Wer trägt Knickerbocker?

Die Geschichte der Knickerbocker Hose

06/11/2016

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Knickerbocker ist die Bezeichnung für eine besondere Art von Hose, die sich durch ihre Länge und Form auszeichnet. Typischerweise reicht eine Knickerbocker bis etwa zur Wade und zeichnet sich durch weite Beine aus, die am unteren Ende, nahe der Wade oder knapp darunter, gerafft oder in ein Band gefasst sind. Diese Hose war und ist sowohl für Männer als auch für Frauen tragbar.

Warum wurden New Yorker Knickerbocker genannt?
Irvings Buch, später bekannt als „Knickerbockers Geschichte von New York“, führte das Wort „Knickerbocker“ ein , um einen New Yorker zu bezeichnen, der seine Abstammung auf die ursprünglichen niederländischen Siedler zurückführen konnte . Mit der Veröffentlichung von Irvings Buch wurde die Figur des niederländischen Siedlers „Knickerbocker“ zum Synonym für New York City.

Ursprünglich wurden Knickerbocker aus widerstandsfähigem Leder gefertigt. Ihre Konzeption war auf Strapazierfähigkeit ausgelegt, was sie zur idealen Bekleidung für Aktivitäten im Freien machte. Insbesondere waren sie als robuste Kleidung für Wanderer und Bergsteiger gedacht, die Schutz vor den Elementen und der rauen Umgebung benötigten. Auch im Sport fanden Knickerbocker früh Anwendung: Torhüter von Fußballmannschaften trugen sie bis etwa 1920 gerne, um ihre Beine vor Abschürfungen bei Paraden und Stürzen zu schützen. Während Leder das ursprüngliche Material war, können heutige Knickerbocker auch aus anderen Stoffen wie Baumwolle oder Kunstfasern bestehen, was ihre Vielseitigkeit unterstreicht.

Übersicht

Abgrenzung und Varianten

Obwohl Knickerbocker eine spezifische Hosenform darstellen, gibt es ähnliche Kleidungsstücke, mit denen sie verglichen oder verwechselt werden könnten. Dazu gehören die Dreiviertelhose und die Kniebundhose. Ursprünglich galten Knickerbocker als Hosen, die nur bis zum Knie reichten, aber die heute gängige Vorstellung und die historische Entwicklung umfassen oft die wadenlange Variante.

Besonders in England unterscheidet man detailliert zwischen verschiedenen Längenvarianten von Hosen, die am Knie oder darunter enden. Die bekannteste dieser Varianten im Kontext der Knickerbocker ist die sogenannte „plus fours“-Hose. Diese ist, wie der Name andeutet, vier Inches (etwa 10 cm) länger als eine Hose, die direkt am Knie endet, und reicht somit deutlich unter das Knie. Weniger bekannte, aber existierende Varianten sind „plus twos“, „plus sixes“ und „plus eights“, die entsprechend zwei, sechs oder acht Inches länger sind.

Die Kniebundhose, die ebenfalls bis zum Knie reicht und oft als universelle Mischung aus Hose und Short beschrieben wird, unterscheidet sich von der Knickerbocker durch ihren Abschluss. Bei der Kniebundhose ist der Abschluss, oft mit einer Schnürung versehen, typischerweise höher angesetzt und enger am Knie anliegend. Die Knickerbocker hingegen ist in ihren Beinen weiter geschnitten und die Raffung oder das Bündchen sitzt tiefer, näher an oder auf der Wade.

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Wer trug Knickerbocker? Eine historische Betrachtung

Die Knickerbocker-Hose hat im Laufe ihrer Geschichte verschiedene Trägergruppen und Anwendungsbereiche gesehen und sich von reiner Funktionskleidung zu einem modischen Element entwickelt. Laut Definitionen aus Modelexika wurden Knickerbocker um 1860 für Männer als lockere Hosen eingeführt, die am Knie gerafft oder in ein Schnallenband gefasst wurden, ursprünglich für den Gebrauch auf dem Land.

In den frühen 1890er Jahren wurden Knickerbocker auch von Frauen getragen, insbesondere beim Radfahren. Dies war zu jener Zeit eine progressive Wahl der Kleidung, die nicht immer auf Akzeptanz stieß. Berichte aus dieser Zeit schildern, dass Frauen in Knickerbockern beim Radfahren manchmal Beschimpfungen von Zuschauern ausgesetzt waren. Trotz anfänglicher Rückschritte, bei denen Clubs empfahlen, wieder Röcke zu tragen, setzte sich die bequemere Kleidung durch, als sich die Öffentlichkeit an den Anblick von Frauen in Hosen auf Fahrrädern gewöhnte.

Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Knickerbocker bei Männern als Kleidung für den Golfsport und andere Sportarten populär. Parallel dazu wurden sie ab 1863 auch bei Jungen modisch. Jüngere Jungen trugen sie oft mit einer kurzen, kragenlosen Jacke oder einer Weste. In den 1890er Jahren kombinierten ältere Jungen Knickerbocker häufig mit einer Norfolk-Jacke. Ab den 1890er Jahren wurden Knickerbocker für Jungen im Sprachgebrauch oft einfach als „knickers“ bezeichnet.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts erlebten Knickerbocker eine weitere Transformation. Sie waren nicht mehr nur reine Sport- oder Funktionskleidung, sondern wurden zu einem modischen Bestandteil der Herrenbekleidung und im Alltag getragen. Die Stile entwickelten sich ebenfalls weiter; während frühe Knickerbocker oft sehr weit und sackartig geschnitten waren und Gummizüge für die Raffung unterhalb des Knies nutzten, entstanden später auch maßgeschneidertere und modernere Varianten, die eher als modisches Statement denn für anstrengende Aktivitäten gedacht waren.

Woher kommt der Begriff Knickerbocker?
Geschichte und Namensherkunft. Der Name Knickerbocker basiert auf der Satire A History of New York, die 1809 von dem Schriftsteller Washington Irving unter dem Pseudonym Diedrich Knickerbocker veröffentlicht wurde.

Zusammenfassung der Entwicklung

Die Geschichte der Knickerbocker zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung. Was als strapazierfähige Lederhose für alpine Abenteuer und den Schutz von Sportlern begann, wurde schnell von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen adaptiert. Männer nutzten sie für ländliche Aktivitäten und Sport, Frauen wagten sich in ihnen auf Fahrräder, und Jungen trugen sie als Teil ihrer gängigen Kleidung. Mit der Zeit wandelte sich ihr Image von reiner Funktionalität hin zu einem anerkannten Bestandteil der Mode, der Vielfalt in Material und Schnitt zeigte, von weiten, funktionalen Designs bis hin zu eleganteren, maßgeschneiderten Varianten. Die Knickerbocker ist somit mehr als nur eine Hose; sie ist ein Stück Modegeschichte, das Funktionalität, sozialen Wandel und stilistische Entwicklung widerspiegelt.

Häufig gestellte Fragen zu Knickerbockern

Was genau sind Knickerbocker?
Knickerbocker sind eine Art Hose, die typischerweise bis etwa zur Wade reicht und weite Beine hat, die am unteren Ende gerafft oder gebündelt sind.

Aus welchen Materialien wurden Knickerbocker ursprünglich hergestellt?
Ursprünglich wurden Knickerbocker aus robustem Leder gefertigt, um strapazierfähig zu sein.

Wofür wurden Knickerbocker ursprünglich verwendet?
Sie waren als strapazierfähige Kleidung für Wanderer, Bergsteiger und bis etwa 1920 auch für Fußballtorhüter gedacht.

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Wer trug Knickerbocker im Laufe der Geschichte?
Knickerbocker wurden von Männern (für ländliche Aktivitäten, Sport, später auch im Alltag), Frauen (insbesondere beim Radfahren) und Jungen getragen.

Gibt es verschiedene Längenvarianten von Knickerbockern?
Ja, besonders in England gibt es Varianten wie „plus fours“, die etwa 10 cm unter dem Knie enden, sowie „plus twos“, „plus sixes“ und „plus eights“.

Wie unterscheiden sich Knickerbocker von Kniebundhosen?
Knickerbocker haben typischerweise weitere Beine und der Abschluss sitzt tiefer (an oder auf der Wade) als bei der Kniebundhose, deren oft geschnürter Abschluss näher am Knie und enger anliegt.

Waren Knickerbocker immer nur Sportkleidung?
Nein, obwohl sie ursprünglich für Sport und Outdoor-Aktivitäten gedacht waren, entwickelten sie sich im frühen 20. Jahrhundert zu einer modischen Hose, die auch im Alltag getragen wurde.

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