Was gehört alles zu Handelswaren?

Handelswaren im Büro: Mehr als nur Papier

14/06/2022

Rating: 4.7 (3206 votes)

Der tägliche Bedarf im Büro ist vielfältig: Vom einfachen Kugelschreiber über das Papier für den Drucker bis hin zu komplexen Toner-Kartuschen und speziellen Notizbüchern. All diese Dinge erscheinen uns als selbstverständliche Werkzeuge für unsere Arbeit. Doch aus Sicht der Unternehmen, die uns diese Produkte anbieten, sind sie Teil einer ganz anderen Welt – der Welt der Handelswaren. Die Frage, ob und wie diese Büromaterialien in die Kategorie der Handelswaren passen und welche Rolle dabei die ursprünglichen Rohstoffe spielen, beleuchtet die komplexe Kette, die ein Produkt vom Ursprung bis zu unserem Schreibtisch durchläuft.

Sind Rohstoffe Handelswaren?
Handelsware ist eine Sammelbezeichnung für die von Gewerbetreibenden gehandelten materiellen Güter. Im weitesten Sinn kommen als Handelsobjekte Güter aller Art in Betracht wie Rohstoffe, Halbzeuge, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Investitionsgüter oder Konsumgüter.

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst verstehen, was genau unter dem Begriff „Handelsware“ zu verstehen ist und wie er sich möglicherweise von anderen Güterarten wie Rohstoffen unterscheidet.

Übersicht

Was sind Handelswaren? Eine Definition

Im Kern sind Handelswaren materielle Güter, die von Unternehmen gekauft und ohne wesentliche Be- oder Verarbeitung wieder verkauft werden. Stellen Sie sich einen Händler vor, der Stifte von einem Hersteller erwirbt und diese direkt an Kunden weiterverkauft. Der Händler verändert den Stift nicht – er ist das Bindeglied, das das fertige Produkt vom Produzenten zum Endverbraucher bringt. Die wirtschaftliche Tätigkeit des Handelsunternehmens liegt also nicht in der Herstellung, sondern im Ein- und Verkauf sowie in der Logistik und der Präsentation der Waren.

Der Begriff Handelsware ist dabei recht weit gefasst. Er kann grundsätzlich Güter aller Art umfassen, darunter auch Rohstoffe, Halbzeuge, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Investitionsgüter oder Konsumgüter. Im vorherrschenden engeren Sinn wird er jedoch oft auf die Güter beschränkt, mit denen Handelsunternehmen ihr Geschäft betreiben. Die Produkte, die in der Industrie hergestellt werden, oder die Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Gartenbau werden, sobald sie vom Handel erworben werden, oft zu „Artikeln“ im Sortiment des Händlers.

Büromaterial als klassische Handelsware

Für ein typisches Bürobedarfsgeschäft, einen Online-Shop für Schreibwaren oder einen Großhändler, der Unternehmen mit Büromaterial beliefert, sind die von ihnen verkauften Produkte in der Tat Handelswaren. Sie kaufen beispielsweise große Mengen an Kopierpapierrollen von einem Papierhersteller, lassen diese zuschneiden und verpacken (oder kaufen sie bereits fertig verpackt) und verkaufen dann die einzelnen Papierpakete an ihre Kunden. Oder sie kaufen Druckerpatronen und Toner-Kartuschen direkt vom Hersteller oder von spezialisierten Distributoren und bieten diese in ihrem Laden oder Online-Shop an.

Der entscheidende Punkt ist hier: Das Handelsunternehmen stellt das Papier, den Toner oder den Stift nicht selbst her. Es kauft das fertige oder nahezu fertige Produkt ein und verkauft es weiter. Die Wertschöpfung des Handels liegt im Wesentlichen in der Überbrückung räumlicher und zeitlicher Distanzen, in der Sortimentsgestaltung (dem Zusammenstellen einer passenden Auswahl an Produkten) und in der Bereitstellung der Ware für den Kunden.

Die Rolle der Rohstoffe in der Lieferkette des Büromaterials

Hier wird es interessant und die Verbindung zur Frage „Sind Rohstoffe Handelswaren?“ relevant. Büromaterialien wie Papier, Stifte oder Toner bestehen nicht aus dem Nichts. Sie werden aus Rohstoffen hergestellt.

