20/05/2016
Moosburg an der Isar ist eine Gemeinde mit einer reichen Geschichte und vielfältigen Facetten. Gelegen im Moosburger Becken, einem Teil des Klagenfurter Beckens, bietet sie eine interessante Mischung aus Natur, Gemeinschaft und Entwicklung. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte der Gemeinde, basierend auf verfügbaren Informationen.

- Woher stammt der Name Moosburg?
- Die Moosburger Teiche: Ein Naturjuwel
- Bevölkerungsstruktur im Überblick (Zensus 2001)
- Wichtige Information zu Passfotos ab Mai 2025
- Gemeindegliederung von Moosburg
- Wirtschaft und Infrastruktur
- Bildung und soziale Einrichtungen
- Fremdenverkehr und aktuelle Entwicklungen
- Kurzer Blick auf Geschichte und Literatur
- Häufig gestellte Fragen
Woher stammt der Name Moosburg?
Die Herkunft des Namens Moosburg ist eng mit der geografischen Beschaffenheit der Region verbunden. Der Name leitet sich historisch von der Bezeichnung „Mosaburch“ ab. Dies bezieht sich auf ein Gebiet, das einst von ausgedehnten Sumpfgebieten geprägt war. Die heutigen Moosburger Teiche, die westlich der Ortschaft liegen, sind ein Überbleibsel dieser einstigen Landschaft. Sie bildeten ursprünglich einen Sumpfgürtel rund um die historische Mosaburch. Diese Bezeichnung im Zusammenhang mit dem moorigen Charakter der Umgebung gibt Aufschluss über die Benennung der Siedlung.
Die Moosburger Teiche: Ein Naturjuwel
Die Moosburger Teiche sind heute eine reizvolle Teichlandschaft. Sie umfassen drei größere Teiche – den Moosburger Mühlteich, den Mitterteich und den Damnigteich – sowie zwei kleinere Gewässer. Diese Teiche liegen eingebettet in ein 204 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet. Ihre Entstehung geht auf eine alte, während der Eiszeit verfüllte Furche zurück. Aufgrund unzureichenden Abflusses ist das Gebiet um die Teiche stark versumpft, was ihren moorigen Charakter erklärt. Gespeist werden sie vom Stallhofener Bach, dessen Wasserführung saisonal stark schwankt. Die Umgebung ist größtenteils von Wald bedeckt. Die Verlandungsvegetation ist typisch für Feuchtgebiete und umfasst Schilf, Teichbinsen und Rohrkolben. Unter Wasser finden sich Laichkräuter, Tausendblatt und Seerosen. Das Wasser selbst ist aufgrund des moorigen Umlands bräunlich gefärbt. Der Moosburger Mühlteich ist zudem ein beliebter Ort zum Baden.
Bevölkerungsstruktur im Überblick (Zensus 2001)
Die Bevölkerungszusammensetzung einer Gemeinde ist ein wichtiger Indikator für ihre Dynamik. Laut dem Zensus aus dem Jahr 2001 hatte Moosburg 4.463 Einwohner. Bei dieser Erhebung bekannten sich 81,3 % der Bewohner zur römisch-katholischen Kirche, 7,2 % zur evangelischen Kirche, und 8,2 % gaben an, konfessionslos zu sein.
Bezüglich der Staatsbürgerschaft zeigte die Erhebung von 2001 folgendes Bild:
- Österreichische Staatsbürger: 96,0 %
- Deutsche Staatsbürger: 1,4 %
Andere Nationalitäten machten einen kleineren Anteil aus. Der starke Bevölkerungszuwachs, den Moosburg bis zur Jahrtausendwende verzeichnete, wurde laut den vorliegenden Informationen maßgeblich durch Zuwanderung beeinflusst. Von 1980 bis 2000 war die Geburtenbilanz ausgeglichen, danach wurde sie negativ.
Wichtige Information zu Passfotos ab Mai 2025
Für Einwohner, die Dokumente wie Reisepässe oder Personalausweise beantragen, gibt es eine wichtige Neuerung zu beachten. Die Stadt Moosburg informiert, dass ab dem 1. Mai 2025 Passbilder ausschließlich digital erstellt und angenommen werden können. Dies bedeutet, dass physische Passbilder in Papierform nicht mehr akzeptiert werden. Bürgerinnen und Bürger müssen sicherstellen, dass ihre Passfotos von zertifizierten Fotografen oder auch von zertifizierten Drogeriemärkten (wie beispielsweise dm-Drogerie Markt) erstellt werden. Der Hintergrund für diese Umstellung liegt in bundesweiten Vorgaben, die auf eine höhere Sicherheit und bessere Qualität der Lichtbilder abzielen.
