29/08/2018
Die Notwendigkeit, Etiketten zu erstellen und zu drucken, mag auf den ersten Blick den Kauf eines speziellen Etikettendruckers ratsam erscheinen lassen. Besonders für Unternehmen, die große Mengen an Etiketten benötigen, kann ein Thermoetikettendrucker eine lohnende Investition sein, da er oft schneller druckt und keine Tintenpatronen benötigt. Doch was, wenn Sie nur gelegentlich Etiketten drucken müssen oder gerade erst mit Ihrem Online-Shop oder Kleinunternehmen starten? Die gute Nachricht ist: Sie brauchen keinen speziellen Etikettendrucker! Ein ganz normaler Standarddrucker, sei es ein Tintenstrahl- oder Laserdrucker, reicht völlig aus. Mit der richtigen Vorbereitung und der passenden Software verwandeln Sie Ihren gewöhnlichen Drucker im Handumdrehen in eine Etikettenmaschine.

Auch kleine Unternehmen können so beispielsweise kostengünstig und bequem Versandetiketten für Paketdienste selbst drucken. Viele Online-Händler sparen Geld und Zeit, indem sie vergünstigte Versandetiketten online kaufen und diese dann zu Hause oder im Büro mit ihrem vorhandenen Drucker ausgeben. Es gibt keine strengen Regeln für die Nutzung Ihres Standarddruckers zur Etikettenherstellung, aber es gibt bewährte Methoden, die den Prozess erleichtern und professionalisieren. Betrachten wir die wichtigsten Aspekte und die häufigsten Fragen, die sich angehende Online-Verkäufer und Privatpersonen stellen, wenn es ums Drucken von Adress- und Versandetiketten geht.
- Die richtige Materialwahl: Normalpapier oder Etikettenbögen?
- Welche Software eignet sich zum Erstellen von Etiketten?
- Vergleich verschiedener Etiketten-Software
- Häufig gestellte Fragen
- Wie stelle ich sicher, dass die Etiketten richtig ausgerichtet sind?
- Kann ich mit jedem Standarddrucker Etikettenbögen bedrucken?
- Ist das Drucken von Etiketten auf Normalpapier für den Versand sicher?
- Welche Software ist am besten für kleine Mengen an Adressetiketten?
- Welche Software ist am besten für den Druck von Versandetiketten aus einer Kundendatenbank?
- Fazit
Die richtige Materialwahl: Normalpapier oder Etikettenbögen?
Wenn Sie Etiketten mit einem Standarddrucker erstellen möchten, stehen Ihnen grundsätzlich zwei Hauptmaterialien zur Verfügung: gewöhnliches Büro- oder Druckerpapier und selbstklebende Etikettenbögen.
Drucken auf Normalpapier
Die Verwendung von Standard-Büropapier (oft im Format DIN A4) als Material für Ihre Etiketten hat einige klare Vorteile:
- Verfügbarkeit und Kosten: Normales Papier ist überall erhältlich und sehr preiswert. Es ist die budgetfreundlichste Option, insbesondere wenn Sie viele Testdrucke machen oder nur wenige Etiketten benötigen.
- Einfache Handhabung: Es gibt keine besonderen Anweisungen für das Bedrucken von Normalpapier. Jeder Drucker ist darauf ausgelegt.
Der größte Nachteil dieser Methode liegt im Nachbearbeitungsaufwand. Sie müssen die gedruckten Etiketten manuell ausschneiden und anschließend am Paket oder Brief anbringen. Klares Klebeband funktioniert gut, aber bei Versandetiketten mit Barcodes müssen Sie sicherstellen, dass das Band den Barcode nicht beeinträchtigt oder spiegelt, was das Scannen erschweren könnte. Eine Alternative ist ein Sprühkleber, der einfach aufgetragen wird und gut haftet.
