15/07/2023
In der heutigen Geschäftswelt ist Sichtbarkeit entscheidend. Ein ansprechendes und informatives Schild dient als erster Kontaktpunkt mit potenziellen Kunden und Besuchern. Ob Sie eine Arztpraxis, ein Restaurant, ein Hotel oder eine andere Einrichtung betreiben, das richtige Schild weist nicht nur den Weg, sondern vermittelt auch Professionalität und Seriosität. Genauso wie hochwertiges Briefpapier oder ein gut gefüllter Toner die interne Arbeitsweise und Außendarstellung beeinflussen, so prägt ein Schild den ersten Eindruck.

Die Bedeutung guter Beschilderung
Eine klare und gut sichtbare Beschilderung ist weit mehr als nur eine Notwendigkeit zur Orientierung. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil Ihrer Außenwerbung und Ihres Markenauftritts. Besonders für Betriebe, die nicht direkt an Hauptverkehrsadern liegen oder schwer zu finden sind, können gezielt platzierte Hinweisschilder den entscheidenden Unterschied machen. Sie helfen Besuchern, ihr Ziel schnell und stressfrei zu erreichen, was wiederum zu einer positiven Kundenerfahrung beiträgt. Eine ungeordnete oder fehlende Beschilderung hingegen kann Verwirrung stiften, potenzielle Kunden abschrecken und im schlimmsten Fall die Sicherheit im Verkehr beeinträchtigen.
Verschiedene Arten von Schildern für Unternehmen und Einrichtungen
Je nach Zweck und Standort gibt es unterschiedliche Arten von Schildern, die für Betriebe relevant sind. Die uns vorliegenden Informationen konzentrieren sich auf nichtamtliche Hinweisschilder, Werbeschilder und Praxisschilder. Jede Art hat spezifische Anforderungen und Einsatzgebiete.
Nichtamtliche Hinweisschilder im touristischen Bereich
Nichtamtliche Hinweisschilder dienen dazu, auf Betriebe und Einrichtungen hinzuweisen, insbesondere solche, die für den Fremdenverkehr relevant sind. Sie kommen dort zum Einsatz, wo die Voraussetzungen für eine amtliche Beschilderung nicht erfüllt sind, aber dennoch ein Verkehrsbedürfnis besteht. Dieses Bedürfnis ergibt sich, wenn die Beschilderung zur Orientierung der Verkehrsteilnehmer zweckmäßig und erforderlich ist.
Solche Schilder werden in der Regel außerhalb von Ortsdurchfahrten aufgestellt, können aber in begründeten Ausnahmefällen auch innerorts zugelassen werden. Ein Anspruch auf die Aufstellung besteht jedoch nicht. Typische Ziele für diese Art der Beschilderung sind:
- Gastronomische Betriebe (Restaurants, Cafés)
- Beherbergungseinrichtungen (Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen)
- Erholungs- und Freizeiteinrichtungen (Campingplätze, Badeplätze, Parks)
Die Gestaltung dieser Hinweisschilder folgt oft festen Vorgaben, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten und Verwirrung zu vermeiden. Häufig haben sie eine grüne Grundfarbe mit weißer Schrift und weißen Piktogrammen. Zusätzliche Werbung oder andere Inhalte sind in der Regel nicht zulässig. Es wird angestrebt, die Beschriftung ein- oder höchstens zweizeilig zu halten. Entfernungsangaben sind möglich. Um die Erkennbarkeit, besonders bei Dunkelheit, zu erhöhen, sind die Schilder oft retroreflektierend ausgestattet.

