20/01/2017
Die Milchkuh ist das Herzstück vieler landwirtschaftlicher Betriebe. Sie liefert nicht nur Milch, die zu einer Vielzahl von Produkten verarbeitet wird, sondern beeinflusst auch maßgeblich die Wirtschaftlichkeit und das Management des Hofes. Doch was bedeutet das konkret? Wie rentabel ist eine Kuh tatsächlich, welche Investition ist für ihre Anschaffung nötig und welche komplexen Anforderungen stellt ihre Ernährung an den Landwirt?
Wie viel Gewinn macht man mit einer Kuh?
Die Frage nach dem Gewinn pro Milchkuh ist zentral für jeden Milchviehbetrieb. Die Realität zeigt, dass die Spannen hierbei erheblich sein können. Betrachtet man beispielsweise den Viertelvergleich der spezialisierten Milchviehbetriebe (konventionell und ökologisch) im Wirtschaftsjahr 2021/22 in der Gruppe mit 40 Milchkühen, so findet man Gewinnspannen von 500 Euro, 1.800 Euro oder sogar 2.500 Euro pro Tier. Dies sind keine Werte von Extrembetrieben oder aus außergewöhnlichen Jahren, sondern Ergebnisse aus einem normalen Wirtschaftsjahr, die die Bandbreite innerhalb der Branche aufzeigen.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet, nivellieren sich solche Schwankungen tendenziell. Im sechsjährigen Mittel (mit einer Verkaufsmilch von mindestens 60.000 kg) in Bayern lag der Gewinn bei ökologisch wirtschaftenden Betrieben bei durchschnittlich 1.515 Euro je Kuh. Konventionell wirtschaftende Betriebe erzielten im Schnitt 1.027 Euro je Kuh.
Das Wirtschaftsjahr 2021/22 lag mit 1.100 Euro (konventionell) und 1.440 Euro (öko) je Kuh nahe an diesen Sechsjahres-Mittelwerten. Auffällig war jedoch, dass der Gewinn in der konventionellen Gruppe mit 1.100 Euro je Kuh deutlich über dem Vorjahr lag (konventionell 870 Euro je Kuh), während die ökologische Gruppe mit 1.440 Euro je Kuh leicht unter ihrem Vorjahreswert (1.490 Euro je Kuh) blieb.
Was kostet eine gute Kuh?
Die Anschaffung einer Milchkuh stellt eine bedeutende Investition dar. Angesichts von Veränderungen in der Milchbranche, wie dem Ende der Milchquote, könnte die Entscheidung zum Kauf einer Kuh für viele Betriebe attraktiv sein. Doch mit welchem Preis muss man rechnen?
Derzeit liegt der Durchschnittspreis für eine Milchkuh bei etwa 1600 Euro. Typischerweise ist ein solches Tier dann rund zwei Jahre alt. Jüngere Tiere werden noch als Kalb bezeichnet. Eine Kuh beginnt erst nach 24 bis 28 Monaten, also nach ihrer ersten Geburt, Milch zu geben. Experten raten oft dazu, mit dem Kauf beim Züchter zu warten, bis das Tier dieses Alter erreicht hat. Der Grund dafür ist pragmatisch: Erst dann weiß man, wie viel Milch die Kuh tatsächlich geben wird. Eine gute Milchkuh gilt dabei als ein Tier, das jährlich 9000 bis 10.000 Kilogramm Milch produziert.
Die Milchleistung ist der mit Abstand entscheidende Faktor, der den Preis einer Kuh bestimmt. Andere Merkmale, wie die Farbe des Fells (ob schwarzbunt oder braun), spielen dagegen praktisch keine Rolle für den Preis.
Eine besondere Kategorie stellt die sogenannte „Flexikuh“ oder Zweinutzungskuh dar. Diese Tiere zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur viel Milch geben, sondern sich auch gut für die Mast eignen. Aufgrund dieser doppelten Eignung haben sie im Zweifel – auch nach einigen Jahren der Milchproduktion – einen höheren Wiederverkaufswert. Für eine solche Flexikuh muss man in der Regel etwas mehr investieren, der Preis liegt oft um die 2000 Euro.
