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Japans Modeszene: Bekannte Marken vorgestellt

26/06/2013

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Kleidung und Mode aus Japan erfreuen sich weltweit wachsender Beliebtheit und Anerkennung. Die japanische Modeszene ist unglaublich vielfältig und reicht von tief in der Tradition verwurzelten Kleidungsstücken bis hin zu hypermodernen, avantgardistischen Kreationen, die die Grenzen des Designs neu definieren. Japanische Designer haben es geschafft, eine einzigartige Ästhetik zu entwickeln, die sowohl auf jahrhundertealten Handwerkstechniken basiert als auch von zeitgenössischen globalen Trends beeinflusst wird. Viele japanische Modemarken haben sich bereits seit Jahrzehnten international etabliert und beeinflussen die Mode in Metropolen rund um den Globus.

Welche bekannten Modelabel gibt es in Japan?
DIE 12 BEKANNTESTEN MODE-BRANDS AUS JAPAN1Uniqlo. Uniqlo (Unique Clothing Warehouse) ist nicht nur in Japan Marktführer für hochwertige und gleichzeitig erschwingliche Mode. ...2Comme des Garçons. Comme des Garçons – wie die Jungs. ...3ASICS. ...4Kenzo. ...5Yohji Yamamoto. ...6Issey Miyake. ...7A Bathing Ape (Bape) ...8sacai.

Die Bandbreite der japanischen Mode ist bemerkenswert. Sie umfasst traditionelle japanische Kleidung wie den Kimono, den Yukata oder den Hanten, die oft zu besonderen Anlässen getragen werden und tiefe kulturelle Bedeutung haben. Daneben existieren lebendige Szenen für Casual- und Streetwear, die besonders bei jungen Leuten beliebt sind und oft von der pulsierenden Jugendkultur in Städten wie Tokio inspiriert sind. An der Spitze der Mode-Pyramide steht die japanische Haute Couture, die für ihre innovativen Schnitte, unkonventionellen Materialien und künstlerischen Ansätze bekannt ist. Selbst im Bereich der Outdoorbekleidung machen junge japanische Labels auf sich aufmerksam, indem sie neue Stoffe und Technologien für funktionale und gleichzeitig stilvolle Freizeitkleidung nutzen.

Übersicht

Wurzeln in der Tradition: Mehr als nur Kimonos

Ein wichtiger Grundpfeiler vieler japanischer Kleidungslabels sind die traditionellen japanischen Gewandungen. Diese wurden ursprünglich stark von alten chinesischen Kleidungsstücken beeinflusst, entwickelten sich dann aber eigenständig weiter und schufen einzigartige Formen und Stile. Das wohl bekannteste Beispiel ist der Kimono, der in Japan bis ins 19. Jahrhundert hinein sowohl für Damen als auch für Herren das Standardkleidungsstück war. Die Unterschiede zwischen den eher schlichten und zurückhaltenden Modellen für Männer und den oft sehr farbenfrohen, aufwendig gemusterten und ornamentierten Kimonos für Frauen sind dabei sehr deutlich. Neben dem Kimono gibt es weitere typisch japanische Kleidungsstücke wie den leichteren Sommerkimono Yukata, die kurze Manteljacke Hanten, den zweiteiligen Jinbei, den Haori (eine Art Jacke) und den Hakama, eine Art Hosenrock, der traditionell von Männern getragen wurde. Schnitte, Silhouetten und Farbgebungen dieser traditionellen Kleidungsstücke spielen auch heute noch eine Rolle in der modernen japanischen Mode und inspirieren Designer. Ästhetische Prinzipien wie Wabi-Sabi, die aus dem Zen-Buddhismus stammen und die Schönheit des Unvollkommenen und Vergänglichen betonen, beeinflussen ebenfalls das Design vieler japanischer Marken.

