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Rewe vs. Rewe City: Was steckt dahinter?

26/01/2018

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Wer in Deutschland, insbesondere in Städten wie Köln, unterwegs ist, dem fallen die zahlreichen Filialen der Supermarktkette Rewe schnell ins Auge. Das Kölner Unternehmen prägt mit seinen rund 80 Standorten allein im Kölner Stadtgebiet auffällig das Bild. Gefühlt findet man hier an jeder Ecke eine Filiale. Doch trotz dieser Dichte und Bekanntheit stellen sich viele Kundinnen und Kunden die Frage: Warum gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Filialen? Was unterscheidet einen „normalen“ Rewe-Markt von einem Rewe-City? Warum ist das Sortiment nicht überall identisch? Und warum steht an einigen Filialen ein Name und an anderen wiederum nicht? Diesen Fragen gehen wir auf Basis von Informationen nach, die das Unternehmen selbst bereitstellt.

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Die Vielfalt der Rewe-Filialen ist kein Zufall, sondern das Ergebnis unterschiedlicher strategischer Ansätze, die sowohl die Bedürfnisse der Betreiber als auch die Anforderungen verschiedener Standorte und Kundengruppen berücksichtigen. Im Kern lassen sich die Unterschiede auf zwei Hauptfaktoren zurückführen: die Geschäftsmodelle, nach denen die Märkte betrieben werden, und die verschiedenen Marktkonzepte, die sich primär in Größe und Ausrichtung unterscheiden.

Übersicht

Die Geschäftsmodelle hinter den Rewe-Märkten

Ein wesentlicher Grund für die Unterschiede im Erscheinungsbild und teilweise auch in der Führung der einzelnen Rewe-Filialen liegt in den unterschiedlichen Geschäftsmodellen, die das Kölner Unternehmen Gründerinnen und Gründern anbietet, um einen Markt zu eröffnen und zu betreiben. Rewe verfolgt hier zwei Hauptwege, die sich in Grad der Eigenständigkeit und Risikoverteilung unterscheiden.

Das Partnerschaftsmodell: Gemeinsam mit Rewe

Das erste und im Deutschen Handel als einzigartig beschriebene Modell ist das sogenannte Partnerschaftsmodell. Hierbei wird in enger Zusammenarbeit mit der Rewe-Zentrale eine offene Handelsgesellschaft (OHG) gegründet. Für die Gründerin oder den Gründer bedeutet dieses Modell ein geringeres Risiko und ermöglicht einen leichteren Start in das eigene Unternehmen. Sie profitieren stark von der Infrastruktur, dem Know-how und den zentralen Dienstleistungen von Rewe. Die Mehrheit der Rewe-Standorte in Deutschland wird über dieses Partnerschaftsmodell betrieben. Die Märkte treten hierbei meist unter dem Namen "Rewe" ohne Namenszusatz des Betreibers auf.

Unabhängige Selbstständigkeit: Eigener Weg mit Rewe-Konzepten

Die zweite Möglichkeit besteht darin, sich als Gründerin oder Gründer ohne direkte Beteiligung von Rewe als OHG selbstständig zu machen. Bei diesem Modell investieren die Betreiber von Beginn an selbst in ihren Markt und sind zum Großteil nicht direkt mit dem Unternehmen Rewe verknüpft im Sinne einer Partnerschaftsgesellschaft. Stattdessen agieren sie als unabhängige Kaufleute. Dennoch profitieren sie von den bewährten Vertriebskonzepten, der Logistik und der Markenstärke der Rewe-Gruppe. Einen entscheidenden Unterschied, der für Kunden oft sichtbar ist, stellt die Namensgebung dar: Diese unabhängigen Märkte sind häufig mit dem Namen der jeweiligen Geschäftsführung versehen. Beispiele aus Köln, die im Text explizit genannt werden, sind Rewe Richrath, Rewe Rahmati oder Rewe Bilkay. Dies unterstreicht die persönliche Verantwortung und das Unternehmertum der Betreiber.

