12/10/2018
Eine zuverlässige und schnelle Internetverbindung ist in der heutigen Zeit unerlässlich, sei es für die Arbeit im Home Office, das Streaming von Filmen oder einfach nur zum Surfen. Doch oft erleben wir frustrierend langsame Geschwindigkeiten oder sogenannte „Funklöcher“ im WLAN. Die Ursache dafür liegt häufig nicht nur am Internetanschluss selbst, sondern maßgeblich an der Platzierung und der Leistungsfähigkeit Ihres Routers. Der Standort Ihres Routers in Ihrem Zuhause oder Büro kann einen erheblichen Einfluss auf die Qualität und Zuverlässigkeit Ihrer Internetgeschwindigkeit und WLAN-Verbindung haben.

Optimaler Router-Standort: Warum er zählt
Viele unterschätzen die Bedeutung des richtigen Standortes für ihren Router. Ein Router sendet Funksignale aus, die durch Wände und Gegenstände beeinflusst werden. Eine ungünstige Position kann die Reichweite und Stärke des WLAN-Signals drastisch reduzieren. Das Ergebnis sind langsame Verbindungen, Abbrüche oder Bereiche ohne Empfang. Die Wahl des optimalen Standortes ist daher ein einfacher, aber effektiver Schritt, um die Leistung Ihres Netzwerks zu verbessern.
Häufige Fehler bei der Router-Aufstellung
Es gibt einige typische Fehler, die viele Nutzer machen und die die WLAN-Leistung negativ beeinflussen:
- Den Router in einer Ecke des Kellers oder einem abgelegenen Winkel verstecken.
- Ihn in oder hinter Schränken oder Möbeln platzieren.
- Die Lüftungsschlitze des Routers blockieren, was zu Überhitzung führen kann.
- Den Router auf dem Boden aufstellen.
- Den Router zu nah an andere Geräte stellen, die Funkfrequenzen nutzen oder Störungen verursachen können.
- Den Router in der Nähe von dichten Baumaterialien wie Metall, Beton oder Glas positionieren.
- Ihn zu nah an Geräte stellen, die ebenfalls Funkfrequenzen aussenden, wie Babyphones oder schnurlose Telefone.
Tipps für besseren WLAN-Empfang
Um das Beste aus Ihrem Router herauszuholen, sollten Sie folgende Tipps beachten:
- Wählen Sie einen zentralen Standort in Ihrem Zuhause oder Büro. Dies minimiert die Entfernung zwischen Ihren Geräten und dem Router.
- Stellen Sie den Router erhöht auf, idealerweise auf einem Regal oder Tisch, und weg vom Boden. Dies reduziert Interferenzen und ermöglicht eine bessere Signalverbreitung.
- Halten Sie den Router sichtbar und frei. Platzieren Sie ihn nicht in oder hinter Schränken oder Möbeln.
- Stellen Sie sicher, dass die Lüftungsschlitze nicht blockiert sind, um eine Überhitzung zu vermeiden und die Langlebigkeit des Geräts zu gewährleisten.
- Vermeiden Sie WLAN-Signalstörungen, indem Sie genügend Abstand zu folgenden Objekten halten:
- Andere drahtlose Geräte
- Haushaltsgeräte wie Mikrowellen
- Drahtlose Elektronik
- Baumaterialien wie Metall, Beton oder Glas
Ein gut platzierter Router kann bereits einen großen Unterschied machen. Doch was, wenn der alte Router einfach nicht mehr den Anforderungen entspricht, besonders im Home Office?
| Fehler bei der Router-Platzierung | Tipps für bessere Platzierung |
|---|---|
| In Ecken oder abgelegenen Räumen | Zentral im Gebäude |
| In oder hinter Möbeln | Frei und sichtbar aufstellen |
| Auf dem Boden | Erhöht auf Regal oder Tisch |
| Lüftungsschlitze blockiert | Lüftungsschlitze frei halten |
| Nah an Störquellen (Metall, Beton, Elektronik, Geräte) | Ausreichend Abstand zu Störquellen |
Der richtige Router für das Home Office
Heimische Router, die für die gelegentliche private Nutzung völlig ausreichen, stoßen schnell an ihre Grenzen, wenn man im Home Office arbeitet und mehr Zeit zu Hause verbringt. Anforderungen wie Videokonferenzen, Video-Streaming, eine wachsende Anzahl von WLAN-Endgeräten und stundenlange VoIP-Telefonate – oft gleichzeitig und von mehreren Familienmitgliedern genutzt – überfordern insbesondere die einfachen und günstigen Netzbetreiber-Router, die häufig standardmäßig mitgeliefert werden. Ein leistungsfähigerer Router kann hier Abhilfe schaffen.
