20/06/2022
New Yorker ist eine feste Größe in der Modewelt, bekannt für aktuelle Trends zu erschwinglichen Preisen. Mit zahlreichen Filialen weltweit hat sich das Unternehmen einen Namen gemacht. Doch wie begann diese Erfolgsgeschichte und welche Entwicklungen prägen das Unternehmen heute, insbesondere im Hinblick auf den Online-Handel?
Die Anfänge: Vom Jeans House zum Modeimperium
Die Geschichte von New Yorker begann nicht direkt unter diesem Namen. Im Jahr 1976 legte Friedrich Knapp in Braunschweig den Grundstein für das Unternehmen. Was als kleines Geschäft startete, trug damals den Namen "Jeans House". In diesem ersten Laden konzentrierte man sich, wie der Name schon vermuten lässt, primär auf Jeans und verwandte Bekleidung. Von diesem bescheidenen Anfang in Braunschweig aus entwickelte sich das Geschäft stetig weiter.

Friedrich Knapp war dabei die treibende Kraft. Er formte das Unternehmen zu einer international agierenden Modekette. Sein Gespür für Modetrends und sein unternehmerisches Geschick ließen New Yorker zu einem riesigen Imperium wachsen. Heute zählt das Unternehmen beeindruckende 1200 Filialen in 49 Ländern und erzielt einen jährlichen Umsatz von über 2,7 Milliarden Euro. Dieser Weg vom kleinen Jeansladen in einer deutschen Stadt zu einem globalen Akteur ist ein Beleg für den Erfolg und die Vision seines Gründers.
Ein Blick auf den Gründer: Friedrich Knapp
Friedrich Knapp war nicht nur der Gründer, sondern auch lange Zeit Inhaber und prägende Figur an der Spitze von New Yorker. Er galt als einer der erfolgreichsten Modeunternehmer Deutschlands. Sein kürzlicher Tod im Alter von 73 Jahren markiert das Ende einer Ära für das Unternehmen. In den Monaten vor seinem Ableben hatte er sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen.
Knapp war ein Patriarch, der sowohl seine Familie als auch sein Unternehmen liebte. Ihm war die Stabilität von New Yorker auch nach seinem Tod ein wichtiges Anliegen. Sein geschätztes Vermögen, das ihn zu einem der reichsten Deutschen machte, ist nun Teil seines Nachlasses. Die Regelung seiner Unternehmensanteile und die endgültige Klärung der Erbschaftsfragen sind aktuell Gegenstand von Klärungen, die voraussichtlich erst mit der Testamentseröffnung vollständig beantwortet werden können.

Die Nachfolge in der Unternehmensführung
Während die Vermögensnachfolge noch offen ist, scheint die operative Führung des Unternehmens geregelt. Jonas Gnauck, der ehemalige Assistent von Friedrich Knapp und von ihm als Ziehsohn betrachtet, hat die Führung übernommen. Der 32-Jährige war bereits im April in den Vorstand aufgestiegen. Dies deutet auf eine geplante Übergabe auf operativer Ebene hin, auch wenn Friedrich Knapp zu Lebzeiten deutlich gemacht hatte, dass er die große Verantwortung des Unternehmens nicht seinen Töchtern zumuten wollte.
Die Online-Shop Frage: New Yorker und das Internet
In einer Zeit, in der der Online-Handel im Modebereich boomt und fast 30% des Umsatzes in Deutschland digital erwirtschaftet werden, verfolgt New Yorker eine bemerkenswerte Strategie: Das Unternehmen betreibt keinen klassischen Online Shop, in dem Kunden Ware kaufen können. Die offizielle Website von New Yorker DE dient lediglich als Informationsplattform. Hier finden Interessierte zwar Informationen zu neuen Kollektionen, aktuellen Aktionen, Angeboten und Preisen, aber der Kauf ist ausschließlich in den physischen Filialen möglich.
Warum kein Online-Shop?
Die Gründe für diese Haltung sind nicht eindeutig geklärt. Es wird spekuliert, dass dies möglicherweise mit dem traditionellen Verständnis vom Einzelhandel von Friedrich Knapp zusammenhing oder dass schlichtweg Gelegenheiten verpasst wurden, rechtzeitig in den E-Commerce zu investieren. Während große Konkurrenten wie H&M, Zara und Asos massiv auf ihre Online-Präsenzen setzen und vom wachsenden digitalen Markt profitieren, bleibt New Yorker im Wesentlichen ein stationärer Händler.

