13/05/2014
Der Olympiaturm in München ist weit mehr als nur ein beeindruckendes Bauwerk; er ist ein Wahrzeichen der Stadt und ermöglicht einen unvergleichlichen Rundblick über das bayerische Land. Als einer der höchsten Türme Deutschlands ragt er imposant in den Himmel und lockt jährlich Millionen von Besuchern an, die das einzigartige Panorama genießen möchten. Doch bevor man den atemberaubenden Ausblick von über 190 Metern Höhe erleben kann, steht eine Fahrt bevor, die ebenso beeindruckend ist wie der Turm selbst: die Fahrt mit dem Aufzug.

- Die Geschwindigkeit des Aufzugs: Ein rasanter Aufstieg
- Der Weg nach oben: Mehr als nur eine Fahrt
- Die verschiedenen Ebenen des Olympiaturms
- Der Olympiaturm auf einen Blick: Wichtige Fakten
- Der Blick über München und die Ferne
- Gastronomie und Kultur in luftiger Höhe
- Architektur, Bauwerk und Geschichte
- Sicherheit und Brandschutz
- Häufig gestellte Fragen zum Olympiaturm
- Ein Besuch lohnt sich
Die Geschwindigkeit des Aufzugs: Ein rasanter Aufstieg
Die Frage, die viele Besucher beschäftigt, ist: Wie schnell erreicht man eigentlich die Aussichtsplattform in dieser luftigen Höhe? Die Antwort ist einfach und beeindruckend zugleich: Der eingebaute Aufzug im Olympiaturm befördert seine Gäste mit einer beachtlichen Geschwindigkeit von 7 Metern pro Sekunde nach oben. Umgerechnet sind das stolze 25,2 Kilometer pro Stunde. Diese Geschwindigkeit sorgt dafür, dass der Aufstieg zur Hauptaussichtsplattform auf 185 Metern Höhe nur etwa 32 Sekunden dauert. Eine Zeitspanne, die kaum ausreicht, um die Dimensionen des Turms vollständig zu erfassen, bevor sich die Türen in der Höhe öffnen.

Der Olympiaturm ist mit zwei Besucher-Aufzügen ausgestattet, die jeweils bis zu 30 Personen fassen können. Diese modernen Aufzüge verfügen über eine Kommunikationsanlage und sogar eine Geschwindigkeitsanzeige, sodass die Gäste live verfolgen können, wie schnell sie dem Himmel entgegenfahren. Neben diesen Besucheraufzügen gibt es auch einen separaten Betriebsaufzug, der für Personen- und Lastenbeförderung genutzt wird und mit einer Geschwindigkeit von 4 Metern pro Sekunde fährt.
Der Weg nach oben: Mehr als nur eine Fahrt
Die Fahrt mit dem Aufzug ist nicht nur schnell, sondern auch ein Erlebnis für sich. Während man in wenigen Sekunden Dutzende von Stockwerken hinter sich lässt, spürt man die Kraft der Technik, die dieses Bauwerk zugänglich macht. Die Geschwindigkeit des Aufzugs ist ein entscheidender Faktor für die Effizienz und den Komfort der Besucherströme in einem so beliebten Wahrzeichen. Sie ermöglicht es, dass Gäste ohne lange Wartezeiten die verschiedenen Ebenen des Turms erreichen können.
Es ist interessant zu wissen, dass bis zur letzten Renovierung ebenfalls zwei Aufzüge mit dieser Geschwindigkeit von sieben Metern pro Sekunde bis auf 185 Meter Höhe fuhren. Die kontinuierliche Wartung und Modernisierung stellen sicher, dass die Aufzüge auch weiterhin zuverlässig und schnell funktionieren und den Besuchern den schnellen Zugang zu den oberen Ebenen ermöglichen.
