26/03/2023
Das Ende von Spiele Max ist besiegelt. Der bekannte Händler für Spielzeug, Kindermode und Babyausstattung hat seinen Geschäftsbetrieb eingestellt. Diese Nachricht betrifft viele Familien und ehemalige Mitarbeiter. Doch was genau sind die Gründe für diese Entwicklung, und wann haben die letzten Filialen endgültig geschlossen? Die jüngsten Informationen geben Aufschluss über die Hintergründe der Insolvenz und die nun folgenden Schritte.

Die Geschichte von Spiele Max war von Höhen und Tiefen geprägt, inklusive Eigentümerwechseln und früheren Sanierungsversuchen. Doch die jüngsten Ereignisse führten nun zum unwiderruflichen Aus.
- Die jüngste Insolvenz und ihre Folgen
- Die Chronologie der Ereignisse und frühere Sanierungsversuche
- Betroffene Standorte
- Warum kein Investor gefunden wurde
- Die Abwicklung des Verfahrens
- Zusammenfassung der wichtigsten Daten
- Häufig gestellte Fragen
- Was war Spiele Max?
- Warum hat Spiele Max geschlossen?
- Wann haben die letzten Spiele Max Filialen geschlossen?
- Wie viele Mitarbeiter waren von der letzten Schließung betroffen?
- Gibt es noch einen Spiele Max Online-Shop?
- Wer ist für die Abwicklung der Insolvenz zuständig?
- Was passiert jetzt mit den Filialen?
Die jüngste Insolvenz und ihre Folgen
Am 1. Juli 2024 hat das Amtsgericht Potsdam das Regelinsolvenzverfahren über das Vermögen der Spiele Max Einzelhandels GmbH & Co. KG eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Sebastian Laboga von der Pluta Rechtsanwälte GmbH bestellt. Laboga war bereits zuvor im Eröffnungsverfahren als vorläufiger Sachwalter tätig gewesen. Der Antrag auf Insolvenz wurde bereits Ende April von der Geschäftsführung gestellt.
Die Spiele Max Einzelhandels GmbH & Co. KG, mit Sitz in Stahnsdorf bei Berlin, betrieb zuletzt elf Filialen in Deutschland. Dieses Unternehmen war der operative Arm, der den Geschäftsbetrieb führte.
Einstellung des Geschäftsbetriebs
Eine entscheidende Wendung trat mit Ablauf des 29. Juni 2024 ein. An diesem Tag stellte die eigenverwaltende Schuldnerin den Geschäftsbetrieb vollständig ein. Diese Maßnahme wurde ergriffen, da die Suche nach einem Investor erfolglos blieb. Ohne einen neuen Eigentümer oder Geldgeber sahen die Verantwortlichen keine Fortführungsperspektive für das Unternehmen. Die fehlende Möglichkeit, einen Investor zu finden, war somit der direkte Auslöser für die endgültige Schließung.
Auswirkungen auf Mitarbeiter und Filialen
Die Einstellung des Geschäftsbetriebs hatte direkte und schwerwiegende Folgen für die Belegschaft. Alle 48 Mitarbeiter mussten vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens freigestellt und gekündigt werden. Dies ist ein trauriger Aspekt der Insolvenz, da engagierte Arbeitskräfte ihren Job verloren haben.
Auch die Filialen sind betroffen. Für sämtliche elf zuletzt betriebenen Standorte bestehen Mietverhältnisse, die nun gekündigt werden müssen. Dies bedeutet, dass die Geschäfte physisch leergeräumt und die Mietverträge aufgelöst werden.
Die Rolle des Insolvenzverwalters
Sebastian Laboga hat als bestellter Insolvenzverwalter nun die Aufgabe, die insolvente Gesellschaft abzuwickeln. Seine Arbeit konzentriert sich darauf, das Verfahren im Interesse der Gläubiger zu bearbeiten. Das bedeutet, dass er die verbleibenden Vermögenswerte sichern, Forderungen prüfen und versuchen wird, die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen.
Die Chronologie der Ereignisse und frühere Sanierungsversuche
Um die aktuelle Situation bei Spiele Max zu verstehen, ist ein Blick auf die jüngere Geschichte des Unternehmens hilfreich. Spiele Max (zeitweise in Großbuchstaben geschrieben) war ein Handelsunternehmen, das Ende 2023 noch 35 Filialen und einen Online-Shop betrieb. Das Sortiment umfasste Babyausstattung, Spielzeug und Kindermode.
Das Unternehmen wurde bereits 1982 gegründet. Nach verschiedenen Phasen, inklusive Sortimentserweiterungen und Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, kam es zu Eigentümerwechseln. 2008 wurde Spiele Max an die polnische Smyk-Gruppe verkauft, 2017 übernahm Palero Capital den Mehrheitsanteil, verkaufte das Unternehmen aber bereits 2018 wieder im Rahmen eines Management-Buy-outs.

