17/08/2013
Lucky Luke, der einsame Cowboy, der schneller zieht als sein Schatten, hat Generationen von Comic-Fans begeistert. Seine Abenteuer im Wilden Westen, stets begleitet von seinem treuen Pferd Jolly Jumper und im ewigen Kampf gegen die Daltons, sind legendär. Für viele sind diese Hefte mehr als nur Unterhaltung – sie sind begehrte Sammlerstücke. Doch welche Lucky Luke Comics sind wirklich wertvoll und worauf sollten Sammler achten? Die Antwort liegt oft in der Auflage, dem Einband und dem Zustand des jeweiligen Bandes.

Der Wert eines Lucky Luke Comics kann stark variieren. Während spätere Auflagen im Softcover oft nur wenige Euro erzielen, können frühe Erstausgaben, insbesondere im Hardcover und in gutem Zustand, deutlich höhere Preise erzielen. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich der Wert eines Hefts über die Jahre entwickeln kann, beeinflusst von Faktoren wie Seltenheit und Nachfrage auf dem Sammlermarkt.

Welche Lucky Luke Hefte sind wertvoll?
Die Frage nach dem Wert ist für Sammler zentral. Anhand der vorliegenden Daten können wir einige Bände identifizieren, die in bestimmten Ausgaben einen höheren Sammlerwert aufweisen. Es zeigt sich deutlich, dass die Erstauflage und der Einband (Hardcover vs. Softcover) entscheidend sind.
Betrachten wir einige Beispiele aus der Liste, die wir haben:
- Band 15: Die Postkutsche
- Band 16: Das Greenhorn
- Band 17: Die Daltons brechen aus
- Band 18: Der Singende Draht
- Band 19: ... reitet für die 20er Kavallerie
- Band 20: Am Mississippi
Für diese Bände liegt der Sammlerpreis für eine 1. Auflage im Zustand 1 (sehr gut) im Hardcover zwischen 15,00 € und 20,00 €. Die gleiche 1. Auflage im Softcover ist mit Preisen zwischen 8,00 € und 10,00 € ebenfalls wertvoller als spätere Auflagen.
Spätere Auflagen der Bände 15 bis 20 erzielen im Softcover meist nur 4,00 €. Im Hardcover können höhere Auflagen je nach Band zwischen 5,00 € und 8,00 € wert sein. Dies verdeutlicht den deutlichen Unterschied im Wert zwischen einer Erstausgabe und späteren Drucken.
Auch Bände wie 21 (Vetternwirtschaft), 22 (Calamity Jane), 23 (Den Daltons auf der Spur) und 24 (Lucky Luke gegen Joss Jamon) zeigen ein ähnliches Muster. Ihre Erstauflagen im Hardcover werden mit 12,00 € bewertet, während Softcover-Erstauflagen bei 6,00 € liegen. Höhere Auflagen liegen hier meist bei 4,00 € (Softcover) bzw. 8,00 € (Hardcover).
Interessanterweise gibt es bei einigen Bänden auch Neuauflagen oder Sonderauflagen, deren Wert sich ebenfalls unterscheidet. Zum Beispiel:
- Band 17: Die Daltons brechen aus (Sonderauflage 2016 Softcover - 4,00 €)
- Band 18: Der Singende Draht (Neuauflage 2012 Hardcover - 8,00 €)
- Band 20: Am Mississippi (Neuauflage 2012 Hardcover - 8,00 €)
- Band 25: Die Daltons im Blizzard (Neuauflage 2012 Hardcover - 8,00 €)
- Band 27: Die Daltons auf Schatzsuche (Sonderauflage 2016 Softcover - 4,00 €, Neuauflage 2012 Hardcover - 8,00 €)
- Band 28: Tortillas für die Daltons (Neuauflage 2012 Hardcover - 8,00 €)
Diese Neu- und Sonderauflagen haben oft einen festen, moderaten Wert, der nicht mit dem Potenzial seltener Erstausgaben mithalten kann, aber über dem Wert sehr häufiger späterer Auflagen liegt.
