Wie hoch ist der Ausländeranteil in Duisburg Meiderich?

Duisburg Meiderich: Mehr als nur Zahlen

07/04/2022

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Willkommen in Duisburg Meiderich, einem bedeutenden und vielschichtigen Teil der Stadt Duisburg. Gelegen im Osten des Stadtbezirks Meiderich-Beeck, setzt sich Meiderich aus den drei Stadtteilen Ober-, Mittel- und Untermeiderich zusammen. Ende des Jahres 2023 war Meiderich die Heimat von insgesamt 46.488 Einwohnern. Mit einer Fläche von 15 Quadratkilometern nimmt Meiderich die Hälfte der Gesamtfläche seines Stadtbezirks ein und bietet somit sowohl urbanes Leben als auch Raum für Entwicklung und Grünflächen, oft auf ehemaligen Industrieflächen, die von der Natur zurückerobert wurden.

Wann ist in Duisburg Meiderich Markt?
mittwochs 08:00 bis 13:00 Uhr. samstags 08:00 bis 14:00 Uhr.

Die geografische Lage von Meiderich ist durch seine Nachbarschaften geprägt. Im Süden grenzt es an Duissern, im Südwesten an Ruhrort und Kaßlerfeld, wobei hier die Ruhr eine natürliche Grenze bildet. Westlich liegen Laar und Beeck, während im Norden Alt-Hamborn und Neumühl angrenzen. Die östlichen Nachbarn sind die Oberhausener Stadtteile Lirich und Alstaden an der Ruhr, und im Südosten stößt Meiderich an den Mülheimer Stadtteil Speldorf.

Übersicht

Ein Blick in die Geschichte Meiderichs

Der Name „Meiderich“ selbst hat eine interessante Herkunft. Er geht auf das Wort „Medriki“ zurück, was so viel wie „feuchte Gegend“ bedeutet. Dies deutet auf die ursprüngliche Beschaffenheit der Landschaft hin, die stark von Flüssen und Feuchtgebieten geprägt war. Die erste urkundliche Erwähnung des Namens findet sich zu Beginn des 10. Jahrhunderts im Güterverzeichnis der Abtei Werden. Bereits Ende des 9. Jahrhunderts wird die Burg Lakum erwähnt, ein wichtiger Punkt in der frühen Geschichte des Ortes. Die mittelalterliche Geschichte Meiderichs ist erstaunlich gut erforscht und offenbart einen Ort, dessen ursprünglicher Kern direkt an der Ruhr lag, anders als die heutige Lage. Dort befand sich auch die Aakerfähre, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Archäologische Funde haben die lange Geschichte der Pfarrkirche St. Georg belegt. Bei Ausgrabungen im Jahr 2008 konnten fünf Vorgängerbauten der Kirche nachgewiesen werden, die bis ins Jahr 1509 zurückreichen. Die heutige Kirche entstand nach dem Einsturz des vorherigen Baus im 19. Jahrhundert. Die Pfarrei St. Georg wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründet. Das Patronat über die Pfarrei gehörte dem Damenstift Gerresheim, welches die Pfarrei im Jahr 1311 inkorporierte.

Das Kirchspiel Meiderich umfasste im Mittelalter acht sogenannte Bauerschaften. Diese waren: Berchum, Berg, Borkhofen, Dümpten, Lakum (bekannt als Sitz eines Oberhofs, ursprünglich Besitz des Klosters Corvey, später Klevisches Lehen), Lösort, das Kirchdorf Meiderich selbst und Vohwinkel. Meiderich gehörte zum Archidiakonat Xanten und innerhalb dessen zum großen Dekanat Duisburg. Ab Ende des 15. Jahrhunderts bauten die Herzöge von Kleve ihr Kirchenregiment aus. Mit dem Aussterben der Linie Jülich-Kleve-Mark-Ravensberg im Jahr 1609 ging die Landesherrschaft an Brandenburg über, was zur Folge hatte, dass die Gemeinde seither reformiert war.

