28/07/2018
Wer kennt das nicht? Man findet das perfekte Produkt bei Amazon, sei es ein neuer Drucker, Büromaterialien oder einfach nur Haushaltsartikel, legt es in den Warenkorb und kurz vor dem Abschluss der Bestellung tauchen sie auf: zusätzliche Versandkosten. Diese Gebühren können sich schnell summieren und das Schnäppchen unattraktiv machen. Doch zum Glück gibt es Wege, diese Kosten zu vermeiden und Ihre Bestellung versandkostenfrei zu erhalten. Wir zeigen Ihnen, wie das geht und welche wichtigen Änderungen ab August 2024 gelten.

Amazon hat sich über die Jahre zu einem der größten Online-Versandhändler weltweit entwickelt. Das Sortiment ist riesig, von Elektronik über Kleidung bis hin zu Lebensmitteln ist fast alles erhältlich. Die Bequemlichkeit, Produkte mit wenigen Klicks von zu Hause aus zu bestellen und direkt an die Haustür liefern zu lassen, ist unbestreitbar. Allerdings ist dieser Service oft mit Versandgebühren verbunden.
- Die Grundlagen: Wann ist der Versand kostenlos?
- Wichtige Änderung ab August 2024: Was gilt für Abholstationen?
- Clevere Tricks, um Versandkosten zu sparen
- Häufig gestellte Fragen zum Amazon-Versand
- Was hat sich ab August 2024 bei den Versandkosten geändert?
- Fallen für Prime-Mitglieder jetzt auch Versandkosten an Abholstationen an?
- Wie hoch ist der Mindestbestellwert für kostenlosen Versand an die Haustür?
- Funktioniert der Trick mit dem noch nicht erschienenen Artikel immer?
- Spare ich wirklich Geld, wenn ich einen günstigen Artikel hinzufüge, um auf 39 Euro zu kommen?
- Gibt es noch andere Möglichkeiten, Versandkosten zu sparen?
- Fazit
Die Grundlagen: Wann ist der Versand kostenlos?
Grundsätzlich gibt es bei Amazon zwei Hauptwege, um sich die Versandkosten zu sparen:
- Amazon Prime-Mitgliedschaft: Als Mitglied des Premium-Programms Amazon Prime profitieren Sie von zahlreichen Vorteilen, darunter auch der kostenlose Premiumversand für Millionen von Artikeln. Dies gilt in der Regel für Lieferungen an Ihre Wunschadresse.
- Erreichen des Mindestbestellwerts: Für Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft entfallen die Standardversandkosten, wenn der Warenwert der Bestellung einen bestimmten Betrag erreicht oder überschreitet. Dieser Schwellenwert liegt derzeit bei 39 Euro. Erreichen Sie diesen Betrag mit den Artikeln in Ihrem Warenkorb, wird der Standardversand automatisch kostenlos.
Diese beiden Regeln sind die bekanntesten Methoden, um Versandkosten zu vermeiden. Doch die Versandbedingungen, insbesondere in Bezug auf Abholstationen, haben sich kürzlich geändert.
Wichtige Änderung ab August 2024: Was gilt für Abholstationen?
Bisher gab es für Kunden ohne Prime-Abo eine attraktive Möglichkeit, Versandkosten zu umgehen, auch wenn der Mindestbestellwert von 39 Euro nicht erreicht wurde: die Lieferung an eine Abholstation. Man konnte seine Bestellungen kostenfrei an Amazon Locker oder DHL Packstationen schicken lassen, ganz ohne Mindestbestellwert.
Diese Regelung wurde nun, mit Stand August 2024, geändert. Für alle Lieferungen an Abholstationen und Schließfächer fällt ab sofort eine Gebühr an. Der Standardversand an diese Adressen kostet nun 1,99 Euro pro Lieferung, unabhängig vom Bestellwert (solange dieser unter 39 Euro liegt).
Nur wenn der Bestellwert auch bei Lieferungen an Abholstationen 39 Euro oder mehr beträgt, entfallen die Versandkosten. Prime-Mitglieder sind von dieser Neuerung nicht betroffen. Sie können ihre Pakete weiterhin kostenfrei an Abholstationen schicken lassen, da dies als Teil ihres Premiumversands angesehen wird.
Zusammenfassung der Änderungen für Abholstationen (Stand August 2024)
| Kundentyp | Zieladresse | Bestellwert | Versandkosten (vor Aug 2024) | Versandkosten (ab Aug 2024) |
|---|---|---|---|---|
| Ohne Prime | Haustür | < 39 € | Ja | Ja |
| Ohne Prime | Haustür | >= 39 € | Nein | Nein |
| Ohne Prime | Abholstation/Locker | beliebig | Nein | 1,99 € |
| Ohne Prime | Abholstation/Locker | >= 39 € | Nein | Nein |
| Mit Prime | Haustür | beliebig | Nein | Nein |
| Mit Prime | Abholstation/Locker | beliebig | Nein | Nein |
Diese Tabelle verdeutlicht, dass die Lieferung an Abholstationen für Nicht-Prime-Kunden ohne Erreichen des Mindestbestellwerts nicht mehr kostenfrei ist. Dies ist eine wichtige Anpassung der Versandbedingungen.
