15/08/2014
Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist eine der renommiertesten und ältesten Universitäten Deutschlands. Sie blickt auf eine reiche Geschichte zurück, hat eine beeindruckende akademische Leistung vorzuweisen und bietet ihren Angehörigen und Besuchern verschiedene Annehmlichkeiten. Dieser Artikel beleuchtet einige häufig gestellte Fragen rund um die LMU, von praktischen Informationen zum Shop bis hin zu historischen Details und Fakten über ihre Bibliothek und ihr Ranking.
Wo finde ich den LMU Shop?
Für alle, die ein Stück LMU mit nach Hause nehmen möchten, sei es als Erinnerung, Geschenk oder für den eigenen Gebrauch, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben dem bereits etablierten Automaten im Philologicum wurde kürzlich ein zweiter LMU-Shop-Automat in Betrieb genommen. Dieser befindet sich zentral im Foyer der Mensa in der Leopoldstraße 13a. Diese Automaten bieten eine ausgewählte Palette beliebter LMU-Produkte, die direkt mitgenommen werden können.
Das Sortiment an den Automaten umfasst praktische und stylische Artikel wie LMU-Taschen, T-Shirts, Webcam-Cover und Notizbücher. Sie sind ideal, wenn man schnell ein Merchandise-Produkt benötigt, ohne den Online-Shop zu nutzen oder längere Wege in Kauf zu nehmen.
Der neue Automat im Mensa-Gebäude ist während der regulären Öffnungszeiten der Mensa zugänglich: Montag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr. In den vorlesungsfreien Zeiten schließen die Automaten bereits um 15 Uhr. Ein großer Vorteil ist die moderne Bezahlmethode: Die Automaten funktionieren komplett bargeldlos. Bezahlt werden kann bequem mit Karte oder Smartphone über NFC-Technik. Dies macht den Einkauf unkompliziert und schnell.
Wer jedoch das gesamte, umfangreiche Sortiment des LMU-Shops erkunden möchte, findet dieses selbstverständlich weiterhin online auf lmu-shop.de. Dort steht die volle Vielfalt der verfügbaren Artikel zur Auswahl.
Die wechselvolle Geschichte der LMU
Die Geschichte der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München ist alles andere als geradlinig. Tatsächlich begann ihre Geschichte nicht in München, sondern an einem anderen Ort und unter einem anderen Namen. Man könnte fast sagen, sie müsste eigentlich „Universität Ingolstadt-Landshut-München“ heißen, da sie ihre Wurzeln und ihre Kontinuität über diese drei Standorte hinweg bewahrt hat.
Von Ingolstadt über Landshut nach München
Die Universität wurde ursprünglich im Jahr 1472 vom bayerischen Herzog Ludwig dem Reichen in der Donaufestung Ingolstadt gegründet. Dort verblieb sie für über 300 Jahre, bis sie im Jahr 1800 in die niederbayerische Stadt Landshut verlegt wurde. Diese Verlegung war eine Reaktion auf die politischen Umwälzungen der Zeit.
In Landshut erhielt die Universität im Jahr 1802 ihren heutigen Namen: Ludwig-Maximilians-Universität. Dieser Name ehrt ihren ursprünglichen Begründer, Herzog Ludwig IX. den Reichen von Bayern-Landshut, und den damaligen Landesherrn, Kurfürst Maximilian IV. Joseph (später König Maximilian I. Joseph). Die Universität blieb bis 1826 in Landshut, bevor König Ludwig I. sie schließlich in die bayerische Residenzstadt München holte. Damit ist die LMU die einzige Universität südlich der Alpen, die ihre institutionelle Kontinuität trotz dreier verschiedener Standorte über Jahrhunderte hinweg aufrechterhalten konnte.
Die Gründe für die jeweiligen Verlegungen waren vielfältig und komplex, oft politischer oder strategischer Natur. Eine Konstante in den frühen Jahren war jedoch die Unterbringung: An allen drei Standorten konnte die Universität als Korporation niemals in ein eigens für ihre Zwecke errichtetes Gebäude einziehen. In Ingolstadt diente ein ehemaliges Pfründnerhaus als zentrales Gebäude, in Landshut bezog sie das ehemalige Dominikanerkloster. Selbst nach dem Umzug nach München fand sie ihre erste Heimat im sogenannten „Wilhelminum“, den Gebäuden des ehemaligen Jesuitenkollegs in der Neuhauser Straße, wo bereits die Akademie der Wissenschaften untergebracht war. Ihre frühen Heimaten waren somit stets ehemals geistliche Gebäude.
