29/08/2016
Der Red Dot Design Award ist weltweit bekannt und wird oft als Barometer für herausragende Designqualität betrachtet. Viele Unternehmen, von großen Konzernen bis hin zu kleinen Designstudios, streben diese Auszeichnung an. Doch angesichts der Investition, die eine Teilnahme mit sich bringt, stellt sich unweigerlich die Frage: Lohnt sich der Red Dot Award wirklich?
Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns zunächst ansehen, was der Red Dot Design Award überhaupt ist und welche Bedeutung ihm in der Designwelt zugemessen wird.

Was ist der Red Dot Design Award?
Der Red Dot Design Award ist ein internationaler Designwettbewerb, der Produkte, Kommunikationsdesigns und Designkonzepte aus aller Welt auszeichnet. Er ist einer der größten und renommiertesten Wettbewerbe seiner Art. Ziel ist es, herausragende Designleistungen zu prämieren und ihnen weltweite Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Der Wettbewerb ist in drei Hauptdisziplinen unterteilt:
- Red Dot Award: Product Design: Hier werden marktreife Produkte aus den unterschiedlichsten Bereichen bewertet, von Möbeln über Elektronik bis hin zu Fahrzeugen und ja, auch Bürobedarf und Schreibgeräte.
- Red Dot Award: Communication Design: Diese Kategorie widmet sich Leistungen im Bereich der visuellen Kommunikation, wie Corporate Design, Werbung, Digitales und Verpackungsdesign.
- Red Dot Award: Design Concept: In dieser Disziplin werden zukunftsweisende Designideen und Prototypen ausgezeichnet, die noch nicht auf dem Markt sind.
Eine international besetzte Jury aus erfahrenen Designexperten entscheidet jedes Jahr über die Vergabe des begehrten roten Punktes. Die eingereichten Arbeiten werden intensiv geprüft, diskutiert und basierend auf verschiedenen Kriterien bewertet, die sich nach Aufgabe und Zweck des Designs richten. Dazu gehört maßgeblich die innovative Designqualität. Nur die besten Einreichungen durchlaufen das rigorose Bewertungsverfahren erfolgreich und erhalten das begehrte

Wer steckt hinter dem Red Dot Award?
An der Spitze des Red Dot Design Award steht Professor Dr. Peter Zec. Er ist der Initiator und CEO des Red Dot Design Awards und leitet das Design Zentrum Nordrhein Westfalen. Peter Zec blickt auf eine lange Karriere im Designbereich zurück. Bevor er das Design Zentrum übernahm, war er unter anderem Leiter der Abteilung „Visuell“ am ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und Geschäftsführer des Bundes Deutscher Graphik-Designer sowie des Verbandes Deutscher Industriedesigner. Zudem war er 17 Jahre lang Professor für Wirtschaftskommunikationsmanagement an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.
Seit über 25 Jahren prägt
Der Wert eines Red Dot Awards: Was bedeutet ein Gewinn?
Das
- Prestige und Glaubwürdigkeit: Der Red Dot Award genießt weltweit hohes Ansehen. Ein Gewinn signalisiert Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit, dass ein Produkt oder Design von einer unabhängigen, hochkarätigen Jury als herausragend bewertet wurde. Dies kann das Markenimage stärken und Vertrauen aufbauen.
- Marketing und PR: Der rote Punkt ist ein starkes Marketinginstrument. Unternehmen können die Auszeichnung in ihrer Kommunikation nutzen – auf Verpackungen, in Anzeigen, auf ihrer Website, in Pressemitteilungen und auf Messen. Dies kann die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden erhöhen und positive Medienberichterstattung generieren.
- Differenzierung im Markt: In gesättigten Märkten, wie beispielsweise dem für Bürobedarf, kann Design ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal sein. Ein Red Dot kann einem Produkt helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben und als Premium- oder Innovationsführer wahrgenommen zu werden.
- Ausstellung im Museum: Gewinner haben die Möglichkeit, ihre ausgezeichneten Arbeiten in den Red Dot Design Museen auszustellen. Das
Red Dot Design Museum Singapore zum Beispiel zeigt eine Sammlung von über 400 Exponaten aus über 50 Ländern und präsentiert die neuesten Trends. Eine solche Präsenz bietet zusätzliche Sichtbarkeit für das Produkt und das Unternehmen. - Motivation für Designteams: Ein Gewinn ist auch eine wichtige Anerkennung für die Designer und Entwickler innerhalb eines Unternehmens. Er kann die Motivation steigern und die Kultur der Innovation fördern.
Betrachtet man speziell den Bereich Bürobedarf, Papeterie oder Druckzubehör, so spielt Design eine oft unterschätzte Rolle. Ein ergonomisch geformter Stift, eine intuitiv bedienbare Büroklammernzange, ein ästhetisch ansprechender Drucker oder eine gut gestaltete Schreibtischlampe – all das trägt zur Produktivität und zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz bei. Innovatives und hochwertiges Design in diesem Bereich kann die Benutzererfahrung verbessern und einen echten Mehrwert schaffen. Ein Red Dot Award für solche Produkte würde diese Designqualität unterstreichen und dem Produkt sowie der Marke eine besondere Position im Markt verschaffen.