Drucken auf selbstklebenden Etikettenbögen
Viele E-Commerce-Händler und Büros bevorzugen selbstklebende Etiketten für Adress- und Versandzwecke aus zwei Hauptgründen:
- Professionelle Optik: Etiketten auf speziellen Bögen sehen in der Regel sauberer und professioneller aus als handgeschnittene und aufgeklebte Papieretiketten.
- Zeitersparnis: Nach dem Drucken müssen Sie das Etikett nur noch abziehen und aufkleben. Das spart viel Zeit im Vergleich zum Schneiden und Kleben von Papieretiketten.
Wie erwartet, sind spezielle Druckmaterialien wie Etikettenbögen immer teurer als gewöhnliches Papier. Es gibt auch eine Lernkurve beim korrekten Einlegen der Bögen in den Drucker, um Fehldrucke zu vermeiden. Achten Sie genau auf die Anweisungen des Herstellers der Etikettenbögen bezüglich der bedruckbaren Seite und der Ausrichtung. Ein Probedruck auf einem leeren oder einem normalen Blatt Papier ist immer ratsam, um die Ausrichtung zu überprüfen, bevor Sie die teuren Etikettenbögen verwenden.
Unabhängig davon, für welches Material Sie sich entscheiden, ist es wichtig, sicherzustellen, dass es mit Ihrem Drucker kompatibel ist. Überprüfen Sie die Spezifikationen Ihres Druckers und die Hinweise auf der Verpackung der Etikettenbögen.
Welche Software eignet sich zum Erstellen von Etiketten?
Etiketten sind allgegenwärtig – im Büro zur Organisation von Ordnern oder zum Versand, im Supermarkt auf Produkten, auf Flaschen und vielem mehr. Die gute Nachricht ist, dass Sie keine teure Spezialsoftware benötigen, um ansprechende und funktionale Etiketten zu entwerfen und zu drucken. Viele Programme, die Sie wahrscheinlich bereits auf Ihrem Computer haben, oder intuitive Online-Tools eignen sich hervorragend dafür.
Etiketten drucken mit Microsoft Word
Microsoft Word ist zweifellos eines der vielseitigsten Programme für die Etikettenerstellung, insbesondere wenn es um individuelle Gestaltung geht. Sie haben hier die Möglichkeit, Hintergründe zu ändern, Schriftgröße und -farbe anzupassen und sogar Bilder oder Logos hinzuzufügen.
Word bietet Hunderte von vorgefertigten Etikettenvorlagen, die Sie entweder direkt verwenden oder an Ihre Bedürfnisse anpassen können. So finden Sie sie:
- Erstellen Sie ein neues Dokument in Word.
- Suchen Sie im Menüband (oft unter „Sendungen“ oder „Mailings“) nach der Option „Etiketten“. Alternativ können Sie in der Suchleiste oben das Wort „Etiketten“ eingeben.
- Wählen Sie den gewünschten Etikettentyp aus der Übersicht (z. B. Versandetiketten, Etiketten für CD-Hüllen, Einmachgläser, Geschenke etc.).
- Sie können nun den Inhalt der Etiketten manuell eingeben. Geben Sie einfach den Text für das erste Etikett ein und klicken Sie dann auf „Neues Dokument“, um einen Bogen mit identischen Etiketten zu erstellen, oder direkt auf „Drucken“.
Wenn Sie jedoch Informationen aus einer externen Datenbank, wie einer Excel-Liste mit Adressen, auf Ihre Etiketten drucken möchten, ist die Funktion „Seriendruck“ (Mail Merge) Ihr wichtigstes Werkzeug. So verknüpfen Sie Ihre Word-Datei mit einer Excel-Datenbank und drucken individuelle Etiketten:
- Excel-Datei vorbereiten: Ordnen Sie die zu druckenden Daten in einzelnen Spalten an (z. B. Spalte A für Vorname, Spalte B für Nachname, Spalte C für Straße, Spalte D für Ort usw.). Fügen Sie in der ersten Zeile jeder Spalte eine klare Überschrift ein (z. B. „Vorname“, „Nachname“), da diese später in Word als „Seriendruckfelder“ erscheinen.
