der Fokus auf Qualität, Auswahl und Kundenzufriedenheit bleibt dabei zentral.
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