Welche Aufgaben hat man als Kommissionierer?

Kommissionierer: Gehalt, Aufgaben, Ausbildung

22/09/2022

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Der Beruf des Kommissionierers ist im modernen Warenfluss unverzichtbar. In einer Welt, in der schnelle Lieferketten und präzise Abläufe entscheidend sind, sorgen Kommissionierer dafür, dass die richtigen Waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Sie sind das Herzstück vieler Lager und Logistikzentren und gewährleisten, dass sowohl Produktionsprozesse reibungslos ablaufen als auch Kundenbestellungen korrekt und pünktlich versandt werden. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Tätigkeit, welche Qualifikationen sind gefragt und wie sehen die Verdienstmöglichkeiten aus?

Übersicht

Was macht ein Kommissionierer? Die Kernaufgaben im Lager

Die Hauptaufgabe eines Kommissionierers besteht darin, Waren oder Güter aus einem Lager entsprechend einer Bestellung oder einem Auftrag zusammenzustellen. Dieser Prozess wird als Kommissionierung bezeichnet. Es ist weit mehr als nur das einfache Entnehmen von Artikeln aus Regalen. Kommissionierer sind für die Qualität und Vollständigkeit der zusammengestellten Ware verantwortlich.

Wie viel Geld verdient ein Kommissionierer?
Als Kommissionierer/in kannst du ein durchschnittliches Jahresgehalt von 31.900 € und ein Monatsgehalt von ca. 2.658 € erwarten, was einem Stundenlohn von 17 € entspricht. Das Einstiegsgehalt liegt etwa bei 27.000 €.

Zu den typischen Aufgaben eines Kommissionierers gehören:

  • Die Annahme und Kontrolle von eingehenden Waren oder Gütern.
  • Die Zusammenstellung von Waren nach Kundenaufträgen oder für Produktionszwecke.
  • Die genaue Prüfung der Warenmenge und -qualität während des Entnahmeprozesses.
  • Die Kontrolle der Begleitpapiere, um sicherzustellen, dass alles übereinstimmt.
  • Die Vorbereitung der zusammengestellten Waren für den Versand, einschließlich Verpackung.
  • Die Koordination von Terminen, um eine zeitgerechte Auslieferung zu gewährleisten.
  • Die Sortierung des Lagers und die regelmäßige Überprüfung der Bestände.
  • Das Buchen der entnommenen Waren im System, oft per PC oder über elektronische Kommissionierungssysteme.

Kommissionierer arbeiten oft mit Kommissionslisten oder modernen elektronischen Systemen, die ihnen den Lagerplatz, die benötigte Anzahl, die Lieferadresse und die Versandart vorgeben. Diese Systeme können auch die Entnahme automatisch registrieren, was den Prozess beschleunigt und Fehler reduziert.

Die Arbeit erfordert Konzentration und Sorgfalt, da Fehler bei der Zusammenstellung von Aufträgen zu Lieferverzögerungen und Unzufriedenheit bei Kunden oder in der Produktion führen können. Die Verantwortung, die richtigen Artikel in der korrekten Stückzahl zu entnehmen und für den Weitertransport vorzubereiten, liegt maßgeblich beim Kommissionierer.

Die Bedeutung des Kommissionierers im Warenfluss

Kommissionierer spielen im gesamten Produktions- und Lieferprozess eine zentrale Rolle. Sie sind das Bindeglied zwischen der Lagerhaltung und dem Versand oder der Weiterverarbeitung. Ihre Arbeit stellt sicher, dass der Materialfluss reibungslos funktioniert und Produktionen termingerecht beliefert werden können. Besonders in Branchen, die auf Zulieferer angewiesen sind und komplexe Produktionsketten haben, ist die präzise und vorausschauende Arbeit des Kommissionierers entscheidend.

Die Koordination von Warenflüssen, oft unter hohem Zeitdruck und mit knappen Terminplänen, erfordert nicht nur Genauigkeit, sondern auch eine gute Organisation und Überblick. Die wachsende Vernetzung und Globalisierung machen diese Aufgabe zunehmend komplexer und betonen die Wichtigkeit einer effizienten Kommissionierung.

In welchen Branchen sind Kommissionierer gefragt?