Die Standortwahl ist von entscheidender Bedeutung. Hinweisschilder sollen den Fremdenverkehr eindeutig zum Ziel führen, ohne dabei die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs zu beeinträchtigen oder amtliche Verkehrszeichen zu verdecken. Sie werden oft an der letzten Abfahrt vom klassifizierten Straßennetz oder als Vorankündigung aufgestellt. Ein ausreichender Abstand zu amtlichen Schildern muss eingehalten werden (z. B. mindestens 15 m zu amtlichen Wegweisern an Kreuzungen, mindestens 50 m hinter amtlichen Vorwegweisern). Eine Häufung von Schildern sollte vermieden werden; oft wird pro Einrichtung oder Betrieb nur eine begrenzte Anzahl von Schildern zugelassen (z. B. nicht mehr als sechs). Eine Bündelung mehrerer Hinweise auf einem Schildträger wird angestrebt.
Der Prozess zur Aufstellung beginnt in der Regel mit einem Antrag an die zuständige Straßenbaubehörde. Diesem Antrag sind Unterlagen wie eine Skizze des Schildes, ein Lageplan des Standortes, eine Gewerbeerlaubnis und eine Erklärung bezüglich anderer Werbeanlagen beizufügen. Über die Nutzung des Straßenraums wird ein Nutzungsvertrag abgeschlossen, wobei oft kein separates Nutzungsentgelt erhoben wird. Die Kosten für die Beschaffung, Aufstellung und Unterhaltung der Schilder trägt der Antragsteller.
Werbeschilder für vielfältige Einsätze
Werbeschilder dienen der direkten Präsentation Ihres Unternehmens, Ihrer Produkte oder Dienstleistungen. Sie sind in der Regel flexibler in Gestaltung und Standortwahl als die streng regulierten Hinweisschilder, solange sie nicht im öffentlichen Verkehrsraum störend wirken oder spezifische Bauvorschriften verletzen. Für Werbeschilder, insbesondere im Außenbereich, ist die Wahl des richtigen Materials entscheidend für Langlebigkeit und Wirkung.
Folgende Materialien sind besonders beliebt und robust:
- Acrylglas: Dieses Material besticht durch eine moderne und edle Optik, oft mit einer glänzenden Oberfläche. Es wird gerne als Firmenschild an Fassaden verwendet. Acrylglas ist leichter als echtes Glas und kann sowohl transparent als auch mit weißem Hintergrund bedruckt werden.
- Alu-Dibond / Alu-Verbundplatten: Diese Platten bestehen aus zwei dünnen Aluminiumschichten mit einem Kunststoffkern dazwischen. Sie sind besonders stabil, witterungsbeständig und verziehen sich kaum. Alu-Verbundplatten eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungen, von kleinen Klingelschildern bis hin zu großen, freistehenden Werbesystemen im Garten. Sie sind in verschiedenen Oberflächen erhältlich, z. B. weiß, silber gebürstet oder gold gebürstet, was unterschiedliche optische Effekte ermöglicht.
- PVC-Hartschaumplatten: Dies ist eine kostengünstigere Alternative, die sich gut für den Innen- und bedingten Außenbereich eignet, besonders bei geringeren Stärken. PVC-Hartschaum ist leicht und einfach zu transportieren, was ihn ideal für Messen, Events oder temporäre Beschilderungen macht. Bei stärkeren Platten (z. B. ab 5 mm) kann PVC-Hartschaum auch im Außenbereich eingesetzt werden, wobei hier ein zusätzliches Laminat für längere Haltbarkeit empfohlen wird.
Für den Druck auf diesen Materialien wird oft der UV-Direktdruck verwendet. Dabei werden die Farben direkt auf die Platte gedruckt und sofort mit UV-Licht gehärtet. Dieses Verfahren macht die Farben UV-beständig und wetterfest. Zusätzlich können Schutzlaminate (matt, glänzend oder Anti-Graffiti) aufgebracht werden, um das Schild vor Umwelteinflüssen, Abrieb und sogar Vandalismus zu schützen und die Lebensdauer zu verlängern.
