Warum kein HUGO BOSS mehr?

HUGO BOSS Leder: Herkunft & Nachhaltigkeit

29/08/2014

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HUGO BOSS ist eine bekannte Modemarke, die Wert auf hochwertige Materialien legt. Eines dieser Materialien, das in vielen Produkten wie Schuhen, Accessoires, Taschen und Jacken verwendet wird, ist Leder. Leder wird wegen seiner luxuriösen Optik und seiner Widerstandsfähigkeit geschätzt, was den Produkten eine lange Lebensdauer verleiht. Im Jahr 2024 machte Leder 4% aller von HUGO BOSS verwendeten Materialien aus. Die Beschaffung und Verarbeitung von Leder bringt jedoch auch bestimmte Herausforderungen mit sich, insbesondere im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit. HUGO BOSS hat sich daher verpflichtet, verantwortungsvolle Praktiken bei der Lederbeschaffung anzuwenden.

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Übersicht

Warum Leder bei HUGO BOSS?

Leder ist seit jeher ein Material, das für Qualität und Langlebigkeit steht. Bei HUGO BOSS wird Leder gezielt eingesetzt, um Produkte zu schaffen, die nicht nur ästhetisch ansprechend sind, sondern auch über einen langen Zeitraum getragen werden können. Die natürliche Widerstandsfähigkeit des Leders macht es ideal für Artikel, die täglichem Gebrauch standhalten müssen, wie Schuhe und Taschen. Accessoires und Jacken aus Leder bieten ebenfalls eine Kombination aus Stil und Haltbarkeit. Die Entscheidung, Leder in diesen Schlüsselproduktkategorien zu verwenden, unterstreicht den Anspruch von HUGO BOSS an hochwertige Verarbeitung und Materialauswahl. Im Jahr 2024 stellte Leder, wie erwähnt, 4% des gesamten Materialvolumens dar, was seine Bedeutung innerhalb der Materialstrategie des Unternehmens unterstreicht, auch wenn es im Vergleich zu anderen Materialien mengenmäßig geringer ausfallen mag.

Beschaffungsstrategie: Der Nebenprodukt-Ansatz

Die Herkunft des Leders ist ein zentraler Aspekt der Nachhaltigkeitsbemühungen von HUGO BOSS. Das Unternehmen verfolgt einen klaren Ansatz: Es wird ausschließlich Leder verwendet, das als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie anfällt. Das bedeutet, dass keine Tiere speziell für ihre Häute gezüchtet werden. Stattdessen werden die Häute von Tieren verwendet, die primär für die Fleischproduktion gehalten wurden. Dieser Ansatz trägt dazu bei, Abfall zu reduzieren und einen bereits vorhandenen Rohstoff sinnvoll zu nutzen. Zu den Lederarten, die auf diese Weise bezogen werden, gehören Kuh-, Ziegen-, Schafs- und Büffelleder. Durch diese Strategie adressiert HUGO BOSS direkt einige der ökologischen Auswirkungen, die mit der Tierhaltung verbunden sind, indem sichergestellt wird, dass die Lederproduktion nicht der primäre Grund für die Tierhaltung ist.

Nachhaltigkeit und Verantwortung in der Lederproduktion

Die Lederherstellung hat verschiedene Umweltauswirkungen, die HUGO BOSS anerkennt und zu minimieren versucht. Die Tierhaltung, die notwendig ist, um das Rohmaterial (die Häute) zu liefern, erfordert große Landflächen und erhebliche Mengen Wasser für die Tiere und die Produktion ihres Futters. Obwohl HUGO BOSS Leder nur als Nebenprodukt bezieht, sind diese Auswirkungen auf der Ebene der landwirtschaftlichen Produktion vorhanden. Ein weiterer kritischer Schritt ist das Gerben. Dieser Prozess, der Leder haltbar macht und ihm gewünschte Eigenschaften verleiht, verwendet Chemikalien. Die fachgerechte Entsorgung dieser Chemikalien und das Management von Abwasser sind entscheidend, um negative Auswirkungen auf Ökosysteme und die menschliche Gesundheit zu vermeiden. Mängel im Abwassermanagement können schwerwiegende Folgen haben. Darüber hinaus ist die Lederherstellung vergleichsweise energieintensiv. HUGO BOSS ist sich dieser Herausforderungen bewusst und ergreift Maßnahmen, um den ökologischen Fußabdruck seiner Lederprodukte zu verringern. Das Unternehmen hat eigene Forschungen durchgeführt, um diese Auswirkungen besser zu verstehen, deren Zusammenfassung in der Naturkapitalbewertung zu finden ist.

Die Rolle von Zertifizierungen: LWG

Um die Umweltverträglichkeit der Lederproduktion zu verbessern, setzt HUGO BOSS auf Zertifizierungen und Standards. Ein wichtiger Partner in diesem Bestreben ist die Leather Working Group (LWG). Die LWG ist eine Multi-Stakeholder-Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Umweltverträglichkeit in der Lederindustrie zu bewerten und zu verbessern. Sie auditiert Gerbereien hinsichtlich ihrer Umweltpraktiken, wie z. B. Abwassermanagement, Energieverbrauch, Luftemissionen und Chemikalienmanagement. Gerbereien, die die Anforderungen erfüllen, erhalten eine Zertifizierung, die in verschiedene Stufen (Bronze, Silber, Gold) unterteilt ist. HUGO BOSS ist seit 2017 Mitglied der LWG und arbeitet aktiv daran, Leder von zertifizierten Gerbereien zu beziehen. Das Unternehmen hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis spätestens 2027 sollen 100% des verwendeten Leders von mindestens LWG-Silber-zertifizierten Gerbereien oder Gerbereien mit einem vergleichbaren Standard stammen. Dieser Standard stellt sicher, dass die Gerbereien bestimmte Umweltkriterien erfüllen. Bereits im Jahr 2024 stammten 80% des von HUGO BOSS eingesetzten Leders aus Gerbereien, die mindestens den LWG-Silber-Standard oder einen vergleichbaren Standard erfüllten. Dieses Ziel und der aktuelle Status zeigen das Engagement des Unternehmens, die Transparenz und die Umweltleistung in seiner Lederlieferkette zu erhöhen.

