Wie kann man feststellen, ob es Falschgeld ist?

Falschgeld erkennen: Stifte, Tricks & Tipps

11/03/2019

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Die Gefahr, mit Falschgeld in Berührung zu kommen, ist real. Im Jahr 2023 wurden allein in Deutschland über 55.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Der Gesamtnennwert dieser Fälschungen belief sich auf beachtliche 5,1 Millionen Euro. Besonders häufig betroffen waren dabei die 20- und 50-Euro-Noten. Da gefälschtes Geld bei Banken oder im Handel nicht ersetzt wird, ist es entscheidend, wachsam zu sein und zu wissen, wie man echte von falschen Scheinen und Münzen unterscheidet. Es gibt verschiedene Methoden, um die Echtheit von Geld zu überprüfen, von einfachen manuellen Checks bis hin zu speziellen Hilfsmitteln wie Geldprüfstiften.

Welchen Stift braucht man zum Prüfen von Geld?
SOFORTIGE ÜBERPRÜFUNG: Der Money Marker Fälschungsstift wurde speziell entwickelt, um präzise und einfache Ergebnisse zu liefern. Entlarven Sie eine gefälschte Banknote, und diese Fälschungsstifte machen sich bezahlt. LEICHT VERSTÄNDLICH: Effektive Erkennung von Falschgeld mit Fälschungsstiften.

Bevor Sie spezielle Werkzeuge einsetzen, kann ein direkter Vergleich oft aufschlussreich sein. Legen Sie einen verdächtigen Schein neben eine Banknote, von der Sie sicher wissen, dass sie echt ist, und vergleichen Sie die Details sorgfältig. Achten Sie auf Farbe, Druckbild und Struktur.

Übersicht

Die Grundlagen der Echtheitsprüfung: Fühlen, Sehen, Kippen

Die wichtigste und erste Regel zur Überprüfung von Euro-Banknoten ist die sogenannte „Fühlen, Sehen, Kippen“-Methode. Diese einfache, aber effektive Technik ermöglicht es Ihnen, grundlegende Sicherheitsmerkmale zu überprüfen, die Fälscher oft nur unzureichend nachahmen können.

Fühlen

Echte Euro-Banknoten werden auf einem speziellen Papier gedruckt, das sich vom normalen Druckpapier unterscheidet. Es fühlt sich griffig und fest an, nicht lappig oder glatt wie gewöhnliches Papier. Zusätzlich sind auf echten Scheinen haptische Elemente vorhanden. Das bedeutet, dass bestimmte Bereiche des Druckbildes als Relief ertastet werden können. Dazu gehören zum Beispiel die kurzen, erhabenen Schraffuren am rechten und linken Rand des Scheins. Auch Teile des Hauptmotivs oder die große Wertzahl auf der Vorderseite können sich rau anfühlen, wenn man mit dem Finger darüberfährt. Bei der neueren Europa-Serie ist das Papier zusätzlich mit einer Lackierung versehen, die nicht nur die Haltbarkeit erhöht, sondern auch zur Struktur beiträgt. Diese fühlbaren Merkmale sind bei vielen Fälschungen oft flach und nicht ertastbar.

Sehen

Beim genauen Hinsehen offenbaren echte Banknoten weitere wichtige Sicherheitsmerkmale. Eines der bekanntesten ist das Wasserzeichen. Hält man den Schein gegen das Licht, wird ein helles Bild sichtbar, das in das Papier eingearbeitet ist – oft ein Porträt der Europa oder das Hauptmotiv des Scheins und die Wertzahl. Dieses Wasserzeichen hat fließende Übergänge und ist nicht einfach aufgedruckt. Ein weiteres Merkmal ist der Sicherheitsfaden, ein dunkler Streifen, der ebenfalls im Gegenlicht sichtbar wird und auf dem die Wertzahl und das Euro-Symbol (€) erscheinen. Die Farben auf echten Euro-Scheinen sind sehr differenziert und präzise. Wirken die Farben auf einem Schein zu kräftig, zu blass oder verschwommen, könnte dies ein Hinweis auf eine Fälschung sein. Ab der 20-Euro-Note der Europa-Serie gibt es zudem ein Sichtfenster im Hologramm, das im Gegenlicht durchsichtig wird und ein Porträt der Europa zeigt.