  • Papier: Hauptrohstoff ist Zellstoff, der meist aus Holz gewonnen wird.
  • Stifte (Bleistifte, Kugelschreiber): Holz, Graphit (für Bleistifte), Kunststoffe, Metalle, Tinte (Chemikalien, Pigmente).
  • Toner und Tinte: Komplexe Mischungen aus Kunststoffen, Pigmenten, magnetisierbaren Metalloxiden (für Toner), Wasser, Lösungsmitteln, Farbstoffen (für Tinte).

Für die Hersteller dieser Büromaterialien sind Holz, Zellstoff, Kunststoffe, Pigmente, Chemikalien und Metalle die Rohstoffe oder Werkstoffe, die sie im Produktionsprozess einsetzen. Sie kaufen diese Materialien ein, verarbeiten sie (durch Sägen, Mischen, Formen, Drucken etc.) und stellen daraus das Endprodukt her: das Blatt Papier, den Kugelschreiber, die Toner-Kartusche.

Sind Rohstoffe Handelswaren? Die Perspektive zählt

Die Antwort auf die Frage, ob Rohstoffe Handelswaren sind, hängt stark von der Perspektive ab. Laut der bereitgestellten Information können im weitesten Sinn Güter aller Art, einschließlich Rohstoffe, als Handelsobjekte betrachtet werden. Es gibt spezialisierte Handelsunternehmen, die ausschließlich mit Rohstoffen handeln – beispielsweise Holzgroßhändler, Zellstoffhändler, Chemikalienhändler oder Metallhändler. Für diese Unternehmen sind die Rohstoffe, mit denen sie handeln, ihre Handelswaren. Sie kaufen große Mengen an Holz oder Zellstoff von Forstbetrieben oder Zellstoffwerken und verkaufen diese an Papierhersteller. Sie kaufen Chemikalien von Chemieproduzenten und verkaufen sie an Tintenhersteller. Für diese Rohstoffhändler ist der Rohstoff das Gut, das sie ohne weitere Verarbeitung (oder nur mit minimaler Aufbereitung wie Sortierung oder Umfüllung) weiterverkaufen.

Für den Hersteller von Büromaterial (den Papierhersteller, den Stifthersteller, den Tonerhersteller) ist der Zellstoff, der Kunststoff oder die Chemikalie jedoch kein Gut zum Weiterverkauf im ursprünglichen Zustand. Es ist ein *Einsatzstoff* im Produktionsprozess, ein Rohstoff, der verarbeitet wird, um ein neues Produkt zu schaffen. Aus Sicht des Herstellers sind diese Materialien also keine Handelswaren im engeren Sinne, sondern Rohstoffe oder Werkstoffe.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Rohstoffe *können* Handelswaren sein, wenn sie von Unternehmen gehandelt werden, deren Geschäftsmodell der Ein- und Verkauf dieser Rohstoffe ist. Für produzierende Unternehmen, die Rohstoffe zur Herstellung eigener Produkte nutzen, sind es jedoch primär Rohstoffe im Sinne von Produktionsfaktoren.

Die Wertschöpfungskette: Vom Rohstoff zum Büromaterial als Handelsware

Die Reise des Büromaterials vom Ursprung bis zum Kunden ist eine komplexe Wertschöpfungskette:

  1. Rohstoffgewinnung: Holz wird gefällt, Chemikalien werden hergestellt, Metalle werden gewonnen.
  2. Rohstoffhandel: Spezialisierte Händler kaufen und verkaufen Rohstoffe (hier sind Rohstoffe oft Handelswaren für diese Händler).
  3. Produktion: Hersteller von Büromaterialien kaufen Rohstoffe und verarbeiten sie zu fertigen Produkten (Papier, Stifte, Toner). Für den Hersteller sind dies Rohstoffe und dann Fertigprodukte.
  4. Großhandel/Distribution: Großhändler kaufen große Mengen der fertigen Büromaterialien von den Herstellern. Für den Großhändler sind dies Handelswaren.
  5. Einzelhandel: Einzelhändler oder Online-Shops kaufen kleinere Mengen vom Großhändler oder direkt vom Hersteller. Für diese sind die Büromaterialien ebenfalls Handelswaren.
  6. Endverbraucher: Das Büro oder der einzelne Kunde kauft das Büromaterial vom Einzelhändler/Online-Shop. Für den Endverbraucher sind es Verbrauchsmaterialien oder Gebrauchsgüter.

