04/02/2022
McDonald's Pommes frites sind zweifellos eines der bekanntesten und beliebtesten Fast-Food-Produkte der Welt. Ihr einzigartiger Geschmack und ihre Textur haben Generationen geprägt. Doch die Geschichte dieser goldenen Stäbchen ist weitaus komplexer und spannender, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Sie reicht von sorgfältiger Qualitätskontrolle und technologischen Innovationen bis hin zu öffentlichen Gesundheitsdebatten und Veränderungen bei den Zutaten. Lassen Sie uns die Reise der McDonald's Pommes von ihren Anfängen bis heute nachzeichnen.

Die Pommes frites wurden bereits 1949 bei McDonald's eingeführt. Damals wurden sie in einer spezifischen Mischung frittiert, die zu 93 % aus Rinderfett (Schmalz) und zu 7 % aus Baumwollsamenöl bestand. Diese Kombination war maßgeblich für den damaligen, von vielen geliebten Geschmack und die Textur verantwortlich.

Qualität und Konsistenz: Ray Krocs Einfluss
In den 1950er Jahren, als Ray Kroc das Unternehmen übernahm und ausbaute, legte er größten Wert auf Qualität und Konsistenz. Kroc etablierte strenge Qualitätskontrollen für die Lieferanten. Er stellte sicher, dass die verwendeten Kartoffeln einen optimalen Feststoffgehalt zwischen zwanzig und dreiundzwanzig Prozent aufwiesen. Dies war entscheidend für die spätere Textur der Pommes.
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Sicherung der Konsistenz war das von Kroc eingeführte Verfahren des sogenannten „Aushärtens“ (curing) der Kartoffeln. Dabei wurden die Kartoffeln über mehrere Wochen bei mittelhohen Temperaturen gelagert. Dieser Prozess half, Zucker in Stärke umzuwandeln und so consistently knusprige Pommes zu erzielen.
Auch technologisch war McDonald's früh dabei. Kroc führte den „Kartoffelcomputer“ ein, entwickelt von Louis Martino. Dieses Gerät berechnete die präzise Garzeit der Pommes basierend auf den Schwankungen der Öltemperatur während des Frittierens. Diese frühen Maßnahmen zeigten das Bestreben, ein gleichbleibend hochwertiges Produkt anzubieten.
Eine signifikante Veränderung in der Verarbeitung fand 1967 statt. Ray Kroc beauftragte das Unternehmen Simplot, McDonald's mit gefrorenen Pommes zu beliefern. Dies ersetzte die zuvor verwendeten frisch geschnittenen Kartoffeln in den Restaurants und trug weiter zur Standardisierung und Effizienz bei.
Der Wandel des Frittieröls: Gesundheitliche Bedenken führen zur Umstellung
Die Zubereitung in Rinderfett war lange Zeit ein Markenzeichen des Geschmacks, geriet aber Ende der 1980er Jahre zunehmend unter Beschuss. Phil Sokolof, ein Millionär und Geschäftsmann, der einen Herzinfarkt erlitten hatte, startete eine breit angelegte Kampagne. Er schaltete ganzseitige Anzeigen in großen Zeitungen und beschuldigte das McDonald's Menü, eine Bedrohung für die amerikanische Gesundheit zu sein. Seine zentrale Forderung: McDonald's solle aufhören, Rinderfett für die Pommes zu verwenden, da es viele gesättigte Fette enthält.
Diese Kampagne, unterstützt unter anderem von der National Heart Savers Association, übte erheblichen Druck auf das Unternehmen aus. Als Reaktion auf diese anhaltenden Proteste und die wachsende öffentliche Besorgnis über gesättigte Fette, vollzog McDonald's 1990 eine entscheidende Umstellung.