Im Spätmittelalter war das Dorf Meiderich ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem mehrere Straßen zusammenliefen. Im Norden wurde das Kirchspiel von der Emscher begrenzt. In einer Schleife der Emscher lag der Buschmannshof, der durch das berühmte „Mirakelbuch“ des Arnt Buschman aus dem Jahr 1444 bekannt wurde.

Der heutige Stadtteil Meiderich geht also auf einen ursprünglich bäuerlichen, weit verstreuten Siedlungsraum zurück. Dieser ländliche Charakter blieb bis zum Beginn der Industrialisierung weitgehend erhalten. Bereits im frühen 19. Jahrhundert wurde zwischen Ober-, Mittel- und Untermeiderich unterschieden. Diese Unterscheidung basiert grob auf den alten Bauerschaften. Obermeiderich entspricht in etwa den Bauerschaften Lösort und Dümpten und hatte zuletzt 17.181 Einwohner. Mittelmeiderich, entsprechend dem Kirchdorf Meiderich und Borkhofen, zählte 18.520 Einwohner. Untermeiderich, welches den Bauerschaften Berchum, Berg, Lakum und Vohwinkel entspricht, hatte 10.164 Einwohner. Seit 2009 erfolgt für statistische Zwecke eine weitere Unterteilung Meiderichs in zehn Wohnquartiere, um die Struktur noch feiner zu erfassen.

Industrialisierung und Eingemeindung

Während der Franzosenzeit gehörte Meiderich zur Mairie Ruhrort im Kanton Duisburg des Großherzogtums Berg. Im Jahr 1815 fiel Meiderich an Preußen zurück und bildete fortan eine Gemeinde in der Bürgermeisterei Ruhrort. Als die Stadt Ruhrort 1857 die Rheinische Städteordnung annahm, wurde zwischen der Stadtbürgermeisterei Ruhrort und der Bürgermeisterei Ruhrort-Land unterschieden, zu der Meiderich gehörte und weiterhin von Ruhrort aus verwaltet wurde. Im Jahr 1874 erlangte Meiderich die Eigenständigkeit als Bürgermeisterei. Erster Bürgermeister wurde Karl von der Mark, nach dem später eine wichtige Straße benannt wurde. In dieser Zeit entstand das Meidericher Rathaus, das allerdings in einer Bombennacht im Jahr 1943 zerstört wurde. Im Jahr 1894 erhielt Meiderich schließlich Stadtrechte.

Die wachsende Stadt Duisburg hatte im Jahr 1904 die Absicht, ihre Rheinwiesen aufzukaufen, um ihre Hafenanlagen zu erweitern. Die preußische Regierung legte dagegen Einspruch ein und forderte stattdessen Miteigentümerin der Duisburger Häfen zu werden. Sie verlangte, dass der Hafen auf dem Gebiet der Stadt Meiderich anzulegen sei und Meiderich zusammen mit Ruhrort nach Duisburg einzugemeinden sei. Gegen diese geplante Eingemeindung formierte sich 1905 der Meidericher Bürgerverein, doch seine Bemühungen blieben erfolglos.

Am 20. Juli 1905 unterzeichneten der preußische König Wilhelm II. und Ministerpräsident Fürst von Bülow die Vereinigungsverträge. Zum 1. Oktober 1905 wurden die Stadtgemeinden Ruhrort und Meiderich, unter Abtrennung vom Kreis Ruhrort, der Stadtgemeinde und dem Stadtkreis Duisburg einverleibt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Meiderich bereits eine beträchtliche Größe erreicht und zählte etwa 41.000 Einwohner.

Wie hoch ist der Ausländeranteil in Duisburg Meiderich?
MeiderichDuisburger Stadtwappen Ober-, Mittel-, Untermeiderich Stadtteil von Duisburg Wappen von Ober-, Mittel-, UntermeiderichKarteAusländeranteil:27,7 % (12.880)GliederungStadtbezirk:Meiderich/Beeck

Eine besondere historische Episode ereignete sich während der Herrschaft der rheinischen Separatisten in Duisburg im Oktober und November 1923. Die reguläre Stadtverwaltung residierte in dieser Zeit vorübergehend im alten Meidericher Rathaus. Eine dunkle Zeit war die des Nationalsozialismus. Zwischen 1942 und 1943 existierte in Meiderich das KZ-Außenlager Ratingsee, das zunächst dem Konzentrationslager Sachsenhausen und später dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt war.