Diese beiden Modelle – das risikoärmere Partnerschaftsmodell und die eigenständigere unabhängige Selbstständigkeit – erklären, warum die Struktur und Führung der einzelnen Filialen variieren kann, auch wenn sie alle unter der bekannten Rewe-Marke firmieren. Sie bieten angehenden Kaufleuten unterschiedliche Einstiegs- und Betreibermöglichkeiten.

Vielfalt in Größe und Konzept: Von City bis Center

Neben den unterschiedlichen Geschäftsmodellen ist das Marktkonzept selbst ein entscheidender Faktor für die Unterschiede, die Kundinnen und Kunden wahrnehmen, insbesondere hinsichtlich der Größe und des Sortiments. Rewe hat verschiedene Formate entwickelt, um unterschiedliche Standorte und die daraus resultierenden Kundenbedürfnisse optimal zu bedienen. Die Hauptunterschiede zwischen diesen Konzepten liegen in der Größe der Verkaufsfläche und der spezifischen Ausrichtung des Sortiments auf den jeweiligen Standorttyp.

Der "normale" Rewe-Markt: Der Vollversorger

Der Markt, der gemeinhin als „normaler“ Rewe-Markt bezeichnet wird, ist das Standardformat, das auf die Vollversorgung der Kunden ausgerichtet ist. Diese Märkte sind an den unterschiedlichsten Standorten zu finden, sowohl in städtischen Gebieten als auch in kleineren Gemeinden oder Vororten. Ihre Größe variiert typischerweise stark, liegt aber im Bereich von 1000 bis 3500 Quadratmetern Verkaufsfläche. Dieses Format bietet ein breites und tiefes Sortiment, das den gesamten Bedarf des täglichen Lebens abdecken soll, von Lebensmitteln über Drogerieartikel bis hin zu Haushaltswaren.

Rewe City: Der urbane Nahversorger

Speziell für die Anforderungen von Großstädten und hochfrequentierten urbanen Lagen konzipiert sind die Rewe City-Märkte. Ihr Fokus liegt klar auf der Nahversorgung in städtischen Zentren, wo oft weniger Platz zur Verfügung steht und die Kundenfrequenz sehr hoch ist. Sie sind deutlich kleiner als die "normalen" Rewe-Märkte und haben eine Größe von meist 500 bis 1000 Quadratmetern. Dieses kompaktere Format ist auf die Bedürfnisse von Stadtbewohnern, Berufspendlern und Laufkundschaft zugeschnitten. Das Sortiment ist hier oft auf schnelle Einkäufe, Fertiggerichte, Snacks und die wichtigsten Artikel für den täglichen Bedarf optimiert.

Weitere Formate: To-Go und Center

Um das Spektrum der Nahversorgung und des großflächigen Einkaufs abzudecken, betreibt Rewe noch weitere Marktkonzepte:

  • Rewe To-Go: Diese sehr kleinen Läden sind nur zwischen 100 und 300 Quadratmetern groß. Sie sind gezielt an Orten mit extrem hoher Frequenz platziert, wie Bahnhöfen, Flughäfen oder in stark belebten Innenstadtbereichen. Das Sortiment ist stark auf den Sofortverzehr und schnelle Besorgungen auf dem Weg konzentriert.
  • Rewe Center: Am anderen Ende der Größenskala stehen die Rewe Center. Diese Großflächen sind als Verbrauchermärkte konzipiert und die größten Filialen im Rewe-System. Sie können eine Fläche von teilweise bis zu 8000 Quadratmetern erreichen. Rewe Center bieten ein extrem breites Sortiment, das weit über das eines klassischen Supermarktes hinausgeht und oft auch eine große Auswahl an Non-Food-Artikeln wie Elektronik, Bekleidung oder Haushaltswaren umfasst. Sie dienen als Einkaufsziel für größere und umfassendere Besorgungen.

Die Wahl des Marktkonzepts und damit die Größe und Ausrichtung einer Filiale hängt also stark vom geplanten Standort, den dort lebenden oder arbeitenden Menschen und deren spezifischen Einkaufsbedürfnissen ab.

