Woher kommt Boss Kleidung? Produktion beleuchtet

17/09/2023

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Hugo Boss ist eine weltweit bekannte Marke, die für hochwertige Mode und luxuriöses Design steht. Viele Konsumenten fragen sich, woher die eleganten Anzüge, Kleider und Accessoires stammen, die das Label so berühmt gemacht haben. Die Antwort ist komplexer als eine einfache Liste von Ländern, denn die Produktion von Hugo Boss findet an verschiedenen Orten statt und ist stark von einem Netzwerk aus Zulieferern abhängig.

In welchem Land produziert HUGO BOSS?
Eigene Produktionsstätten unterhält Hugo Boss in Bangladesch zwar nicht – die liegen vor allem in Izmir (Türkei), aber auch in Radom (Polen), Morrovalle (Italien), Cleveland (USA) und Metzingen (Deutschland).

Während das schicke Image der Marke Assoziationen an geräumige Ateliers und sorgfältige Handarbeit hervorruft, zeigt die Realität der globalen Textilindustrie oft ein anderes Bild. Der Weg eines Boss-Kleidungsstücks kann über mehrere Kontinente führen, von den eigenen Produktionsstätten bis hin zu externen Fabriken, insbesondere in Niedriglohnländern.

Übersicht

Eigene Produktionsstätten versus Zulieferer: Ein globales Netzwerk

Hugo Boss unterhält eigene Produktionsstätten in mehreren Ländern. Laut vorliegenden Informationen sind diese Werke strategisch platziert, um bestimmte Produktkategorien oder Märkte zu bedienen. Zu den Standorten der eigenen Fabriken gehören:

  • Metzingen (Deutschland)
  • Izmir (Türkei)
  • Radom (Polen)
  • Morrovalle (Italien)
  • Cleveland (USA)

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass nur ein kleiner Teil des gesamten Sortiments in diesen eigenen Werken hergestellt wird. Konkret stammen lediglich etwa 20 Prozent der Waren aus der Eigenproduktion von Hugo Boss.

Der weitaus größere Anteil, nämlich etwa 80 Prozent des Sortiments, wird von externen Zulieferern im Rahmen der Lohnfertigung hergestellt. Dies bedeutet, dass andere Fabriken im Auftrag von Hugo Boss produzieren. Diese Struktur ermöglicht es Unternehmen, flexibel auf Nachfrageschwankungen zu reagieren und von niedrigeren Produktionskosten in bestimmten Regionen zu profitieren.

Die Auswahl der Zulieferer hängt oft von der Art des Produkts ab. Anzüge, Sakkos und Hosen, die oft eine komplexere Verarbeitung erfordern, werden beispielsweise häufig in osteuropäischer Lohnfertigung hergestellt. Dabei stellt Hugo Boss die Stoffe und Zutaten für die Produktion bereit.

Sportbekleidung, ein wachsendes Segment im Sortiment von Boss, wird hingegen überwiegend in asiatischen Fabriken gefertigt. Hier sind insbesondere China als langjähriger Produktionsstandort sowie zunehmend auch Bangladesch von Bedeutung. Die Verlagerung der Produktion nach Asien ist vor allem auf die dortigen niedrigeren Lohnkosten zurückzuführen.

Produktionsbedingungen: Anspruch und Realität

Das vorliegende Material beleuchtet die Produktionsbedingungen bei Hugo Boss und seinen Zulieferern kritisch und zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen den offiziellen Verlautbarungen des Konzerns und der Realität in einigen Fabriken.

Hugo Boss betont in seinen Geschäftsberichten und auf seiner Website, dass das Unternehmen verantwortungsvoll handle und hohe Sozial- und Umweltstandards in seiner globalen Lieferkette einhalte. Zu den beanspruchten Standards gehören:

  • Einhaltung nationaler Gesetze
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Verbot von Zwangsarbeit
  • Maximale Arbeitszeiten
  • Menschenwürdige Arbeitsbedingungen
  • Diskriminierungsverbot
  • Zahlung angemessener Löhne
  • Gesunde und sichere Arbeitsbedingungen
  • Anspruch auf Koalitionsfreiheit und Tarifverhandlung
  • Bewusster Umgang mit der Umwelt

Neue Lieferanten werden angeblich auditiert, um die Einhaltung dieser Standards vor Aufnahme einer dauerhaften Geschäftsbeziehung zu gewährleisten.