Chemikalienmanagement mit ZDHC

Neben der Herkunft und der allgemeinen Umweltleistung der Gerbereien konzentriert sich HUGO BOSS auch auf das Chemikalienmanagement. Die Lederverarbeitung, insbesondere das Gerben und Färben, kann potenziell gefährliche Chemikalien einsetzen. Um die Risiken für Mensch und Umwelt zu minimieren, beteiligt sich HUGO BOSS am ZDHC Roadmap to Zero Programme. Das ZDHC-Programm (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) ist eine Initiative mehrerer Marken, die darauf abzielt, gefährliche Chemikalien aus den Produktionsprozessen der Textil-, Leder- und Bekleidungsindustrie zu eliminieren. Die Teilnahme an diesem Programm zeigt das Engagement von HUGO BOSS, die Verwendung und Entsorgung von Chemikalien in seiner Lieferkette verantwortungsvoll zu gestalten und auf sicherere Alternativen hinzuarbeiten. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Reduzierung der Umweltauswirkungen der Lederproduktion.

Ausblick und Engagement

Das Engagement von HUGO BOSS für eine verantwortungsvolle Lederbeschaffung ist Teil einer umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie. Das Unternehmen hat sich klar positioniert, indem es vollständig auf die Verwendung von Zuchtpelz und exotischen Lederarten verzichtet. Diese Entscheidung unterstreicht den Fokus auf ethische und nachhaltige Praktiken. Stattdessen konzentriert sich HUGO BOSS auf die Optimierung der Beschaffung von Leder, das als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie entsteht. Die Mitgliedschaft in der LWG seit 2017 und das Ziel, bis 2027 100% des Leders aus mindestens LWG-Silber-zertifizierten Quellen zu beziehen, sind konkrete Schritte zur Verbesserung der Umweltleistung in der Lieferkette. Der Fortschritt von 80% im Jahr 2024 zeigt, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist. Die Beteiligung am ZDHC-Programm ergänzt diese Bemühungen, indem sie sich speziell auf das Chemikalienmanagement konzentriert. Durch diese Maßnahmen strebt HUGO BOSS an, die negativen Auswirkungen der Lederproduktion zu minimieren und gleichzeitig hochwertige Produkte anzubieten, die den Erwartungen der Kunden an Stil und Nachhaltigkeit entsprechen. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Partnern in der Beschaffung ist dabei von zentraler Bedeutung.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Welche Lederarten verwendet HUGO BOSS?

HUGO BOSS verwendet Lederarten wie Kuh-, Ziegen-, Schafs- und Büffelleder. Es wird ausschließlich Leder eingesetzt, das als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie anfällt.

Woher bezieht HUGO BOSS sein Leder?

Das Leder stammt von Gerbereien, wobei HUGO BOSS bestrebt ist, Leder von Gerbereien zu beziehen, die nach dem LWG-Standard zertifiziert sind. Das Ziel ist, bis 2027 100% von mindestens LWG-Silber-zertifizierten Gerbereien oder vergleichbaren Standards zu beziehen.

Ist das Leder bei HUGO BOSS nachhaltig?

HUGO BOSS arbeitet daran, die Nachhaltigkeit seiner Lederbeschaffung kontinuierlich zu verbessern. Durch die ausschließliche Verwendung von Nebenprodukten, die Mitgliedschaft in der LWG und das Engagement im ZDHC-Programm werden Schritte unternommen, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.

Was bedeutet LWG-zertifiziertes Leder?

LWG (Leather Working Group) zertifiziert Gerbereien basierend auf ihren Umweltpraktiken, wie z.B. Wasser- und Energieverbrauch, Abwassermanagement und Chemikaliengebrauch. Eine höhere Zertifizierungsstufe (wie Silber oder Gold) weist auf bessere Umweltleistungen hin.

Verwendet HUGO BOSS Pelz oder exotische Leder?

Nein, HUGO BOSS verzichtet vollständig auf Zuchtpelz und exotische Lederarten.

Die Lederbeschaffung bei HUGO BOSS ist ein Beispiel dafür, wie das Unternehmen bestrebt ist, luxuriöse Produkte mit einem Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu verbinden. Durch den Fokus auf Leder als Nebenprodukt, klare Ziele für die LWG-Zertifizierung und die Beteiligung an Initiativen wie ZDHC zeigt HUGO BOSS sein Engagement für verantwortungsvolle Praktiken in der Lieferkette. Während die Lederproduktion naturgemäß Umweltauswirkungen hat, sind die ergriffenen Maßnahmen darauf ausgerichtet, diese zu identifizieren, zu verstehen und zu minimieren. Der Weg zu 100% LWG-Silber-zertifiziertem Leder bis 2027 ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg, der Transparenz und verbesserte Umweltstandards in der Lederindustrie fördert.

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