22/12/2012
Willkommen in Pfronten, einem reizvollen Ort im Herzen des Allgäus. Eingebettet in die malerische Landschaft des bayerischen Teils der Tannheimer Berge, zieht Pfronten Besucher mit seiner Natur und Geschichte an. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Facetten von Pfronten, basierend auf den uns vorliegenden Informationen, von seinem prägenden Berg bis hin zu historischen Ereignissen und Bevölkerungsdaten.

Pfronten bietet eine Mischung aus alpiner Schönheit und kulturellen Einblicken, die es zu einem interessanten Ziel machen. Die Nähe zu markanten Gipfeln und die Spuren der Vergangenheit prägen das Bild des Ortes.
Der Breitenberg: Das alpine Zentrum Pfrontens
Der Breitenberg ist zweifellos eines der bekanntesten Merkmale von Pfronten. Dieser Berg, dessen Gestein überwiegend aus dem Kalkstein des Hauptdolomits besteht, gehört zu den Tannheimer Bergen. Mit einer Schartenhöhe von mindestens 198 Metern und einer Dominanz von 1,2 Kilometern (mit dem Aggenstein als Referenz) ist er eine signifikante Erhebung in der Region.
Seine leichte Erreichbarkeit macht den Breitenberg zu einem beliebten Ziel für Ausflügler. Eine Seilbahn ermöglicht den bequemen Aufstieg direkt von Pfronten aus. Im Gipfelbereich erwartet die Besucher der bewirtschaftete Berggasthof Ostlerhütte. Die Bergstation der Seilbahn dient zudem als Ausgangspunkt für Touren, unter anderem zur Besteigung des 1.985 Meter hohen Aggensteins.
Die Bergbahnen am Breitenberg
Mehrere Bahnen erschließen den Breitenberg für Besucher und Sportler.
Die zentrale Bahn ist die Breitenbergbahn. Diese 4er-Gondelbahn wurde im Jahr 1993 in Betrieb genommen. Sie ist 2005 Meter lang und überwindet dabei einen beachtlichen Höhenunterschied von 656 Metern. Die Talstation befindet sich auf einer Höhe von 845 Metern, während die Bergstation auf etwa 1501 Metern liegt.
In der Nähe der Bergstation der Breitenbergbahn befindet sich die Talstation der Hochalpbahn. Dies ist ein 4er-Sessellift, der im Jahr 2004 von der Firma Leitner AG erbaut wurde. Die Hochalpbahn hat eine Länge von 784 Metern und führt hinauf zur Bergstation auf 1677 Metern Höhe. Unweit der Talstation der Hochalpbahn, auf 1510 Metern, liegt die bewirtschaftete Hochalphütte.
| Name der Bahn | Typ | Baujahr | Länge | Höhenunterschied | Talstation (ca.) | Bergstation (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Breitenbergbahn | 4er-Gondelbahn | 1993 | 2005 m | 656 m | 845 m | 1501 m |
| Hochalpbahn | 4er-Sessellift | 2004 | 784 m | k. A. | 1501 m | 1677 m |
Im Winter ergänzen vier Schlepplifte das Angebot der Gondelbahn und des Sessellifts und bieten vielfältige Möglichkeiten für Skifahrer.