Erste Insolvenz und Schutzschirmverfahren
Die finanzielle Situation des Unternehmens verschlechterte sich. Die Umsätze gingen zwischenzeitlich deutlich zurück. Die Geschäftsführung stellte beim Amtsgericht Charlottenburg einen Antrag für ein Schutzschirmverfahren, dem im Dezember 2020 stattgegeben wurde. Ein Schutzschirmverfahren ist ein Instrument des Insolvenzrechts, das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten die Möglichkeit gibt, sich unter Aufsicht eines Sachwalters selbst zu sanieren.
Im November 2021 wurde das Geschäft der Spiele Max GmbH auf die SPM Filialbetriebs GmbH übertragen. Dies war offenbar Teil des Sanierungsversuchs, um den Geschäftsbetrieb unter einem neuen Dach fortzusetzen. Das Geschäft wurde weiterhin unter der Dachmarke Spiele Max geführt.
Scheitern der Sanierung und erneute Insolvenz
Trotz dieser Maßnahmen konnte das Unternehmen offenbar nicht nachhaltig saniert werden. Durch Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg vom Juni 2023 wurde die Anordnung der Eigenverwaltung aufgehoben, und ein Insolvenzverwalter (Torsten Martini) wurde bestellt. Im September 2023 erfolgte die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen die Gesellschaft wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.
Im Oktober 2023 gab es bereits die Ankündigung zur Schließung aller 35 Filialen. Es gab die Hoffnung, dass einige Filialen Anfang 2024 mit einem neuen Konzept wiedereröffnen könnten. Doch diese Hoffnung erfüllte sich offensichtlich nicht für alle Standorte oder das Unternehmen als Ganzes.
Die Informationen zur Insolvenz der Spiele Max Einzelhandels GmbH & Co. KG im Juli 2024, die nur noch elf Filialen betrieb, deuten darauf hin, dass die Bemühungen, Teile des Geschäfts zu retten oder neu zu starten, letztlich nicht erfolgreich waren und zur endgültigen Einstellung des Geschäftsbetriebs am 29. Juni 2024 führten.
Betroffene Standorte
Die jüngste Insolvenz betraf die elf Filialen der Spiele Max Einzelhandels GmbH & Co. KG. Frühere Berichte im November 2023, als noch von 35 Filialen die Rede war, nannten spezifisch Standorte in Berlin und Brandenburg, die vor dem Aus standen. Dazu gehörten sechs Standorte in Berlin (Pankow, Gesundbrunnen, Charlottenburg, Steglitz, Tempelhof, Köpenick) und fünf in Brandenburg (Schwedt, Dallgow-Döberitz, Brandenburg (Havel), Cottbus, Potsdam). Es ist wahrscheinlich, dass die zuletzt elf betriebenen Filialen zu einem großen Teil diese Standorte umfassten, die bereits in der vorherigen Insolvenzphase als gefährdet galten.
Von der Insolvenz im September 2023 waren laut Unternehmensangaben sogar alle damals 50 Filialen in elf Bundesländern betroffen. Dies zeigt das Ausmaß der finanziellen Schwierigkeiten über einen längeren Zeitraum.
Warum kein Investor gefunden wurde
Die Suche nach einem Investor ist in solchen Sanierungsverfahren von zentraler Bedeutung. Ein Investor bringt frisches Kapital, Know-how und eine neue Perspektive ein, um das Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Im Fall der Spiele Max Einzelhandels GmbH & Co. KG wurde im Rahmen der jüngsten Insolvenz kein Investor gefunden. Die Gründe dafür können vielfältig sein:
- Die wirtschaftliche Situation des Unternehmens war möglicherweise zu prekär.
- Die Marktbedingungen im Spielzeug- und Babyausstattungssektor sind herausfordernd (Konkurrenz durch Online-Handel, Discounter, etc.).
- Das Geschäftsmodell oder die Profitabilität entsprach nicht den Erwartungen potenzieller Investoren.
- Die Verhandlungen führten zu keinem Ergebnis.
Die Tatsache, dass kein Investor gefunden wurde, bedeutete das Ende der Bemühungen zur Fortführung des Geschäfts und führte zur endgültigen Einstellung.
Die Abwicklung des Verfahrens
Mit der Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens und der Bestellung von Sebastian Laboga als Insolvenzverwalter hat nun die Phase der Abwicklung begonnen. Der Insolvenzverwalter wird:
- Das verbliebene Vermögen des Unternehmens (z.B. Warenbestände, Inventar, Forderungen) sichern und verwerten.