Die verschiedenen Ebenen des Olympiaturms
Der Olympiaturm bietet seinen Besuchern Zugang zu mehreren Ebenen im sogenannten Aussichtskorb, der einen Durchmesser von 28,30 Metern hat. Diese Ebenen sind unterschiedlich hoch gelegen und bieten jeweils spezifische Attraktionen oder Aussichtspunkte:
- Betriebsgeschoss (T) auf 178 m: Dieses Geschoss beherbergt die Drehkonstruktion für das darüber liegende Restaurant.
- Drehrestaurant (A1) auf 182 m: Hier können Gäste internationale Küche genießen, während sich das Restaurant in etwa 53 Minuten einmal um 360 Grad dreht.
- Aussichtsplattform (A2) auf 185 m: Dies ist die Hauptaussichtsplattform, von der aus man den beeindruckenden Rundblick hat. Hier befindet sich auch das Rockmuseum Munich.
- Offene Aussichtsplattform (A3) auf 189 m: Eine Ebene höher bietet diese Plattform die Möglichkeit, die Aussicht unter freiem Himmel hinter Gittern zu genießen.
- Oberste Plattform (A4) auf 192 m: Über zwei Außentreppen von A3 erreichbar, stellt diese Ebene den höchsten zugänglichen Punkt für Besucher dar.
Die schnelle Aufzugsfahrt von 7m/s bringt Sie direkt zur Aussichtsplattform auf 185m, von wo aus Sie die weiteren Ebenen erkunden können.
Der Olympiaturm auf einen Blick: Wichtige Fakten
Um die Dimensionen und Besonderheiten des Olympiaturms besser zu verstehen, hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Gesamthöhe (inkl. Antenne) | 291,28 Meter |
| Höhe der Aussichtsplattformen | 170 – 192 Meter |
| Durchmesser am Fuß | über 16 Meter |
| Durchmesser Aussichtskorb | 28,30 Meter |
| Bauzeit | 3 Jahre |
| Gewicht (ca.) | 50.000 Tonnen |
| Gewicht Fundament (ca.) | 12.500 Tonnen |
| Fundamenttiefe | 12 Meter |
| Fundamentbreite | über 40 Meter |
| Geschwindigkeit Besucheraufzug | 7 m/s |
| Fahrzeit zur 185m Plattform | ca. 32 Sekunden |
| Kapazität Besucheraufzug | bis zu 30 Personen pro Kabine |
| Geschwindigkeit Betriebsaufzug | 4 m/s |
| Drehzeit Drehrestaurant | 53 Minuten für 360 Grad |
Der Blick über München und die Ferne
Obwohl die schnelle Aufzugsfahrt ein Highlight ist, ist der eigentliche Grund für den Besuch natürlich die Aussicht. Von den Plattformen des Olympiaturms bietet sich ein spektakulärer 360-Grad-Panoramablick. Bei klarem Wetter reicht die Sicht weit über die Stadt München hinaus. Man kann die Stadt Freising im Norden erkennen und im Süden erstrecken sich die majestätischen Alpen. Mit etwas Glück sind sogar die weit entfernten Gipfel des Olperers und des Hochfeilers in Tirol (Österreich) sichtbar. Der Blick auf das Olympiagelände mit seinen markanten Zeltdächern ist besonders reizvoll.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1968 hat der Olympiaturm über 42 Millionen Besucher empfangen, was seine Bedeutung als Touristenattraktion unterstreicht. Der Ausblick bei Tag und Nacht ist faszinierend und zeigt München aus einer völlig neuen Perspektive.
Gastronomie und Kultur in luftiger Höhe
Neben der Aussicht bietet der Olympiaturm weitere Attraktionen. Das Drehrestaurant „181“ auf 182 Metern Höhe ist ein besonderes Erlebnis. Während man speist, dreht sich das Restaurant langsam, sodass man während des Essens das gesamte Panorama genießen kann. Angeboten wird internationale Küche, von Lunch über Kaffee & Kuchen bis hin zu speziellen Sunset Dinnern oder Dinner Experiences. Für einen Platz am Fenster empfiehlt es sich, einen „Außentisch“ zu reservieren.