Kippen

Das Kippen der Banknote ist entscheidend, um optisch variable Merkmale zu erkennen. Das prominenteste Beispiel ist die Smaragdzahl auf der Vorderseite der Europa-Serie. Dies ist die große Wertzahl unten links, die beim Kippen des Scheins ihre Farbe von einem leuchtenden Smaragdgrün zu einem tiefen Blau ändert und dabei einen Lichtbalken auf- und abwandern lässt. Auch das Hologramm, ein glänzender Streifen oder Fleck auf der Vorderseite, zeigt beim Kippen verschiedene Bilder und Farben. Auf der Rückseite der Europa-Serie leuchtet ein Glanzstreifen auf kleineren Noten (5€, 10€, 20€), während auf größeren Noten (50€, 100€, 200€) die Smaragdzahl erscheint. Fälscher konzentrieren sich oft nur auf einzelne Merkmale. Daher ist es ratsam, bei der Prüfung immer mehrere Sicherheitsmerkmale zu überprüfen.

Spezielle Hilfsmittel: Geldprüfstifte und UV-Licht

Neben den manuellen Prüfmethoden gibt es spezielle Werkzeuge, die die Echtheitsprüfung erleichtern und zusätzliche Sicherheitsmerkmale prüfen.

Der Geldprüfstift

Ein Geldprüfstift ist ein beliebtes und portables Werkzeug zur Falschgelderkennung. Es gibt chemische und elektronische Varianten. Die chemischen Stifte funktionieren, indem sie auf die chemische Zusammensetzung des Banknotenpapiers reagieren. Echtes Euro-Banknotenpapier besteht aus Baumwollfasern und enthält keine optischen Aufheller, die in normalem Papier häufig vorkommen. Fälschungen werden oft auf normalem Papier gedruckt.

Die Anwendung des chemischen Stiftes ist einfach: Sie machen einen kleinen Strich oder Punkt auf einer hellen, unbedruckten Stelle des Geldscheins, idealerweise am Rand. Warten Sie einen Moment und beobachten Sie die Farbveränderung:

  • Bei echtem Geld: Der Strich verblasst nach kurzer Zeit und nimmt eine leicht gelbliche, kaum sichtbare Farbe an.
  • Bei Falschgeld: Der Strich wird dunkel, oft schwarz oder dunkelbraun, und bleibt deutlich sichtbar.

Diese Reaktion basiert darauf, dass die Tinte des Stiftes mit den Aufhellern in Normalpapier reagiert und sich verfärbt, während sie auf dem Spezialpapier echter Banknoten neutral bleibt oder nur leicht verblasst. Ein bekannter Vertreter dieser Art ist der GENIE Quicktester, der für verschiedene Währungen wie Euro, US-Dollar, Schweizer Franken und teilweise britische Pfund geeignet ist. Seine Stärke liegt in seiner Einfachheit und Portabilität, was ihn zu einem praktischen Helfer im Alltag oder im Geschäft macht, besonders da moderne Drucker täuschend echte Kopien auf Normalpapier erstellen können.

Elektronische Geldprüfstifte sind oft etwas komplexer. Sie können weitere Merkmale wie Magnetismus oder UV-Merkmale prüfen. Manche Modelle fahren entlang der Seriennummer und prüfen die fluoreszierende Farbe. Bei Bestätigung der Echtheit geben sie oft ein akustisches Signal ab.

Wie funktioniert der Quicktester Geldscheinprüfstift?
Die Funktionsweise des Stiftes ist einfach: Sie markieren mit dem Stift einen Geldschein, am besten an einer hellen Stelle am Rand der Banknote, und warten einen Augenblick. Das Ergebnis ist klar: Bei echtem Geld verblasst der Strich zu einer leicht gelblichen Farbe und ist später kaum noch zu erkennen.

Ein Anwender berichtete von positiven Erfahrungen mit solchen Stiften, die bei einem Handwerkermarkt zum Einsatz kamen. Die Stifte waren einfach zu bedienen, lieferten genaue Ergebnisse und boten eine zusätzliche Sicherheitsebene. Sie waren erschwinglich, tragbar und langlebig – ein klares Plus für Kleinunternehmer.