Die Gebäude der LMU im Wandel
Die Situation änderte sich erstmals unter König Ludwig I., der bereits als Kronprinz den Bau eines eigenen Universitätsgebäudes geplant hatte. Nach der Verlegung nach München scheiterte dieser Plan zunächst an verschiedenen Hindernissen. Doch Ludwig I. setzte seinen Wunsch schließlich mit großer Energie und in beeindruckendem Tempo um. Im Jahr 1835 wurde der Grundstein für das heutige Hauptgebäude der LMU an der Ludwigstraße gelegt. Der von Friedrich von Gärtner entworfene Bau wurde bereits 1840 fertiggestellt und der universitären Korporation übergeben.
Obwohl dieser Universitätsbau nur eines von mehreren Elementen im Gesamtplan von König Ludwig I. für die nach ihm benannte Prachtstraße war, tat dies seiner städtebaulichen und ideologischen Bedeutung keinen Abbruch. Topographisch dominant und repräsentativ am nördlichen Ende der Ludwigstraße gelegen, symbolisierte das Gebäude mit seiner künstlerischen Ausstattung fortan einen „Tempel der Wissenschaft“. Abgesehen von medizinischen und einigen naturwissenschaftlichen Einrichtungen, die eigene Standorte benötigten, war in diesem Bau die gesamte Universitas der Wissenschaften untergebracht, in unmittelbarer Nähe zu anderen wichtigen Institutionen wie der Akademie der Wissenschaften, Sammlungen, Bibliotheken und Archiven.
Kaum fertiggestellt, wurde dieser „Tempel“ für die sich im 19. Jahrhundert rasant entwickelnden Wissenschaften schnell zu klein. Ein erster Erweiterungsbau wurde 1897/98 als westwärtige Verlängerung des Nordflügels an der Adalbertstraße von Emanuel Seidel errichtet. Dieser brachte jedoch nur eine geringe Entlastung für die Universität, die sich zu einem Großbetrieb entwickelt hatte und zu den größten und bedeutendsten im deutschen Sprachraum aufstieg.
Um die Raumnot spürbar zu lindern, bedurfte es eines beherzteren Schrittes. Nach der Jahrhundertwende errichtete German Bestelmeyer sozusagen im Hinterhof der alten Universität einen weiteren Erweiterungsbau. Dieser Bau verschmolz so harmonisch mit dem ursprünglichen Gärtnerbau, dass viele ihn heute nicht als separaten Anbau erkennen. Insbesondere die westseitigen Anbauten Bestelmeyers, die die Zentralhalle mit Freitreppe, Ehrenhalle (am Speerträger) und Lichthof umfassen, sowie das danebenliegende Auditorium Maximum, prägen seitdem den Eindruck von einem der prächtigsten Universitätsbauten. Dieses erweiterte Ensemble wurde 1911 anlässlich des 90. Geburtstages von Prinzregent Luitpold feierlich eingeweiht.
Nur etwas mehr als drei Jahrzehnte später fiel diese Pracht – mit ihrer Ausstattung mehr denn je als Tempel der Wissenschaft gedacht – im Jahr 1944 den Bomben des Zweiten Weltkrieges zum Opfer. Das Hauptgebäude wurde fast vollständig zerstört.
Zu den großen Leistungen der unmittelbaren Nachkriegszeit in München zählt zweifellos der Wiederaufbau des schwer beschädigten Hauptgebäudes. Spätestens 1958, mit der Einweihung des wiederhergestellten Lichthofes und der Enthüllung des Weiße-Rose-Denkmals, konnte dieser Wiederaufbau als abgeschlossen gelten. Jener Lichthof, der einst Schauplatz nationaler Feiern, nationalsozialistischer Vereinnahmung und entschlossenen Widerstandes war, wird seither durch den Geist einer über 60 Jahre alten Nachkriegsgesellschaft belebt: durch würdige akademische Feiern und Gedenkstunden, aber auch durch tosende Studentenproteste, dröhnende Popkonzerte, literarische Lesungen, rockige Erstsemesterbegrüßungen und geschäftige Marktplätze für Tagungen oder Präsentationen. Das Hauptgebäude mit seinem Lichthof ist unbestritten das pulsierende Herz der LMU.
Wie schneidet die LMU München im Ranking ab?