Mode-Begriffe erklärt: Von Streetwear bis Haute Couture

Die Modewelt nutzt viele spezifische Begriffe, die für Außenstehende manchmal verwirrend sein können. An der Spitze der Modebranche steht die sogenannte Haute Couture. Dies sind die exklusiven, handgefertigten Kollektionen großer Designer und Modehäuser, die oft bei aufsehenerregenden Modenschauen in den Modehauptstädten der Welt präsentiert werden. Viele dieser Kreationen sind weniger für den alltäglichen Gebrauch gedacht, sondern eher als künstlerische Ausdrucksformen, bei denen Mode und Kunst verschmelzen.

Neben der Haute Couture gibt es die Kategorien Casual Wear und Streetwear, die ganz klar auf Alltagstauglichkeit ausgerichtet sind. Casual Wear beschreibt bequeme, tragbare Kleidung mit einer gewissen Formalität, oft in gedeckten Farben und mit eher klassischen Schnitten. Sie ist für den entspannten Alltag konzipiert. Streetwear hingegen ist Ausdruck von Jugendlichkeit, Sportlichkeit und aktuellen Trends. Sie ist oft von Subkulturen, Musik und Kunst inspiriert und umfasst typische Elemente wie Sneaker, Hoodies und T-Shirts mit auffälligen Grafiken. In Japan kommt zu diesen westlichen Kategorien noch die traditionelle japanische Mode hinzu, die sich, ähnlich wie klassische europäische Kleidung (Kleider, Anzüge), in Japan erhalten hat und oft zu besonderen Anlässen getragen wird.

Ein Blick in die Geschichte der japanischen Mode

Bis zur Meiji-Periode (1868–1912) dominierte in Japan fast ausschließlich traditionelle Kleidung, die, wie erwähnt, stark von chinesischen Vorbildern geprägt war. Während der Meiji-Zeit wurde westliche Bekleidung populärer, insbesondere bei Männern, die begannen, Anzüge zu tragen. Dies zeigte sich auch in der Modernisierung des Militärs, das Uniformen nach europäischem Vorbild erhielt. Traditionelle Kleidung wurde jedoch parallel weitergetragen und die damit verbundenen Handwerkskünste gepflegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich westliche Kleidung für den Alltag endgültig durch, was unter anderem zum Klischee des japanischen Salaryman im dunklen Anzug führte. Ab den 1960er Jahren entstanden dann Jugendbewegungen mit eigenen Modestilen, die heute in Formen wie Kawaii (niedlich), Cyberpunk oder Gothic erstaunliche Ausprägungen finden. Besonders Tokio, mit Vierteln wie Harajuku als Zentrum der Jugendkultur, ist bekannt für individuelle Stilikonen, bunte Street-Fashion und eine Mentalität, in der fast alles erlaubt scheint, was wiederum japanische Designer beeinflusst.

Die 12 bekanntesten Mode-Brands aus Japan

Nun zu den Marken, die die japanische Modeszene prägen und international bekannt sind:

1. Uniqlo

Uniqlo, kurz für Unique Clothing Warehouse, ist nicht nur in Japan ein Marktführer für hochwertige und erschwingliche Mode. Das Label konzentriert sich auf alltagstaugliche Casual Wear, die sich durch zeitlose Schnitte und einen Fokus auf Qualität auszeichnet, ohne dabei teuer zu sein. Uniqlo-Läden sind heute in vielen Ländern zu finden und die Marke hat eine große Fangemeinde. Regelmäßige Kollaborationen mit bekannten Designern wie Jil Sander oder Alexander Wang bringen frische Impulse in die Kollektionen.

2. Comme des Garçons

Gegründet 1969 von Rei Kawakubo in Japan. Der französische Name „Wie die Jungs“ bezieht sich auf Kawakubos Vision, Kleidung für Frauen zu schaffen, die ebenso bequem und für Mobilität geeignet ist wie Herrenbekleidung. Die Designs von Comme des Garçons zeichnen sich oft durch nicht figurbetonte Silhouetten aus und zielen darauf ab, zeitlose Stücke zu entwerfen, die von Frauen unterschiedlichen Alters und Körperformen getragen werden können. Auch dieses Label arbeitet oft mit anderen Marken zusammen, darunter internationale Größen wie Levi's oder Nike.