Jeder Schritt, insbesondere die des Handels (Schritt 2, 4, 5), fügt der Kette Wert hinzu, indem die Produkte verfügbar gemacht und zum Kunden gebracht werden, auch wenn keine physische Verarbeitung stattfindet.

Strategien des Handels: Das Sortiment an Büromaterial

Handelsunternehmen, die Büromaterial anbieten, gestalten ihr Sortiment strategisch, um Kunden anzuziehen und profitabel zu wirtschaften. Die bereitgestellte Information nennt verschiedene Typen von Handelswaren, die sich nach ihrer Funktion und Preisstrategie im Sortiment unterscheiden lassen. Diese Konzepte lassen sich gut auf das Büromaterialsortiment anwenden:

Typ der HandelswareZiel im SortimentPreisstrategieBeispiel im Büromaterialhandel
PflichtartikelErfüllung der Kundenerwartung, KernsortimentNormal bis hochStandard-Kopierpapier (A4), einfacher Kugelschreiber (blau/schwarz), Büroklammern
SchlüsselartikelPreiswahrnehmung beeinflussen, KundenbindungNiedrig, oft nahe oder unter EinstandspreisStandard-Kopierpapier (bekannte Marke), gängige Druckerpatrone (Original oder kompatibel)
Zugartikel / ProfilierungsartikelKundenfrequenz erhöhen, vom Wettbewerb abhebenRelativ günstig, oft nicht kostendeckend kalkuliertSpezialpapier (z.B. Fotopapier) zu besonderem Preis, hochwertiger Stift im Angebot, bestimmtes Druckermodell
KompensationsartikelDeckungsbeitrag erhöhen, Verluste ausgleichenHochSpezielle Ordner, Premium-Schreibgeräte, Kalender mit hoher Marge, Druckkopf-Reiniger
Sonderangebot / ImpulsartikelKurzfristige Absatzförderung, Zusatzkäufe anregenKnapp kalkuliert oder normal (je nach Ziel)Reduzierte Notizblöcke an der Kasse, Saisonale Deko-Artikel fürs Büro, stark reduzierte Restposten Toner
SaisonartikelNachfrage zu bestimmten Zeiten deckenNormal bis hochKalender für das neue Jahr, Weihnachts-Briefpapier, Schulbedarf (wenn auch an Endkunden gerichtet)
ErgänzungsartikelSortiment erweitern, DifferenzierungNormal bis überdurchschnittlich hochErgonomische Mauspad, kleine Schreibtischlampen, Büro-Snacks und Getränke

Erläuterung der Typen im Büromaterialkontext:

Pflichtartikel: Dies sind die absoluten Basics, die jedes Büro braucht und beim Bürohändler erwartet. Ohne A4-Papier, einfache Stifte oder Büroklammern wäre das Sortiment unvollständig. Sie tragen maßgeblich zum Umsatz bei.

Schlüsselartikel: Kunden kennen die Preise für bestimmte, häufig gekaufte Artikel sehr genau. Der Preis für ein Paket Standard-Kopierpapier oder eine gängige schwarze Toner-Kartusche kann entscheidend sein, ob ein Kunde im Geschäft kauft oder zur Konkurrenz geht. Händler bieten diese oft sehr günstig an, um preisbewusste Kunden anzuziehen.

Zugartikel: Ein Händler möchte sich vielleicht durch ein besonders attraktives Angebot für einen bestimmten Artikel profilieren, der nicht unbedingt der allerhäufigste Bedarf ist, aber Neugier weckt oder einen Kaufanreiz schafft. Ein hochwertiger Füllfederhalter im Angebot oder ein Multifunktionsdrucker zu einem sehr attraktiven Preis können Kunden in den Laden locken.