Die akademische Exzellenz ist ein zentrales Merkmal der LMU München. Ihre Qualität wird regelmäßig in nationalen und internationalen Hochschulrankings bestätigt. Im international viel beachteten „QS World University Ranking“ für das Jahr 2025 konnte die LMU erneut eine Spitzenposition einnehmen.
Gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) gehört die LMU zu den beiden bayerischen Exzellenz-Universitäten und zählt zu den besten Hochschulen in Deutschland. Im Bundesvergleich des QS Rankings 2025 rangiert die TUM auf Platz eins, dicht gefolgt von der LMU auf Platz zwei. Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume würdigte diese Ergebnisse als „Erneut Bestzeugnis für Bayern“ und betonte, dass die Platzierungen ein Beleg dafür seien, dass die Rahmenbedingungen in Studium, Lehre und Forschung in Bayern stimmen.
Auch im globalen Vergleich erzielt die LMU beeindruckende Platzierungen. Im QS World University Ranking 2025 belegt sie weltweit Platz 59. Zwar bedeutet dies einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (Platz 54), aber die Position unter den Top 60 Universitäten weltweit unterstreicht ihre internationale Bedeutung und Reputation.
Neben der LMU und der TUM erreichten auch weitere bayerische Universitäten gute Platzierungen in diesem Ranking. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wurde auf Platz 224 geführt, die Julius-Maximilians-Universität Würzburg auf Platz 428, die Universität Bayreuth auf Platz 527 und die Universität Regensburg auf Platz 741-750.
Das „QS World University Ranking“ ist eine der großen, international beachteten Hochschul-Ranglisten. Es vergleicht Universitäten anhand verschiedener Indikatoren, wobei insbesondere das Kriterium des akademischen Renommees sowie in jüngerer Zeit auch das Kriterium der Nachhaltigkeit (Sustainability) eine wichtige Rolle spielen. Die Rankings dienen unter anderem dazu, zukünftigen Studierenden bei der Orientierung und Identifizierung führender Universitäten zu helfen.
Die Universitätsbibliothek der LMU: Ein Schatz an Wissen
Die Universitätsbibliothek (UB) der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) spielt eine zentrale Rolle für die wissenschaftliche Arbeit und das Studium an der LMU. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden Literatur und wissenschaftliche Informationen in gedruckter und elektronischer Form zur Verfügung zu stellen.
Bestand und Geschichte der UB LMU
Die Geschichte der UB reicht fast so weit zurück wie die der Universität selbst. Ein Jahr nach der Gründung der Universität in Ingolstadt entstand 1473 die Bibliothek der Artistenfakultät. Eine bedeutendere Entwicklung war die Neugründung einer zusätzlichen Universitätsbibliothek im Jahr 1573, veranlasst vom Vizekanzler Martin Eisengrein. Diese sollte auch den weltlichen Professoren freien Zugriff auf Bücher ermöglichen. Der Grundstock dieser Bibliothek bildeten 6062 Bände aus dem Besitz des Augsburger Bischofs Johann Eglof von Knöringen, weshalb sie als Knöringensche Universitätsbibliothek bekannt wurde. Mit der Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773 wurden die Bestände des Jesuitenkollegs Ingolstadt in die Universitätsbibliothek überführt.
Beim Auszug der Universität aus Ingolstadt im Jahr 1799 und während der Zeit in Landshut (1800-1826) war die Bibliothek in den Räumen des enteigneten Dominikanerklosters untergebracht. Die Säkularisation in Bayern führte zu einem bedeutenden Bücherzuwachs für die UB. Durch das „Decretum electorale“ von 1803 erhielt die Universitätsbibliothek nach der Hofbibliothek München das Recht, Bände aus den aufgelösten bayerischen Klosterbibliotheken zu übernehmen. Sie vereinnahmte unter anderem die kompletten Bestände der Klöster Seligenthal, des Franziskanerklosters und des Dominikanerklosters in Landshut. Beim Umzug nach München im Jahr 1826 war der Bestand auf 130.000 Bände angewachsen.
1840 zog die Bibliothek in die eigens dafür vorgesehenen Räume des von Friedrich von Gärtner neu errichteten Universitätsgebäudes an der Ludwigstraße. Der Aufbau einer modernen Universitätsbibliothek begann ab 1892 unter der hauptamtlichen Leitung von Hans Schnorr von Carolsfeld. Bereits im Jahr 1925 war die UB der LMU mit etwa 831.000 Bänden die größte Universitätsbibliothek in Deutschland.