3. ASICS

ASICS ist wohl der weltweit bekannteste japanische Hersteller von Sportbekleidung und insbesondere Laufschuhen und Sneakers. Der Name ist ein Akronym des lateinischen Sprichworts „anima sana in corpore sano“, was „eine gesunde Seele in einem gesunden Körper“ bedeutet. ASICS-Produkte sind in Sportgeschäften und Schuhläden weltweit erhältlich.

4. Kenzo

Bekannt für seine farbenfrohen und oft mutigen Entwürfe. Kenzo hat einen großen Einfluss in der Popkultur, besonders in der Hip-Hop- und R&B-Szene. Obwohl das Label in Paris von einem japanischen Designer gegründet wurde und somit eine Art Hybrid darstellt, sind die Designs und Muster oft klar von der japanischen Herkunft des Gründers inspiriert. Neben Mode bietet Kenzo auch Accessoires und Parfums an, oft mit dem ikonischen Tigerkopf-Logo.

5. Yohji Yamamoto

Dieses Label, benannt nach seinem Gründer, steht für Avantgarde-Mode auf höchstem Niveau. Die Entwürfe zeichnen sich durch asymmetrische Schnitte, weite Silhouetten und eine oft dunkle Farbpalette aus. Yamamoto experimentiert gerne mit unkonventionellen Materialien und Techniken, was seine Kreationen manchmal eher wie Kunstwerke als wie Kleidung erscheinen lässt. Als Haute Couture-Label sind die Stücke oft sehr teuer. Durch Kollaborationen mit Marken wie Supreme, Adidas (Sublinie Y-3) oder Dr. Martens werden jedoch auch erschwinglichere Produkte angeboten.

6. Issey Miyake

Das Label, benannt nach dem 2022 verstorbenen Gründer, bietet Damen- und Herrenbekleidung sowie Accessoires und Parfums. Miyake war bekannt für seinen technoiden Stil, das Experimentieren mit neuen Materialien und das Nutzen von Plissee- und Falttechniken, die an Origami erinnern. Das Label führt verschiedene Kollektionen wie Issey Miyake und Issey Miyake Men sowie Pleats Please, die in eigenen Geschäften und Boutiquen im gehobenen Preissegment erhältlich sind.

7. A Bathing Ape (Bape)

A Bathing Ape, kurz Bape, spielt mit seinem Namen auf die berühmten japanischen Affen an, die in heißen Quellen baden, und auf die anfängliche, eher wohlhabende Klientel. Der vollständige Name lautet „A bathing ape in lukewarm water“. Bape wurde durch geschicktes Marketing in der Musikbranche und Kollaborationen, zum Beispiel mit Pharrell Williams, international bekannt. Das Label bietet tragbare Streetwear mit oft ironischem Humor. Besonders beliebt sind die Bapestas Sneaker und der Shark-Hoody.

Welche bekannten Modelabel gibt es in Japan?
DIE 12 BEKANNTESTEN MODE-BRANDS AUS JAPAN1Uniqlo. Uniqlo (Unique Clothing Warehouse) ist nicht nur in Japan Marktführer für hochwertige und gleichzeitig erschwingliche Mode. ...2Comme des Garçons. Comme des Garçons – wie die Jungs. ...3ASICS. ...4Kenzo. ...5Yohji Yamamoto. ...6Issey Miyake. ...7A Bathing Ape (Bape) ...8sacai.

8. sacai

Gegründet 1999 von Chitose Abe. Sacai wurde ab 2020 international bekannter, unter anderem durch eine Kollaboration mit Nike. Die Mission des Labels ist es, „Kleidung zu entwerfen, die man tragen kann“, was in der oft sehr künstlerischen High-Fashion-Welt bemerkenswert ist. Die teuren Stücke von sacai nehmen Inspiration von traditioneller japanischer Mode (Schnitte, Stoffe, Farben) und verbinden sie mit westlichen Streetwear-Elementen.

