20/01/2023
Die Frage, ob Gelsenkirchen-Buer ein guter Stadtteil zum Leben ist, beschäftigt viele, die eine neue Heimat suchen oder einfach mehr über diesen Teil Gelsenkirchens erfahren möchten. Basierend auf den verfügbaren Informationen lässt sich festhalten, dass Buer als lebendiger Stadtteil im Norden Gelsenkirchens zahlreiche Vorteile bietet, die ihn zu einem attraktiven Wohnort machen. Seine reiche Geschichte, eine gut ausgebaute Infrastruktur und vielfältige Freizeitmöglichkeiten tragen maßgeblich zur Lebensqualität bei.

Die Geschichte von Gelsenkirchen-Buer im Überblick
Der Stadtteil Buer blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück, deren Wurzeln bis ins Mittelalter reichen. Bemerkenswert ist, dass Buer ursprünglich eine eigenständige Einheit war und erst im Jahr 1928 mit Gelsenkirchen vereinigt wurde. Vor dieser Vereinigung umfasste das Gebiet Buers eine deutlich größere Fläche als heute. Dieses historische Erbe prägt bis heute ein spürbares Gefühl der Eigenständigkeit unter den Bewohnern.
Die Bedeutung Buers wuchs insbesondere durch seine Rolle als Standort für Bergbau und Stahlproduktion, was den Stadtteil zu einem wichtigen Zentrum in der Region machte. Diese industrielle Vergangenheit hat die Entwicklung und das Gesicht Buers nachhaltig beeinflusst.
Leider blieb Buer von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs nicht verschont. Der Stadtteil wurde durch Bombeneinschläge schwer getroffen, wobei unter anderem die historische Propsteikirche St. Urbanus Schaden nahm. In den Jahrzehnten nach dem Krieg zeigte Buer jedoch eine beeindruckende Resilienz. Es folgte eine Phase der schnellen Erholung, Entwicklung und Erneuerung, die den Stadtteil zu dem machte, was er heute ist.
Leben und Wohnen in Gelsenkirchen-Buer
Heute präsentiert sich Gelsenkirchen-Buer als ein lebendiger und attraktiver Stadtteil, der seinen rund 33.000 Einwohnern eine hohe Lebensqualität bietet. Das Wohnangebot in Buer ist vielfältig und spricht unterschiedliche Bedürfnisse an. Vom charmanten historischen Altbau bis zum topmodernen Neubauprojekt findet sich hier für nahezu jeden das passende Zuhause. Viele Wohnungen verfügen über zeitgemäße Annehmlichkeiten wie Balkone, Parkplätze und Aufzüge, die den Wohnkomfort erhöhen.
Ein wesentlicher Pluspunkt Buers ist seine hervorragende Infrastruktur. Schulen, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr machen das tägliche Leben unkompliziert. Der kürzlich umgebaute Busbahnhof in Buer ist ein Beispiel für die kontinuierliche Verbesserung der Verkehrsanbindung und erleichtert den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln erheblich.
Die Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten ist groß und deckt den täglichen Bedarf umfassend ab. Von Supermärkten wie Rewe über Drogeriemärkte bis hin zu Bekleidungsgeschäften ist alles vorhanden, sodass Einkäufe stressfrei direkt vor Ort erledigt werden können.

Auch das gastronomische Angebot in Buer ist breit gefächert. Ob für einen schnellen Kaffee, eine Eisdiele an einem warmen Tag oder ein ausgiebiges Abendessen – zahlreiche Bars, Restaurants und Cafés laden zum Verweilen und Genießen ein.
Mietpreise in Buer
Im Vergleich zu anderen Stadtteilen in der Region gelten die Mieten in Gelsenkirchen-Buer als erschwinglich. Die Mietpreise variieren natürlich je nach Größe, Lage und Ausstattung der Wohnung. Im Durchschnitt kann man mit einer Miete von etwa 8 bis 10 Euro pro Quadratmeter rechnen, wobei einzelne Objekte auch höhere Preise aufweisen können.
Infrastruktur und Anbindung
Die zentrale Lage Buers im Norden Gelsenkirchens und die gute Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz sind weitere entscheidende Vorteile. Dank zweier Autobahnen ist Buer hervorragend an andere Städte und Stadtteile angebunden. Dies ermöglicht schnelles und angenehmes Pendeln und Reisen, was den Stadtteil auch für Berufstätige attraktiv macht, die in umliegenden Städten arbeiten.