Für Tiere mit besonderen genetischen Merkmalen, die für die Zucht von großem Interesse sind, können die Preise jedoch in ganz andere Dimensionen vorstoßen. Hier können Spitzenpreise von bis zu 25.000 Euro erzielt werden, wie Fachleute aus der Rinderzucht berichten.
Was ist der Leistungsbedarf einer Kuh?
Die Ernährung einer Milchkuh, insbesondere die Versorgung mit Protein, ist ein komplexes und oft diskutiertes Thema. Die Frage, wie hoch die Proteinzufuhr sein muss, vor allem bei Tieren mit hoher Milchleistung, wird intensiv und manchmal kontrovers behandelt. Grundsätzlich sollte sich die Höhe der Proteinversorgung am individuellen Bedarf des Tieres orientieren und die dafür existierenden Normen einhalten.

Nach dem deutschen Proteinbewertungssystem hat eine Kuh mit einem Lebendgewicht von 700 kg einen Erhaltungsbedarf von 470 g nutzbarem Rohprotein (nXP) pro Tag. Dieses System berücksichtigt auch Gewichtsschwankungen (+/- 4 g nXP je 10 kg höherem oder geringerem Gewicht). Zum Erhaltungsbedarf kommt der leistungsabhängige Bedarf hinzu. Dieser beträgt 85 g nXP je kg Milch mit 3,4 % Eiweiß. Auch hier gibt es Anpassungen für Abweichungen im Eiweißgehalt der Milch (+/- 2 g nXP je 0,1 % Eiweiß mehr oder weniger).
Rechnen wir dies für Beispiele durch: Eine 700 kg schwere Kuh, die 30 kg Milch mit 3,4 % Eiweiß pro Tag gibt, hat einen nXP-Bedarf von 470 g (Erhaltung) + 30 * 85 g (Leistung) = 470 + 2550 = 3020 g nXP pro Tag. Eine vergleichbare Kuh, die jedoch 40 kg Milch gibt, hat einen nXP-Bedarf von 470 g + 40 * 85 g = 470 + 3400 = 3870 g nXP pro Tag.
Diese nXP-Bedarfswerte müssen durch die tägliche Futteraufnahme gedeckt werden. Bei einer angenommenen täglichen Trockenmasseaufnahme (TM) von 21 kg für die 30-kg-Kuh bzw. 23 kg für die 40-kg-Kuh ergeben sich rechnerisch notwendige nXP-Gehalte der gefütterten Rationen pro Kilogramm Trockenmasse. Für die 30-kg-Kuh wären das 3020 g / 21 kg TM = ca. 144 g nXP je kg TM. Für die 40-kg-Kuh wären es 3870 g / 23 kg TM = ca. 168 g nXP je kg TM.
Parallel zum nXP-Gehalt spielt die Ruminale Stickstoffbilanz (RNB) eine wichtige Rolle. Die RNB beschreibt das Gleichgewicht zwischen dem Stickstoffangebot im Pansen und dem Bedarf der Pansenmikroben. Eine ausgeglichene, leicht positive RNB wird angestrebt. Nach etablierten Empfehlungen sollte die RNB nicht deutlich unter -20 g/Kuh/Tag liegen, um Stickstoffdefizite im Pansen zu vermeiden. Genauso wichtig ist es, die RNB nicht über +50 g, besser noch unter +30 g je Kuh und Tag zu halten. Hohe RNB-Werte deuten auf einen Stickstoffüberschuss hin, der ungenutzt ausgeschieden wird und dabei Leber, Niere und Umwelt belasten kann. Leicht negative RNB-Werte sind für die Verdauung im Wiederkäuer unproblematischer als stark positive. Ein Zielbereich für die RNB könnte demnach zwischen -10 g und +20 g je Tier und Tag liegen.