Kommissionierer sind in nahezu allen Branchen gefragt, in denen Waren gelagert, verwaltet und für den Weitertransport oder die Nutzung zusammengestellt werden müssen. Überall dort, wo komplexe Logistikprozesse ablaufen, sind ihre Fähigkeiten unverzichtbar.

Typische Branchen, in denen Kommissionierer eine wichtige Rolle spielen:

  • Automobilindustrie: Für die Bereitstellung von Teilen für die Montage.
  • Textilindustrie: Für die Zusammenstellung von Bekleidung für Geschäfte oder Online-Bestellungen.
  • Lebensmittelhandel: In Zentrallagern für die Belieferung von Supermärkten.
  • Metallgewerbe: Für die Bereitstellung von Materialien und Komponenten.
  • Möbelhandel: Für die Zusammenstellung von Möbelteilen oder Bestellungen.
  • Logistikunternehmen: Als Dienstleister für diverse Kunden aus verschiedenen Branchen.

Die Vielseitigkeit des Berufsfeldes bietet Kommissionierern gute Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Arbeitsumgebungen, von großen Industriebetrieben bis hin zu spezialisierten Logistikdienstleistern.

Gehalt als Kommissionierer: Was kann man verdienen?

Die Frage nach dem Verdienst ist natürlich zentral für jeden, der sich für einen Beruf interessiert. Als Kommissionierer können die Gehälter je nach Erfahrung, Branche, Unternehmensgröße und Region variieren. Die uns vorliegenden Daten geben einen guten Überblick über die zu erwartenden Einkommen.

Im Durchschnitt kann ein Kommissionierer in Deutschland mit einem Jahresgehalt von etwa 31.900 € rechnen. Das entspricht einem durchschnittlichen Monatsgehalt von circa 2.658 € brutto. Betrachtet man den Stundenlohn, liegt dieser im Durchschnitt bei rund 17 €.

Das Einstiegsgehalt für Berufsanfänger oder Quereinsteiger liegt typischerweise etwas niedriger, bei etwa 27.000 € pro Jahr.

Was ist der Unterschied zwischen Lagerarbeiter und Kommissionierer?
Lagerhelfer, Lagermitarbeiter, Lagerarbeiter und Kommissionierer bezeichnen alle denselben Job, für den keine Ausbildung benötigt wird. Der Fachlagerist und die Fachkraft für Lagerlogistik hingegen übernehmen mehr Aufgaben und Verantwortung, deswegen wird hier eine Berufsausbildung vorausgesetzt.

Die Gehaltsspanne als Kommissionierer/in ist relativ breit und reicht von 26.900 € bis zu 37.500 € pro Jahr. Dies entspricht einer monatlichen Spanne von 2.242 € bis 3.125 €. Diese Unterschiede können auf Faktoren wie Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen (wie z.B. ein Gabelstaplerschein), die Verantwortlichkeit der Position oder auch die Verhandlung des Einzelnen zurückzuführen sein.

Auch die Region spielt eine Rolle. In Städten wie Berlin, Hamburg und München gibt es laut den uns vorliegenden Informationen besonders viele offene Stellen für Kommissionierer, was auf eine hohe Nachfrage hindeutet und sich potenziell auch auf das Lohnniveau auswirken kann, auch wenn spezifische regionale Gehaltsunterschiede hier nicht detailliert aufgeführt sind.

Karriereaussichten und Arbeitsmarkt für Kommissionierer

Die Berufsaussichten für qualifizierte Kommissionierer werden als vergleichsweise gut eingeschätzt. Die zunehmende Globalisierung, die Vernetzung von Lieferanten und Produzenten sowie der wachsende Online-Handel führen zu immer komplexeren logistischen Herausforderungen. Dies erhöht die Nachfrage nach Fachkräften, die in der Lage sind, diese Prozesse effizient zu gestalten und zu koordinieren.

Die Notwendigkeit einer vorausschauenden Planung und Koordination von Warenflüssen in globalen Lieferketten macht die Rolle des Kommissionierers wichtiger denn je. Die uns vorliegenden Daten zeigen eine signifikante Anzahl offener Stellen deutschlandweit (über 4000 auf einer bekannten Jobplattform), was das Potenzial auf dem Arbeitsmarkt unterstreicht.