- Die Forderungen der Gläubiger (z.B. Lieferanten, Vermieter, ehemalige Mitarbeiter, Banken) prüfen und feststellen.
- Die Mietverträge für die Filialen kündigen.
- Die rechtlichen und administrativen Schritte zur Beendigung der Gesellschaft durchführen.
Ziel ist es, aus der Verwertung des Vermögens einen Erlös zu erzielen, der dann nach einer gesetzlich festgelegten Reihenfolge an die Gläubiger verteilt wird. In den meisten Fällen einer solchen Insolvenz erhalten die Gläubiger nur einen Teil ihrer Forderungen zurück.

Zusammenfassung der wichtigsten Daten
Um die Entwicklung und das Ende von Spiele Max übersichtlich darzustellen, hier eine kurze Chronologie:
| Datum/Zeitraum | Ereignis | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1982 | Gründung | Spiele Max Wilfried Franz KG wird gegründet. |
| Ab 1990 | Sortimentserweiterung | Aufnahme von Babyausstattung und Mode. |
| 1997 | Umwandlung | Umwandlung in Spiele Max AG. |
| 2008 | Verkauf | Verkauf an die polnische Smyk-Gruppe. |
| 2017 | Eigentümerwechsel | Palero Capital übernimmt Mehrheitsanteil. |
| 2018 | Management-Buy-out | Verkauf an das Management. |
| Dezember 2020 | Schutzschirmverfahren | Antrag und Anordnung des Schutzschirmverfahrens. |
| November 2021 | Geschäftsübergang | Geschäft geht auf SPM Filialbetriebs GmbH über. |
| Juni 2023 | Aufhebung Eigenverwaltung | Schutzschirmverfahren scheitert, Insolvenzverwalter bestellt. |
| September 2023 | Insolvenzeröffnung | Eröffnung des Insolvenzverfahrens (betrifft damals 35/50 Filialen). |
| Oktober 2023 | Schließungsankündigung | Ankündigung der Schließung aller 35 Filialen. |
| Ende April 2024 | Insolvenzantrag | Geschäftsführung der Spiele Max Einzelhandels GmbH & Co. KG beantragt Insolvenz. |
| 29. Juni 2024 | Einstellung Geschäftsbetrieb | Endgültige Einstellung des gesamten Geschäftsbetriebs der Spiele Max Einzelhandels GmbH & Co. KG (zuletzt 11 Filialen). |
| 1. Juli 2024 | Regelinsolvenzverfahren | Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens, Insolvenzverwalter bestellt. |
Häufig gestellte Fragen
Hier beantworten wir einige häufige Fragen zum Ende von Spiele Max:
Was war Spiele Max?
Spiele Max war ein deutsches Handelsunternehmen, das sich auf den Verkauf von Spielzeug, Kindermode und Babyausstattung spezialisierte. Es betrieb stationäre Filialen und zeitweise auch einen Online-Shop.
Warum hat Spiele Max geschlossen?
Die endgültige Schließung erfolgte aufgrund einer Insolvenz. Das Unternehmen befand sich in finanziellen Schwierigkeiten, und es konnte kein Investor gefunden werden, der bereit war, das Geschäft fortzuführen. Dies führte zur Einstellung des Geschäftsbetriebs.
Wann haben die letzten Spiele Max Filialen geschlossen?
Der Geschäftsbetrieb der zuletzt elf betriebenen Filialen wurde mit Ablauf des 29. Juni 2024 eingestellt. Dies war das endgültige Datum der Schließung.
Wie viele Mitarbeiter waren von der letzten Schließung betroffen?
Im Zuge der Einstellung des Geschäftsbetriebs der Spiele Max Einzelhandels GmbH & Co. KG mussten 48 Mitarbeiter freigestellt und gekündigt werden.
Gibt es noch einen Spiele Max Online-Shop?
Mit der Einstellung des gesamten Geschäftsbetriebs am 29. Juni 2024 wurde auch der Online-Shop geschlossen. Das Unternehmen hat seinen Betrieb vollständig eingestellt.
Wer ist für die Abwicklung der Insolvenz zuständig?
Sebastian Laboga von der Pluta Rechtsanwälte GmbH wurde vom Amtsgericht Potsdam zum Insolvenzverwalter bestellt und ist nun für die Abwicklung der insolventen Gesellschaft zuständig.
Was passiert jetzt mit den Filialen?
Die Mietverhältnisse für die elf zuletzt betriebenen Filialen werden nun gekündigt. Die Geschäfte werden nicht wieder öffnen.
Das Ende von Spiele Max markiert das Verschwinden eines weiteren bekannten Namens aus der deutschen Handelslandschaft. Die Insolvenz und die fehlende Investorenperspektive führten letztlich zur vollständigen Schließung des Geschäftsbetriebs Ende Juni 2024.
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