Die lokale Infrastruktur mit kurzen Wegen zu Geschäften, Ärzten, Schulen und Freizeiteinrichtungen trägt maßgeblich zur hohen Lebensqualität bei. Der ausgebaute öffentliche Nahverkehr ergänzt das Angebot und ermöglicht Mobilität auch ohne eigenes Auto.
Grünflächen und Erholung
Trotz seiner urbanen Struktur bietet Buer auch zahlreiche Grünflächen und Parks, die den Bewohnern Raum für Entspannung und Freizeitaktivitäten im Freien bieten. Ein herausragendes Beispiel ist der Nordsternpark. Dieses Gebiet, das einst von der Industrie geprägt war, wurde erfolgreich in einen großen und attraktiven Park umgewandelt. Heute ist der Nordsternpark ein beliebter Treffpunkt für Familien, Freunde und alle, die Natur und Erholung suchen.
Demografie in Gelsenkirchen-Buer
Buer ist ein Stadtteil mit einer stabilen Einwohnerzahl. Zum 31. Dezember 2023 lebten 33.044 Menschen in Buer. Die demografische Zusammensetzung weist einige interessante Merkmale auf im Vergleich zum Durchschnitt Gelsenkirchens:
- Anteil der weiblichen Bevölkerung: 51,9 % (Gelsenkirchener Durchschnitt: 50,5 %)
- Anteil der männlichen Bevölkerung: 52,1 % (Gelsenkirchener Durchschnitt: 49,5 %)
- Ausländeranteil: 15,1 % (Gelsenkirchener Durchschnitt: 26,0 %)
Die Einwohnerentwicklung zeigt über die letzten Jahre eine leichte Abnahme, wobei die Zahl der Bewohner relativ konstant geblieben ist.

Einwohnerentwicklung in Buer (seit 2000)
| Jahr (31. Dezember) | Einwohner |
|---|---|
| 2000 | 35.274 |
| 2001 | 35.257 |
| 2002 | 35.304 |
| 2003 | 34.995 |
| 2004 | 34.872 |
| 2005 | 34.877 |
| 2006 | 34.707 |
| 2007 | 34.600 |
| 2008 | 34.308 |
| 2009 | 34.130 |
| 2010 | 33.969 |
| 2011 | 33.917 |
| 2012 | 33.799 |
| 2013 | 33.730 |
| 2014 | 33.656 |
| 2015 | 33.651 |
| 2016 | 33.533 |
| 2017 | 33.374 |
| 2018 | 33.429 |
| 2019 | 33.127 |
| 2020 | 32.915 |
Religiöses Leben in Buer
Die Religionslandschaft in Buer ist historisch gewachsen und vielfältig. Ursprünglich war Buer überwiegend katholisch geprägt.
Katholische Gemeinden
Die katholische Kirche hat eine lange Tradition in Buer. Bereits 1160 wurde die Kirche Sankt Urbanus zur Pfarrkirche ernannt. Die heutige Propsteikirche Sankt Urbanus wurde 1893 erbaut. Ihr ursprünglich 100 Meter hoher Turm wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und ist heute nur noch etwa 50 Meter hoch mit einem Flachdach. Nach verschiedenen Vorgängerbauten wurde Sankt Urbanus 1955 zur Propsteikirche ernannt. Aufgrund des Zuzugs von Katholiken im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert sowie von Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg wurden von der ursprünglichen Pfarrgemeinde Sankt Urbanus verschiedene Tochtergemeinden abgepfarrt, darunter Sankt Barbara in Erle, Herz Jesu in Resse, Liebfrauen in Beckhausen, Sankt Michael in Hassel, Sankt Josef in Scholven, Sankt Ludgerus, Christus König und Mariä Himmelfahrt.