Arbeitszeiten und Überstunden: Eine häufige Verletzung

Die Realität in einigen Zulieferfabriken, insbesondere in Bangladesch, scheint jedoch weit von diesen Idealen entfernt zu sein. Eine Untersuchung in zwei Fabriken in Bangladesch, die auch für Hugo Boss produzierten (neben anderen Marken wie Tommy Hilfiger, Calvin Klein, H&M und C&A), deckte erhebliche Verstöße auf.

Arbeiterinnen und Arbeiter berichteten von extrem langen Arbeitszeiten. Tägliche Schichten von zehn, oft 13 und manchmal sogar 15 Stunden waren keine Seltenheit. Dies steht im krassen Widerspruch zu den von Hugo Boss beanspruchten „maximalen Arbeitszeiten“ und verstößt sowohl gegen nationales Arbeitsrecht als auch gegen relevante ILO-Übereinkommen.

In welchem Land produziert HUGO BOSS?
Eigene Produktionsstätten unterhält Hugo Boss in Bangladesch zwar nicht – die liegen vor allem in Izmir (Türkei), aber auch in Radom (Polen), Morrovalle (Italien), Cleveland (USA) und Metzingen (Deutschland).

Der Grund für diese massiven Überstunden liegt oft in der schlechten Planung des Managements oder in kurzfristigen Designänderungen seitens der Einkäufer. Die Arbeiterinnen müssen so lange arbeiten, bis die geplante Produktionsmenge erreicht ist und die Bestellungen pünktlich versendet werden können. Dies führt dazu, dass sie manchmal nur zwei statt der gesetzlich vorgesehenen vier freien Tage im Monat haben und somit bis zu sieben Tage pro Woche arbeiten müssen. Viele Arbeiterinnen gaben an, dass sie Überstunden machen müssen, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren.

Trotz der Schwere dieser Verstöße schien sich in den untersuchten Fabriken niemand dafür zu interessieren, und auch der Modekonzern Hugo Boss, dessen Zulieferer hier massiv gegen die eigenen Standards verstießen, schien dies laut dem vorliegenden Material nicht angemessen zu adressieren. Ein WDR-Dokumentarfilm bestätigte diese Zustände, wobei Hugo Boss die Vorwürfe „nachdrücklich zurückwies“ und behauptete, nur im zulässigen Rahmen fände Mehrarbeit statt.

Löhne: Kaum zum Überleben ausreichend

Ein weiterer kritischer Punkt sind die Löhne. Hugo Boss beansprucht die „Zahlung angemessener Löhne“, doch die Realität bei den Zulieferern in Bangladesch zeigt ein anderes Bild. Zum Zeitpunkt der Befragung im Jahr 2013 lag der durchschnittliche Lohn, je nach Qualifizierung und Erfahrung, zwischen 3000 und 5000 Taka, was etwa 29 bis 48 Euro entsprach. Angesichts der Lebenshaltungskosten, insbesondere der Mieten, reicht dieser Lohn für die meisten Arbeiterinnen kaum zum Überleben. Dies gilt umso mehr, da viele von ihnen Alleinverdienerinnen sind und eine Familie versorgen müssen.

Die Arbeiterinnen sind daher auf die massiven Überstunden angewiesen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Die Bezahlung dieser Überstunden ist jedoch oft willkürlich und nicht transparent. In keiner der untersuchten Fabriken erhielten die Arbeiterinnen eine schriftliche Lohnabrechnung, was es ihnen unmöglich macht, nachzuvollziehen, wie viele Überstunden angerechnet und bezahlt wurden. Zudem werden Überstunden oft nur auf Basis des Grundlohns und nicht unter Einbeziehung von Zuschlägen bezahlt – ein Trick, der die Lohnkosten für die Fabrikbesitzer reduziert.