Die Bände ab Nummer 26 (Familienkrieg in Painful Gulch) scheinen laut der bereitgestellten Daten in ihren Erstauflagen etwas geringer bewertet zu werden (Softcover ab 5,00 €, Hardcover ab 10,00 €). Auch hier sind die Unterschiede zwischen Erst- und höheren Auflagen sowie zwischen Softcover und Hardcover aber weiterhin vorhanden und relevant für den Sammlerwert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für Sammler vor allem die erste Auflage und der Hardcover-Einband die wichtigsten Kriterien für einen höheren Wert sind. Der Zustand des Comics (hier mit Zustand 1 bewertet) ist ebenfalls von enormer Bedeutung. Ein Comic in schlechtem Zustand verliert erheblich an Wert, selbst wenn es sich um eine seltene Ausgabe handelt.

Die Schöpfer von Lucky Luke
Hinter dem berühmten Cowboy steht der belgische Comiczeichner Maurice De Bevere, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Morris. Geboren am 1. Dezember 1923 in Kortrijk, Belgien, war Morris schon als Kind ein begabter Zeichner. Nach einer Ausbildung arbeitete er in Trickfilmstudios und traf dort andere bekannte Comic-Künstler wie Franquin und Peyo.
Morris' Liebe zur amerikanischen Geschichte führte ihn zur Schaffung von Lucky Luke. Die erste Geschichte, "Arizona 1880", erschien bereits 1946. Anfangs war der Zeichenstil noch im Aufbau, beeinflusst von Disney und anderen Künstlern. Das erste eigentliche Album, "Die Goldmine von Dick Digger", folgte 1949.
Ein entscheidender Moment in der Geschichte von Lucky Luke war die Zusammenarbeit mit dem französischen Autor René Goscinny. Morris lernte Goscinny während eines Studienaufenthalts in den USA kennen. Ab 1955 bis zu seinem Tod im Jahr 1977 schrieb Goscinny die Texte für die Lucky Luke Abenteuer. Diese Periode gilt oft als goldene Ära der Serie, geprägt von Goscinnys Wortwitz und Morris' dynamischen Zeichnungen. Typisch für diese Zeit ist das Auftauchen vieler historischer Persönlichkeiten und Figuren der Populärkultur im Wilden Westen.
Nach Goscinnys Tod führte Morris die Serie mit verschiedenen anderen Autoren fort. Bis zu seinem eigenen Tod im Juli 2001 arbeitete Morris unermüdlich an den Abenteuern seines Cowboys. Sein letzter Band war "Eine Wildwest-Legende". Morris verfügte testamentarisch, dass die Serie nach seinem Tod von einem anderen Zeichner weitergeführt werden sollte. Sein Nachfolger wurde der französische Künstler Hervé Darmenton, bekannt als Achdé.
Morris' Herkunft aus Belgien und seine enge Verbindung zur frankobelgischen Comicszene prägten die Serie maßgeblich. Sein umfangreiches Archiv zur Pionierzeit des Wilden Westens zeugt von seiner Akribie bei der Recherche für die Geschichten.
Wer sind die Diebe bei Lucky Luke?
Die bekanntesten und wohl berüchtigtsten Gegenspieler von Lucky Luke sind zweifellos die Dalton-Brüder. Joe, William, Jack und Averell Dalton sind die Neffen der historischen Dalton-Bande, die ebenfalls von Lucky Luke zur Strecke gebracht wurde. Morris und Goscinny schufen diese fiktiven, tollpatschigen Cousins, die zu den ikonischsten Figuren der Serie wurden.
Ihre wiederkehrenden Ausbruchsversuche aus dem Gefängnis, ihre absurden Pläne und ihre unterschiedlichen Charaktere – vom cholerischen Joe über den lesebegeisterten William und den mittelmäßigen Jack bis zum ständig hungrigen Averell – sorgen für unzählige komische Situationen. Sie sind nicht einfach nur Kriminelle, sondern eine ständige Quelle des Humors und ein fester Bestandteil der Lucky Luke Welt. Viele der populärsten Bände drehen sich um ihre Eskapaden, wie die Titel aus der Liste zeigen (z.B. "Die Daltons brechen aus", "Den Daltons auf der Spur", "Die Daltons im Blizzard", "Tortillas für die Daltons", "Die Daltons bewähren sich", "Dalton City").