- Word-Dokument einrichten: Erstellen Sie ein neues Word-Dokument. Gehen Sie zum Reiter „Sendungen“ und wählen Sie „Seriendruck starten“ > „Etiketten“.
- Etikettenformat wählen: Wählen Sie den Hersteller und die Artikelnummer des Etikettenbogens, den Sie verwenden möchten. Word hat Vorlagen für viele gängige Formate (z. B. Avery, Zweckform). Wenn Ihr Format nicht gelistet ist, können Sie über „Neues Etikett...“ ein benutzerdefiniertes Format einstellen, indem Sie die Maße (Höhe, Breite, Ränder, Spaltenabstand) eingeben. Bestätigen Sie mit OK.
- Empfänger auswählen: Klicken Sie im Reiter „Sendungen“ auf „Empfänger auswählen“ > „Vorhandene Liste verwenden“. Navigieren Sie zu Ihrer vorbereiteten Excel-Datei und wählen Sie sie aus. Möglicherweise müssen Sie das Blatt auswählen, auf dem die Daten stehen.
- Felder einfügen: Jetzt ist das erste Etikett auf Ihrem Word-Bogen aktiv. Klicken Sie im Reiter „Sendungen“ auf „Seriendruckfeld einfügen“ und wählen Sie die Spaltenüberschriften aus Ihrer Excel-Datei aus (z. B. „Vorname“, „Nachname“, „Straße“, „PLZ“, „Ort“). Ordnen Sie diese Felder so an, wie sie auf dem Etikett erscheinen sollen (z. B.
<<Vorname>> <<Nachname>>in einer Zeile,<<Straße>>in der nächsten,<<PLZ>> <<Ort>>darunter). Sie können auch normalen Text oder Leerzeichen hinzufügen. - Etiketten aktualisieren: Sobald das erste Etikett perfekt gestaltet ist, klicken Sie im Reiter „Sendungen“ auf „Etiketten aktualisieren“. Word füllt nun alle anderen Etiketten auf dem Bogen mit der gleichen Feldstruktur.
- Vorschau anzeigen: Um zu sehen, wie die Etiketten mit den tatsächlichen Daten aussehen werden, klicken Sie im Reiter „Sendungen“ auf „Vorschau Ergebnisse“. Sie können durch die Datensätze blättern.
- Drucken: Wenn alles korrekt aussieht, klicken Sie auf „Fertig stellen und zusammenführen“ > „Dokumente drucken...“. Wählen Sie den gewünschten Drucker und den Druckbereich aus.
Die Seriendruckfunktion in Word ist extrem leistungsfähig für das Erstellen von Etiketten aus Listen und spart enorm viel Zeit bei wiederkehrenden Aufgaben wie dem Versenden von Rundschreiben oder Einladungen.
Etiketten drucken mit Microsoft Excel
Microsoft Excel ist primär ein Tabellenkalkulationsprogramm, kann aber auch zur Erstellung einfacher Etikettenlayouts genutzt werden, insbesondere wenn Ihre Daten bereits in einer Tabelle vorliegen. Es ist weniger flexibel in puncto Design als Word, aber sehr effizient, wenn Sie Daten schnell auf Etiketten übertragen müssen.
So können Sie Excel zur Etikettenerstellung nutzen:
- Daten vorbereiten: Stellen Sie sicher, dass die zu druckenden Daten in Ihrer Tabelle sauber strukturiert sind.
- Layout anpassen: Dies erfordert etwas manuelle Anpassung der Zellgrößen. Nehmen wir das Beispiel eines A4-Bogens mit 24 Etiketten (70 x 36 mm). Sie müssten die Daten so anordnen, dass jede Gruppe von Daten, die auf ein Etikett soll, in Zellen liegt, deren Gesamtgröße den Etikettenabmessungen entspricht. Teilen Sie die Tabelle in Spalten auf, die dem Layout des Etikettenbogens entsprechen (in diesem Beispiel 3 Spalten für 24 Etiketten).