Sonderangebote / Impulsartikel: Die reduzierten Notizblöcke an der Kasse oder saisonale Artikel wie Adventskalender für den Schreibtisch sind klassische Impulskäufe. Man hatte sie nicht geplant, sieht sie aber und nimmt sie mit. Kurzfristige Sonderangebote für bestimmte Produkte fallen ebenfalls darunter und sollen den schnellen Abverkauf fördern.

Auf welches Konto werden Rohstoffe gebucht?
Hinweis: Zum Jahresabschluss muss das Unterkonto 6001 Bezugskosten Aufwendungen für Rohstoffe über das Konto 6000 Aufwendungen für Rohstoffe abgeschlossen werden.

Saisonartikel: Kalender und Planer sind typische Saisonartikel im Bürobereich, die vor allem zum Jahreswechsel stark nachgefragt werden. Ihre Verfügbarkeit ist zeitlich begrenzt.

Kompensationsartikel: Um die geringen Margen bei Schlüssel- oder Zugartikeln auszugleichen, benötigt der Händler Produkte mit höherem Deckungsbeitrag. Dies können spezielle oder hochwertige Produkte sein, bei denen der Kunde weniger preissensibel ist, z. B. ein exklusiver Stift, hochwertiges Spezialpapier oder bestimmte Zubehörteile.

Ergänzungsartikel: Dies sind Artikel, die nicht zum absoluten Kernsortiment gehören, aber das Angebot abrunden und zusätzliche Bedürfnisse abdecken. Ein Bürofachgeschäft, das auch ergonomische Schreibtischstühle oder Beleuchtung anbietet, führt Ergänzungsartikel, die das klassische Büromaterial-Sortiment erweitern.

Einkauf und Kalkulation von Büromaterial als Handelsware

Der Profit des Handelsunternehmens entsteht aus der Differenz zwischen dem Einkaufspreis (dem Preis, zu dem die Ware vom Hersteller oder Großhändler bezogen wird) und dem Verkaufspreis (dem Preis, zu dem die Ware an den Endkunden verkauft wird). Die Handelsunternehmen kaufen in der Regel große Mengen ein, um bessere Einkaufspreise zu erzielen. Zum Einkaufspreis kommen noch sogenannte Bezugskosten hinzu.

Bezugskosten sind alle Kosten, die anfallen, um die Ware vom Lieferanten zum eigenen Lager zu bringen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Transportkosten (Fracht, Porto)
  • Verlade- und Umladekosten
  • Versicherungskosten für den Transport
  • Zölle (bei Importen aus Nicht-EU-Ländern)

Diese Kosten erhöhen den Preis, zu dem die Ware tatsächlich im Lager des Händlers ankommt (den Einstandspreis oder Bezugspreis). Bei der Kalkulation des Verkaufspreises müssen nicht nur der Einstandspreis, sondern auch weitere Kosten (wie Lagerhaltung, Personal, Miete, Marketing) sowie eine Gewinnmarge berücksichtigt werden.

Die bereitgestellte Information geht detailliert auf die Buchung von Bezugskosten für Rohstoffe und Handelswaren ein. Vereinfacht gesagt werden diese Kosten dem Wert der gekauften Ware zugerechnet, um den tatsächlichen Aufwand für den Wareneinkauf korrekt abzubilden.

Handelswaren in der Bilanz

Aus buchhalterischer Sicht gehören Handelswaren in der Regel zum Umlaufvermögen eines Unternehmens. Sie sind dazu bestimmt, kurzfristig verkauft zu werden. Der Wert der Handelswaren im Lager wird zum Bilanzstichtag erfasst. Die Bewertung erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip: Die Ware wird entweder zu den Anschaffungskosten (dem Einkaufspreis zuzüglich Bezugskosten) oder zum aktuellen Marktwert bewertet – es wird immer der niedrigere Wert angesetzt. Dies soll verhindern, dass Unternehmen ihren Wert zu hoch ansetzen.

Rohstoffe, die ein produzierendes Unternehmen zur Herstellung eigener Produkte verwendet, gehören ebenfalls zum Umlaufvermögen, werden aber auf anderen Konten geführt als Handelswaren. Die Buchung von Rohstoffen und ihren Bezugskosten folgt ähnlichen Prinzipien wie bei Handelswaren, ist aber auf die spezifische Verwendung im Produktionsprozess ausgerichtet.