Sie wechselten von der Mischung aus Rinderfett und Baumwollsamenöl zu einem rein pflanzlichen Öl. Um jedoch den vertrauten Geschmack der Pommes nicht komplett zu verlieren, wurde dem Pflanzenöl ein Rindfleischaroma zugesetzt. Dieser Schritt war nicht unumstritten.
Es gab Bedenken und Klagen, insbesondere von Vegetariern und Veganern, die sich durch die Bezeichnung der Pommes als vegetarisch getäuscht sahen. Das Rindfleischaroma, obwohl McDonald's nicht genau offenlegte, ob es tatsächlich Fleisch enthielt, enthielt bekanntermaßen Milchnebenprodukte. Dies machte die Pommes für strenge Vegetarier und Veganer ungeeignet. Im Jahr 2002 zahlte McDonald's 10 Millionen US-Dollar zur Beilegung von Klagen, die dem Unternehmen vorwarfen, seine Pommes frites falsch als vegetarisch gekennzeichnet zu haben.
Später, im Jahr 2008, stellte McDonald's in den USA und Kanada die Verwendung von Transfetten ein, ein weiterer Schritt zur Verbesserung des gesundheitlichen Profils ihrer Produkte.
| Zeitraum | Frittierfett/Öl | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1949 - 1990 | 93% Rinderfett, 7% Baumwollsamenöl | Ursprüngliche Mischung für charakteristischen Geschmack |
| 1990 - ca. 2008 | Pflanzenöl mit Rindfleischaroma | Umstellung aufgrund Gesundheitsbedenken (gesättigte Fette), Kontroverse um Aroma (Milchnebenprodukte) |
| Seit ca. 2008 | Pflanzenöl (z.B. Canola-Mischöl) | Zusätzlich Umstellung zur Vermeidung von Transfetten |
| Aktuell | Canola-Mischöl (in vielen Regionen) | Wird in den Restaurants verwendet |
Die Kartoffeln: Auswahl, Verarbeitung und Kontroversen
Der einzigartige Geschmack und die Beschaffenheit der McDonald's Pommes hängen nicht nur vom Frittieröl ab, sondern maßgeblich auch von den verwendeten Kartoffeln. McDonald's verwendet spezifische, hochwertige Kartoffelsorten, darunter Russet Burbank, Ranger Russet, Umatilla Russet und Shepody. Diese Sorten werden aufgrund ihrer Größe, Form und ihres Stärkegehalts ausgewählt, die ideal für die Herstellung der dünnen, langen Pommes sind.
Die Verarbeitung der Kartoffeln erfolgt in mehreren Schritten bei den Lieferanten. Zuerst werden die Kartoffeln geschält, geschnitten und blanchiert. Anschließend werden sie getrocknet, teilweise frittiert und dann schnell eingefroren, bevor sie an die Restaurants geliefert werden. In den Restaurants werden die tiefgekühlten Pommes dann im Canola-Mischöl fertig frittiert, um sie knusprig und heiß zu servieren.
Doch auch die Kartoffelauswahl und deren Anbau sind nicht frei von Kritik geblieben. Der US-Journalist Michael Pollan hat insbesondere die Verwendung der Sorte Russet Burbank thematisiert. Diese Kartoffelsorte, die eigens für McDonald's in Idaho angebaut wird, sei schwierig im Anbau und anfällig für schwarze Flecken, die sogenannte Netz-Nekrose.

Um diese Mängel zu vermeiden und den ästhetischen Anforderungen von McDonald's gerecht zu werden, müssen die Bauern erhebliche Mengen an Pestiziden einsetzen. Pollan hob hervor, dass ein bestimmtes Pflanzenschutzmittel namens Monitor so giftig sei, dass die Bauern nach dem Ausbringen fünf Tage lang ihre Felder nicht betreten könnten. Nach der Ernte werden die Kartoffeln zudem wochenlang – bis zu sechs Wochen – in riesigen Lagerhallen zwischengelagert. Dies geschehe angeblich, um die Kartoffeln von den Chemikalien zu befreien und sie überhaupt erst essbar zu machen.
Für Kritiker wie Pollan zeigt dies, dass Fast Food nicht nur wegen seines Gehalts an Fett, Salz und Zucker problematisch ist, sondern auch wegen der Produktionsmethoden, die notwendig sind, um die gewünschte Ästhetik und Konsistenz zu erreichen. Er argumentiert, dass solche Praktiken Fast Food zu einer „tickenden Zeitbombe“ für die Gesundheit machen können und plädiert dafür, stattdessen häufiger frisch zu kochen.
Kostenlose Pommes? Das MyMcDonald's Rewards Programm
Abseits von Geschichte und Herstellung interessieren sich viele Kunden natürlich auch dafür, wie sie ihre geliebten Pommes möglicherweise kostenlos bekommen können. Dies ist heutzutage vor allem über das MyMcDonald's Rewards Programm möglich, das über die offizielle McDonald's App zugänglich ist.
Die Teilnahme am Programm ist einfach: Man lädt die App herunter und stimmt der Teilnahme an MyMcDonald's Rewards zu. Um Punkte zu sammeln, kann man vor der Bestellung im Restaurant oder Drive-Thru einen 4-stelligen Code vorzeigen oder automatisch Punkte sammeln, wenn man direkt über die App bestellt.
Das Prinzip ist simpel: Für jeden ausgegebenen Euro (oder Dollar in den USA) für teilnahmeberechtigte Produkte erhält man 100 Punkte. Das Sammeln von Punkten ermöglicht es, Prämien einzulösen. Die Einlösung von MyMcDonald's Rewards beginnt bereits ab 1500 Punkten, die gegen bestimmte Produkte eingetauscht werden können.
Allerdings sollte man beachten, dass die gesammelten Punkte nicht ewig gültig sind. Sie verfallen am ersten Tag des Monats nach dem sechsten Monat, in dem die Punkte gesammelt wurden. Es gibt also genügend Zeit, um Punkte für die Lieblingsprodukte anzusparen.