Erkennung mit UV-Licht

Eine weitere effektive Methode ist die Überprüfung von Geldscheinen unter UV-Licht. Echte Euro-Banknoten enthalten spezielle fluoreszierende Fasern und Druckfarben, die unter ultraviolettem Licht leuchten. Dies kann mit speziellen Geldscheinprüfgeräten, oft als „Safescan“ bezeichnet, oder auch mit einfachen UV-Lampen erfolgen.

Unter UV-Licht werden folgende Merkmale sichtbar:

  • Eingestreute Fasern im Papier, die dreifarbig in Rot, Grün und Blau leuchten.
  • Auf der Vorderseite der Europa-Serie leuchten die Sterne der Europaflagge sowie Teile des Hauptmotivs und einige der großen Sterne grün.
  • Auf der Rückseite leuchten die Seriennummer und der Glanzstreifen (sofern vorhanden).

Gefälschte Scheine zeigen diese UV-Merkmale entweder gar nicht, in den falschen Farben oder nur als einfachen Aufdruck, der nicht fluoresziert. Die UV-Prüfung ist ein sehr zuverlässiges Merkmal, da die speziellen fluoreszierenden Farben und Fasern schwer zu imitieren sind.

Gefälschte Euro-Münzen erkennen

Nicht nur Banknoten, auch Münzen werden gefälscht. Glücklicherweise braucht es kein Expertenwissen, um verdächtige Münzen zu identifizieren. Auch hier zählt der erste Eindruck und das genaue Hinsehen.

Achten Sie auf die Oberfläche: Echte Euro-Münzen haben scharfe Konturen, klare Prägungen und feine Details. Fälschungen wirken oft weicher, haben unscharfe Übergänge oder ungleichmäßige, narbige oder fleckige Flächen. Auch der Rand gibt Hinweise: Bei Originalen sind die Ränder sauber ausgeprägt, mit präzisen Riffelungen oder Schriften. Gefälschte Münzen haben oft unsaubere, schwammige oder ungleichmäßige Ränder.

Die Farbe kann ebenfalls ein Indiz sein. Falschmünzen bestehen oft aus minderwertigen Metallen oder sind nur beschichtet. Diese Beschichtung kann sich nach kurzer Zeit abnutzen, abblättern oder die Münze wird fleckig und verliert ihren Glanz.

Ein einfacher Test, der oft hilft, ist der Magnettest. Die verschiedenen Teile der Euro-Münzen haben unterschiedliche magnetische Eigenschaften:

  • Der Mittelteil der echten 1-Euro- und 2-Euro-Münzen ist magnetisch.
  • Der äußere Ring der 1-Euro- und 2-Euro-Münzen ist nicht magnetisch.
  • Echte 10-Cent-, 20-Cent- und 50-Cent-Münzen sind nicht magnetisch.
  • Echte 1-Cent-, 2-Cent- und 5-Cent-Münzen sind stark magnetisch.

Weicht das Ergebnis des Magnettests von diesen Regeln ab, ist die Münze wahrscheinlich gefälscht.

Was tun bei Verdacht auf Falschgeld?

Sollten Sie den Verdacht haben, eine gefälschte Banknote oder Münze in der Hand zu halten, ist es wichtig, richtig zu handeln. Versuchen Sie auf keinen Fall, das verdächtige Geld weiterzugeben, denn das ist strafbar, auch wenn Sie es unwissentlich tun. Informieren Sie bei verdächtigen Banknoten umgehend die Polizei. Verdächtige Münzen können Sie bei der Deutschen Bundesbank abgeben. Auch wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob das Geld falsch ist, sollten Sie den Verdacht melden. Jede entdeckte Fälschung hilft den Behörden, die Fälscher dingfest zu machen und weiteres Falschgeld aus dem Verkehr zu ziehen.

Weitere Hintergründe zur Falschgelderkennung in Deutschland

Die Deutsche Bundesbank hat seit 2013 schrittweise die Banknoten der sogenannten Europa-Serie in Umlauf gebracht. Diese Serie verfügt über verbesserte und modernere Sicherheitsmerkmale im Vergleich zur ersten Serie, was die Erkennung von Fälschungen erleichtern soll. Die Einführung wurde mit den neuen 100- und 200-Euro-Scheinen im Mai 2019 abgeschlossen. Die Produktion des 500-Euro-Scheins wurde Ende 2018 eingestellt, da er als bevorzugtes Zahlungsmittel für illegale Aktivitäten galt. Im Umlauf befindliche 500-Euro-Scheine behalten jedoch ihre Gültigkeit und sind weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel.