Obwohl Lucky Luke im Laufe seiner Abenteuer auf viele verschiedene Banditen und historische Figuren trifft, sind die Daltons die "Standard-Diebe" und die häufigsten Widersacher, die immer wieder von ihm eingefangen werden.

Was hat Lucky Luke geraucht?
Eine interessante Entwicklung in der Geschichte von Lucky Luke betrifft eine seiner anfänglichen Gewohnheiten: das Rauchen. In den frühen Abenteuern war Lucky Luke oft mit einer selbstgedrehten Zigarette im Mundwinkel zu sehen. Dies änderte sich jedoch im Jahr 1983. Aus gesundheitlichen und pädagogischen Gründen, insbesondere im Hinblick auf jüngere Leser, beschloss Morris, das Rauchen einzustellen.
Seitdem kaut Lucky Luke anstelle der Zigarette auf einem Strohhalm. Diese Änderung war bemerkenswert und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sogar mit einer Auszeichnung gewürdigt. Es war ein früher und prominenter Fall, in dem eine Comicfigur auf das Rauchen verzichtete, um ein positives Beispiel zu geben. Diese Entscheidung trug zum Image des "Gutmensch"-Cowboys bei, der nicht nur Verbrecher jagt, sondern auch auf seine Gesundheit achtet.
Die Umstellung vom Rauchen zum Strohhalm ist ein kleines, aber symbolträchtiges Detail, das zeigt, wie sich Comicfiguren im Laufe der Zeit an gesellschaftliche Veränderungen und neue Sensibilitäten anpassen können.
Zustand und Wert: Ein wichtiger Faktor
Wie bereits erwähnt, spielt der Zustand eines Comics eine entscheidende Rolle für seinen Sammlerwert. Ein Comic im Zustand 1 bedeutet, dass er praktisch neuwertig ist, ohne sichtbare Mängel wie Risse, Knicke, Flecken oder lose Seiten. Solche Exemplare sind selten, insbesondere bei älteren Heften, die oft intensiv gelesen wurden.
Ein Comic, der Gebrauchsspuren aufweist, selbst wenn es sich um eine seltene Ausgabe handelt, wird deutlich weniger wert sein. Sammler legen großen Wert auf die Erhaltung und sind bereit, für top erhaltene Exemplare deutlich mehr zu bezahlen. Daher ist es für jeden, der eine Sammlung aufbauen oder den Wert seiner vorhandenen Comics einschätzen möchte, unerlässlich, den Zustand genau zu prüfen und zu bewerten.
Vergleichstabelle: Wertbeispiele
Um den Einfluss von Auflage und Einband auf den Wert zu verdeutlichen, hier eine kleine Tabelle basierend auf den bereitgestellten Daten (Werte in € für Zustand 1):
| Band Nr. | Titel | 1. Auflage Softcover | Höhere Auflage Softcover | 1. Auflage Hardcover | Höhere Auflage Hardcover |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 | Die Postkutsche | 10,00 | 4,00 | 20,00 | 8,00 |
| 16 | Das Greenhorn | 8,00 | 4,00 | 15,00 | 8,00 |
| 17 | Die Daltons brechen aus | 8,00 | 4,00 | 15,00 | 8,00 |
| 18 | Der Singende Draht | 8,00 | 4,00 | 15,00 | 5,00 |
| 19 | ... reitet für die 20er Kavallerie | 8,00 | 4,00 | 15,00 | 8,00 |
| 20 | Am Mississippi | 8,00 | 4,00 | 15,00 | 5,00 |
| 21 | Vetternwirtschaft | 6,00 | 4,00 | 12,00 | 8,00 |
| 22 | Calamity Jane | 6,00 | 4,00 | 12,00 | 8,00 |
| 23 | Den Daltons auf der Spur | 6,00 | 4,00 | 12,00 | 8,00 |