Clevere Tricks, um Versandkosten zu sparen
Auch wenn die Regeln angepasst wurden, gibt es immer noch Möglichkeiten, die zusätzlichen Kosten zu umgehen und Ihre Lieferung trotzdem versandkostenfrei zu erhalten, selbst wenn Ihr eigentlicher Bestellwert unter 39 Euro liegt. Hier stellen wir Ihnen zwei bekannte Tricks vor:
Trick 1: Mitbestellen eines noch nicht erschienenen Artikels
Dieser Trick nutzt die Art und Weise, wie Amazon Teillieferungen und Vorbestellungen handhabt. Die Idee ist, zusätzlich zu den Artikeln, die Sie wirklich möchten, einen weiteren Artikel mitzubestellen, der noch nicht erschienen und somit nicht lieferbar ist. Dies könnte beispielsweise eine unveröffentlichte Blu-Ray, ein neues Buch oder ein Videospiel sein, dessen Erscheinungsdatum in der Zukunft liegt.
So funktioniert's:
- Suchen Sie sich die Produkte aus, die Sie wirklich kaufen möchten. Notieren Sie sich den aktuellen Warenwert.
- Wenn der Warenwert unter 39 Euro liegt, suchen Sie nun gezielt nach einem Artikel, der noch nicht erschienen ist. Sie können auf Google nach einem Teil des Satzes „Dieser Artikel ist noch nicht erschienen. Bestellen Sie jetzt vor und wir liefern Ihnen den Artikel sobald er verfügbar ist.“ suchen, um schnell solche Produkte zu finden.
- Legen Sie einen solchen noch nicht erschienenen Artikel zusammen mit Ihren gewünschten Produkten in den Warenkorb. Es ist dabei nicht entscheidend, wie teuer der noch nicht erschienene Artikel ist, solange der Gesamtwert der Bestellung nun über 39 Euro liegt.
- Schließen Sie die Bestellung ab. Wählen Sie dabei die Option „Komplettversand“ aus, falls diese angeboten wird (manchmal ist dies die Standardeinstellung, manchmal muss man sie aktiv wählen). Dies stellt sicher, dass Amazon versucht, alle Artikel zusammen oder zumindest so zu versenden, dass der Versand für die Hauptlieferung aufgrund des erreichten Mindestbestellwerts kostenlos ist.
- Amazon wird nun Ihre gewünschten, lieferbaren Artikel versenden, da der Mindestbestellwert von 39 Euro durch die Hinzunahme des Vorbesteller-Artikels erreicht wurde. Der Versand dieser Teillieferung sollte kostenfrei sein.
- Sobald Sie Ihre gewünschten Artikel erhalten haben, gehen Sie in Ihre Bestellübersicht bei Amazon.
- Suchen Sie die Bestellung mit dem noch nicht erschienenen Artikel und stornieren Sie diesen Artikel. Da er noch nicht versandt wurde (weil er noch nicht verfügbar ist), entstehen Ihnen dadurch keine Kosten für den stornierten Artikel selbst.
Mit diesem Trick nutzen Sie die Versandregeln aus, um den Mindestbestellwert künstlich zu erreichen, ohne den zusätzlichen Artikel tatsächlich kaufen zu müssen. Es erfordert lediglich einen kleinen zusätzlichen Schritt nach Erhalt Ihrer Lieferung.
Trick 2: Hinzufügen eines günstigen Artikels
Eine andere Methode, die zwar nicht die Zusatzkosten komplett vermeidet, aber unter Umständen trotzdem Geld sparen kann, ist das Hinzufügen eines sehr günstigen Artikels zu Ihrer Bestellung, um den Mindestbestellwert von 39 Euro zu erreichen. Dieser Trick ist besonders nützlich, wenn Ihr Warenwert nur knapp unter der Schwelle liegt, beispielsweise bei 36 oder 37 Euro.
So funktioniert's:
- Prüfen Sie den Warenwert Ihrer aktuellen Bestellung. Liegt er nur wenige Euro unter 39 Euro?
- Suchen Sie nach einem sehr günstigen Artikel, der weniger kostet als die anfallenden Standardversandkosten (die oft bei etwa 3 Euro oder mehr liegen können). Ein klassisches Beispiel hierfür sind sehr günstige Bücher oder kleine Haushaltsartikel, die manchmal für einen Euro oder weniger erhältlich sind.
