Welche Firma macht die besten Messer?

Küchenmesser Test: Scharfe Helfer für Profis

14/02/2022

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Jeder, der gerne kocht, weiß, wie frustrierend stumpfe Messer sein können. Sie machen das Schneiden mühsam und erhöhen sogar das Verletzungsrisiko. Grundlage für erfolgreiches Kochen sind hochwertige Instrumente. Deshalb konzentriert sich dieser Artikel auf das klassische Kochmesser, das als Allround-Talent in der Küche gilt. Wir zeigen Ihnen nicht nur, welche Messer Sie wirklich brauchen, sondern auch, auf welche Merkmale Sie beim Messerkauf achten sollten, wie teuer ein solides Küchenmesser sein sollte und wie Sie Ihre Messer optimal pflegen, damit sie lange scharf bleiben. Auch die Verarbeitung und die Vor- und Nachteile verschiedener Griffmaterialien wie Kunststoff oder Holz beleuchten wir.

Welche Messer darf ich zuhause haben?
“ Generell gilt also: Alle feststehenden Messer bis 12 cm Klingenlänge (ausgenommen spezielle Typen und Klingenformen, die als Waffe gelten!) und Klappmesser, deren Klinge nicht feststellbar ist (Slipjoint/Flipjoint/Friction Folder) dürfen geführt werden.
Übersicht

Das richtige Küchenmesser finden: Worauf es ankommt

Die Wahl des richtigen Küchenmessers kann angesichts der Vielfalt auf dem Markt überwältigend sein. Doch einige grundlegende Merkmale helfen Ihnen, das passende Modell zu finden, das Ihren Bedürfnissen und Kochgewohnheiten entspricht.

Klingenlänge und -art

Für ein Kochmesser, das als vielseitigstes Werkzeug dient, wird oft eine Klingenlänge zwischen 16 und 23 Zentimetern empfohlen. Diese Länge bietet eine gute Balance für die meisten Schneidaufgaben, von Kräutern hacken bis hin zu Fleisch schneiden. Längere Klingen über 21 Zentimeter können für Ungeübte anspruchsvoller in der Handhabung sein. Die Klingenart beeinflusst die Schneidetechnik. Europäische Kochmesser haben oft eine abgerundete Spitze und eine leichte Krümmung der Schneide, ideal für eine schaukelnde Schneidebewegung. Japanische Santokumesser hingegen haben meist eine stumpfe Oberkante, die bündig in den Griff übergeht, und eine geradere Schneide, die eher für Auf- und Abbewegungen geeignet ist.

Griffmaterial und Ergonomie

Der Griff ist entscheidend für die Handhabung und Sicherheit. Griffe gibt es aus verschiedenen Materialien wie Holz oder Kunststoff. Holzgriffe, oft aus Nussbaumholz, bieten ein angenehmes Gefühl und eine edle Optik. Sie erfordern jedoch etwas mehr Pflege. Kunststoffgriffe sind meist pflegeleichter und hygienischer. Wichtig ist, dass der Griff gut in Ihrer Hand liegt und eine sichere, komfortable Handhabung ermöglicht. Die Balance des Messers, also wie sich das Gewicht zwischen Klinge und Griff verteilt, spielt ebenfalls eine große Rolle für ermüdungsfreies Arbeiten.

Stahlart und Schärfe

Die Qualität des Stahls bestimmt maßgeblich die Schärfe, Schnitthaltigkeit (wie lange ein Messer scharf bleibt) und Robustheit. Rostfreier Stahl ist pflegeleicht und widerstandsfähig gegen Korrosion. Hochwertiger rostfreier Stahl, oft mit Zusätzen wie Chrom, Molybdän und Vanadium (wie bei Böker Forge), erreicht eine exzellente Schärfe und Langlebigkeit. Die Härte des Stahls wird oft in HRC (Rockwell) angegeben; Werte um 58 HRC gelten als guter Kompromiss zwischen Härte und einfacherem Nachschärfen.

Ein besonderer Stahl ist der Damaststahl, der in der Profiküche sehr geschätzt wird. Messer aus Damaststahl sind für ihre besonders feinen und präzisen Schnitte bekannt. Sie entstehen durch das Falten und Schmieden verschiedener Stahlsorten, was zu einer einzigartigen Musterung und herausragenden Schneideigenschaften führt.

Carbonstahl vs. Edelstahl: Ein Blick auf die Schärfe

Oft hört man, dass rostende Messer schärfer seien. Diese Annahme rührt hauptsächlich daher, dass Messer aus Carbonstahl, die anfälliger für Rost sind, oft eine schärfere Kante erreichen können als rostfreie Varianten. Carbonstahl hat einen höheren Kohlenstoffgehalt als Edelstahl, was es ermöglicht, eine feinere, schärfere Schneide zu formen. Es ist also nicht der Rost an sich, der ein Messer schärfer macht, sondern die Art des Stahls.