9. Undercover

Das Label von Jun Takahashi verbindet Luxusmode mit Elementen des Tokyo Punk-Untergrunds. Die Designs sind oft wild und unkonventionell, nutzen ungewöhnliche Materialien wie Plastik, Leder und Metall und kombinieren diese mit naiv-niedlichen Motiven wie Teddybären. Undercover ist bekannt für seinen Humor und eine Prise Chaos, bietet aber inzwischen auch elegante Damen- und Herrenmode.

10. 6%DokiDoki

Dies ist eigentlich kein Modelabel im klassischen Sinn, sondern ein Shop, gegründet vom Künstler Sebastian Hasuda, der sich auf Kawaii-Mode spezialisiert hat. Kawaii bedeutet „niedlich“ und ist stark mit der Anime-Kultur verbunden. Der Online-Shop ermöglicht es, Kleidung kleiner japanischer Modemacher zu kaufen, die sich diesem Stil verschrieben haben. Die Kleidung ist bonbonbunt, poppig und einzigartig, wenn auch nicht jedermanns Geschmack oder für jeden Tag geeignet.

11. And Wander

Ein führendes Label im Bereich der japanischen Outdoor-Mode. Seit 2011 verbindet And Wander Natur und Urbanität mit hochfunktionellen Produkten. Das Label nutzt moderne Materialien, um zum Beispiel wasserdichte Jacken und strapazierfähige Rucksäcke zu schaffen, die sowohl in der Natur als auch in der Stadt funktionieren. And Wander legt zudem Wert auf Nachhaltigkeit.

12. Beams

Entstand aus einem Lifestyle-Store in Tokio in den 1970er Jahren. Die erste eigene Herrenkollektion kam 1999 auf den Markt. Beams bietet weltweit von Workwear inspirierte, qualitativ hochwertige Männermode. Die Kleidung ist casual, sehr tragbar, zeichnet sich durch Understatement aus und ist nicht übermäßig teuer.

Häufig gestellte Fragen zur japanischen Mode

Welche Art von Kleidung bietet Uniqlo an?
Uniqlo ist bekannt für hochwertige und erschwingliche Casual Wear, die zeitlos und alltagstauglich ist.

Was ist das Besondere an Comme des Garçons?
Das Label wurde von Rei Kawakubo gegründet und zeichnet sich durch nicht figurbetonte, bequeme und zeitlose Designs für Frauen aus, oft inspiriert von Herrenbekleidung.

Wofür steht der Name ASICS?
ASICS ist ein Akronym des lateinischen Sprichworts „anima sana in corpore sano“, was „eine gesunde Seele in einem gesunden Körper“ bedeutet.

Welchen Stil verfolgt Yohji Yamamoto?
Yohji Yamamoto ist bekannt für Avantgarde-Mode auf höchstem Niveau, oft mit asymmetrischen Schnitten, weiten Silhouetten, dunklen Farben und experimentellen Materialien.

Was ist Bape?
Bape (A Bathing Ape) ist eine bekannte japanische Streetwear-Marke, die durch Marketing und Kollaborationen international populär wurde. Sie ist bekannt für Designs mit ironischem Humor, wie die Bapestas Sneaker oder den Shark-Hoody.

Was versteht man unter Kawaii-Mode?
Kawaii bedeutet „niedlich“ und ist ein Modestil, der stark von der Anime-Kultur beeinflusst ist. Er zeichnet sich oft durch bunte Farben, poppige Elemente und verspielte Designs aus, wie sie zum Beispiel bei 6%DokiDoki zu finden sind.

Japanische Modemarken bieten eine faszinierende Mischung aus Tradition, Innovation und einzigartigem Stil. Von weltbekannten Marken wie Uniqlo und ASICS bis hin zu Avantgarde-Labels wie Yohji Yamamoto und Nischenmarken im Streetwear- oder Kawaii-Bereich gibt es für jeden Geschmack und Anlass etwas zu entdecken. Die Kreativität und Vielfalt der Designer aus Japan prägen die globale Modeszene nachhaltig.

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