- Zellgröße einstellen: Markieren Sie die relevanten Zellen und stellen Sie die Zeilenhöhe und Spaltenbreite so ein, dass sie den Maßen Ihrer Etiketten entsprechen (z. B. Zeilenhöhe für 36 mm, Spaltenbreite für 70 mm). Dies erfordert oft etwas Tüftelei und Umrechnung von mm in die Excel-Einheiten (oft Pixel oder Zeichenbreite).
- Seitenlayout konfigurieren: Gehen Sie zum Reiter „Seitenlayout“. Stellen Sie die Seitenränder unter „Seitenränder“ > „Benutzerdefinierte Seitenränder“ auf Null oder sehr geringe Werte ein. Sie können auch versuchen, die Tabelle auf der Seite horizontal und vertikal zu zentrieren, um die Ausrichtung zu verbessern.
- Probedruck: Führen Sie unbedingt einen Probedruck auf einem normalen Blatt Papier durch. Legen Sie das bedruckte Blatt gegen das Licht auf einen leeren Etikettenbogen, um zu prüfen, ob die Ausrichtung stimmt und ob Anpassungen an den Rändern oder Zellgrößen nötig sind.
- Drucken: Wenn die Ausrichtung passt, legen Sie die Etikettenbögen in den Drucker ein und drucken Sie.
Das Drucken von Etiketten direkt aus Excel ist am nützlichsten für einfache, datenbasierte Etiketten ohne komplexe Designs. Für komplexere Layouts oder die Nutzung der Seriendruckfunktion ist Word oft die bessere Wahl.
Online-Programme zur Etikettenerstellung (Canva, Adobe Express)
Neben den klassischen Office-Programmen gibt es zahlreiche Online-Tools, die speziell für Designzwecke entwickelt wurden und sich hervorragend für die Erstellung optisch ansprechender Etiketten eignen. Zwei beliebte Beispiele sind Canva und Adobe Express (früher Adobe Spark).
Canva: Dieses Tool ist in einer Basisversion kostenlos nutzbar und glänzt mit einer riesigen Auswahl an professionell gestalteten Vorlagen. Sie können einfach eine Vorlage auswählen und diese per Drag-and-Drop anpassen. Fügen Sie Texte, Bilder, Illustrationen oder Filter hinzu. Die Bedienung ist sehr intuitiv.
Die Stärke von Canva liegt im Design. Die kostenlose Version erlaubt das Erstellen toller Etiketten, das Ändern der exakten Abmessungen ist jedoch oft auf die Premium-Version beschränkt. Auch die Nutzung bestimmter Vorlagen oder Elemente erfordert ein Abo. Ein großer Vorteil für Teams ist die Möglichkeit der gemeinsamen Bearbeitung von Projekten. Die fertigen Etiketten können in verschiedenen Formaten wie PNG, JPEG oder druckfertigem PDF heruntergeladen werden.

Adobe Express: Ein weiteres benutzerfreundliches Online-Programm, das sich gut für die Erstellung von Etiketten eignet, ist Adobe Express. Es ist ebenfalls kostenlos zugänglich, erfordert aber eine Registrierung (auch über Social-Media-Konten möglich). Adobe Express ist besonders gut für moderne Designs, zum Beispiel für Etiketten auf Wein- oder Bierflaschen.
Die Anpassung des Formats kann hier ebenfalls etwas eingeschränkt sein. Die Software bietet jedoch dank Funktionen wie dem „Magic Layout“ die Möglichkeit, Elemente wie Text, Logo und Grafiken automatisch neu anzuordnen, um trendige Designs zu erzeugen. Mit wenigen Klicks können Sie ein Layout wählen und die Elemente anpassen.