Carbonstahlmesser können leichter geschärft werden und behalten eine sehr scharfe Kante. Sie sind härter als die meisten Edelstähle. Dieser Vorteil macht sie bei Profis und Enthusiasten beliebt, die eine extrem scharfe Klinge für präzises Schneiden wünschen. Allerdings erfordern sie mehr Pflege, um Rost und Korrosion zu verhindern. Sie müssen nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt, getrocknet und idealerweise regelmäßig geölt werden.

Wie viel kostet ein gutes Messer?
Die besten Küchenmesser 2024 im Überblick:Unser RatingProduktnamePreisDas beste Messer aus DamaszenerstahlDamaszener Santokumesser100 80 EuroDer Preis-Leistungs-SiegerKochmesser31 21 EuroDas beste Obst- und GemüsemesserSchälmesser17 15 EuroDas beste europäische KochmesserSpitzenklasse Plus Kochmesser85 63 Euro

Kullenschliff

Ein Kullenschliff, wie er oft bei Santokumessern zu finden ist, besteht aus kleinen Vertiefungen entlang der Klinge. Diese Kullen reduzieren die Auflagefläche und schaffen Luftpolster, wodurch geschnittene Lebensmittel weniger stark an der Klinge haften bleiben. Dies ist besonders beim Schneiden von dünnen Scheiben von Fleisch, Fisch oder Gemüse praktisch.

Wie viel kostet ein gutes Küchenmesser?

Die Preisspanne für Küchenmesser ist enorm. Ein solides, hochwertiges Küchenmesser, das ein Leben lang halten kann, kostet in der Regel zwischen 50 und 100 Euro pro Stück. In diesem Preissegment finden Sie Messer mit guter Verarbeitung, ausgewogenem Gewicht und aus hochwertigen Materialien, die den Ansprüchen an ein Allround-Kochmesser gerecht werden und auch optisch ansprechend sind. Es gibt natürlich auch deutlich teurere Modelle, insbesondere aus Damaststahl oder von renommierten Schmieden, sowie günstigere Alternativen, deren Qualität jedoch stark variieren kann.

Europäisches Kochmesser vs. Japanisches Santokumesser

Diese beiden Messertypen sind die beliebtesten Allrounder in der Küche. Sie unterscheiden sich in Form und Handhabung:

MerkmalEuropäisches KochmesserJapanisches Santokumesser
KlingenformAbgerundete Spitze, gekrümmte SchneideStumpfe Oberkante, meist geradere Schneide
SchneidetechnikSchaukelbewegungAuf- und Ab-Bewegung
RobustheitRobuster, dickere KlingeEmpfindlicher, dünnere Klinge
PräzisionGute PräzisionOft sehr hohe Präzision
PflegeWeniger pflegeintensiv (oft Edelstahl)Kann mehr Pflege erfordern (oft sehr harter Stahl, manchmal Carbonstahl)
VielseitigkeitVielseitig für Fleisch, Fisch, GemüseSehr vielseitig ('Drei Tugenden': Fleisch, Fisch, Gemüse)

Die Wahl zwischen den beiden hängt oft von persönlichen Vorlieben bei der Schneidetechnik und der Bereitschaft zur Pflege ab. Santokumesser sind für ihre Schärfe und Balance bekannt, erfordern aber bei sehr hartem Stahl oder Carbonstahl etwas mehr Sorgfalt.

Welche Messer braucht man wirklich in der Küche?

Für die meisten Hobbyköche reichen drei gute Küchenmesser aus, um nahezu alle Aufgaben in der heimischen Küche zu bewältigen:

  1. Ein Kochmesser: Mit einer Klinge bis zu 20 (oder maximal 21) Zentimetern. Dies ist das Hauptarbeitsmesser für die meisten Schneid-, Hack- und Wiegearbeiten.
  2. Ein Officemesser: Auch Schälmesser genannt, mit einer kurzen Klinge von sechs bis neun Zentimetern. Ideal für präzises Schneiden, Schälen oder Verzieren von kleineren Lebensmitteln.
  3. Ein Brotmesser: Mit Wellenschliff (Säge) für saubere Schnitte durch Brot mit harter Kruste, aber auch für weiches Gebäck oder großes Gemüse wie Kürbis geeignet.