Auf der Aussichtsplattform auf 185 Metern befindet sich zudem das Rockmuseum Munich, eine Dauerausstellung mit seltenen Sammlerstücken der Rockgeschichte. Gelegentlich finden hier auch Konzerte statt, was dem Besuch eine kulturelle Dimension verleiht.
Architektur, Bauwerk und Geschichte
Der Olympiaturm, der im Rahmen der Olympischen Spiele 1972 erbaut wurde, steht auf dem ehemaligen Oberwiesenfeld und ist eingebettet in den Olympiapark. Sein Bauwerk ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Das Fundament allein ist 12 Meter tief, über 40 Meter breit und wiegt 12.500 Tonnen. Der Turmschaft wurde in Gleitschalbauweise errichtet, wobei die Schalung hydraulisch stündlich um 10-20 cm angehoben wurde. Der Turm verjüngt sich nach oben hin, was seinen Schwerpunkt bei etwa 50 Metern Höhe liegen lässt.
Interessant ist die Unterscheidung zwischen dem oberen Besucherkorb und dem darunter liegenden „Postkorb“ (zwischen 147,25m und 167,70m), der ursprünglich Betriebsräume für Richtfunksendedienste beherbergte. Die architektonische Gestaltung der beiden Körbe unterscheidet sich, da sie von verschiedenen Architekten entworfen wurden.

Der Olympiaturm dient auch heute noch als Fernmeldeturm und versorgt große Teile Süddeutschlands mit Rundfunk- und Fernsehsignalen, teilweise sogar bis nach Österreich und Südtirol.
Sicherheit und Brandschutz
Nach dem Turmbrand in Moskau im Jahr 2000 wurden die Brandschutzmaßnahmen im Olympiaturm erheblich verstärkt. Zahlreiche Türen wurden durch Brandschutztüren ersetzt, Wände feuerfest erneuert und Sektoren durch feuerhemmende Planen gebildet, um eine Brandausbreitung zu verlangsamen. Statt einer Entrauchungsanlage steht die Luft im Turm unter leichtem Überdruck. Zusätzlich wurde eine Hochdrucklöschanlage installiert, die bei Bedarf einen feinen Wassernebel produziert.
Häufig gestellte Fragen zum Olympiaturm
Wie schnell fährt der Aufzug im Olympiaturm?
Der Besucheraufzug fährt mit einer Geschwindigkeit von 7 Metern pro Sekunde.
Wie hoch ist der Olympiaturm?
Die Gesamthöhe inklusive Antenne beträgt 291,28 Meter. Die oberste zugängliche Besucherplattform liegt auf 192 Metern Höhe.
Wie lange dauert die Aufzugsfahrt zur Aussichtsplattform?
Die Fahrt zur Hauptaussichtsplattform auf 185 Metern dauert etwa 32 Sekunden.
Gibt es ein Restaurant im Olympiaturm?
Ja, im Olympiaturm gibt es das Drehrestaurant „181“ auf 182 Metern Höhe, das sich während des Essens dreht.
Was kann man im Olympiaturm alles machen?
Sie können die verschiedenen Aussichtsplattformen besuchen, im Drehrestaurant speisen, das Rockmuseum besichtigen und die beeindruckende Aussicht genießen. Früher gab es auch einen Treppenlaufwettbewerb über die 1230 Stufen, der jedoch aktuell nicht mehr stattfindet.
Wo befindet sich der Olympiaturm?
Der Olympiaturm befindet sich im Olympiapark in München, etwa fünf Kilometer nördlich des Stadtzentrums.
Ein Besuch lohnt sich
Der Olympiaturm ist ein faszinierendes Bauwerk, das Technik, Architektur und ein unvergleichliches Erlebnis vereint. Die schnelle Aufzugsfahrt ist der Auftakt zu einem Besuch, der mit einem spektakulären 360-Grad-Blick belohnt wird. Ob Sie die Aussicht genießen, im Drehrestaurant speisen oder das Rockmuseum besuchen möchten, der Olympiaturm bietet für jeden etwas und bleibt ein unvergessliches Highlight eines München-Besuchs.
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