Praxisschilder – Klarheit und Information
Für Ärzte, Therapeuten, Anwälte und andere Freiberufler sind Praxisschilder unerlässlich. Sie dienen nicht nur der Identifikation der Praxis oder Kanzlei, sondern müssen auch wichtige Informationen wie Öffnungszeiten oder Kontaktdaten klar und leserlich darstellen. Besonders im Umgang mit kranken oder eingeschränkten Personen ist eine barrierefreie Beschilderung von großer Bedeutung.

Die Materialien für Praxisschilder sind ähnlich wie bei Werbeschildern, mit einem Fokus auf Ästhetik und Langlebigkeit:
- Acrylglas (transparent oder opal) für eine edle, moderne Optik.
- Alu-Verbundplatten (weiß, silber oder gold gebürstet) für Robustheit und verschiedene Oberflächenlooks.
- Edelstahl-Optikplatten (silber oder gold gebürstet) für ein besonders hochwertiges Erscheinungsbild.
- PVC-Hartschaum (dickere Varianten für außen) als preisgünstige Option.
Beim Druck von Praxisschildern auf Materialien wie Acrylglas oder Edelstahl-Optik wird oft der Weißdruck eingesetzt. Dieser ermöglicht es, weiße Texte oder Elemente zu drucken oder farbige Bereiche mit Weiß zu unterlegen, damit die Farben auf transparenten oder metallischen Untergründen besser zur Geltung kommen. Alternativ kann auch eine Folienkaschierung genutzt werden, bei der das Motiv auf eine haltbare Folie gedruckt und diese dann auf die Trägerplatte geklebt wird.
Auch die Befestigung spielt bei Praxisschildern eine wichtige Rolle für die Optik. Neben einfachen Bohrungen in den Ecken (oft 4 Bohrungen, ca. 20 mm vom Rand) gibt es elegante Abstandshalter aus Edelstahl oder Kunststoff, die das Schild mit einem gewissen Abstand zur Wand schweben lassen. Für eine besonders dezente Optik gibt es auch unsichtbare Befestigungssysteme, bei denen das Schild auf der Rückseite mit Klebeplatten versehen und dann auf Wandhaken gesteckt wird. Klemmbefestigungen ermöglichen die Anbringung des Schildes ohne Bohrungen in der Platte.
Wichtige Überlegungen für Ihr Schild
Unabhängig von der Art des Schildes gibt es einige allgemeine Punkte zu beachten:
- Klare Botschaft: Das Schild sollte sofort verständlich sein und die wichtigsten Informationen (Name, Logo, Art des Betriebs) klar kommunizieren.
- Lesbarkeit: Schriftgröße, Schriftart und Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund müssen so gewählt sein, dass das Schild auch aus angemessener Entfernung gut lesbar ist.
- Materialwahl: Berücksichtigen Sie den Einsatzort (innen/außen), die gewünschte Lebensdauer, die Wetterbedingungen und das Budget bei der Materialauswahl.
- Design: Das Design sollte zu Ihrem Corporate Design passen und einen professionellen Eindruck vermitteln.
- Vorschriften: Informieren Sie sich über lokale Bauvorschriften oder spezifische Regelungen für bestimmte Schildertypen (wie bei den nichtamtlichen Hinweisschildern), um sicherzustellen, dass Ihr Schild zulässig ist.
Der Unterschied zwischen „Der Schild“ und „Das Schild“
Interessanterweise gibt es im Deutschen zwei grammatische Geschlechter für das Wort „Schild“, abhängig von seiner Bedeutung. Dies ist eine kleine, aber feine Unterscheidung, die im Kontext der Beschilderung relevant ist:
- Der Schild: Bezieht sich auf einen Schutzschild, wie ihn zum Beispiel Polizisten oder Krieger tragen (z. B. ein Kampfschild der Wikinger). Der Plural ist „die Schilde“.
- Das Schild: Bezieht sich auf ein Hinweisschild, Namensschild, Straßenschild oder eben ein Werbe- oder Praxisschild. Der Plural ist „die Schilder“.