Ein Obstmesser kann die Grundausstattung ergänzen, ist aber nicht zwingend notwendig. Spezialmesser wie Hackmesser oder Ausbeinmesser sind nützlich, wenn man häufig spezifische Aufgaben erledigt, aber keine Notwendigkeit für den Anfang.

Pflege für langanhaltende Schärfe

Auch das beste Messer verliert mit der Zeit an Schärfe. Regelmäßiges Nachschärfen ist daher unerlässlich. Wie oft Sie Ihre Messer schärfen lassen sollten, hängt von der Nutzungshäufigkeit und der Stahlqualität ab. Bei regelmäßiger Nutzung kann ein Nachschärfen alle paar Monate sinnvoll sein. Dazwischen kann ein Wetzstahl oder ein Abziehleder helfen, die Schneide wieder aufzurichten.

Wichtige Pflegetipps:

  • Reinigen Sie Messer direkt nach Gebrauch von Hand mit warmem Wasser und mildem Spülmittel. Vermeiden Sie die Spülmaschine, da aggressive Salze und hohe Temperaturen die Klinge und den Griff beschädigen können.
  • Trocknen Sie das Messer sofort nach dem Abwaschen gründlich ab, insbesondere bei Carbonstahlmessern, um Rostbildung zu verhindern.
  • Bewahren Sie Messer so auf, dass die Klinge geschützt ist und nicht mit anderen Metallgegenständen kollidiert (z.B. im Messerblock, an einer Magnetleiste oder mit Klingenschutz).
  • Benutzen Sie eine geeignete Schneidunterlage, idealerweise aus Holz oder Kunststoff. Glas-, Stein- oder Keramikunterlagen machen die Klinge schnell stumpf.
  • Pflegen Sie Holzgriffe regelmäßig mit einem geeigneten Öl.

Rechtliche Aspekte: Messer in Deutschland

Die Faszination für gute Schneidwaren ist weit verbreitet. In Deutschland unterliegt der Umgang mit Messern jedoch bestimmten Regularien, die im Waffengesetz (WaffG) festgelegt sind. Es ist wichtig, diese zu kennen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Das Waffengesetz unterscheidet grundsätzlich zwischen einem Besitzverbot und einem Führverbot.

Besitzverbot

Bestimmte Messertypen dürfen in Deutschland überhaupt nicht besessen werden. Dazu gehören beispielsweise Fallmesser oder Butterflymesser (dies ist keine vollständige Liste). Herstellung, Vertrieb und selbst die Aufbewahrung in der eigenen Wohnung sind verboten. Der Besitz stellt eine Straftat dar. Solche Messer finden Sie in seriösen Fachgeschäften nicht.

Wie viel kostet ein gutes Messer?
Die besten Küchenmesser 2024 im Überblick:Unser RatingProduktnamePreisDas beste Messer aus DamaszenerstahlDamaszener Santokumesser100 80 EuroDer Preis-Leistungs-SiegerKochmesser31 21 EuroDas beste Obst- und GemüsemesserSchälmesser17 15 EuroDas beste europäische KochmesserSpitzenklasse Plus Kochmesser85 63 Euro

Führverbot (§42a WaffG)

Messer, die nicht unter das Besitzverbot fallen, dürfen grundsätzlich erworben und besessen werden. Das bedeutet aber nicht, dass man sie immer und überall in der Öffentlichkeit griffbereit bei sich tragen darf ('führen'). Hier regelt §42a des WaffG, was verboten ist:

Es ist verboten, Anscheinswaffen, Hieb- und Stoßwaffen sowie Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen.

Ausnahmen vom Führverbot bestehen unter anderem für:

  • Den Transport in einem verschlossenen Behältnis.
  • Führen, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt (z.B. im Zusammenhang mit Berufsausübung, Brauchtumspflege, Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck).

Was genau ein 'verschlossenes Behältnis' ist oder wann ein 'berechtigtes Interesse' vorliegt, ist im Gesetz nicht abschließend definiert und kann im Einzelfall durch Gerichte entschieden werden. Eine Tasche mit Reißverschluss könnte ausreichen, ein abgeschlossenes Behältnis (z.B. mit einem kleinen Schloss) bietet jedoch mehr Rechtssicherheit.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie im Normalfall (außerhalb von Waffenverbotszonen):

  • Alle Messer, die mit zwei Händen geöffnet werden müssen (Zweihandmesser), ohne Klingenlängenlimitierung führen dürfen.
  • Alle Klappmesser ohne Arretierung (z.B. Slipjoint) führen dürfen.
  • Feststehende Messer mit einer Klingenlänge bis zu 12 cm führen dürfen (solange sie nicht speziell als Waffe gelten).