Mit zunehmender Erfahrung und gegebenenfalls Weiterbildungen (z.B. im Bereich Lagerlogistik oder als Teamleiter) können sich Kommissionierer auch weiterentwickeln und verantwortungsvollere Positionen übernehmen.

Wie wird man Kommissionierer? Wege in den Beruf

Das Besondere am Beruf des Kommissionierers ist, dass es keine gesetzlich vorgeschriebene oder geschützte Ausbildung gibt, die zwingend absolviert werden muss, um in diesem Bereich tätig zu werden. Es gibt verschiedene Wege, die zum Ziel führen können, und oft sind es die individuellen Kompetenzen und Erfahrungen, die für eine Einstellung entscheidend sind.

Viele Kommissionierer verfügen jedoch über eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Lager und Logistik, da diese das nötige Fachwissen und die praktischen Fähigkeiten vermittelt.

Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik

Dies ist einer der häufigsten und fundiertesten Wege, um im Lagerwesen Fuß zu fassen und auch als Kommissionierer tätig zu werden. Es handelt sich um eine dreijährige, duale Berufsausbildung, die sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule stattfindet.

Schwerpunkte dieser Ausbildung sind:

  • Logistische Prozesse planen, organisieren und steuern.
  • Güter annehmen und kontrollieren.
  • Güter lagern, verwalten und Bestände kontrollieren.
  • Güter kommissionieren und verpacken.
  • Touren planen und Güter verladen und versenden.
  • Qualitätssichernde Maßnahmen durchführen.
  • Kommunikation und kaufmännische Steuerung im Lagerwesen.
  • Effizienter Einsatz von Arbeitsmitteln und Transportgeräten.

Diese Ausbildung vermittelt ein breites Spektrum an Kenntnissen, die weit über die reine Kommissionierung hinausgehen und ein tiefes Verständnis für die Abläufe im Lager und der Logistik schaffen. Etwa die Hälfte der Auszubildenden hat einen mittleren Bildungsabschluss, aber auch Bewerber mit Hauptschulabschluss haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Wie viel Geld verdient ein Kommissionierer?
Als Kommissionierer/in kannst du ein durchschnittliches Jahresgehalt von 31.900 € und ein Monatsgehalt von ca. 2.658 € erwarten, was einem Stundenlohn von 17 € entspricht. Das Einstiegsgehalt liegt etwa bei 27.000 €.

Ausbildung zum Fachlageristen

Eine weitere Option ist die Ausbildung zum Fachlageristen. Diese duale Ausbildung dauert nur zwei Jahre und ist inhaltlich der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik sehr ähnlich, jedoch weniger umfangreich. Sie konzentriert sich stark auf die praktischen Tätigkeiten im Lager, einschließlich der Annahme, Lagerung und des Versands von Gütern sowie der Kommissionierung.

Ausbildung zum Assistenten Logistik

Diese Ausbildung findet nicht dual, sondern an einer Berufsfachschule statt. Sie vermittelt ebenfalls Kenntnisse im Bereich Logistik und Lagerwirtschaft und beinhaltet in der Regel Pflichtpraktika, die praktische Einblicke in Unternehmen ermöglichen, die im Transport- und Logistikbereich tätig sind.

Quereinstieg und benötigte Kompetenzen

Auch ohne eine spezifische Logistikausbildung ist ein Einstieg als Kommissionierer möglich. Hier sind vor allem bereits vorhandene Kompetenzen und praktische Erfahrungen von Vorteil. Erfahrung in der Lagerwirtschaft, auch aus anderen Tätigkeiten, kann sehr hilfreich sein.

Zunehmend wichtig wird auch technisches Know-how und der sichere Umgang mit Informationstechnologien. Viele Lager arbeiten heute mit hochmodernen Systemen zur Bestandsverwaltung und Kommissionierung. Das Bedienen von Förderanlagen oder Transportgeräten gehört ebenfalls oft zum Arbeitsalltag.

Neben den fachlichen Fähigkeiten sind auch bestimmte „Soft Skills“ entscheidend für den Erfolg als Kommissionierer:

  • Konzentriertes Arbeiten, auch unter Zeitdruck.
  • Eine vorausschauende und planvolle Arbeitsweise.
  • Gute Kommunikationsfähigkeiten, um sich mit Kollegen und anderen Abteilungen abzustimmen.
  • Sorgfalt und Genauigkeit.
  • Belastbarkeit, da die Arbeit körperlich anstrengend sein kann.