Bezieht man diesen Zielbereich in die Bedarfsberechnung ein, ergeben sich Bereiche für den Rohproteingehalt der Rationen. Für die 30-kg-Kuh resultieren Rohproteingehalte zwischen 141 g und maximal 150 g je kg TM, wenn die RNB zwischen -10 g und +20 g liegt. Für die 40-kg-Kuh ergeben sich Werte zwischen 166 g und maximal 174 g je kg TM im gleichen RNB-Bereich. Gerade bei Hochleistungskühen ist der Stoffwechsel hohen Belastungen ausgesetzt, daher sollten 180 g Rohproteingehalt pro kg TM als absolute Obergrenze angesehen und nicht überschritten werden. Optimal ist die Situation, wenn sich Rohprotein- und nXP-Gehalt einer Ration nur wenig unterscheiden.
Kalkulatorisch notwendige Proteingehalte in Milchkuhrationen
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die rechnerisch notwendigen nXP-Gehalte in Milchkuhrationen in Abhängigkeit von Milchleistung und Futteraufnahme sowie die daraus resultierenden Bereiche für den Rohproteingehalt bei einer RNB zwischen -10 g und +20 g (Annahme 700 kg Lebendmasse, 3,4 % Eiweiß):
| kg TM/ Kuh/Tag | kg Milch/Kuh/Tag | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 25 | 30 | 35 | 40 | 45 | |
| Kalkulierter nXP-Gehalt, Bereich der Rohproteingehalte, g/kg TM | |||||
| 20 | 130 | 151 | (172) | (193) | (214) |
| 127 - 136 | 148 - 157 | (169 - 178) | (190 - 199) | (211 - 220) | |
| 22 | 137 | 157 | (176) | (196) | (215) |
| 134 - 143 | 154 - 162 | (173 - 182) | (193 - 201) | (212 - 220) | |
| 24 | 143 | 161 | (179) | (197) | (215) |
| 141 - 149 | 159 - 166 | (176 - 184) | (194 - 202) | (212 - 220) | |
| 26 | 149 | 165 | (181) | (197) | (213) |
| 146 - 154 | 163 - 170 | (179 - 186) | (194 - 201) | (210 - 217) | |
(Werte in Klammern deuten auf sehr hohe Gehalte hin, die bei geringer TM-Aufnahme rechnerisch notwendig wären, aber Stoffwechselbelastungen bergen.)
Aus der Tabelle wird ersichtlich, dass die notwendigen Proteingehalte stark vom konkreten Futterverzehr abhängen. Dies muss in der praktischen Fütterung unbedingt berücksichtigt werden. Der tatsächliche Bedarf und die erwartete, besser noch die realisierte Futteraufnahme bilden die Grundlage für die Rationsberechnung. Die Tabelle zeigt auch Werte, die rechnerisch notwendig wären, wenn hohe Leistungen mit relativ geringen TM-Aufnahmen einhergehen, wie es beispielsweise bei frischlaktierenden Kühen zu Laktationsbeginn in Hochleistungsherden der Fall sein kann (Werte in Klammern). Sehr hohe Rohproteingehalte bergen in solchen Situationen jedoch besondere Gefahren für Stoffwechselbelastungen. Daher ist es empfehlenswert, sich an moderaten bzw. im unteren Variationsbereich liegenden Werten zu orientieren.
Die tatsächliche Rationsgestaltung muss immer an der konkreten Situation der Kühe ausgerichtet sein, sei es für einzelne Tiere, Gruppen oder die gesamte Herde. Dabei sind Futteraufnahme, Leistung und individuelle Besonderheiten zu berücksichtigen.

Eine Fütterung mit sehr hohem Rohproteinanteil, die zu Milchharnstoffgehalten von 300 mg/l und darüber führt, ist nicht nur unnötig, sondern kann auch schädlich für die Kühe sein und sollte vermieden werden. Einige Betriebe setzen daher bewusst auf Niedrig-Protein-Strategien bei der Versorgung ihrer Herden und berichten von positiven Erfahrungen.