| 24 | Lucky Luke gegen Joss Jamon | 6,00 | 4,00 | 12,00 | 8,00 |
| 25 | Die Daltons im Blizzard | 6,00 | 4,00 | 12,00 | 5,00 |
| 26 | Familienkrieg in Painful Gulch | 5,00 | 4,00 | 10,00 | 8,00 |
| 27 | Die Daltons auf Schatzsuche | 5,00 | 4,00 | 10,00 | 5,00 |
| 28 | Tortillas für die Daltons | 5,00 | 4,00 | 10,00 | 5,00 |
| 29 | Auf nach Oklahoma! | 5,00 | 4,00 | 10,00 | 8,00 |
| 30 | Die Daltons bewähren sich | 5,00 | 4,00 | 10,00 | 8,00 |
| 31 | Der Richter | 4,00 | 4,00 | 10,00 | 8,00 |
| 32 | Im Schatten der Bohrtürme | 4,00 | 4,00 | 10,00 | 8,00 |
| 33 | Der einarmige Bandit | 4,00 | 4,00 | 10,00 | 8,00 |
| 34 | Stacheldraht auf der Prärie | 4,00 | 4,00 | 10,00 | 8,00 |
| 35 | Sarah Bernhardt | 4,00 | 4,00 | 10,00 | 8,00 |
| 36 | Dalton City | 4,00 | 4,00 | 10,00 | 8,00 |
| 37 | Billy the Kid | 4,00 | 3,00 | 10,00 | - |
Diese Tabelle macht den Wertunterschied zwischen den verschiedenen Ausgaben sehr deutlich. Besonders die Hardcover-Erstauflagen der Bände 15 bis 25 stechen hervor.
FAQs zu Lucky Luke Comics
Hier beantworten wir einige häufig gestellte Fragen rund um die beliebten Lucky Luke Comics:
Q: Welche Lucky Luke Comics sind am wertvollsten?
A: Basierend auf den vorliegenden Daten sind die Erstauflagen im Hardcover der Bände 15 ('Die Postkutsche' - bis zu 20€), 16-20 (bis zu 15€) und 21-25 (bis zu 12€) besonders wertvoll, vorausgesetzt, sie befinden sich in sehr gutem Zustand (Zustand 1). Generell gilt: Frühe Auflagen, Hardcover und ein top Zustand steigern den Wert.

Q: Wer hat Lucky Luke erfunden?
A: Lucky Luke wurde vom belgischen Comiczeichner Morris (Maurice De Bevere) erschaffen. Später schrieb der französische Autor René Goscinny viele der bekanntesten Geschichten.
Q: Wer sind die Daltons bei Lucky Luke?
A: Die Daltons sind eine fiktive Bande von vier Brüdern: Joe, William, Jack und Averell. Sie sind die tollpatschigen Neffen der historischen Dalton-Bande und die häufigsten Gegenspieler von Lucky Luke.
Q: Hat Lucky Luke früher geraucht?
A: Ja, in den frühen Comics rauchte Lucky Luke eine Zigarette. Seit 1983 kaut er stattdessen auf einem Strohhalm, eine Änderung, die von der WHO ausgezeichnet wurde.
Q: Woher kommt der Schöpfer von Lucky Luke?
A: Morris (Maurice De Bevere) stammt aus Belgien.
Q: Spielt der Zustand eines Lucky Luke Comics eine Rolle für den Wert?
A: Ja, der Zustand ist extrem wichtig. Ein Comic im Zustand 1 (wie neu) erzielt einen deutlich höheren Preis als ein Exemplar mit Gebrauchsspuren. Der angegebene Sammlerpreis bezieht sich in der Regel auf Zustand 1.
Q: Wer hat die Lucky Luke Serie nach Morris' Tod weitergeführt?
A: Nach dem Tod von Morris im Jahr 2001 wurde die Serie von dem französischen Zeichner Achdé (Hervé Darmenton) fortgesetzt, gemäß dem testamentarischen Wunsch von Morris.
Das Sammeln von Lucky Luke Comics ist ein Hobby, das Wissen um Auflagen, Zustände und die Geschichte der Serie erfordert. Die Jagd nach seltenen und gut erhaltenen Ausgaben macht einen großen Teil des Reizes aus.
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