Messer, die ihrer Bauart nach dazu geeignet sind, mit einer Hand geöffnet zu werden und eine feststellbare Klinge haben (Einhandmesser), dürfen grundsätzlich nicht geführt werden, es sei denn, es liegt eine der genannten Ausnahmen vor (z.B. berechtigtes Interesse, Transport im verschlossenen Behältnis).

Alter für den Erwerb

Das Alter, ab dem Messer erworben werden dürfen, ist ebenfalls geregelt. Die meisten reinen Gebrauchswerkzeuge können ohne Altersnachweis gekauft werden. Messer, denen jedoch Waffeneigenschaften zugesprochen werden können (insbesondere hinsichtlich Länge und Form), dürfen erst ab 18 Jahren erworben werden. Seriöse Händler kennzeichnen solche Messer entsprechend und prüfen das Alter des Käufers.

Bitte beachten Sie: Diese Informationen stellen keine Rechtsberatung dar, sondern dienen der Orientierung basierend auf dem bereitgestellten Text.

Häufig gestellte Fragen

Hier beantworten wir einige häufig gestellte Fragen rund um Küchenmesser, basierend auf den uns vorliegenden Informationen.

Was ist das beste Küchenmesser?

Das „eine“ beste Küchenmesser gibt es nicht. Es hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen, Kenntnissen und Vorlieben ab. Für Anfänger ist ein klassisches europäisches Kochmesser oft ein guter Start. Profis schätzen oft Messer aus Damaststahl oder Carbonstahl für feinste Schnitte. Wichtiger als ein einzelner Testsieger ist, welches Messer am besten zu Ihnen und Ihren Schneidetechniken passt.

Was sind die Top 3 Messer?
Kochmesser, Gemüsemesser und Brotmesser bilden ein solides Fundament für deine Ausstattung.

Was ist der Unterschied zwischen Europäischen Kochmessern und japanischen Santokumessern?

Der Hauptunterschied liegt in der Klingenform und der bevorzugten Schneidetechnik. Europäische Kochmesser haben eine gekrümmte Schneide für eine Schaukelbewegung, Santokumesser eine geradere Schneide für Auf- und Abbewegungen. Santokumesser sind oft dünner und schärfer geschliffen, aber potenziell empfindlicher als robustere europäische Messer.

Wie viele Küchenmesser braucht man?

Für die meisten Haushalte reichen drei Messer aus: ein Kochmesser (ca. 20 cm), ein Officemesser (6-9 cm) und ein Brotmesser mit Wellenschliff. Ein Obstmesser kann optional sein. Spezialmesser sind nur bei Bedarf sinnvoll.

Welche Messer empfehlen Profis?

Profis nutzen oft eine Vielzahl von Spezialmessern. Als Allrounder wählen sie häufig entweder das europäische Standardkochmesser oder das japanische Santokumesser, oft aus hochwertigem Stahl wie Damaststahl oder Carbonstahl. Profimesser kosten pro Stück typischerweise zwischen 50 und 100 Euro, es gibt aber auch teurere Modelle.

Was sind die besten Messer der Welt?

In der Profiküche werden Messer aus Damaststahl für ihre Schnitteigenschaften hoch gelobt. Japanische Messer aus hochwertigem Stahl gelten als besonders scharf. Es gibt jedoch nicht das eine beste Messer der Welt; die Wahl hängt von den Anforderungen des Nutzers ab.

Welches Messer bleibt immer scharf?

Es gibt kein Messer, das ein Leben lang scharf bleibt, ohne geschärft zu werden. Messer aus hochwertigem Stahl mit guter Schleiftechnik behalten ihre Schärfe jedoch deutlich länger und sind langlebiger.

Wie oft sollte man die Messer schärfen lassen?

Die Häufigkeit hängt von der Nutzung ab. Bei regelmäßigem Gebrauch kann ein Nachschärfen alle paar Monate sinnvoll sein, um die optimale Schnittleistung zu erhalten.

Fazit

Ein gutes Küchenmesser ist eine Investition, die sich lohnt und das Kochen deutlich angenehmer und effektiver macht. Achten Sie beim Kauf auf die Klingenlänge, das Material, die Balance und den Griff. Überlegen Sie, ob ein europäisches Kochmesser oder ein Santokumesser besser zu Ihrer bevorzugten Schneidetechnik passt. Mit der richtigen Pflege und regelmäßigen Schärfen bleiben Ihre Messer lange scharf und einsatzbereit. Beachten Sie zudem die rechtlichen Bestimmungen zum Besitz und Führen von Messern, um unnötigen Ärger zu vermeiden. Mit der passenden Auswahl und Pflege sind Sie bestens ausgestattet, um in Ihrer Küche wie ein Profi zu arbeiten.

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