Die Höhe der Proteinversorgung hat zudem direkte Auswirkungen auf die Stickstoffbilanz des Betriebes und somit auf die Umwelt im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens und gesetzlicher Vorgaben. Geringere Rohproteinangebote und die Vermeidung von Rohproteinüberhängen können hierbei hilfreich sein. Zusätzlich sind Futtermittel mit hohen Proteingehalten vergleichsweise teuer. Aus all diesen Gründen stellt sich die Frage, wie wenig Protein Milchkühen tatsächlich angeboten werden muss, um sie noch leistungsgerecht zu versorgen. Oder anders formuliert: Mit wie wenig Protein kommen Kühe mit guter Milchleistung aus? Und bis zu welchem Punkt kann man N-Bilanzen und Futterkosten reduzieren, um die Futter-N-Effizienz zu verbessern und Stoffwechselbelastungen auszuschließen, ohne dabei Leistungseinbußen oder wirtschaftliche Verluste zu riskieren?
Zur Beantwortung dieser Fragen wurden am ZTT Iden Fütterungsversuche mit leistungsstarken Milchkühen durchgeführt. Dabei wurden Standardrationen, die auf effiziente Eiweißnutzung bei kalkuliertem Bedarf ausgelegt waren, mit Rationen verglichen, die deutlich abgesenkte Rohproteingehalte aufwiesen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen tragen dazu bei, die optimale Proteinversorgung weiter zu präzisieren.
Was braucht eine Kuh alles? Ein Blick in den Pansen
Um die Ernährungsbedürfnisse einer Kuh zu verstehen, muss man ihr einzigartiges Verdauungssystem betrachten, insbesondere den Pansen. Der Pansen ist der erste und größte der vier Mägen eines Rindes und fungiert als mächtige Gärkammer. Er befindet sich auf der linken Seite der Kuh und füllt mit seinem beeindruckenden Volumen von 150 bis 180 Litern fast die gesamte linke Bauchhöhle aus. Er ist in einen oberen und unteren Pansensack unterteilt und kann insgesamt 50 bis 60 Kilogramm Futter aufnehmen.
Das Besondere am Pansen ist, dass er keine Verdauungsdrüsen besitzt wie Magen oder Darm. Stattdessen bedient sich der Wiederkäuer einer riesigen Population anderer Lebewesen – Milliarden von Bakterien und Einzellern, die zusammen etwa 7 kg wiegen. Diese Mikroorganismen besiedeln den Pansen und sind entscheidend für den Aufschluss der schwerverdaulichen Pflanzenmasse. Bei ihrer Tätigkeit produzieren sie Säure.
Der Verdauungsprozess beginnt damit, dass die Kuh das Futter (z. B. Gras oder Heu) zunächst nur grob zerkaut und schluckt. Anschließend legt sie sich oft zur Ruhe und beginnt mit der Wiederkautätigkeit. Dabei werden bereits von Bakterien angegriffene Pflanzenteile durch einen Reflex ins Maul zurückbefördert und dort intensiv und gründlich gekaut. Die kräftigen Mahlzähne zerreiben das Futter zu einem feinen Brei. Während dieses Vorgangs wird jeder Bissen kräftig eingespeichelt. Eine Kuh produziert täglich bis zu 200 Liter Speichel!
Der Speichel hat nicht nur die Funktion, das Futter gleitfähig zu machen. Er ist auch stark alkalisch (pH-Wert 8,3) und spielt eine entscheidende Rolle bei der Neutralisierung der von den Bakterien produzierten Säuren im Pansen. Er hilft, den pH-Wert des Pansens auf einem neutralen Wert von etwa 6,5 zu halten. Dies ist lebenswichtig, denn strukturiertes Futter wie Heu oder Gras, das die Kuh zum ordentlichen Kauen anregt, ist essenziell. Ohne Wiederkautätigkeit findet keine ausreichende Speichelproduktion statt, und der Pansen würde „versauern“, was bis zum Stillstand der Verdauung führen kann.
Aufschluss von Nährstoffen im Pansen
Ein Großteil der Nahrung eines Rindes besteht aus Zellulose (Rohfaser), die für uns Menschen weitgehend unverdaulich ist (Stroh kann bis zu 40 % aus Zellulose bestehen). Kein Verdauungsferment von Wirbeltieren kann Zellulose spalten. Nur die Bakterien im Pansen produzieren das Enzym Zellulase, das dies ermöglicht. Allerdings schaffen sie es nur, etwa 50 bis 60 % der im Pansen vorhandenen Zellulose abzubauen. Das Endprodukt dieses Abbaus ist Essigsäure. Diese wird im Stoffwechsel der Kuh zu einem erheblichen Teil in Milchfett umgewandelt.
