Wer starb 2015 von den Puhdys?

Puhdys: Wer lebt noch von der Ostrock-Legende?

21/06/2013

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Die Puhdys sind zweifellos eine der bedeutendsten und erfolgreichsten Rockbands, die die ehemalige DDR hervorgebracht hat. Mit ihrer Musik prägten sie Generationen und schufen Hits, die bis heute unvergessen sind. Ihre Karriere erstreckte sich über fast fünf Jahrzehnte, geprägt von Wandel, Herausforderungen und immensen Erfolgen sowohl im Osten als auch im Westen Deutschlands. Angesichts ihrer langen Geschichte und der Tatsache, dass die Band ihr letztes offizielles Konzert bereits im Januar 2016 gab und sich endgültig im Juni 2016 von der Bühne verabschiedete, stellt sich vielen Fans die Frage nach dem Verbleib der einzelnen Mitglieder. Eine Frage, die oft gestellt wird, ist: Wie viele leben noch von den Puhdys?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir einen Blick auf die Musiker werfen, die die Puhdys über die Jahre prägten, insbesondere jene, die der Band in ihrer späten und erfolgreichsten Phase angehörten. Die Puhdys, deren Gründungsdatum offiziell auf den 19. November 1969 datiert wird, hatten in ihrer Geschichte verschiedene Besetzungen, doch einige Namen sind untrennbar mit dem Erfolg der Band verbunden. Die letzte Besetzung, die bis zum Abschiedskonzert gemeinsam auf der Bühne stand, bestand aus Dieter Birr, Dieter Hertrampf, Peter Rasym, Klaus Scharfschwerdt und Peter Meyer. Zuvor war auch Harry Jeske lange Jahre ein prägendes Mitglied am Bass.

Wie viele leben noch von den Puhdys?
Am 10. Juni 2022 starb der ehemalige Schlagzeuger der Puhdys, Klaus Scharfschwerdt. Er wurde 68 Jahre alt.
Übersicht

Die legendären Puhdys: Eine Ära des Ostrocks

Die Geschichte der Puhdys begann bereits vor 1969 mit den sogenannten „Ur-Puhdys“, einer Formation, die auf die 1965 gegründete Udo-Wendel-Combo zurückgeht. Doch erst mit dem ersten Auftritt in der Besetzung mit Dieter Birr, Dieter Hertrampf, Peter Meyer und Gunther Wosylus am 19. November 1969 im Tivoli in Freiberg begann die Ära der Puhdys, wie wir sie heute kennen. Anfangs spielten sie englischsprachige Coversongs. Ein Auftrittsverbot im Bezirk Karl-Marx-Stadt zwang die Band jedoch, auf deutsche Texte umzusteigen, was sich als entscheidender Schritt für ihren späteren Erfolg erwies.

Stilistisch orientierten sich die Puhdys zunächst an Hard-Rock-Bands wie Deep Purple oder Led Zeppelin. Mit eigenen Kompositionen und Texten entwickelten sie sich schnell zur erfolgreichsten DDR-Rockgruppe der 1970er Jahre. Erste Bekanntheit erlangten sie 1971 durch Fernsehauftritte mit dem späteren Hit „Türen öffnen sich zur Stadt“. Ein weiterer früher Erfolg war „Geh dem Wind nicht aus dem Wege“, der zum „Schlager des Jahres“ wurde.

Ein Meilenstein in ihrer Karriere war die Filmmusik zu „Die Legende von Paul und Paula“ im Jahr 1973 mit den Titeln „Wenn ein Mensch lebt“ und „Geh zu ihr“. Diese Lieder wurden zu Hymnen einer Generation und trugen maßgeblich zur Popularität der Band bei. Interessanterweise waren ursprünglich Titel von westlichen Bands wie den Bee Gees oder Slade geplant, wurden aber aus Devisenmangel durch Eigenkompositionen ersetzt.

Die Puhdys waren eine der wenigen DDR-Bands, die auch im Westen auftreten durften. Ihr erster Auftritt in Westdeutschland fand bereits 1976 in Hamburg statt. Sie spielten beim Fest der Jugend in Dortmund und West-Berlin und traten 1977 als erste DDR-Band im Musikladen von Radio Bremen auf. Bis 1977 erreichten ihre ersten beiden Alben Auflagen von über 400.000 Exemplaren.

Die Besetzung im Wandel der Zeit

Über die Jahrzehnte gab es einige Wechsel in der Besetzung. Ein wichtiges Mitglied der frühen Jahre war Bassist Harry Jeske, der die Band lange prägte. Schlagzeuger Gunther Wosylus verließ die Band 1979; für ihn kam Klaus Scharfschwerdt, der bis zum Ende der Band dabei blieb. Harry Jeske verließ die Puhdys 1997 aus gesundheitlichen Gründen und wurde durch Peter Rasym ersetzt. Peter Rasym, von den Fans „Bimbo“ genannt, war zuvor bei Bands wie Stern Meißen und Datzu aktiv und fügte sich nahtlos in die Band ein.