Die Zeit des Nationalsozialismus brachte auch für die UB dunkle Stunden. Nach der Machtergreifung 1933 entließ die Bibliotheksdirektion Beschäftigte, die als jüdisch galten, gemäß dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums. Im Zweiten Weltkrieg fielen etwa 400.000 Bände Brandbomben zum Opfer, da keine ausreichenden Schutzmaßnahmen ergriffen worden waren. Nach dem Krieg erfolgte 1945 eine provisorische Wiedereröffnung, doch die Beseitigung der Kriegsschäden zog sich über Jahrzehnte hin.
Erst 1967 konnte das heutige Gebäude der Zentralbibliothek im Südflügel des Hauptgebäudes bzw. in der ehemaligen Bayerischen Salinenverwaltung eröffnet werden. Den Besitzstand von 1942 mit über 1 Million Bänden erreichte die Universitätsbibliothek erst im Jahr 1970 wieder. Ab 1976 begann die Erstellung eines Gesamtzeitschriftenverzeichnisses zusammen mit der Technischen Universität und der Bayerischen Staatsbibliothek. Seit 1980 wurde die Zusammenarbeit mit den über 200 Institutsbibliotheken der Universität ausgebaut und die Einführung moderner EDV-Systeme erleichterte die Recherche.
Struktur und Fachbibliotheken
Mitte des 20. Jahrhunderts war die Bibliothekslandschaft der LMU von einer klassisch dezentralen Struktur mit fast 200 oft räumlich beengten Instituts- und Lehrstuhlbibliotheken geprägt. Ende der 1970er Jahre wurde ein Reformprozess zur Bildung größerer Fachbibliotheken eingeleitet. Ziel war es, durch die Zusammenlegung fachlich benachbarter Bestände die Literaturversorgung der expandierenden Universität zu verbessern und bibliothekarische Ressourcen effektiver zu nutzen.
Die erste Fachbibliothek, die Fachbibliothek Psychologie und Pädagogik, wurde im September 1985 eröffnet. Heute verfügt die UB der LMU über ein System, das aus der Zentralbibliothek, 14 Fachbibliotheken und mehreren Lernzentren besteht. Die Fachbibliotheken sind räumlich nah an den zugehörigen Fakultäten über das gesamte Stadtgebiet Münchens verteilt. Beispiele für Fachbibliotheken sind:
- Fachbibliothek Biologie und Biomedizin
- Fachbibliothek Chemie und Pharmazie
- Fachbibliothek Historicum (Archäologie, Byzantinistik, Geschichte)
- Fachbibliothek Mathematik und Physik
- Fachbibliothek Philologicum (Sprach- und Literaturwissenschaften) - mit 430.000 Medieneinheiten und 740 Plätzen die größte Fachbibliothek.
- Fachbibliothek Rechtswissenschaft
- Fachbibliothek Theologie und Philosophie
- Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften und Statistik
Zum Bibliothekssystem gehören zusätzlich die Bibliothek des Klinikums Großhadern als Kooperationspartner sowie 56 weitere Bibliotheken der LMU (meist kleinere Instituts- und Lehrstuhlbibliotheken), die im Online-Katalog verzeichnet sind. Seit Juli 2021 ist auch das Universitätsarchiv organisatorisch der UB zugeordnet, dessen Aufgabe die Verwahrung und Nutzbarmachung von Schriftgut und Sammlungen ist.
Umfang des Bestands
Mit einem Gesamtbestand von mehr als 5 Millionen Bänden an 17 Standorten ist die Universitätsbibliothek der LMU hinter der Bayerischen Staatsbibliothek und der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg die drittgrößte Bibliothek Bayerns.
Die Zentralbibliothek, die seit 1967 im Hauptgebäude untergebracht ist, beherbergt ca. 2,8 Millionen Bände, darunter Dissertationen. Sie verfügt über fast 5.000 laufende Abonnements gedruckter Zeitschriften und Zeitungen. Darüber hinaus erwirbt und lizenziert die UB zahlreiche elektronische Medien. Derzeit sind etwa 91.000 elektronische Zeitschriften lizenziert, über 230.000 E-Books und ca. 650 Datenbanken. Allein im Jahr 2019 wurde mehr als 6 Millionen Mal auf die elektronischen Bücher zugegriffen.