Die Kehrseite der Medaille: Kosten und Gewinnchancen
Die Frage, ob sich der Red Dot Award lohnt, hängt natürlich nicht nur von den potenziellen Vorteilen ab, sondern auch von den Kosten und der Wahrscheinlichkeit eines Gewinns. Die Teilnahme am Red Dot Award ist mit Gebühren verbunden, die je nach Kategorie, Einreichungszeitpunkt (Early Bird, Regular, Latecomer) und der Anzahl der eingereichten Arbeiten variieren können. Diese Gebühren können für kleinere Unternehmen oder Einzeldesigner eine erhebliche Investition darstellen.
Zusätzlich zu den Teilnahmegebühren können weitere Kosten anfallen, beispielsweise für den Versand von Produkten zur Jurierung, für die Erstellung professioneller Einreichungsunterlagen oder für die Nutzung des Red Dot Labels nach einem Gewinn. Die genauen Kosten sind auf der Website des Veranstalters zu finden und sollten sorgfältig kalkuliert werden.
Ein weiterer Faktor ist die Gewinnquote. Wie bei jedem Wettbewerb gibt es keine Garantie für einen Gewinn. Die Anzahl der Einreichungen ist sehr hoch, und nur ein Teil davon wird ausgezeichnet. Die genaue Gewinnquote wird vom Veranstalter nicht öffentlich in Prozent kommuniziert, aber es ist klar, dass die Konkurrenz groß ist und das Bewertungsverfahren streng ist. Dies bedeutet, dass die Investition in die Teilnahme möglicherweise nicht durch einen Gewinn belohnt wird.

Lohnt sich der Red Dot Award? Eine Abwägung
Angesichts der potenziellen Vorteile (Prestige, Marketing, Differenzierung, Sichtbarkeit) und der Nachteile (Kosten, kein garantierter Gewinn) ist die Frage, ob sich der Red Dot Award lohnt, nicht pauschal zu beantworten. Es ist eine strategische Entscheidung, die jedes Unternehmen für sich treffen muss. Folgende Punkte sollten dabei berücksichtigt werden:
| Pro (Potenzielle Vorteile) | Contra (Potenzielle Nachteile) |
|---|---|
| Hohes internationales Prestige | Erhebliche Teilnahmegebühren |
| Starkes Marketinginstrument (Qualitätssiegel) | Keine Garantie auf einen Gewinn |
| Differenzierung vom Wettbewerb | Weitere Kosten bei Gewinn (Label-Nutzung etc.) |
| Sichtbarkeit in Red Dot Museen | Zeitlicher Aufwand für die Einreichung |
| Anerkennung für das Designteam | Konkurrenz durch hohe Einreichungszahlen |
Für ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell stark auf Design und Innovation ausgerichtet ist und das bereit ist, in seine Marke zu investieren, kann ein Red Dot Award eine sehr lohnende Investition sein. Insbesondere in Bereichen wie hochwertigem Bürobedarf oder innovativen Technologielösungen für das Büro kann die Auszeichnung die Wahrnehmung als Qualitäts- und Innovationsführer festigen.
Für kleinere Unternehmen oder Start-ups mit begrenztem Budget kann die Entscheidung schwieriger sein. Hier muss genau abgewogen werden, ob die potenziellen Marketingeffekte den finanziellen Einsatz rechtfertigen. Möglicherweise gibt es andere, kostengünstigere Marketingstrategien, die für das jeweilige Unternehmen besser geeignet sind.
Es ist auch wichtig zu bedenken, dass der Wert eines Red Dot Awards nicht nur im Moment des Gewinns liegt, sondern auch in der langfristigen Nutzung des Labels und der damit verbundenen Glaubwürdigkeit. Ein gewonnenes Siegel kann über Jahre hinweg im Marketing eingesetzt werden.

Häufig gestellte Fragen zum Red Dot Award
- Was ist der Red Dot Design Award?
- Der Red Dot Design Award ist ein international renommierter Wettbewerb, der herausragendes Design in den Disziplinen Produktdesign, Kommunikationsdesign und Designkonzept auszeichnet.
- Wer hat den Red Dot Award gegründet?
- Der Red Dot Award wurde von Professor Dr. Peter Zec initiiert und geleitet, der auch CEO des Design Zentrum Nordrhein Westfalen ist.
- Wie hoch ist die Gewinnquote beim Red Dot Award?
- Die genaue prozentuale Gewinnquote wird vom Veranstalter nicht öffentlich bekannt gegeben. Es ist jedoch bekannt, dass der Wettbewerb sehr beliebt ist und das Bewertungsverfahren streng ist, sodass nur ein Teil der Einreichungen ausgezeichnet wird.
- Lohnt sich eine Teilnahme am Red Dot Award?
- Ob sich eine Teilnahme lohnt, hängt von den individuellen Zielen und dem Budget des Unternehmens ab. Ein Gewinn bringt Prestige und starke Marketingvorteile, ist aber mit erheblichen Kosten und keinem garantierten Erfolg verbunden. Es handelt sich um eine strategische Marketinginvestition.
- Welche Kriterien sind für die Bewertung wichtig?
- Ein zentrales Kriterium ist die innovative Designqualität. Darüber hinaus spielen je nach Kategorie und Produkt weitere Faktoren wie Funktionalität, Ergonomie, Langlebigkeit, emotionale Qualität und ökologische Verträglichkeit eine Rolle.
Fazit
Der Red Dot Design Award ist zweifellos eine der prestigeträchtigsten Auszeichnungen im Bereich Design weltweit. Ein Gewinn kann einem Unternehmen und seinen Produkten erhebliche Vorteile in Bezug auf Markenimage, Marketing und Differenzierung verschaffen. Das
Allerdings ist die Teilnahme mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, und ein Gewinn ist keineswegs garantiert. Die Entscheidung zur Teilnahme sollte daher gut überlegt sein und als strategische Marketinginvestition betrachtet werden, deren potenzieller Ertrag gegen den finanziellen Aufwand abgewogen werden muss. Für Unternehmen, die in Designqualität investieren und dies prominent kommunizieren möchten, kann der Red Dot Award trotz des Risikos eine lohnende Plattform sein.
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