Wie prüft man Geld mit Stift?
Mit dem chemischen Stift kann eine helle Stelle des Geldscheins markiert und nach kurzer Zeit die Verfärbung untersucht werden. Ist die Verfärbung ein heller, gelblicher Ton, weist dies auf einen echten Geldschein hin. Verfärbt sich die Stelle dunkel, liegt Falschgeld vor.

Wie die Zahlen für 2023 zeigen, wurde mehr Falschgeld entdeckt als im Vorjahr (ein Anstieg von 28,2 Prozent). Dies kann verschiedene Gründe haben, unter anderem auch verbesserte Erkennungsmethoden und erhöhte Wachsamkeit. Trotz dieses Anstiegs liegt das Aufkommen von Falschgeld in Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Dies unterstreicht die Effektivität der Sicherheitsmerkmale und der Prüfmethoden.

Häufig gestellte Fragen zur Falschgelderkennung

Wie kann man feststellen, ob es Falschgeld ist?

Sie können Falschgeld durch die Überprüfung der Sicherheitsmerkmale feststellen. Nutzen Sie die „Fühlen, Sehen, Kippen“-Methode, prüfen Sie das Papier, das Relief, das Wasserzeichen, den Sicherheitsfaden, das Hologramm und die Smaragdzahl. Zusätzlich können Sie Hilfsmittel wie Geldprüfstifte (chemisch oder elektronisch) und UV-Licht verwenden. Bei Münzen achten Sie auf Oberfläche, Rand und führen Sie den Magnettest durch.

Welchen Stift braucht man zum Prüfen von Geld?

Zum Prüfen von Geld wird typischerweise ein chemischer Geldprüfstift verwendet. Dieser Stift enthält eine spezielle Tinte, die auf die chemische Zusammensetzung des Papiers reagiert. Auf echtem Banknotenpapier verblasst der Strich oder wird leicht gelblich, während er auf Normalpapier (oft bei Fälschungen verwendet) dunkel wird. Es gibt auch elektronische Stifte, die andere Merkmale wie Magnetismus oder UV-Fluoreszenz prüfen können.

Wie funktioniert der Quicktester Geldscheinprüfstift?

Der GENIE Quicktester ist ein Beispiel für einen chemischen Geldprüfstift. Er funktioniert, indem Sie einen Strich auf eine helle Stelle des Geldscheins machen. Die Tinte reagiert mit dem Papier. Bei echtem Geld (Spezialpapier) verblasst der Strich zu einem kaum sichtbaren Gelb. Bei Falschgeld (oft Normalpapier) reagiert die Tinte mit im Papier enthaltenen Stoffen (z.B. optische Aufheller) und wird dunkel.

Welche Banknoten werden am häufigsten gefälscht?

Laut Angaben der Deutschen Bundesbank waren im Jahr 2023 die 20-Euro-Note und die 50-Euro-Note am häufigsten von Fälschungen betroffen.

Was soll ich tun, wenn ich glaube, Falschgeld zu haben?

Geben Sie das verdächtige Geld nicht weiter. Gehen Sie umgehend zur Polizei, um die Banknote zu melden. Verdächtige Münzen sollten Sie bei der Deutschen Bundesbank abgeben. Das Weitergeben von Falschgeld ist strafbar.

Ist der 500-Euro-Schein noch gültig?

Ja, obwohl die Produktion des 500-Euro-Scheins Ende 2018 eingestellt wurde, sind im Umlauf befindliche Scheine weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel und somit gültig.

Die Erkennung von Falschgeld erfordert Aufmerksamkeit und die Kenntnis der wichtigsten Sicherheitsmerkmale. Mit einfachen Mitteln wie dem Fühlen, Sehen und Kippen sowie der Unterstützung durch Hilfsmittel wie Geldprüfstifte und UV-Licht können Sie sich effektiv schützen und dazu beitragen, Fälschungen schnell aus dem Verkehr zu ziehen.

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