Pro Bestellung kann derzeit nur eine Prämie eingelöst werden. Die gesammelten Punkte sind zudem personengebunden und können nicht mit anderen Nutzern geteilt werden. Das Einlösen von Punkten ist über verschiedene Wege möglich: kontaktloses mobiles Bestellen in der App, durch Auswahl der Prämie und Hinzufügen zur mobilen Bestellung, oder im Restaurant/Drive-Thru durch Auswahl der Prämie in der App und Nutzung eines generierten 4-stelligen Codes vor der Bestellung. Bei Lieferbestellungen über die McDonald's App kann die Prämie ebenfalls ausgewählt und der Bestellung hinzugefügt werden. Wichtig ist, dass Prämien nicht bei Bestellungen über Drittanbieter-Lieferdienste wie Lieferando, Uber Eats oder DoorDash eingelöst werden können.
Ein Vorteil des Programms ist, dass man bei einer Bestellung, bei der man eine Prämie einlöst, trotzdem Punkte für die zusätzlich gekauften, teilnahmeberechtigten Produkte sammelt. Wenn man vergessen hat, den Code vorzuzeigen, kann man in vielen Fällen nachträglich Punkte über die App hinzufügen, indem man die Details des Kassenbons eingibt. Sollten Punkte nach 24 Stunden noch nicht erscheinen, kann man den Kundenservice über die App kontaktieren.
Nicht alle Ausgaben qualifizieren zum Sammeln von Punkten. Steuern, Gebühren (wie für Tüten oder Flaschen), das Aufladen einer Guthabenkarte (Arch Card) oder Liefergebühren für Bestellungen über die McDonald's App zählen nicht als qualifizierende Käufe. Das Programm bietet somit eine gute Möglichkeit für regelmäßige Kunden, einen Mehrwert zu erhalten.
Fazit
Die McDonald's Pommes frites haben eine lange und ereignisreiche Geschichte hinter sich. Von der ursprünglichen Zubereitung im Rinderfett, die ihren legendären Geschmack prägte, über die Umstellung auf Pflanzenöl aus Gesundheitsgründen und die damit verbundenen Kontroversen um Aromen und Kennzeichnung, bis hin zur sorgfältigen Auswahl und komplexen Verarbeitung der Kartoffeln – sie sind mehr als nur eine einfache Beilage. Trotz aller Kritikpunkte und Veränderungen bleiben sie ein globales Phäniker und ein fester Bestandteil des Fast-Food-Erlebnisses. Die Möglichkeit, über das MyMcDonald's Rewards Programm Punkte zu sammeln und einzulösen, fügt eine moderne Ebene der Kundenbindung hinzu, die zeigt, wie sich das Produkt und das Unternehmen im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt haben, um relevant und beliebt zu bleiben.
Häufig gestellte Fragen zu McDonald's Pommes
Wann hat McDonald's aufgehört, Schmalz (Rinderfett) für Pommes zu verwenden?
McDonald's stellte die Verwendung von Rinderfett für die Pommes im Jahr 1990 ein und wechselte zu Pflanzenöl.
Welches Öl verwendet McDonald's heute für die Pommes frites?
Heute verwendet McDonald's für das Frittieren der Pommes in den Restaurants in der Regel ein Canola-Mischöl.

Enthält das Rindfleischaroma in den früheren Pommes tatsächlich Fleisch?
McDonald's hat nicht genau offengelegt, ob Fleisch enthalten war, aber es ist bekannt, dass das Aroma Milchnebenprodukte enthielt, was die Pommes für strenge Vegetarier ungeeignet machte.
Welche Kartoffelsorten werden für McDonald's Pommes verwendet?
Es werden spezifische Sorten wie Russet Burbank, Ranger Russet, Umatilla Russet und Shepody verwendet.
Wie werden die Kartoffeln verarbeitet, bevor sie im Restaurant frittiert werden?
Die Kartoffeln werden geschält, geschnitten, blanchiert, getrocknet, teilweise frittiert und schnell eingefroren, bevor sie an die Restaurants geliefert werden.
Kann ich kostenlose Pommes bei McDonald's bekommen?
Ja, durch die Teilnahme am MyMcDonald's Rewards Programm über die McDonald's App können Punkte gesammelt und gegen Prämien, einschließlich Pommes, eingelöst werden.
Wie sammle ich Punkte im MyMcDonald's Rewards Programm?
Sie sammeln Punkte (z.B. 100 Punkte pro ausgegebenem Euro) für qualifizierende Käufe, indem Sie Ihren Code in der App vorzeigen oder über die App bestellen.
Verfallen die Punkte im Rewards Programm?
Ja, Punkte verfallen am ersten Tag des Monats nach sechs Monaten ab dem Datum, an dem sie gesammelt wurden.
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