Warum ist dieses Wissen für den Kunden relevant?

Auch wenn Sie als Kunde in erster Linie ein passendes Produkt zu einem fairen Preis suchen, kann das Verständnis der Handelslogik hilfreich sein:

  • Es erklärt, warum bestimmte Basisartikel (Schlüsselartikel) oft sehr günstig sind, während Spezialprodukte oder Zubehör (Kompensationsartikel) teurer sein können.
  • Es zeigt, dass die Vielfalt des Angebots (das Sortiment) das Ergebnis strategischer Entscheidungen des Händlers ist, um unterschiedliche Kundenbedürfnisse zu erfüllen.
  • Es verdeutlicht, dass der Preis, den Sie zahlen, nicht nur die Herstellungskosten des Produkts abdeckt, sondern auch die Kosten für Transport, Lagerung, Präsentation und den Service des Händlers.

Häufig gestellte Fragen

Sind alle Büromaterialien Handelswaren?
Ja, aus Sicht des Handelsunternehmens, das sie verkauft, sind Büromaterialien wie Stifte, Papier, Toner etc. klassische Handelswaren, da sie ohne wesentliche Verarbeitung weiterverkauft werden.

Ist Papier ein Rohstoff oder eine Handelsware?
Das hängt von der Perspektive ab. Für den Papierhersteller ist Holz oder Zellstoff ein Rohstoff. Für einen Papiergroßhändler oder Einzelhändler, der fertiges Papier kauft und weiterverkauft, ist Papier eine Handelsware.

Was ist der Unterschied zwischen einem Schlüsselartikel und einem Zugartikel bei Büromaterial?
Ein Schlüsselartikel ist ein häufig gekaufter Basisartikel (z. B. Standard-Kopierpapier), dessen Preis den Kunden sehr wichtig ist und als Maßstab für das Preisniveau des Händlers dient. Ein Zugartikel ist ein Produkt, das der Händler besonders attraktiv (oft sehr günstig) anbietet, um Kunden anzulocken und zum Betreten des Geschäfts oder der Website zu bewegen, in der Hoffnung, dass sie dann auch andere Artikel kaufen.

Warum sind manche Tintenpatronen so teuer, obwohl sie klein sind?
Tintenpatronen können aus verschiedenen Gründen teuer sein. Sie enthalten komplexe Technologie (Druckkopf bei manchen Modellen), die Entwicklungskosten sind hoch, und sie können als Kompensationsartikel kalkuliert sein, um niedrigere Margen bei Druckern auszugleichen. Außerdem ist die Nachfrage oft weniger preiselastisch, da die Patrone zum spezifischen Drucker passen muss.

Gehören auch Büromöbel zu Handelswaren?
Ja, für ein Möbelhaus oder einen spezialisierten Büromöbelhändler, der Schreibtische, Stühle und Schränke von Herstellern kauft und weiterverkauft, sind Büromöbel ebenfalls Handelswaren.

Fazit

Die Welt des Büromaterials ist eng mit dem Konzept der Handelswaren verbunden. Für die Vielzahl von Unternehmen, die uns mit den notwendigen Utensilien für den Arbeitsalltag versorgen, stellen Stifte, Papier, Toner und Co. die Güter dar, die sie einkaufen und weiterverkaufen. Die ursprünglichen Rohstoffe, aus denen diese Produkte gefertigt werden, können ihrerseits Handelswaren für spezialisierte Rohstoffhändler sein, sind aber für den produzierenden Betrieb vor allem Einsatzstoffe. Das strategische Sortiment eines Büromaterialhändlers, von preisaggressiven Schlüsselartikeln bis hin zu margenstarken Kompensationsartikeln, spiegelt die Dynamik des Handels wider. Das Verständnis dieser Zusammenhänge gibt uns einen tieferen Einblick in die Logistik und die Geschäftsmodelle, die sicherstellen, dass wir stets Zugriff auf die benötigten Materialien für unser Büro haben.

Wenn du mehr spannende Artikel wie „Handelswaren im Büro: Mehr als nur Papier“ entdecken möchtest, schau doch mal in der Kategorie Bürobedarf vorbei!

Go up