Gemeindegliederung von Moosburg
Die Gemeinde Moosburg ist administrativ in acht Katastralgemeinden unterteilt. Diese sind:
- Bärndorf
- Gradenegg
- Kreggab
- Moosburg
- St. Peter bei Moosburg
- Seigbichl (Žihpolje)
- Tigring
- Tuderschitz (Tudrešiče)
Innerhalb dieser Katastralgemeinden gibt es insgesamt 35 Ortschaften. Die Einwohnerzahlen (Stand 1. Jänner 2024) spiegeln die Verteilung der Bevölkerung wider:
- Ameisbichl (73)
- Arlsdorf (33)
- Bärndorf (75)
- Dellach (31)
- Faning (52)
- Freudenberg (0)
- Gabriel (62)
- Goritschitzen (59)
- Gradenegg (106)
- Hohenfeld (104)
- Knasweg (106)
- Krainig (21)
- Kreggab (98)
- Malleberg (35)
- Moosburg (1089)
- Nußberg (64)
- Obergöriach (60)
- Polan (17)
- Prosintschach (34)
- Ratzenegg (163)
- Rosenau (55)
- St. Peter (584)
- Seigbichl (265)
- Simislau (15)
- Stallhofen (255)
- Tigring (467)
- Tuderschitz (342)
- Untergöriach (57)
- Unterlinden (43)
- Vögelitz (48)
- Wielen (22)
- Windischbach (35)
- Windischbach-Gegend (7)
- Witsch (76)
- Ziegelsdorf (41)
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Wirtschaft von Moosburg ist vielschichtig. Daten aus den Jahren 2001, 2011 und 2021 geben Einblick in die Verteilung der Betriebe und Erwerbstätigen über die Sektoren Land- und Forstwirtschaft, Produktion und Dienstleistung. Es ist zu beachten, dass die Zählweise der Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft zwischen den Jahren 2010/1999 (Betriebe mit Fläche) und 2021 (Arbeitsstätten) unterschiedlich ist.
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe (2021) | Anzahl Betriebe (2011) | Anzahl Betriebe (2001/1999) | Erwerbstätige (2021) | Erwerbstätige (2011) | Erwerbstätige (2001) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Land- und Forstwirtschaft | 87 | 145 | 173 | 111 | 104 | 88 |
| Produktion | 55 | 41 | 43 | 179 | 146 | 168 |
| Dienstleistung | 241 | 216 | 134 | 890 | 757 | 533 |
Im Jahr 2010 gab es beispielsweise 145 landwirtschaftliche Betriebe, von denen 54 Haupterwerbsbetriebe waren und fast drei Viertel der Flächen bewirtschafteten. Im Produktionssektor waren 2011 fast sechzig Prozent der Firmen im Baugewerbe tätig, während die meisten Beschäftigten in diesem Sektor im Bereich Herstellung von Waren arbeiteten. Der Dienstleistungssektor war 2011 der größte Arbeitgeber, wobei rund zwei Drittel der dort Beschäftigten in sozialen und öffentlichen Diensten tätig waren.
Bezüglich des Arbeitsmarktes und des Pendelns zeigen die Daten von 2011, dass von den fast 2000 Erwerbstätigen, die in Moosburg wohnen, etwa ein Viertel in der Gemeinde arbeitet. Drei Viertel pendeln zur Arbeit aus. Gleichzeitig kommen rund 500 Menschen aus der Umgebung nach Moosburg, um hier zu arbeiten.
In früheren Zeiten spielte auch der Bergbau eine Rolle, wobei Bleiglanz und Kupferkies gewonnen wurden. Alte Stollen zeugen noch davon.
Bildung und soziale Einrichtungen
Moosburg verfügt über verschiedene Bildungseinrichtungen, um die Bedürfnisse der jüngeren Generation zu erfüllen. Dazu gehören eine Vorschule, eine Volksschule, eine Hauptschule und eine Allgemeine Sonderschule.