Wenn Sie also über Ihre Geschäftsbeschilderung sprechen, verwenden Sie immer „das Schild“ und im Plural „die Schilder“. Die Redewendung „Jemanden auf den Schild heben“ bezieht sich auf den Schutzschild und bedeutet, jemanden zu ehren oder zum Anführer zu machen.
Häufig gestellte Fragen zu Schildern für Unternehmen
Q: Wer darf nichtamtliche Hinweisschilder aufstellen?
A: Nichtamtliche Hinweisschilder, insbesondere im touristischen Bereich außerhalb von Ortsdurchfahrten, dürfen in der Regel von Betrieben und Einrichtungen aufgestellt werden, für die ein Verkehrsbedürfnis besteht und die bestimmte Kriterien erfüllen (z. B. Gewerbe- und bauordnungsrechtlich unbedenklich, geeignetes Gebäude, zulässige Zufahrt). Ein Antrag bei der zuständigen Straßenbaubehörde ist erforderlich, und es muss ein Nutzungsvertrag abgeschlossen werden.
Q: Welches Material eignet sich am besten für ein Werbeschild im Außenbereich?
A: Für den Außenbereich eignen sich robuste und witterungsbeständige Materialien wie Alu-Dibond (Alu-Verbundplatten) und Acrylglas besonders gut. Auch dickere PVC-Hartschaumplatten (ab ca. 5 mm) können verwendet werden, idealerweise mit einem schützenden Laminat. Alu-Dibond und Acrylglas gelten als besonders langlebig und formstabil.

Q: Sind Praxisschilder aus Edelstahl?
A: Praxisschilder können aus Materialien in Edelstahl-Optik gefertigt werden, die das Aussehen von gebürstetem Edelstahl imitieren. Es handelt sich dabei oft um spezielle Alu-Verbundplatten. Echtes Edelstahl kann ebenfalls verwendet werden, ist aber in der Regel teurer. Die Edelstahl-Optik vermittelt einen sehr hochwertigen und professionellen Eindruck.
Q: Muss ich für die Aufstellung eines Hinweisschildes bezahlen?
A: Ja, in der Regel trägt der Antragsteller die gesamten Kosten für nichtamtliche Hinweisschilder. Dazu gehören die Kosten für Gestaltung, Beschaffung, Aufstellung und eventuelle Umsetzung oder Reparatur des Schildes und der Tragkonstruktion. Ein separates Nutzungsentgelt für den Straßenraum wird bei nichtamtlichen Hinweisschildern oft nicht erhoben, aber die Kosten für das Schild selbst liegen beim Eigentümer/Antragsteller.
Q: Können mehrere Betriebe auf einem Schild beworben werden?
A: Bei nichtamtlichen Hinweisschildern ist die Bündelung von Hinweisen für mehrere gleichartige Betriebe an einem Standort oft erwünscht. Hier wird dann in der Regel nur auf die Art der Betriebe (z. B. „Hotels“ oder „Restaurants“) hingewiesen, nicht auf individuelle Namen, um die Übersichtlichkeit zu wahren. Bei Werbeschildern im nicht-regulierten Bereich ist eine Bündelung von Werbung für verschiedene Betriebe oder Produkte auf einem Schild (z. B. an einem Geschäftshaus) üblich, solange dies rechtlich zulässig ist.
Fazit
Die Wahl des richtigen Schildes und dessen Platzierung sind entscheidend für den Erfolg Ihres Unternehmens. Von touristischen Hinweisschildern, die den Weg zu versteckten Schätzen weisen, über robuste Werbeschilder, die Ihre Marke präsentieren, bis hin zu informativen Praxisschildern, die Besuchern Orientierung geben – jedes Schild hat seinen spezifischen Zweck. Achten Sie auf hochwertige Materialien, klare Gestaltung und informieren Sie sich über eventuell geltende Vorschriften. Ein professionelles Schild ist eine Investition, die sich auszahlt, indem sie Ihr Geschäft sichtbar macht und einen positiven ersten Eindruck hinterlässt.
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