Ein bedeutendes Erbe der Industrialisierung ist der Landschaftspark Duisburg-Nord. Dieser entstand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park auf dem Gelände eines stillgelegten Hüttenwerks in Meiderich und ist heute ein beliebtes Ziel für Erholung und Kultur.

Der Stadtbezirk Meiderich-Beeck

Meiderich ist Teil des größeren Stadtbezirks Meiderich-Beeck, der im Zuge der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 entstand. Dieser Bezirk hatte am 31. Dezember 2023 insgesamt 74.410 Einwohner auf einer Fläche von 30,28 Quadratkilometern. Der Bezirk gliedert sich in sieben Stadtteile: Beeck, Beeckerwerth, Bruckhausen, Laar, Mittelmeiderich, Obermeiderich und Untermeiderich.

Die Entstehung des Bezirks geht auf die Zusammenlegung der alten Duisburger Stadtbezirke IV (Ruhrort, Beeck, Laar, Beeckerwerth) und V (Meiderich) zurück. Dabei schied Ruhrort aus und wurde dem Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl zugeordnet, während Bruckhausen aus dem Bezirk Hamborn ausgegliedert und dem neuen Bezirk Meiderich-Beeck angegliedert wurde.

Die Landschaft des Bezirks Meiderich-Beeck wurde maßgeblich durch das Tal der Alten Emscher und ihrer Nebenflüsse sowie die Ruhr geprägt. Die ungezähmte Flusslandschaft auf der Niederterrasse des Rheins führte in der Vergangenheit regelmäßig zu Überschwemmungen. Siedlungen konnten daher nur auf hochwasserfreien Anhöhen entstehen. Erst die Kanalisierung der Emscher und die Trockenlegung des Gebiets in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ermöglichten die Ansiedlung der Industrie. Insbesondere die Stahlindustrie prägte den Bezirk über lange Zeit, auch wenn viele Standorte mittlerweile aufgegeben wurden. Genau auf dem Gelände eines solchen ehemaligen Hüttenwerks zwischen Meiderich und Hamborn entstand der bereits erwähnte Landschaftspark Duisburg-Nord.

Auf vielen verlassenen Industrieflächen hat sich die Natur eindrucksvoll zurückgemeldet. Neben dem Landschaftspark Duisburg-Nord sind Beispiele hierfür der Hagenshof und das frühere Industriegelände Meiderich-Berg. Darüber hinaus gibt es im Stadtbezirk viele verstreute Grün- und Erholungsgebiete, die den Bewohnern und Besuchern zur Verfügung stehen. Dazu gehören die Ruhrauen im Stadtteil Beeckerwerth, der Beecker Hof, der Stadtpark in Meiderich und der Ingenhammshof.

Die Belange des Stadtbezirks werden von der Bezirksvertretung entschieden, die ihren Sitz in Mittelmeiderich hat. Gemäß der Gemeindeverordnung besteht die Bezirksvertretung aus 17 Mitgliedern, die in öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen tagen. Der Vorsitzende der Bezirksvertretung ist Peter Hoppe von der SPD.

Mittelmeiderich ist auch die Heimat des bekannten Sportvereins MSV Duisburg.

Der Wochenmarkt in Mittelmeiderich

Ein besonderes Highlight und ein wichtiger Treffpunkt für die Bewohner Meiderichs ist der Wochenmarkt in Mittelmeiderich. Er findet unmittelbar in einer der schönsten Fußgängerzonen Duisburgs statt und bietet ein umfangreiches und vielfältiges Sortiment. Frische genießen steht hier im Mittelpunkt.