Sicherheit und Arbeitsbedingungen

Neben den langen Arbeitszeiten und niedrigen Löhnen wurden auch Mängel bei der Sicherheit und den allgemeinen Arbeitsbedingungen festgestellt.

  • Mangelnde Transparenz bei Kontrollen: Arbeiterinnen gaben an, dass Inspektionen oder Audits stets vorher angekündigt wurden, ebenso wie Brandschutzübungen. Dies ermöglichte den Fabriken, einen reibungslosen Ablauf zu inszenieren, der nicht die tatsächlichen Zustände widerspiegelte.
  • Unzureichende Brandschutzmaßnahmen: Es gab keine Aufklärung der Beschäftigten über Brandgefahren, die Funktion von Feuerlöschern oder das Verhalten im Brandfall. Bei Kontrollen durch „Alliance“ und „Accord“ wurden Sicherheitsmängel festgestellt, darunter verschlossene oder nach innen führende Fluchtwege.
  • Bauliche Mängel: Bei einer der beiden Fabriken, die für Boss produzierte, stellten Kontrolleure fest, dass einige Betonpfeiler nicht stark genug waren, um das Gewicht des Gebäudes zu tragen. Diese akute Gefahr für das Leben der Arbeiterinnen führte zur Empfehlung, Teile der Fabrik zu schließen. Selbst in einer als „Vorzeigefabrik“ geltenden Produktionsstätte wurden Sicherheitsmängel bei Elektrizität und Brandschutz gefunden.

Auch eine Studie zu Boss-Produzenten in Osteuropa und der Türkei im Jahr 2014 dokumentierte Arbeitsrechtsverletzungen wie Schikanen gegen Gewerkschaftsmitglieder, Outsourcing zur Lohnsenkung, sexuelle Belästigung, falsche Überstundenbezahlung und sogar die Verpflichtung für Frauen, fünf Jahre lang nicht schwanger zu werden.

Fehlende Mitsprache und Organisation

Die Arbeiterinnen bei den untersuchten Boss-Zulieferern hatten kein Recht auf organisierte Mitsprache; so etwas wie einen Betriebsrat gab es nicht. Obwohl die Koalitionsfreiheit zu den von Boss beanspruchten Sozialstandards gehört, scheint deren Umsetzung in der Praxis nicht gewährleistet zu sein. Trotzdem kam es in den Fabriken immer wieder zu Protesten oder Streiks, meist mit dem Ziel höherer Löhne.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die wohlklingenden Formulierungen zu Sozialstandards im Geschäftsbericht von Hugo Boss wenig mit der harten Realität der Arbeiterinnen bei einigen seiner Zulieferer zu tun hatten. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit war erheblich.

Transparenz und Verantwortung: Ein Vergleich

In Bezug auf Transparenz und Verantwortung gibt es deutliche Unterschiede zwischen Modeunternehmen. Das vorliegende Material vergleicht Hugo Boss unter anderem mit H&M.

H&M wird als transparenter eingeschätzt, da das Unternehmen seine Lieferantenliste veröffentlicht. Zudem hat H&M angekündigt, dass seine Produzenten einen „fairen Lohn“ zahlen sollen, und sei bereit, dafür einen höheren Preis für die Ware zu zahlen. Auch wenn die konkrete Definition eines „fairen“ Lohns nach H&M-Kriterien noch offen ist, zeigt dies zumindest eine öffentliche Positionierung und einen Schritt in Richtung mehr Verantwortung.

Was ist der Unterschied zwischen den Marken Hugo und Boss?
Der CEO von Hugo Boss nahm den Markennamen und spaltete ihn in zwei völlig neue Designs, die sowohl auf Millenials als auch Kunden der Generation Z ausgerichtet war. Dabei repräsentiert Hugo die jüngere Gen-Z Zielgruppe, während Boss eine luxuriöse Auswahl an Kleidungsstücken für Millenials anbietet.