Diese Strategie steht im Gegensatz zu den aktuellen Marktentwicklungen und dem immer stärker werdenden Wunsch der Kundschaft, bequem von zu Hause aus einkaufen zu können. Ob New Yorker in Zukunft seine Strategie ändern und doch noch einen umfassenden Online-Handel einführen wird, bleibt abzuwarten. Aktuell setzt das Unternehmen auf das Erlebnis und die direkte Verfügbarkeit der Ware in den Läden, wo auch die hauseigenen Marken wie „Fishbone“, „Amisu“ oder „Censored“ erhältlich sind.
Hier ein Vergleich der Online-Präsenz:
| Unternehmen | Kauf Online Möglich? | Website-Funktion |
|---|---|---|
| New Yorker | Nein | Informationen (Kollektionen, Aktionen, Preise) |
| Typische Modekette (z.B. H&M, Zara) | Ja | Informationen & Kauf |
Die Entscheidung gegen einen Online-Shop ist im heutigen Einzelhandelsumfeld ungewöhnlich und stellt sowohl eine potenzielle verpasste Chance als auch eine bewusste Konzentration auf das Kerngeschäft des stationären Handels dar. Nur die Zeit wird zeigen, ob diese Strategie langfristig beibehalten wird oder ob sich New Yorker dem allgemeinen Trend zum E-Commerce doch noch anschließt.
Woher kommt die Ware und wer ist der Hersteller?
Die Frage nach der Herkunft der Ware und den spezifischen Herstellern ist komplex und aus den bereitgestellten Informationen nicht direkt ablesbar. Große Modeunternehmen wie New Yorker beziehen ihre Produkte typischerweise von einer Vielzahl von Lieferanten und Herstellern weltweit. Es handelt sich dabei selten um eine einzige Produktionsstätte oder einen einzelnen Hersteller für das gesamte Sortiment.
Die bereitgestellten Informationen zum "Impressum" geben Auskunft über die rechtliche Einheit hinter der Marke New Yorker. Die NEW YORKER Marketing & Media International GmbH mit Sitz in Braunschweig ist die verantwortliche Gesellschaft. Jonas Gnauck ist hier als Geschäftsführer gelistet. Diese Gesellschaft ist jedoch nicht der *Hersteller* der Bekleidung im physischen Sinne, sondern die Handelsgesellschaft, die für Design, Einkauf, Marketing und Vertrieb zuständig ist.

Die Information bezüglich eines Kontaktformulars, das Nachrichten über einen Dienst an New Yorker weiterleitet und dabei die Identität schützt (erkennbar an der E-Mail-Adresse im Format "kunde.1234567890.1234 @ aktiv-gegen-kinderarbeit.de"), deutet darauf hin, dass das Unternehmen Anfragen zu Themen wie Arbeitsbedingungen oder Herkunft der Ware über spezielle Kanäle handhabt. Dies ist in der Modeindustrie, wo globale Lieferketten oft komplex sind und Fragen der sozialen Verantwortung aufkommen, nicht unüblich. Die genauen Produktionsorte und -bedingungen werden jedoch in den öffentlich zugänglichen Informationen oder dem bereitgestellten Text nicht detailliert aufgeführt.
Häufig gestellte Fragen zu New Yorker
Wie hieß New Yorker früher?
New Yorker hieß in seinen Anfängen, als das erste Geschäft 1976 in Braunschweig eröffnet wurde, "Jeans House".
Kann man bei New Yorker online kaufen?
Nein, aktuell bietet New Yorker keinen Online-Shop, in dem Kunden Ware kaufen können. Die Website dient lediglich als Informationsquelle.

Woher kommt die Ware von New Yorker?
Die genauen Herkunftsländer und Produktionsstätten werden in den bereitgestellten Informationen nicht genannt. Große Modeunternehmen beziehen ihre Ware typischerweise von verschiedenen Herstellern weltweit.
Wer ist der Hersteller von New Yorker?
Der "Hersteller" im Sinne der verantwortlichen Handelsgesellschaft und des Betreibers der Marke ist die NEW YORKER Marketing & Media International GmbH mit Sitz in Braunschweig. Die physischen Produzenten der Kleidung sind jedoch externe Lieferanten, die nicht namentlich genannt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass New Yorker eine beeindruckende Entwicklung vom kleinen Jeansladen zum globalen Modeunternehmen durchlaufen hat. Geprägt von seinem Gründer Friedrich Knapp, steht das Unternehmen heute vor neuen Herausforderungen, insbesondere im digitalen Zeitalter, in dem die Frage nach einem eigenen Online-Shop eine zentrale Rolle spielt. Während die operative Führung gesichert scheint, bleibt die Klärung der Vermögensnachfolge ein wichtiger Punkt für die Zukunft des Unternehmens.
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