Online-Tools wie Canva und Adobe Express sind ideal, wenn der Fokus auf dem Design und der Ästhetik des Etiketts liegt und Sie Zugriff auf eine große Bibliothek an Designelementen und Vorlagen wünschen.
Spezialisierte Etikettensoftware (Labeljoy, Beer Labelizer)
Für spezifischere Anforderungen gibt es auch dedizierte Etikettensoftware. Ein Beispiel ist Labeljoy, das besonders nützlich für Unternehmen ist, die mit großen Datenbanken arbeiten und Barcodes oder QR-Codes in ihre Etiketten integrieren müssen.
Labeljoy: Dieses Programm kann sich mit verschiedenen Datenbanken wie Access, Excel, Outlook, SQL Server etc. verbinden und unterstützt eine Vielzahl von Barcode-Typen. Es bietet Vorlagen für fast alle handelsüblichen Etikettenbögen oder erlaubt die Erstellung benutzerdefinierter Formate. Es gibt eine kostenlose Demoversion (mit Wasserzeichen) und kostenpflichtige Vollversionen ab ca. 39 €. Labeljoy ist eine leistungsstarke Lösung für professionelle Anforderungen, insbesondere im Bereich Lagerhaltung, Versand oder Produktkennzeichnung.
Beer Labelizer: Wie der Name schon sagt, ist dieses Online-Tool auf eine sehr spezifische Nische ausgerichtet: Etiketten für Bierflaschen. Es bietet eine Auswahl an Vorlagen, die Sie mit Text und Bildern anpassen können. Die Personalisierungsmöglichkeiten sind begrenzt, aber es ist ein charmantes und originelles Tool für Hobbybrauer. Die volle Nutzung der Vorlagen erfordert ein geringes Monats- oder ein einmaliges Lifetime-Abonnement.
Vergleich verschiedener Etiketten-Software
Die Wahl der richtigen Software hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Hier ist ein kurzer Vergleich der besprochenen Optionen:
| Software | Kosten | Design-Flexibilität | Datenbank-Integration (Seriendruck) | Barcode/QR-Code | Benutzerfreundlichkeit | Vorlagen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Microsoft Word | Teil von MS Office (kostenpflichtig) | Hoch | Sehr gut (Seriendruck) | Eingeschränkt (manuell/Schriftarten) | Mittel (Seriendruck erfordert Einarbeitung) | Viele integriert |
| Microsoft Excel | Teil von MS Office (kostenpflichtig) | Niedrig | Daten können direkt genutzt werden, kein klassischer Seriendruck | Nein (manuell/Add-ins möglich) | Mittel (Layout-Anpassung aufwendig) | Keine spezifischen Etikettenvorlagen |
| Canva | Basis kostenlos, Premium kostenpflichtig | Sehr hoch | Nein | Nein (manuell/als Bild einfügen) | Hoch (Drag-and-Drop) | Sehr viele, ansprechend |
| Adobe Express | Basis kostenlos (Registrierung), Premium kostenpflichtig | Hoch | Nein | Nein (manuell/als Bild einfügen) | Hoch (intuitiv) | Viele, modern |
| Labeljoy | Demo kostenlos (Wasserzeichen), Vollversion kostenpflichtig | Hoch | Sehr gut | Sehr gut | Mittel (spezialisiert) | Viele + benutzerdefiniert |
| Beer Labelizer | Basis eingeschränkt (Templates), Abo kostenpflichtig | Niedrig (Nische) | Nein | Nein | Hoch (spezifisch) | Wenige (Bier-spezifisch) |
Häufig gestellte Fragen
Hier beantworten wir einige gängige Fragen zum Thema Etiketten drucken ohne Spezialdrucker:
Wie stelle ich sicher, dass die Etiketten richtig ausgerichtet sind?