Die Besetzung der Puhdys, die den meisten Fans in Erinnerung geblieben ist und die die Band in ihren letzten aktiven Jahren prägte, bestand aus:

  • Dieter Birr („Maschine“) – Gesang, Gitarre
  • Dieter Hertrampf („Quaster“) – Gesang, Gitarre
  • Peter Meyer – Keyboard
  • Peter Rasym („Bimbo“) – Bass
  • Klaus Scharfschwerdt – Schlagzeug

Diese fünf Musiker standen im Januar 2016 auch beim letzten offiziellen Konzert der Puhdys in Berlin auf der Bühne.

Abschied und die traurige Nachricht

Nach fast 50 Jahren Bandgeschichte und über 20 Millionen verkauften Alben bis zur Wende, gaben die Puhdys im Februar 2014 die Auflösung der Band bekannt. Ihre Abschiedstournee startete Ende 2014 und endete mit dem finalen Konzert am 2. Januar 2016 in der Berliner Mercedes-Benz-Arena. Die Begründung der Musiker war nachvollziehbar: „Wir sind Ende des Monats alle über 60 und irgendwann macht der Körper einfach nicht mehr mit.“

Leider mussten Fans in den Jahren nach der Auflösung Abschied von zwei prägenden Mitgliedern nehmen.

Wie viele leben noch von den Puhdys?
Am 10. Juni 2022 starb der ehemalige Schlagzeuger der Puhdys, Klaus Scharfschwerdt. Er wurde 68 Jahre alt.

Im Juni 2022 erreichte die Öffentlichkeit die traurige Nachricht vom Tod von Klaus Scharfschwerdt. Der langjährige Schlagzeuger der Puhdys starb am 10. Juni 2022 im Alter von 68 Jahren an Lungenkrebs. Klaus Scharfschwerdt war 1979 zur Band gestoßen und galt als einer der besten Schlagzeuger der DDR. Er war das jüngste Mitglied der Puhdys und blieb der Band bis zum Ende treu. Auch nach der Auflösung war er musikalisch aktiv und gründete die Band Scharfschwerdts Neuland.

Der Text, der Klaus Scharfschwerdts Tod erwähnt, weist auch auf einen weiteren Verlust hin. Dort heißt es: „vor zwei Jahren starb Bassmann Harry Jeske, jetzt folgte ihm der Trommler.“ Dies bedeutet, dass auch Harry Jeske, der die Band 1997 verlassen hatte, bereits verstorben ist. Sein Tod wird im Text auf etwa zwei Jahre vor Juni 2022 datiert, also ungefähr im Jahr 2020.

Übersicht bekannter Puhdys-Mitglieder

Betrachten wir die Mitglieder, die in den letzten Jahrzehnten der Bandgeschichte eine wichtige Rolle spielten:

NameRolle (bekannteste)GeburtsdatumStatus nach Text
Dieter BirrGitarre, Gesang18. März 1944Lebt
Dieter HertrampfGitarre, Gesang29. November 1944Lebt
Peter RasymBass07. Juli 1953Lebt
Klaus ScharfschwerdtSchlagzeug27. Februar 1954Verstorben (10. Juni 2022)
Peter MeyerKeyboard05. Januar 1940Lebt
Harry JeskeBass (früher)Nicht angegebenVerstorben (ca. 2020)

Diese Tabelle konzentriert sich auf die Mitglieder der finalen Besetzung sowie Harry Jeske, der lange Jahre den Bass prägte.

Die Antwort auf die Frage: Wie viele leben noch?

Basierend auf den uns vorliegenden Informationen sind von der letzten Besetzung der Puhdys (Dieter Birr, Dieter Hertrampf, Peter Rasym, Klaus Scharfschwerdt, Peter Meyer) vier Mitglieder noch am Leben. Dies sind Dieter Birr, Dieter Hertrampf, Peter Rasym und Peter Meyer. Klaus Scharfschwerdt ist im Juni 2022 verstorben.

Betrachtet man auch Harry Jeske, ein weiteres sehr bekanntes ehemaliges Mitglied, so ist dieser ebenfalls bereits verstorben. Die Frage, wie viele der Puhdys noch leben, bezieht sich meist auf die prominentesten Musiker der Band. Von den sechs hier betrachteten Musikern, die maßgeblich für den Erfolg der Puhdys verantwortlich waren, leben somit noch vier.

Weitere Einblicke in die Bandgeschichte

Die Puhdys waren nicht nur im Osten erfolgreich. Ab 1976 erhielten sie die Erlaubnis, auch in der Bundesrepublik aufzutreten, was zu Auftritten an der Seite von Künstlern wie Udo Lindenberg führte. Sie erhielten den Nationalpreis der DDR und feierten auch im Westen große Erfolge.

1989, im Rahmen ihrer ersten Abschiedstournee, wurden die Puhdys nachträglich mit Auszeichnungen überhäuft, darunter fünfzehn goldene Schallplatten auf einen Streich – eine Anerkennung, die es in dieser Form in der DDR nicht gab.