Ein besonderer Schatz der UB sind ihre historischen Bestände, die sie dauerhaft aufbewahrt und der Wissenschaft zur Verfügung stellt. Dazu zählen über 3.400 Handschriften und ca. 475.000 alte Drucke, darunter fast 3.600 Inkunabeln. Unter den mittelalterlichen Handschriften finden sich Kostbarkeiten wie die Lex Baiuvariorum (älteste erhaltene Handschrift des bayerischen Volksrechts, um 800) oder ein Evangeliar aus der Hofschule Karls des Großen (ebenfalls um 800). Bekannte Inkunabeln sind das Respice Domine von Ekbert von Schönau sowie die ersten deutschsprachigen Bibeln (Mentelin-Bibel 1466, Eggstein nicht nach 1470). Zum bedeutenden Altbestand gehören ferner 186 Nachlässe, eine Rarasammlung mit ca. 15.000 Bänden, die bibliophile Bibliothek Maassen und eine Exlibrissammlung.
Ein bemerkenswerter Zufallsfund gelang im Mai 2012, als zwei Bibliothekarinnen in einem Sammelband eine Globussegmentkarte Martin Waldseemüllers aus dem Jahr 1507 entdeckten. Diese Karte gilt als „Geburtsstunde Amerikas“, da hier erstmals der neue Kontinent gezeichnet und benannt wurde. Das gefundene Exemplar weist Unterschiede zu anderen bekannten Exemplaren auf und gilt als unikal.
Die Universitätsbibliothek bietet den Studierenden der LMU auch spezielle Lernzentren mit Lese- und Arbeitsplätzen an. Dazu gehören das Lernzentrum Leo 13 (ca. 100 Plätze, Jura-Lehrbücher), das Ende 2024 eröffnete Lernzentrum UniLounge im Hauptgebäude (ca. 70 Plätze) und das Lernzentrum Lesesaal in der Zentralbibliothek (ca. 80 Plätze).
Serviceleistungen der UB (Open Access & Co.)
Neben der Literaturversorgung unterstützt die UB die LMU-Mitglieder mit moderner Infrastruktur für das wissenschaftliche Publizieren und Datenmanagement.
Mit Open Access LMU bietet die UB eine Plattform für das elektronische Publizieren im Internet. Wissenschaftler können ihre Publikationen frei zugänglich auf dem Publikationsserver veröffentlichen. Die UB stellt dafür den technischen und organisatorischen Rahmen bereit, vergibt Persistent Identifier (URNs) für stabile Adressierung, stellt Schnittstellen für den Datenaustausch bereit und gewährleistet die Langzeitarchivierung.
Open Publishing LMU ermöglicht Wissenschaftlern, zusätzlich zur elektronischen Version auch gedruckte Publikationen (Kongressbände, Skripte etc.) zu veröffentlichen.
Seit 2010 berät die UB Forschende beim Management von Forschungsdaten. Auf dem Repositorium Open Data LMU können Forschungsdaten aus LMU-Projekten veröffentlicht und langfristig gesichert werden. Dieses Angebot wird u.a. im Rahmen des Projektes „eHumanities – interdisziplinär“ weiter ausgebaut.
Open Journals LMU unterstützt Angehörige der LMU bei der Gründung eines Online Journals mit der Software Open Journal Systems. Die Bibliothek übernimmt dabei das Hosting und die Datensicherung und bietet Support.
Häufig gestellte Fragen zur LMU München
Wo finde ich den LMU Shop?
Es gibt zwei LMU-Shop-Automaten: einen im Philologicum und einen neuen im Foyer der Mensa in der Leopoldstraße 13a. Beide bieten eine Auswahl an Merchandise-Produkten. Das gesamte Sortiment ist online auf lmu-shop.de verfügbar.
Wie hieß die LMU früher?
Die LMU wurde 1472 in Ingolstadt gegründet, zog 1800 nach Landshut und 1826 nach München. Sie hieß ab 1802 Ludwig-Maximilians-Universität. Ihre Vorgänger waren die Universität Ingolstadt und die Universität Landshut.
Wie gut ist die LMU München?
Die LMU München gilt als eine der besten Universitäten Deutschlands. Im QS World University Ranking 2025 belegte sie Platz 2 in Deutschland und Platz 59 weltweit.
Wie viele Bücher hat die LMU Bibliothek?
Das Bibliothekssystem der LMU verfügt über einen Gesamtbestand von mehr als 5 Millionen Bänden an 17 Standorten. Die Zentralbibliothek allein besitzt ca. 2,8 Millionen Bände sowie umfangreiche elektronische Ressourcen und historische Bestände.
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