Worauf Sie bei der Router-Wahl achten sollten
Bei der Anschaffung eines neuen Routers für das Home Office oder anspruchsvollere Nutzungsszenarien sollten Sie verschiedene Aspekte berücksichtigen:
Anschlusstyp
Der Ersatzrouter muss unbedingt zu Ihrem Internetanschluss passen. Das bedeutet, Sie benötigen je nach Anschlusstyp einen Router für DSL oder Kabel. Bei schnellen Anschlüssen ist es zudem wichtig, dass der Router leistungssteigernde Standards wie VDSL2 mit Vectoring (bei DSL) bzw. DOCSIS 3.0 oder idealerweise 3.1 (bei Kabel) unterstützt, um die volle Bandbreite nutzen zu können. Die meisten höherwertigen Router beherrschen diese Standards bereits, ein Blick auf die technischen Daten ist dennoch ratsam.
Sonderfall Glasfaser
Bei Glasfaseranschlüssen (FTTH) ist die Situation oft anders. Hier wird in der Regel ein separates Glasfaser-Modem vom Anbieter gestellt, das weiter genutzt werden muss. Ein nachgeschalteter Router kann dann installiert werden, um beispielsweise bessere WLAN-Leistungen zu erzielen als das Standardgerät des Anbieters. Bei Glasfaseranschlüssen in Mehrfamilienhäusern, die oft über Standards wie G.fast verteilt werden, muss der Router dieses Übertragungsverfahren unterstützen.
Leitungskapazität
Selbst der beste Router kann die physikalischen Grenzen Ihres Internetanschlusses nicht überwinden. Viele Performance-Probleme liegen schlicht an den verfügbaren Datenraten, insbesondere bei günstigen Tarifen mit geringer Bandbreite (z.B. unter 20 Mbit/s im Downlink oder sehr eingeschränktem Uplink unter 5 Mbit/s). Ein geringer Uplink kann beispielsweise Videokonferenzen erschweren, da das eigene Bild und der Ton nicht flüssig zum Gesprächspartner übertragen werden können. Sofern technisch möglich und finanziell vertretbar, kann ein Upgrade des Internetanschlusses auf eine höhere Bandbreite notwendig sein und oft wird dabei sogar ein passender, leistungsfähigerer Router vom Anbieter gestellt.
Zugangsdaten
Eine wichtige Vorbereitung für den Router-Wechsel ist, dass Sie Ihre Zugangsdaten für den Breitbandanschluss zur Hand haben. In den meisten Fällen benötigen Sie diese zur Einrichtung des neuen Geräts. Dank der seit 2016 geltenden Routerfreiheit ist der Anschlussbetreiber verpflichtet, Ihnen diese Daten mitzuteilen. Bei einigen Anbietern oder Anschlusstypen kann auch ein Startcode für die automatische Konfiguration erforderlich sein. Fordern Sie diese Daten gegebenenfalls rechtzeitig bei Ihrem Anbieter an.
Router als Wirtschaftsgut: Abschreibung und Nutzungsdauer
Ein Router ist nicht nur ein wichtiges technisches Gerät, sondern kann, insbesondere im geschäftlichen Kontext oder bei Nutzung im Home Office, auch steuerlich relevant sein. Router gelten als sogenannte Wirtschaftsgüter und unterliegen der Abschreibung (AfA).
Die Nutzungsdauer laut AfA-Tabelle
Für die steuerliche Abschreibung von Routern ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer relevant. Laut der AfA-Tabelle des Bundesfinanzministeriums (BMF), die die Nutzungsdauer von allgemein verwendbaren Anlagegütern festlegt, beträgt die übliche Nutzungsdauer für Router 5 Jahre. Router werden hierbei den Telekommunikationsgeräten zugeordnet (Fundstelle 6.14.3 der AfA-Tabelle). Dieser Zeitraum dient als Richtwert für die Verteilung der Anschaffungskosten über die Jahre.
Es ist jedoch möglich, eine kürzere Nutzungsdauer anzusetzen, wenn Sie nachweisen können, dass Ihr Router aufgrund besonderer Umstände (z.B. sehr intensive Nutzung, schnelle technische Veralterung in Ihrem spezifischen Arbeitsbereich) tatsächlich schneller abgenutzt ist. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich immer die Rücksprache mit einem Steuerberater.
Abschreibungsmethoden für Router
Für die Abschreibung eines Routers stehen verschiedene Methoden zur Auswahl:
Lineare Abschreibung: Dies ist die Standardmethode. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Routers werden gleichmäßig über die Nutzungsdauer (typischerweise 5 Jahre) verteilt. Kostet ein Router beispielsweise 500 Euro, beträgt die jährliche Abschreibung bei linearer Methode über 5 Jahre 100 Euro.
Leistungsbezogene Abschreibung: Diese Methode orientiert sich an der tatsächlichen Nutzung des Geräts, z.B. basierend auf Betriebsstunden oder übertragener Datenmenge. Sie ist bei Routern weniger verbreitet als die lineare Methode.