Warum hat Gunther Wosylus die Puhdys verlassen?
Er lernte Tischler, studierte Musik und trommelte bei verschiedenen Bands, bevor er 1979 bei den großen Puhdys Gunther Wosylus am Schlagzeug ersetzte, der die Band aus familiären Gründen verlassen hatte.

Nach der Wiedervereinigung der Band im Jahr 1992 blieben die Puhdys eine der wenigen Ostrockbands, die weiterhin große Hallen füllten und erfolgreich waren. Sie schrieben Vereinshymnen für Sportclubs wie den F.C. Hansa Rostock („FC Hansa – Wir lieben Dich total“) und die Eisbären Berlin („Hey, wir woll’n die Eisbär’n sehn!“). Auch für den 1. FC Union Berlin und den SC Paderborn 07 schufen sie Songs.

Im Jahr 2000 gab es eine bemerkenswerte Zusammenarbeit für das Lied „Wut will nicht sterben“ mit Till Lindemann, dem Sänger von Rammstein. Aufgrund von Management-Problemen wurde das Lied jedoch in zwei Versionen veröffentlicht: eine mit Lindemann und eine ohne ihn.

Die Band veröffentlichte in ihrer Karriere fast 40 Alben. Zu den erfolgreichsten Liedern zählt neben den bereits genannten auch „Alt wie ein Baum“, ein Titel, der sinnbildlich für die Beständigkeit und Verwurzelung der Band im Leben ihrer Fans steht.

In den späten Jahren zeigten sich die Puhdys experimentierfreudig, etwa mit Weihnachtsalben wie „Dezembertage“ und „Dezembernächte“, die über ungewöhnliche Vertriebswege verkauft wurden, oder mit „Ostrock in Klassik“-Konzerten, bei denen sie ihre Hits zusammen mit einem Orchester spielten.

Ihr 40-jähriges Jubiläum feierten die Puhdys 2009 mit einer großen Tournee und einem Konzert in der Berliner O2 World, bei dem auch befreundete Bands wie City und Karat auftraten. Zu diesem Anlass erschienen neben einem neuen Studioalbum („Abenteuer“) auch eine DVD und eine umfangreiche CD-Box.

Auch nach der Ankündigung ihres endgültigen Abschieds im Jahr 2014 blieben die Puhdys präsent. Die Aufzeichnung ihres letzten Konzerts als DVD („Das letzte Konzert“) erreichte 2016 Platz 2 der deutschen Album-Charts, die höchste Platzierung der Band nach der Wende. Im April 2016 wurden die Puhdys für ihr Lebenswerk mit dem Echo ausgezeichnet.

Es gab auch weniger schöne Zeiten nach dem Ende der Band. Ende 2019 wurde bekannt, dass Dieter Birr mit den übrigen Mitgliedern seit 2013 zerstritten war, insbesondere über Urheberrechte. Dieser Streit konnte erst im Juli 2021 außergerichtlich beigelegt werden, wobei die Urheberrechte Dieter Birr zugesprochen wurden.

Kann man ohne Dachhimmel fahren?
Der Dachhimmel ist keine Pflicht, da gibt es keinerlei Auflagen seitens des Gesetzgebers.

Häufig gestellte Fragen zu den Puhdys

Hier beantworten wir einige Fragen, die im Zusammenhang mit der Band oft gestellt werden:

Warum hat Gunther Wosylus die Puhdys verlassen?
Laut dem uns vorliegenden Text verließ Gunther Wosylus die Band 1979 aus „familiären Gründen“.

Sind die Puhdys noch zerstritten?
Die Informationen deuten darauf hin, dass es einen Streit zwischen Dieter Birr und den anderen Mitgliedern bezüglich Urheberrechten gab. Dieser Streit begann wohl schon 2013 und wurde im Juli 2021 außergerichtlich beigelegt.

Wer starb 2015 von den Puhdys?
Basierend auf den bereitgestellten Informationen starb 2015 kein Mitglied der Puhdys. Klaus Scharfschwerdt verstarb am 10. Juni 2022 und Harry Jeske ungefähr im Jahr 2020.

Wann war das letzte Konzert der Puhdys?
Das letzte offizielle Konzert fand am 2. Januar 2016 in Berlin statt. Im Rahmen der „Rocklegenden“-Tour gaben sie jedoch noch Auftritte bis zum 24. Juni 2016.

Wie viele Alben haben die Puhdys veröffentlicht?
In ihrer Karriere haben die Puhdys laut Text knapp 40 Alben veröffentlicht.

Was war der erste Hit der Puhdys?
Der erste Hit, der auch im Fernsehen gezeigt wurde, war „Türen öffnen sich zur Stadt“.

Die Puhdys bleiben eine Kultband des Ostrocks, deren Musik auch nach ihrem Abschied von der Bühne und dem Verlust zweier ihrer Musiker weiterlebt und die Herzen der Fans berührt.

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