Sortiment: Kernangebot mit individuellen Akzenten

Auch wenn alle Rewe-Märkte unter derselben Marke firmieren und von zentralen Vertriebskonzepten profitieren, gibt es beim Sortiment gewisse Unterschiede, die über das reine Flächenangebot der verschiedenen Konzepte hinausgehen. Grundsätzlich verfügen alle Filialen über ein gemeinsames Kernsortiment. Dieses umfasst die wichtigsten Produkte des täglichen Bedarfs und stellt sicher, dass Kunden bestimmte Artikel, die sie von Rewe erwarten, in jedem Markt finden können.

Darüber hinaus hat jedoch jeder einzelne Markt, unabhängig vom Betreibermodell (Partnerschaft oder unabhängige Selbstständigkeit) oder der Größe (City, Normal, Center), die Möglichkeit, eigene Akzente bei der Sortimentsgestaltung zu setzen. Diese individuellen Ergänzungen bestehen oft aus:

  • Regionalen Produkten: Waren von lokalen Erzeugern und Lieferanten aus der unmittelbaren Umgebung des Marktes.
  • Lokalen Spezialitäten: Produkte, die spezifisch für die Stadt oder Region sind, in der sich der Markt befindet und die bei der lokalen Bevölkerung besonders beliebt sind.
  • Startup-Produkten: Innovative Produkte von jungen Unternehmen, denen Rewe eine Plattform bietet, oft im Rahmen spezieller Programme zur Förderung von Startups.

Diese Flexibilität ermöglicht es den einzelnen Märkten, besser auf die spezifischen Bedürfnisse, Vorlieben und die kulturellen Gegebenheiten der lokalen Kundschaft einzugehen und sich so von anderen Filialen abzuheben. So kann es sein, dass Sie in einem Rewe in Bayern bestimmte bayerische Spezialitäten finden, die in einem Rewe in Nordrhein-Westfalen nicht erhältlich sind, oder dass ein städtischer Rewe City ein anderes Angebot an Convenience-Produkten hat als ein großer Rewe Center im Umland. Das Kernsortiment sorgt für Wiedererkennung und Verlässlichkeit, während die individuellen Akzente für lokale Relevanz und Vielfalt sorgen.

Einen Rewe-Markt gründen: Eine Frage der Investition

Für Interessierte, die selbst als Kaufmann oder Kauffrau einen Rewe-Markt eröffnen möchten, stellt sich natürlich die Frage nach den notwendigen Investitionen. Laut Angaben des Unternehmens sind die erforderlichen Investitionen stark abhängig von der Größe der geplanten Filiale und dem erwarteten bzw. bisherigen Erfolg am jeweiligen Standort. Pauschale, für alle Fälle gültige Angaben zu den genauen Gründungskosten sind daher nicht möglich und werden vom Unternehmen nicht öffentlich genannt.

Der Pressesprecher von Rewe betont jedoch, dass die hohe Anzahl an jungen Gründerinnen und Gründern innerhalb des Rewe-Systems ein Indikator dafür sei, dass die Gründung eines eigenen Marktes auch mit einem überschaubaren Eigenkapital machbar ist. Dies unterstreicht die Zugänglichkeit der angebotenen Modelle, insbesondere des Partnerschaftsmodells, das das finanzielle Risiko für den Gründer im Vergleich zu einer komplett unabhängigen Neugründung reduziert. Das Unternehmen scheint also daran interessiert zu sein, auch jüngeren und weniger kapitalstarken Personen den Einstieg in den selbstständigen Einzelhandel unter dem Rewe-Dach zu ermöglichen.