Freizeitaktivitäten am Breitenberg
Der Breitenberg ist ein Zentrum für verschiedene Outdoor-Aktivitäten.
- Wandern: Von den Bergstationen aus lassen sich zahlreiche Wanderungen unternehmen, von einfachen Wegen bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren wie zum Aggenstein.
- Wintersport: In der kalten Jahreszeit bietet der Berg mit seinen Pisten und Liften gute Bedingungen für Skifahrer.
- Gleitschirmfliegen: Der Breitenberg ist ein bekannter Flugberg. Es gibt mehrere Startplätze, die von unterschiedlichen Punkten am Berg erreichbar sind.
Die Startplätze für Gleitschirmflieger sind detailliert beschrieben:
- Ein Startplatz ist etwa 10 Gehminuten oberhalb der Mittelstation zu finden, auf dem Weg vorbei an der Hochalp-Hütte.
- Ein weiterer liegt rund 3 Gehminuten weiter bergaufwärts entlang des Wanderweges.
- Ein dritter Startplatz befindet sich etwa 5 Gehminuten bergabwärts von der Gipfelstation der Hochalpbahn.
- Ein vierter ist von der Gipfelstation der Hochalpbahn aus etwa 15 Gehminuten bergaufwärts in Richtung Ostlerhütte gelegen.
- Zudem gibt es einen Startplatz 500 m südwestlich der Talstation der Breitenbergbahn.
Der lokale Verein, der Ostallgäuer Gleitschirmflieger e. V., stellt Informationen für Gastflieger und Interessierte zur Verfügung.
Was versteht man unter Pfronten? Geografie und historische Entwicklung
Pfronten ist nicht nur ein Ort am Fuße eines Berges, sondern hat auch eine eigene geografische Identität und eine bewegte Geschichte.
Geografisch ist Pfronten, wie bereits erwähnt, Teil des bayerischen Allgäus und der Tannheimer Berge. Es liegt in einem Tal, das schon früh als Verkehrsweg diente.
Die Geschichte von Pfronten
Die Geschichte Pfrontens reicht weit zurück. Es gibt Hinweise auf eine römische Nachschubstraße, die von Süden kommend durch Pfronten nach Cambodunum (Kempten) führte. Eine römische Besiedelung des Tals ist zwar nicht eindeutig gesichert, aber die Existenz der Straße ist ein wichtiger Hinweis auf die frühe Bedeutung des Ortes.
Die Herkunft des Namens Pfronten ist besonders interessant, da er nicht aus dem Deutschen stammt. Der plausibelste Deutungsversuch geht von einem romanischen Wort frontone aus. Dieses Wort bedeutet „große, gewaltige Stirn“ oder „Front“ und könnte bildlich die „Stirne der Alpen“ beschrieben haben, was gut zur geografischen Lage passt und möglicherweise eine frühe Bezeichnung für den markanten Breitenberg war.
Im Laufe der Zeit siedelten sich heidnische Alamannen bei der ansässigen, christlichen provinzialrömischen Bevölkerung an. Bis etwa zum Jahr 800 verschwand die romanische Sprache in dieser Region, und die Bevölkerung verschmolz zu einer Einheit mit deutscher Sprache und christlichem Glauben.
Ab dem frühen 14. Jahrhundert gehörte Pfronten zum weltlichen Territorium der Augsburger Bischöfe, dem Hochstift Augsburg. Im Zuge der Säkularisation 1803 fiel das Hochstift und damit auch Pfronten an das Kurfürstentum Bayern. Die heutige politische Gemeinde Pfronten wurde im Jahr 1818 gebildet.

Eine Besonderheit im 19. und 20. Jahrhundert war die administrative Teilung der Pfarrgemeinde Pfronten im Jahr 1865 in Pfronten-Berg und Pfronten-Steinach, jede mit eigener Verwaltung. Diese Teilung wurde am 31. März 1935 rückgängig gemacht, und die beiden Gemeinden wurden wieder zur Gemeinde Pfronten zusammengeschlossen.
Bevölkerungsentwicklung in Pfronten
Die Einwohnerzahl von Pfronten hat sich im Laufe der Zeit entwickelt. Die uns vorliegenden Daten geben einen Überblick von 1840 bis 2020. Die Zahlen ab 1840 beziehen sich auf die heutige Gemeindefläche (Stand: 1987).
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1840 | 2506 |
| 1900 | 2746 |
| 1939 | 4404 |
| 1950 | 6553 |
| 1961 | 6127 |
| 1970 | 6595 |
| 1987 | 7058 |
| 1991 | 7722 |
| 1995 | 7699 |
| 2000 | 7546 |
| 2005 | 7874 |
| 2010 | 7933 |
| 2015 | 8221 |
| 2017 | 8235 |
| 2020 | 8358 |
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