Die richtige Ausrichtung ist entscheidend, insbesondere bei Etikettenbögen. Der beste Weg ist immer ein Probedruck auf einem normalen Blatt Papier. Drucken Sie die Datei auf Normalpapier und legen Sie dieses dann gegen das Licht auf einen leeren Etikettenbogen des gleichen Formats. So sehen Sie sofort, ob der Druckbereich mit den einzelnen Etikettenfeldern auf dem Bogen übereinstimmt. Passen Sie bei Bedarf die Ränder oder das Layout in Ihrer Software an und wiederholen Sie den Probedruck, bis die Ausrichtung perfekt ist.
Kann ich mit jedem Standarddrucker Etikettenbögen bedrucken?
Die meisten modernen Tintenstrahl- und Laserdrucker können Etikettenbögen bedrucken. Es ist jedoch wichtig, die Spezifikationen Ihres Druckers und die Hinweise des Etikettenherstellers zu prüfen. Achten Sie auf die maximale Grammatur des Papiers, die Ihr Drucker verarbeiten kann (Etikettenbögen sind oft dicker) und darauf, ob der Drucker für das Bedrucken von Spezialmedien geeignet ist. Bei Laserdruckern sollten Sie darauf achten, dass die Etiketten hitzebeständig sind, um Schäden am Drucker zu vermeiden.
Ist das Drucken von Etiketten auf Normalpapier für den Versand sicher?
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Sie müssen das Etikett nur sicher und vollständig auf dem Paket anbringen. Bei Versandetiketten mit Barcodes ist es unerlässlich, den Barcode gut sichtbar und unbedeckt zu lassen, damit er gescannt werden kann. Verwenden Sie klares, nicht spiegelndes Klebeband und kleben Sie es nicht direkt über den Barcode, wenn möglich. Sprühkleber ist oft eine gute Alternative.
Welche Software ist am besten für kleine Mengen an Adressetiketten?
Für kleine Mengen und individuelle Adressen ist Microsoft Word mit seinen Vorlagen sehr gut geeignet. Sie können die Adressen manuell eingeben oder, wenn Sie eine kleine Liste haben, ebenfalls den Seriendruck nutzen. Wenn Sie Wert auf Design legen, sind Canva oder Adobe Express gute Optionen.
Welche Software ist am besten für den Druck von Versandetiketten aus einer Kundendatenbank?
Hierfür ist die Seriendruckfunktion in Microsoft Word, gekoppelt mit einer Excel-Datei, die leistungsfähigste und flexibelste Lösung für die meisten Anwender. Wenn Sie viele Barcodes benötigen oder sehr große, komplexe Datenbanken haben, könnte spezialisierte Software wie Labeljoy eine Überlegung wert sein.
Fazit
Wie Sie sehen, ist das Drucken von Etiketten ohne einen speziellen Etikettendrucker nicht nur möglich, sondern mit den richtigen Werkzeugen und Methoden auch sehr effizient und professionell umsetzbar. Ob Sie sich für preiswertes Normalpapier oder praktische selbstklebende Bögen entscheiden, hängt von Ihrem Budget und Ihren Anforderungen an die Optik und den Aufwand ab. Bei der Software haben Sie eine breite Palette an Optionen, von den weit verbreiteten Microsoft Office Programmen Word und Excel über intuitive Online-Design-Tools wie Canva und Adobe Express bis hin zu spezialisierten Lösungen wie Labeljoy für komplexe Aufgaben oder Nischen-Tools wie Beer Labelizer für spezifische Anwendungen.
Beginnen Sie mit dem, was Sie haben – Ihrem Standarddrucker und vielleicht bereits vorhandener Software wie Word oder Excel. Experimentieren Sie mit den Einstellungen und machen Sie immer einen Probedruck, um Materialverschwendung zu vermeiden. Mit ein wenig Übung werden Sie schnell in der Lage sein, Ihre eigenen professionellen Etiketten für die verschiedensten Zwecke zu erstellen.
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