Zusatzqualifikationen: Der Gabelstaplerschein

Eine häufig geforderte Zusatzqualifikation für Kommissionierer ist der Gabelstapler-Führerschein, offiziell als Flurfördermittelschein bezeichnet. Das sichere Bedienen von Gabelstaplern und anderen Flurförderzeugen ist in vielen Lagern unerlässlich, um Waren zu bewegen und zu lagern.

Diese Qualifikation kann bei verschiedenen anerkannten Stellen, wie zum Beispiel dem TÜV, erworben werden. Die Kosten für die Ausbildung liegen in der Regel zwischen 150 und 300 Euro, was eine sinnvolle Investition in die eigene Karriere darstellt und die Jobchancen deutlich verbessern kann.

Ist Kommissionieren körperlich anstrengend?

Ja, die Arbeit als Kommissionierer kann durchaus körperlich anstrengend sein. Man verbringt den Arbeitstag meist stehend oder gehend im Lager, bewegt Waren, hebt Pakete und bedient unter Umständen Flurförderzeuge. Das Zusammenstellen und Verpacken von Waren erfordert körperlichen Einsatz. Auch das Arbeiten in verschiedenen Lagerbereichen, wie z.B. Kühlhäusern im Lebensmittelhandel, kann zusätzliche Anforderungen stellen. Die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck konzentriert und zügig zu arbeiten, erfordert sowohl körperliche als auch mentale Belastbarkeit.

Kommissionierer vs. Lagerarbeiter – Wo liegt der Unterschied?

Oft werden die Begriffe Kommissionierer und Lagerarbeiter synonym verwendet, aber es gibt einen feinen Unterschied, der sich aus den Hauptaufgaben ergibt. Ein Lagerarbeiter hat in der Regel ein breiteres Spektrum an Aufgaben im Lager. Dazu gehören das Annehmen von Waren, die Einlagerung, das Sortieren, das Überprüfen von Beständen, das Be- und Entladen von Fahrzeugen sowie auch die Mithilfe bei der Kommissionierung.

Ein Kommissionierer hingegen ist auf die spezifische Aufgabe der Zusammenstellung von Waren für Aufträge spezialisiert. Während er auch andere Lageraufgaben übernehmen kann, liegt sein Hauptfokus auf dem Entnehmen von Artikeln gemäß Bestelllisten oder Systemvorgaben und deren Vorbereitung für den Weitertransport. Man könnte sagen, dass die Kommissionierung eine der Kernaufgaben ist, die ein Lagerarbeiter ausführen kann, während ein Kommissionierer primär diese Aufgabe erfüllt und darin spezialisiert ist.

Ist Kommissionieren anstrengend?
Die Kommissionierer-Aufgaben in einem Lagerhaus können manchmal anstrengend sein. Du solltest daher keine schweren körperlichen Beeinträchtigungen haben. Auch wenn Du im Kühlhaus eingesetzt werden solltest, ist eine gewisse Robustheit durchaus von Vorteil.

Ein Blick in die Praxis: Kommissionieren im Lebensmittelhandel (Lidl)

Das Beispiel aus dem Lebensmittelhandel, wie z.B. bei Lidl, verdeutlicht die tägliche Arbeit eines Kommissionierers. Im Logistikzentrum ist es die Aufgabe, die reibungslose Versorgung der Filialen sicherzustellen. Dies bedeutet, dass Kommissionierer dafür sorgen, dass die Regale in den Filialen immer gefüllt sind. Ihre Arbeit beginnt mit der Annahme und Lagerung von Waren. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Waren korrekt und optimal verräumt werden, sei es im Frischebereich oder im Trockensortiment.

Der zentrale Teil der Arbeit ist dann das Zusammenstellen der Waren nach den Bestellungen der einzelnen Filialen. Diese Bestellungen müssen präzise und schnell bearbeitet werden. Die zusammengestellten Waren werden anschließend sicher für den Transport verpackt, damit sie unbeschädigt in den Filialen ankommen. Diese Art von Arbeit erfordert nicht nur Genauigkeit, sondern auch körperlichen Einsatz und die Bereitschaft, "anzupacken", um den Warenfluss konstant zu halten. Es ist eine Position, bei der jeder Einzelne zählt, um das Gesamtsystem am Laufen zu halten.