Eine Studie von Rank a Brand aus dem Jahr 2014, die 368 deutsche und niederländische Marken hinsichtlich Klimaschutz, Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen untersuchte, stufte Hugo Boss zusammen mit der großen Mehrheit der anderen Marken in die schlechteste Kategorie E ein. Dies deutet auf eine geringe Leistung oder mangelnde Offenlegung in diesen Bereichen hin. Marken wie H&M, Puma und Jack Wolfskin wurden immerhin in Kategorie B eingeordnet, während nur wenige Marken die Bestnote A erreichten (z.B. Armed Angels, Hessnatur).

Es ist anzumerken, dass die Bewertung in dieser Studie nur auf den eigenen Aussagen der Marken auf ihren Websites basierte und keine unabhängige Überprüfung oder Recherche der tatsächlichen Bedingungen stattfand. Dennoch spiegelt die Einstufung in Kategorie E die mangelnde Transparenz und das Fehlen überzeugender Informationen seitens Hugo Boss zum Thema Nachhaltigkeit und faire Produktion wider.

Der Weg zu fairer Mode: Was sich ändern muss

Die Debatte um die Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie hat trotz aller negativen Beispiele bereits zu ersten wichtigen Schritten geführt. Das „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ ist ein Beispiel für ein internationales Abkommen, das die Sicherheit in Fabriken verbessern soll. Der öffentliche Druck auf die Modeunternehmen hält an.

Um die Ausbeutung in der Textilindustrie zu beenden, sind laut dem vorliegenden Text vier zentrale Stellschrauben entscheidend:

  1. Politik: Es müssen rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Unternehmen stärker in die Verantwortung nehmen und ihre Sorgfaltspflicht für die gesamte Lieferkette gesetzlich verankern. Dies sollte auch eine Haftung der Unternehmen für Verstöße bei ihren Zulieferern einschließen.
  2. Unternehmen: Mehr Transparenz ist erforderlich. Unternehmen sollten offenlegen, unter welchen Bedingungen ihre Waren hergestellt werden. Im Idealfall sollte die Beweislast umgekehrt werden, sodass Unternehmen nachweisen müssen, dass ihre Produkte ökologisch und fair produziert wurden.
  3. Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter: Die Rechte der Beschäftigten in den Produktionsländern müssen gestärkt werden, insbesondere das Recht auf Organisationsfreiheit, also die Bildung von Betriebsräten und Gewerkschaften. Einkaufende Unternehmen sollten sich aktiv dafür einsetzen, dass dieses Recht bei ihren Lieferanten nicht nur auf dem Papier existiert, sondern auch umgesetzt wird.
  4. Verbraucherinnen und Verbraucher: Konsumenten sind aufgefordert, ihr Konsumverhalten zu überdenken. Informierte Verbraucher können sich bewusst für „ethischen Konsum“ entscheiden und Produkte wählen, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden.

Ein Problem für Verbraucher ist das Fehlen eines einheitlichen Siegels, das auf einen Blick über ökologische und soziale Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette (vom Anbau über Spinnerei und Weberei bis zur Konfektion) informiert. Es gibt jedoch bereits einige Siegel und Initiativen, die Orientierung bieten:

  • GOTS (Global Organic Textile Standard) & IVN zertifiziert Best: Fokus auf Umweltstandards bei Naturfasern, beinhalten aber auch soziale Standards (nicht zwingend existenzsichernde Löhne).
  • Fairtrade: Garantiert faire Bezahlung für Baumwollbauern (fokussiert auf den Anbau).
  • Fair Wear Foundation (FWF): Eine Mitgliedschaft in der FWF ist ein „Unternehmenssiegel“. Unternehmen verpflichten sich, existenzsichernde Löhne anzustreben und menschenwürdige Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferern sicherzustellen. Die FWF prüft das Managementsystem des Mitgliedsunternehmens und führt Kontrollen durch.