- Legen Sie diesen günstigen Artikel zu Ihrer Bestellung hinzu, sodass der Gesamtwert nun 39 Euro oder mehr beträgt.
- Schließen Sie die Bestellung ab. Da der Mindestbestellwert erreicht ist, entfallen die Standardversandkosten.
In diesem Szenario haben Sie zwar den Preis des günstigen Artikels bezahlt, aber dafür die höheren Versandkosten gespart. Wenn der günstige Artikel weniger kostet als die Versandgebühr, haben Sie effektiv Geld gespart, auch wenn Sie einen Artikel mehr gekauft haben als ursprünglich geplant. Zum Beispiel: Wenn Ihre Bestellung 37 Euro beträgt und die Versandkosten 3,99 Euro wären, können Sie ein Buch für 1,50 Euro hinzufügen. Der neue Gesamtpreis beträgt 38,50 Euro, aber der Versand ist kostenlos. Sie zahlen also 38,50 Euro statt 37 Euro + 3,99 Euro = 40,99 Euro. Sie sparen 2,49 Euro und erhalten zusätzlich ein günstiges Buch.
Häufig gestellte Fragen zum Amazon-Versand
Hier beantworten wir einige gängige Fragen, die im Zusammenhang mit Amazon-Versandkosten aufkommen können, basierend auf den uns vorliegenden Informationen:
Was hat sich ab August 2024 bei den Versandkosten geändert?
Ab August 2024 fallen für Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft Versandkosten von 1,99 Euro an, wenn sie ihre Bestellungen an eine Abholstation oder ein Schließfach liefern lassen möchten, sofern der Bestellwert unter 39 Euro liegt. Zuvor war dies kostenfrei möglich.
Fallen für Prime-Mitglieder jetzt auch Versandkosten an Abholstationen an?
Nein, laut den uns vorliegenden Informationen können Prime-Mitglieder ihre Pakete weiterhin kostenfrei an Abholstationen schicken lassen. Die Änderung betrifft Nicht-Prime-Kunden.
Wie hoch ist der Mindestbestellwert für kostenlosen Versand an die Haustür?
Der Mindestbestellwert für kostenlosen Standardversand an Ihre Wunschadresse beträgt für Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft 39 Euro.
Funktioniert der Trick mit dem noch nicht erschienenen Artikel immer?
Basierend auf der Beschreibung des Tricks scheint er zu funktionieren, indem er den Mindestbestellwert für eine kostenlose Teillieferung erreicht. Wichtig ist dabei die Auswahl des „Komplettversands“ (oder einer ähnlichen Option, die eine Teillieferung der verfügbaren Artikel ermöglicht) und die anschließende Stornierung des Vorbesteller-Artikels, bevor dieser versandt wird. Es ist ratsam, die genauen Versandbedingungen bei der Bestellung zu prüfen.
Spare ich wirklich Geld, wenn ich einen günstigen Artikel hinzufüge, um auf 39 Euro zu kommen?
Ja, wenn der Preis des zusätzlichen günstigen Artikels geringer ist als die Versandkosten, die Sie ohne das Erreichen des Mindestbestellwerts zahlen müssten, sparen Sie effektiv Geld. Sie zahlen zwar für den zusätzlichen Artikel, aber weniger als für den reinen Versand.
Gibt es noch andere Möglichkeiten, Versandkosten zu sparen?
Neben den genannten Methoden (Prime-Mitgliedschaft, Erreichen des Mindestbestellwerts) und den beschriebenen Tricks, sind uns auf Basis der bereitgestellten Informationen keine weiteren allgemeinen Methoden zur Umgehung der Versandkosten bekannt.
Fazit
Auch wenn Amazon die Versandbedingungen, insbesondere für Lieferungen an Abholstationen für Nicht-Prime-Kunden, angepasst hat, gibt es weiterhin effektive Wege, um Versandkosten zu sparen. Die Prime-Mitgliedschaft bietet nach wie vor die umfassendsten Vorteile beim Versand. Für alle anderen Kunden bleibt der Mindestbestellwert von 39 Euro die zentrale Schwelle für kostenfreien Versand, sowohl an die Haustür als auch nun an Abholstationen. Mit cleveren Tricks wie dem Hinzufügen eines noch nicht erschienenen Artikels (und dessen späterer Stornierung) oder eines sehr günstigen Artikels können Sie diese Schwelle ebenfalls erreichen und so die zusätzlichen Gebühren vermeiden. Planen Sie Ihre Bestellungen strategisch, um das Beste aus Ihren Einkäufen bei Amazon herauszuholen und unnötige Kosten zu sparen.
Wenn du mehr spannende Artikel wie „Amazon: Versandkosten sparen leicht gemacht“ entdecken möchtest, schau doch mal in der Kategorie Bürobedarf vorbei!