Der Markt belebt zweimal in der Woche das Herz von Meiderich: immer mittwochs und samstags. Die Marktbeschicker bieten eine große Auswahl an Waren des täglichen Bedarfs an. Besonders im Fokus stehen frische Produkte aus der Region. Dazu gehören Obst, Gemüse, Kartoffeln, aber auch Wurst und Fleisch, Eier, Fisch und Backwaren. Blumen und Pflanzen sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Angebots, oft direkt vom Erzeuger. Neben Lebensmitteln gibt es auch Anbieter von Textilien, Schuhen, Haushaltswaren und Geschenkartikeln. Insgesamt erwartet die Besucher eine Warenpräsentation auf etwa 300 Metern Länge.

Wie groß ist Duisburg Meiderich?
Duisburg-Meiderich/BeeckMeiderich/Beeck Stadtbezirk von DuisburgWappenKarteBasisdatenFläche:30,28 km²Einwohner:74.410 (31. Dezember 2023)

Der Wochenmarkt auf dem Bahnhofsvorplatz und in der Von-der-Mark-Straße, liebevoll von den Meiderichern „Basarstraße“ genannt, ist weit mehr als nur eine Einkaufsquelle. Er ist ein echter Treffpunkt, ein Ort des Austauschs und des gemeinschaftlichen Erlebens für die Bewohnerinnen und Bewohner Meiderichs. Ein Besuch des Marktes ist stets ein Vergnügen.

Fragen und Antworten zu Duisburg Meiderich

Hier finden Sie Antworten auf einige häufige Fragen zu Duisburg Meiderich, basierend auf den uns vorliegenden Informationen:

Wie groß ist die Fläche von Meiderich?

Die drei Stadtteile Ober-, Mittel- und Untermeiderich, die zusammen Meiderich bilden, haben eine Gesamtfläche von 15 Quadratkilometern. Dies entspricht der Hälfte der Fläche des Stadtbezirks Meiderich-Beeck.

Wie viele Einwohner hat Meiderich?

Ende des Jahres 2023 lebten in den drei Stadtteilen von Meiderich (Ober-, Mittel- und Untermeiderich) insgesamt 46.488 Einwohner.

Wann findet der Wochenmarkt in Mittelmeiderich statt?

Der Wochenmarkt in Mittelmeiderich findet zweimal pro Woche statt: immer mittwochs und samstags.

Wo liegt der Wochenmarkt in Mittelmeiderich?

Der Wochenmarkt befindet sich auf dem Bahnhofsvorplatz und in der Von-der-Mark-Straße, die von den Einheimischen oft als „Basarstraße“ bezeichnet wird. Er liegt mitten im Herzen des Stadtteils und unmittelbar in einer der Fußgängerzonen.

Was bedeutet der Name „Meiderich“?

Der Name „Meiderich“ geht auf das ältere Wort „Medriki“ zurück, was „feuchte Gegend“ bedeutet. Dies weist auf die ursprüngliche, von Gewässern geprägte Landschaft hin.

Wann wurde Meiderich nach Duisburg eingemeindet?

Die Eingemeindung der Stadtgemeinde Meiderich nach Duisburg erfolgte zum 1. Oktober 1905, zusammen mit der Stadtgemeinde Ruhrort.

Was ist der Landschaftspark Duisburg-Nord?

Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein großer Park und Veranstaltungsort, der auf dem Gelände eines stillgelegten Hüttenwerks in Meiderich entstanden ist. Er ist ein Beispiel dafür, wie ehemalige Industrieflächen umgenutzt und von der Natur zurückerobert werden.

Basierend auf den uns zur Verfügung gestellten Informationen enthält dieser Artikel eine umfassende Beschreibung von Duisburg Meiderich, seiner Geschichte, Geografie und wichtigen Merkmalen wie dem Wochenmarkt und dem Landschaftspark. Informationen über den Ausländeranteil in Meiderich sind in den uns vorliegenden Daten nicht enthalten und können daher in diesem Artikel nicht beantwortet werden.

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