Einige Unternehmen setzen auch auf eigene Transparenzinitiativen, indem sie beispielsweise Codes in Kleidungsstücke einnähen, mit denen die Herkunft und Produktionsschritte online nachvollzogen werden können (z.B. der respect-code von Switcher).

Trotz aller Herausforderungen zeigen diese Beispiele, dass bewusstes Einkaufen bereits möglich ist. Es bedarf einer grundlegenden Verhaltensänderung und einer Selbstverpflichtung von uns allen. Der Kauf fair hergestellter Waren kann ein wichtiges Zeichen setzen.

Fragen und Antworten zur Hugo Boss Produktion

Produziert Hugo Boss in Bangladesch?
Ja, laut der vorliegenden Untersuchung ließ Hugo Boss in mindestens zwei der zwölf untersuchten Fabriken in Bangladesch produzieren. Diese Fabriken stellten unter anderem Sportbekleidung her.

Sind die Arbeitsbedingungen bei Hugo Boss Zulieferern immer gut?
Basierend auf der vorliegenden Untersuchung gab es erhebliche Mängel bei den Arbeitsbedingungen in einigen Zulieferfabriken von Hugo Boss, insbesondere in Bangladesch sowie auch in Osteuropa und der Türkei. Dies umfasste überlange Arbeitszeiten, niedrige Löhne, fehlende Transparenz bei der Lohnabrechnung, mangelnde Sicherheit und Einschränkungen der Organisationsfreiheit, die im Widerspruch zu den offiziellen Standards des Unternehmens standen.

Was ist der Unterschied zwischen Hugo und Boss?
Hugo Boss hat im Jahr 2022 ein Rebranding durchgeführt und die Marke in zwei separate Linien aufgeteilt: Boss und Hugo. Boss richtet sich mit luxuriöserer Bekleidung eher an Millennials, während Hugo sich mit erschwinglicheren Streetwear-Looks an eine jüngere Zielgruppe der Generation Z wendet. Ziel war es, die Relevanz in der Modebranche zu steigern und jüngere Kunden anzusprechen.

AspektHugo Boss: Offizieller AnspruchRealität bei einigen Zulieferern (basierend auf Untersuchung)
ArbeitszeitenMaximale Arbeitszeiten werden eingehaltenTäglich 10-15 Stunden, manchmal 7 Tage/Woche, oft nur 2 freie Tage/Monat (Verstoß gegen Gesetze & eigene Standards)
LöhneZahlung angemessener LöhneLöhne kaum existenzsichernd (29-48 Euro/Monat in 2013), Abhängigkeit von Überstunden
LohnabrechnungTransparente BezahlungKeine schriftliche Lohnabrechnung, unklare Anrechnung von Überstunden, Überstunden nur auf Grundlohn-Basis
SicherheitGesunde und sichere ArbeitsbedingungenAngekündigte Inspektionen, unzureichender Brandschutz (verschlossene Fluchtwege), bauliche Mängel (schwache Pfeiler)
MitspracheAnspruch auf KoalitionsfreiheitKein Betriebsrat, fehlende organisierte Mitsprache, Schikanen gegen Gewerkschaftsmitglieder in einigen Regionen
TransparenzVerantwortungsvolles Handeln in der LieferketteGeringe Transparenz (Kategorie E im Ranking), Diskrepanz zwischen Berichten und Realität

Die Produktion von Mode, auch im Luxussegment, ist global und komplex. Die Herkunft eines Kleidungsstücks von Hugo Boss kann sowohl in den eigenen Werken in Europa oder den USA liegen, als auch bei Zulieferern in Asien oder Osteuropa. Die Herausforderung für Marken wie Hugo Boss und die gesamte Industrie liegt darin, die Einhaltung der eigenen Standards und menschenwürdiger Arbeitsbedingungen über die gesamte, oft weit verzweigte, Lieferkette hinweg effektiv sicherzustellen. Für Verbraucher bedeutet dies, dass das Markenimage allein nicht ausreicht, um die Produktionsbedingungen zu beurteilen, und dass bewusste Kaufentscheidungen und öffentliche Aufmerksamkeit weiterhin wichtig sind.

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