Eine besonders bedeutende Einrichtung in Moosburg ist das 1957 gegründete und 1959 eröffnete SOS-Kinderdorf. Es war das fünfte SOS-Kinderdorf in Österreich. Die Einrichtung besteht aus 19 Häusern und betreut etwa 100 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Betreuungsformen wie SOS-Familien und Kinderwohngruppen. Für Gastfamilien gibt es im Angebot 'Eltern-Kind-Wohnen' zwei Häuser und vier Wohnungen. Hier leben Kinder mit Eltern, die vorübergehend Unterstützung benötigen. In Seigbichl werden im Rahmen von 'Familien in Krisen' ganze Familien in zwei Wohnungen betreut. Seit 2006 gibt es die Krisenwohngruppe „Barbakus“, die in zwei Gruppen Kinder und Jugendliche sowie deren Familien diagnostische Abklärung und Unterstützung bei Krisen anbietet. Weitere Angebote umfassen SOS-Jugendwohnen, sozialpädagogisch-therapeutische Wohngemeinschaften, 'mobile Familienarbeit' und eine Nachbetreuungsstelle in Klagenfurt. Seit 2002 ist auch das Hermann-Gmeiner-Sozialzentrum Teil des SOS-Kinderdorfs, das Beratung, Therapie und Diagnostik anbietet. Ein kinder- und jugendpsychiatrisches Ambulatorium bietet spezialisierte Hilfe bei psychischen Auffälligkeiten und Störungen.
Fremdenverkehr und aktuelle Entwicklungen
Im Bereich des Fremdenverkehrs sorgt derzeit ein geplantes Luxushotelprojekt für Diskussionen. Es ist geplant, ein Fünf-Sterne-Hotel mit 250 Zimmern und einem Spa-Bereich für rund 80 Millionen Euro zu bauen, das von der international tätigen Wyndham-Gruppe betrieben werden soll. Dieses Projekt wird von einer Gruppe von Anrainerinnen und Anrainern kritisch gesehen. Die Bürgerinitiative „Moosburg lebenswert“ äußert Bedenken und sieht keine Notwendigkeit für ein so großes Hotel. Insbesondere die Bodenversiegelung wird als großes Thema betrachtet. Befürworter des Projekts, wie das Gaggl-Team, sehen darin jedoch ein „Leuchtturmprojekt“ mit „ungeheurer“ Wertschöpfung für die Region.
Kurzer Blick auf Geschichte und Literatur
Die Geschichte Moosburgs ist Gegenstand lokaler Forschungen. Literatur wie „Es begann mit Arnulf von Kärnten. Moosburg in Wort und Bild“ von Anton Kreuzer oder „Die Moosburg Arnulfs von Kärnten“ von Robert Svetina (Moosburger Museumshefte 2) widmen sich der Vergangenheit des Ortes.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch war der Ausländeranteil in Moosburg an der Isar laut Zensus 2001?
Laut dem Zensus von 2001 waren 96,0 % der Einwohner österreichische Staatsbürger und 1,4 % deutsche Staatsbürger. Andere Nationalitäten machten den restlichen, kleineren Anteil aus.
Wann beginnt die Herbstschau in Moosburg?
Informationen zum Beginn der Herbstschau liegen in den uns vorliegenden Daten nicht vor.
Welche Öffnungszeiten hat die Stadt Moosburg?
Spezifische Informationen zu den Öffnungszeiten der Stadt Moosburg sind in den uns vorliegenden Daten nicht enthalten. Es gibt jedoch eine wichtige Information zu Passfotos.
Welche Neuerung gibt es bei Passfotos ab Mai 2025?
Ab dem 1. Mai 2025 müssen Passbilder in Moosburg digital erstellt und eingereicht werden. Sie können bei zertifizierten Fotografen oder zertifizierten Drogeriemärkten (wie dm) gemacht werden.
Woher kommt der Name Moosburg?
Der Name Moosburg stammt von der historischen Bezeichnung „Mosaburch“, die sich auf ein ehemals sumpfreiches Gebiet bezog, wovon die heutigen Moosburger Teiche zeugen.
Moosburg an der Isar ist eine lebendige Gemeinde, die ihre Traditionen pflegt, gleichzeitig aber auch vor aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen steht, wie das Beispiel des geplanten Hotelprojekts zeigt. Die Vielfalt ihrer Ortsteile, die Bedeutung ihrer natürlichen Umgebung wie der Moosburger Teiche und die Präsenz wichtiger sozialer Einrichtungen wie des SOS-Kinderdorfs prägen das Bild der Gemeinde.
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