Größenvergleich der Rewe Marktkonzepte

Um die Unterschiede in der Größe der verschiedenen Rewe-Formate zu verdeutlichen, hier eine Übersicht:

MarktkonzeptUngefähre Größe (Quadratmeter Verkaufsfläche)Fokus / Typischer Standort
Rewe To-Go100 - 300Schnelle Besorgung, Sofortverzehr / Hochfrequenzlagen (Bahnhöfe, Innenstadt)
Rewe City500 - 1000Nahversorgung, kompakter Einkauf / Großstädte, urbane Zentren
"Normaler" Rewe1000 - 3500Vollversorgung, breites Sortiment / Diverse Standorte (Stadt, Vorort, ländlich)
Rewe CenterBis zu 8000Verbrauchermarkt, sehr breites Sortiment (inkl. Non-Food) / Meist außerhalb direkter Stadtzentren, gute Erreichbarkeit für Auto

Diese Tabelle veranschaulicht deutlich, wie Rewe mit unterschiedlichen Flächengrößen auf die spezifischen Anforderungen verschiedener Standorte reagiert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Um die wichtigsten Punkte noch einmal zusammenzufassen und häufige Fragen, die sich aus der Existenz unterschiedlicher Rewe-Märkte ergeben, zu beantworten, hier ein kleiner FAQ-Bereich:

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen einem "normalen" Rewe und Rewe City?

Der Hauptunterschied liegt in der Größe und der Ausrichtung. "Normale" Rewe-Märkte sind größer (1000-3500 qm) und dienen der Vollversorgung an verschiedenen Standorten. Rewe City-Märkte sind kleiner (500-1000 qm) und speziell auf die Nahversorgung in Großstädten und urbanen Zentren ausgerichtet, mit einem auf schnelle Einkäufe optimierten Sortiment.

Warum haben manche Rewe-Filialen den Namen des Betreibers im Titel, z.B. Rewe Richrath?

Diese Märkte werden im Modell der unabhängige Selbstständigkeit geführt. Die Betreiber investieren selbst und sind weniger direkt in einer Partnerschaftsgesellschaft mit dem Rewe-Unternehmen verknüpft als bei Partnerschaftsmodellen. Der Name des Betreibers wird hier oft zur Kennzeichnung der persönlichen Führung und Verantwortung genutzt.

Ist das Sortiment in allen Rewe-Märkten identisch?

Nein. Es gibt zwar ein gemeinsames Kernsortiment in allen Filialen, das die wichtigsten Produkte abdeckt. Darüber hinaus hat aber jeder Markt die Möglichkeit, das Angebot durch regionale, lokale oder Startup-Produkte individuell zu ergänzen und so auf die spezifischen Bedürfnisse und Vorlieben der lokalen Kundschaft einzugehen.

Wie groß sind die verschiedenen Rewe-Marktformate, außer "normal" und City?

Neben dem "normalen" Rewe (1000-3500 qm) und Rewe City (500-1000 qm) gibt es noch kleinere Rewe To-Go Läden (100-300 qm) für Hochfrequenzlagen und sehr große Rewe Center (bis zu 8000 qm), die als Verbrauchermärkte konzipiert sind.

Ist die Gründung eines eigenen Rewe-Marktes sehr kostspielig?

Die erforderlichen Investitionen hängen von der Größe und dem Standort ab, genaue Zahlen werden nicht genannt. Das Unternehmen weist jedoch darauf hin, dass die Gründung eines Marktes auch mit einem überschaubaren Eigenkapital möglich ist, was unter anderem durch das Partnerschaftsmodell und die hohe Zahl junger Gründer im System belegt werde.

Fazit: Vielfalt als Konzept

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vielfalt der Rewe-Märkte, die wir in Städten wie Köln oder bundesweit erleben, das Ergebnis durchdachter strategischer Entscheidungen ist. Die Wahl zwischen dem Partnerschaftsmodell und der unabhängige Selbstständigkeit bietet unterschiedliche Wege ins Unternehmertum unter dem Dach der Marke Rewe. Gleichzeitig ermöglichen die verschiedenen Marktkonzepte – vom kompakten Rewe To-Go über den urbanen Rewe City und den klassischen "normalen" Rewe bis hin zum großflächigen Rewe Center – eine optimale Anpassung an unterschiedlichste Standorte, Kundengruppen und deren spezifische Einkaufsbedürfnisse. Die Unterschiede in Größe, Fokus und Sortiment sind somit kein Zufall, sondern Teil eines umfassenden Vertriebskonzepts, das darauf abzielt, Rewe flächendeckend präsent und für die Kunden relevant zu machen.

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