Eine andere Gruppe von Bakterien ist für den Abbau von Stärke und Zucker (Kohlenhydrate) zuständig. Diese werden zu Propionsäure und Buttersäure abgebaut, die der Kuh als Hauptenergiequelle dienen. Im Pansen werden etwa 95-100 % der im Futter enthaltenen Kohlenhydrate verdaut.

Auch das Eiweiß aus der Nahrung wird im Pansen aufgeschlossen. Ein Großteil davon wird von den Bakterien zu Ammoniak abgebaut. Dieser Ammoniak dient, zusammen mit den abgebauten Kohlenhydraten, den Bakterien selbst als Nahrung. Aus diesen Bausteinen bauen die Bakterien lebenswichtige Aminosäuren auf, die sie in Form ihrer eigenen Körpermasse speichern. Die Kuh verdaut später diese Bakterienmasse im Dünndarm und nutzt so die von den Mikroorganismen synthetisierten Aminosäuren. Dadurch ist die Kuh bis zu einem gewissen Grad unabhängig von der Zufuhr essentieller Aminosäuren über das Futter. Etwa 70 % des im Futter vorhandenen Eiweißes werden im Pansen verdaut und umgewandelt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verdauung im Pansen eine faszinierende Symbiose zwischen Kuh und Mikroorganismen ist. Die Kuh liefert das Futter und die passende Umgebung, und die Bakterien erschließen Nährstoffe, die das Rind allein nicht nutzen könnte, und produzieren dabei Energie und Protein in Form ihrer eigenen Biomasse.
Häufig gestellte Fragen zur Milchkuh
Wie viel verdient man pro Milchkuh?
Der Gewinn pro Milchkuh kann stark variieren. Im Wirtschaftsjahr 2021/22 lagen die Gewinne in einer Beispielgruppe zwischen 500 Euro und 2.500 Euro pro Kuh. Im sechsjährigen Mittel erzielten ökologische Betriebe in Bayern etwa 1.515 Euro und konventionelle Betriebe 1.027 Euro Gewinn pro Kuh.
Was kostet eine Milchkuh?
Eine gute Milchkuh kostet im Durchschnitt etwa 1600 Euro. Dieser Preis kann je nach Milchleistung variieren. Zweinutzungskühe sind oft etwas teurer (um 2000 Euro), und Zuchttiere mit besonderen genetischen Merkmalen können Spitzenpreise von bis zu 25.000 Euro erzielen.
Wie viel Protein braucht eine Kuh?
Der Proteinbedarf einer Kuh hängt stark von ihrem Gewicht und ihrer Milchleistung ab. Nach dem deutschen System hat eine 700 kg schwere Kuh einen Erhaltungsbedarf von 470 g nXP pro Tag. Dazu kommen 85 g nXP pro kg Milch. Eine Kuh, die 30 kg Milch gibt, benötigt so z. B. insgesamt 3020 g nXP pro Tag. Der notwendige Rohproteingehalt in der Ration hängt zudem von der Futteraufnahme ab und sollte so bemessen sein, dass die Ruminale Stickstoffbilanz (RNB) im optimalen Bereich liegt.
Wie funktioniert die Verdauung einer Kuh im Pansen?
Die Kuh verschluckt das Futter zunächst grob. Im Pansen, einer großen Gärkammer, zersetzen Milliarden von Bakterien und Einzellern das Futter. Später würgt die Kuh Futterbissen wieder hoch (Wiederkauen), kaut sie gründlich und schluckt sie erneut. Dabei produziert sie viel Speichel, der hilft, die von den Bakterien produzierte Säure im Pansen zu neutralisieren. Die Mikroben bauen Zellulose, Stärke, Zucker und Protein ab und produzieren dabei flüchtige Fettsäuren (Energie) und ihre eigene Biomasse (Protein), die die Kuh im Dünndarm verdaut.
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