Degressive Abschreibung: Hierbei wird ein fester Prozentsatz des Restbuchwerts abgeschrieben, was zu höheren Abschreibungsbeträgen in den ersten Jahren führt. Diese Methode kann steuerlich attraktiv sein, war aber nicht durchgehend zulässig. Sie wurde im Zuge von Corona-Steuerhilfegesetzen für Anschaffungen in bestimmten Zeiträumen (z.B. 2020-2022) wieder eingeführt und ist mit dem Wachstumschancengesetz erneut für Anschaffungen zwischen dem 01.04.2024 und dem 31.12.2024 möglich.
Router als Geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG)
Router, deren Anschaffungskosten unterhalb der gesetzlichen Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) liegen, können im Jahr der Anschaffung sofort in voller Höhe abgeschrieben werden. Es besteht ein Wahlrecht zwischen dieser Direktabschreibung und der Verteilung der Kosten über die Nutzungsdauer (z.B. lineare Abschreibung). Die GWG-Grenze hat sich in der Vergangenheit mehrfach geändert, prüfen Sie daher den aktuell gültigen Betrag. Die Direktabschreibung als GWG ist oft die einfachste Methode, wenn die Anschaffungskosten die Grenze nicht überschreiten.
| Abschreibungsmethode | Beschreibung |
|---|---|
| Lineare Abschreibung | Kosten gleichmäßig über 5 Jahre verteilen |
| Degressive Abschreibung | Höhere Abschreibung in frühen Jahren (zeitlich begrenzt zugelassen) |
| Leistungsbezogene Abschreibung | Abschreibung basierend auf Nutzung (selten bei Routern) |
| Direktabschreibung (GWG) | Sofortige Abschreibung bei Kosten unter der GWG-Grenze |
Häufig gestellte Fragen
Kann ich meinen Router unter den Schreibtisch stellen?
Es ist nicht empfehlenswert, einen Router unter den Schreibtisch zu stellen. Der Boden und dichte Materialien wie die Schreibtischplatte können das WLAN-Signal dämpfen und die Reichweite sowie Geschwindigkeit negativ beeinflussen. Eine erhöhte, freie Position ist deutlich besser.
Welche Orte sollte ich für meinen Router vermeiden?
Vermeiden Sie Ecken, Schränke, Standorte auf dem Boden, die Nähe zu Metall, Beton, Glas, Mikrowellen, schnurlosen Telefonen oder anderen Funkgeräten. Auch das Blockieren der Lüftungsschlitze sollte vermieden werden.
Warum ist der Router-Standort im Home Office wichtig?
Im Home Office sind Sie auf eine stabile und schnelle Verbindung angewiesen, z.B. für Videokonferenzen. Ein schlechter Standort führt zu schwachem Signal, Abbrüchen und langsamen Geschwindigkeiten, was die Produktivität erheblich beeinträchtigt.
Welche technischen Kriterien sind bei der Router-Wahl entscheidend?
Wichtig sind der passende Anschlusstyp (DSL, Kabel, Glasfaser) und die Unterstützung relevanter Standards (VDSL2 Vectoring, DOCSIS 3.0/3.1). Auch die Leistung des Routers für die gleichzeitige Nutzung vieler Geräte und bandbreitenintensiver Anwendungen im Home Office ist entscheidend.
Muss der neue Router zum Anschlusstyp passen?
Ja, unbedingt. Ein DSL-Router funktioniert nicht an einem Kabelanschluss und umgekehrt. Bei Glasfaser kann je nach Art des Anschlusses ebenfalls ein spezifischer Router oder die Weiternutzung des Anbieter-Modems erforderlich sein.
Wie lange ist die Nutzungsdauer eines Routers steuerlich?
Laut AfA-Tabelle des BMF beträgt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Router in der Regel 5 Jahre.
Kann ich einen Router sofort abschreiben?
Ja, wenn die Anschaffungskosten des Routers unter der aktuell gültigen Grenze für Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) liegen, können Sie ihn im Jahr der Anschaffung komplett abschreiben (Direktabschreibung). Liegen die Kosten darüber, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer, z.B. linear über 5 Jahre.
Welche Abschreibungsmethoden gibt es für Router?
Die gängigsten Methoden sind die lineare Abschreibung über die Nutzungsdauer und die Direktabschreibung als GWG. Die degressive Abschreibung war und ist nur in bestimmten, gesetzlich definierten Zeiträumen zulässig. Die leistungsbezogene Abschreibung ist bei Routern unüblich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die sorgfältige Auswahl des Routers, insbesondere für anspruchsvolle Szenarien wie das Home Office, als auch dessen strategische Platzierung entscheidend für ein optimales Netzwerkerlebnis sind. Darüber hinaus ist das Verständnis der steuerlichen Behandlung von Routern, insbesondere hinsichtlich Abschreibung und GWG-Regelung, relevant, wenn das Gerät beruflich genutzt wird. Mit dem richtigen Wissen können Sie die Leistung Ihrer Internetverbindung maximieren und gleichzeitig steuerliche Aspekte korrekt berücksichtigen.
Wenn du mehr spannende Artikel wie „Router-Optimierung für Büro & Zuhause“ entdecken möchtest, schau doch mal in der Kategorie Bürobedarf vorbei!