In jüngerer Zeit führten Priestermangel, sinkende Katholikenzahlen und wirtschaftliche Gründe im Bistum Essen zu Strukturreformen. Zwischen 2000 und 2004 kam es zu Fusionen und Kooperationen von Gemeinden. Die Muttergemeinde Sankt Urbanus fusionierte beispielsweise 2000 mit Christus König. Weitere Gemeinden schlossen sich zusammen oder arbeiten eng zusammen. Mit der Strukturreform des Bistums Essen im Jahr 2008 fusionierte die Pfarrgemeinde Sankt Urbanus mit zahlreichen weiteren Gemeinden aus Buer und umliegenden Stadtteilen zur neuen Großgemeinde Sankt Urbanus. Mit rund 40.000 Gemeindemitgliedern ist diese neue Großgemeinde eine der größten katholischen Pfarrgemeinden in Deutschland.
Evangelische Gemeinden
Mit dem Aufkommen des Bergbaus ab 1873 und dem damit verbundenen Städtewachstum zogen auch Menschen anderer Konfessionen nach Buer. Die erste selbständige evangelische Kirchengemeinde Buers, die heutige Apostelkirche, entstand am 4. Mai 1888. Später folgten weitere evangelische Gemeinden und Kirchen in den umliegenden Stadtteilen wie Erle-Middelich, Resse und Beckhausen.
Jüdische Gemeinde
Im Jahr 1922 wurde an der Maelostraße in Buer eine Synagoge errichtet. Tragischerweise wurde diese in der Reichspogromnacht am 9. November 1938 von den Nationalsozialisten niedergebrannt. An dieser Stelle befindet sich heute ein städtisches Hallenbad. Ein Gedenkstein mit der Inschrift „Mein Haus ist ein Haus der Gebete für alle Völker“ erinnert seit 1992 als Mahnmal an die zerstörte Synagoge. Einige Fundamente der Synagoge sind durch Pflastersteine sichtbar gemacht.
Muslimische Gemeinde
Die muslimische Gemeinde in Gelsenkirchen-Buer wurde in den 1980er Jahren von Gastarbeitern, hauptsächlich aus der Türkei und Nordafrika, gegründet. Es gibt drei Moscheen, die von Vereinen finanziert werden und als wichtige Treffpunkte für die muslimische Gemeinschaft dienen.

Fazit: Ist Gelsenkirchen-Buer ein guter Stadtteil?
Basierend auf den vorliegenden Informationen lässt sich die Frage klar bejahen: Gelsenkirchen-Buer ist ein guter Stadtteil mit hoher Lebensqualität. Er bietet eine attraktive Mischung aus historischem Charakter und modernem Leben. Die vielfältigen Wohnangebote, die exzellente Infrastruktur mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomiebetrieben, die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und das Straßennetz sowie die vorhandenen Grünflächen machen Buer zu einem lebenswerten Ort. Die Gemeinschaft ist vielfältig, und das Angebot an Bildungseinrichtungen und Freizeitmöglichkeiten ist gut ausgebaut. Egal, ob jung oder alt, Familie oder Single – Buer scheint für viele Menschen ein passender und attraktiver Wohnort zu sein.
Häufig gestellte Fragen zu Gelsenkirchen-Buer
Wann wurde Buer Teil von Gelsenkirchen?
Buer wurde im Jahr 1928 mit Gelsenkirchen vereinigt. Zuvor war Buer eine eigenständige Stadt und umfasste ein größeres Gebiet als heute.
Was macht Buer als Wohnort attraktiv?
Buer bietet vielfältige Wohnungen, eine gute Infrastruktur mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Cafés, eine hervorragende Anbindung an den Nah- und Fernverkehr sowie zahlreiche Grünflächen und Parks zur Erholung.
Wie hoch sind die durchschnittlichen Mietpreise in Buer?
Im Durchschnitt kann man in Gelsenkirchen-Buer mit Mietpreisen von etwa 8 bis 10 Euro pro Quadratmeter rechnen, abhängig von Größe, Ausstattung und Lage der Wohnung.
Welche Bedeutung hat die Propsteikirche St. Urbanus?
Die Propsteikirche St. Urbanus ist eine historische Kirche in Buer, deren Ursprünge bis ins Mittelalter reichen. Sie wurde 1160 Pfarrkirche und 1955 Propsteikirche. Nach der Strukturreform 2008 ist die Pfarrgemeinde St. Urbanus eine der größten katholischen Pfarrgemeinden Deutschlands.
Gibt es in Buer Parks oder Grünflächen?
Ja, Buer verfügt über mehrere Grünflächen und Parks. Der Nordsternpark, ehemals Industriegebiet, ist heute ein großer Park und beliebter Treffpunkt für die Bewohner.
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