Häufig gestellte Fragen zum Beruf des Kommissionierers

Muss ich eine Ausbildung machen, um als Kommissionierer zu arbeiten?

Nein, es ist keine spezifische, gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung erforderlich. Viele Arbeitgeber bevorzugen jedoch Bewerber mit einer Ausbildung im Bereich Lagerlogistik (z.B. Fachkraft für Lagerlogistik oder Fachlagerist), da diese das nötige Fachwissen und praktische Fertigkeiten vermittelt. Auch ein Quereinstieg über relevante Berufserfahrung und nachgewiesene Kompetenzen ist möglich.

Welche Fähigkeiten sind als Kommissionierer besonders wichtig?

Neben praktischer Erfahrung im Lagerwesen und technischem Verständnis (z.B. für Lagersysteme oder Transportgeräte) sind Soft Skills wie Konzentration, Sorgfalt, Belastbarkeit, vorausschauendes Arbeiten und gute Kommunikation sehr wichtig. Der sichere Umgang mit IT-Systemen wird ebenfalls zunehmend bedeutend.

Ist ein Gabelstaplerschein notwendig?

Obwohl nicht immer zwingend erforderlich, wird ein Gabelstaplerschein (Flurfördermittelschein) von vielen Arbeitgebern als Zusatzqualifikation gewünscht oder sogar vorausgesetzt. Er verbessert die Jobchancen erheblich und ermöglicht das Führen von Flurförderzeugen im Lager.

Wie unterscheidet sich der Job vom Lagerarbeiter?

Der Kommissionierer ist auf die Aufgabe der Zusammenstellung von Waren für spezifische Aufträge spezialisiert. Ein Lagerarbeiter hat in der Regel ein breiteres Aufgabenspektrum im Lager, das von der Warenannahme über die Lagerung bis zum Versand reicht, wobei die Kommissionierung eine dieser Aufgaben sein kann.

Wie sind die Berufsaussichten?

Die Berufsaussichten für Kommissionierer gelten als gut. Die zunehmende Komplexität der globalen Lieferketten und der wachsende Online-Handel sorgen für eine konstant hohe Nachfrage nach qualifizierten Kräften in diesem Bereich.

Vergleich der Ausbildungswege

Um die Unterschiede zwischen den gängigsten Ausbildungen im Lagerbereich, die zum Beruf des Kommissionierers führen können, zu verdeutlichen, dient die folgende Tabelle:

AusbildungswegDauerArt der AusbildungSchwerpunkteEignung für Kommissionierer
Fachkraft für Lagerlogistik3 JahreDual (Betrieb & Berufsschule)Umfassende Logistikprozesse, Warenannahme/-lagerung/-versand, Kommissionierung, kaufmännische Steuerung, QualitätssicherungSehr gut (breit gefächertes Wissen)
Fachlagerist2 JahreDual (Betrieb & Berufsschule)Praktische Tätigkeiten im Lager, Warenannahme/-lagerung/-versand, KommissionierungGut (konzentriert auf praktische Lagerarbeit)
Assistent Logistik2-3 Jahre (je nach Schule)Schulisch mit PraktikaTheoretische Logistikkenntnisse, Einblicke durch PraktikaGeeignet (theoretische Basis, praktische Erfahrung durch Praktika)
QuereinstiegVariabelPraxiserfahrungNachgewiesene Kompetenzen in Lagerwirtschaft, IT, Organisation, Soft SkillsMöglich (setzt relevante Erfahrung voraus)

Die Wahl des Weges hängt von den individuellen Voraussetzungen und Zielen ab. Eine fundierte Ausbildung bietet oft bessere Entwicklungsmöglichkeiten und ein höheres Einstiegsgehalt, während der Quereinstieg eine Option für Personen mit relevanter Praxiserfahrung ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Beruf des Kommissionierers eine wichtige und gefragte Tätigkeit im Bereich der Logistik und Lagerwirtschaft ist. Er bietet vielfältige Aufgaben, solide Verdienstmöglichkeiten und gute Zukunftsaussichten, insbesondere für sorgfältige, belastbare und organisierte Persönlichkeiten, die gerne im Team arbeiten und einen wesentlichen Beitrag zum reibungslosen Warenfluss leisten möchten.

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