10/02/2013
Gehören Sie zu den Millionen Steuerpflichtigen in Deutschland, denen die Steuererklärung zu aufwendig oder zu kompliziert erscheint? Viele verzichten darauf und schenken dem Staat Jahr für Jahr beträchtliche Summen. Dabei ist die Abgabe der Steuererklärung in vielen Fällen nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine lukrative Angelegenheit: Im Schnitt erhalten Steuerzahler, die eine Erklärung einreichen, über 1000 Euro zurück, und in fast 90 Prozent der Fälle kommt es zu einer Erstattung. Für mehr als 20 Millionen Steuerpflichtige ist die Abgabe ohnehin verpflichtend und muss für das Jahr 2024 bis spätestens Ende Juli 2025 erfolgen.

Moderne Steuerprogramme bieten praktische Unterstützung beim Ausfüllen der notwendigen Formulare. Doch wie gut sind diese digitalen Helfer wirklich? COMPUTER BILD hat die beliebtesten Steuererklärungsprogramme für Windows genau unter die Lupe genommen und getestet.
- Steuerprogramm-Test: Software im Vergleich
- Die Testergebnisse im Detail
- KI-Assistenten in Steuerprogrammen
- Wichtige Aspekte beim Kauf
- Eignung für verschiedene Steuerfälle
- Pflichtveranlagung: Wer muss abgeben?
- Abgabefristen für die Steuererklärung 2024
- Freiwillige Abgabe: Geld zurückholen
- Alternative: Digitale Steuerberatung
- Weitere Programme im Überblick
- Häufig gestellte Fragen
- Vergleichstabelle der getesteten Steuerprogramme 2025
Steuerprogramm-Test: Software im Vergleich
COMPUTER BILD hat die meistverkauften Steuerprogramme für den PC getestet: WISO Steuer und Tax von Buhl, die SteuerSparErklärung und STEUEReasy von Wolters Kluwer Steuertipps (vormals: Akademische Arbeitsgemeinschaft) sowie Taxman und Quicksteuer von Lexware. Um die Tauglichkeit der Programme zu belegen, mussten sich alle Testkandidaten in einem schwierigen Musterfall beweisen, der von den Steuerspezialisten von hmd Software entwickelt wurde. Dieser Praxisfall simulierte die Situation einer Familie mit zwei minderjährigen Kindern und berücksichtigte neben gängigen Werbungskosten wie dem Weg zur Arbeit und Home-Office-Tagen auch komplexere Sachverhalte wie berufliche Auslandsreisen, Elterngeld, Handwerkerrechnungen, Kinderbetreuungskosten, Religionszugehörigkeit und eine Spende. Zudem wurde geprüft, ob die Programme steuerliche Neuerungen des Veranlagungszeitraums 2024 beherrschen, beispielsweise Anpassungen bei der Berechnung des Solidaritätszuschlags und von Auslandsreisekosten.
Im Labortest wurden die Programme umfassend geprüft. Die Tester untersuchten die Nutzerführung, die Logik der Bedienung, die Verständlichkeit der Hilfetexte sowie die Qualität der Beratungs-, Such- und Druckfunktionen. Auch die Zuverlässigkeit der Plausibilitätsprüfung wurde bewertet. Neben den enthaltenen Steuertipps standen wichtige Zusatzfunktionen wie Extra-Rechner und Passwortschutz auf dem Prüfstand. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Eignung der Programme für verschiedene Zielgruppen über Angestellte hinaus – darunter Rentner, Vermieter, Familien, Geschiedene und Freiberufler.
Auch der Datenschutz spielte eine wichtige Rolle. Angesichts der sensiblen Daten, die Steuerprogramme verarbeiten, ließ COMPUTER BILD die Datenschutzerklärungen aller Anbieter von einem Fachanwalt prüfen. Erfreulicherweise zeigten sich die Datenschutzerklärungen im Vergleich zum Vorjahr verbessert, auch wenn vereinzelt noch verbraucherunfreundliche Klauseln gefunden wurden, wie ein umstrittenes Newsletter-Tracking bei Wolters Kluwer Steuertipps oder eine (deaktivierbare) Facebook-Werbefunktion bei Lexware.
Die Testergebnisse im Detail
Das Fazit des Tests war positiv: Anders als im Vorjahr lieferten alle Testkandidaten die von den Experten errechnete Erstattungsprognose korrekt. Qualitative Unterschiede zeigten sich jedoch deutlich bei der Bedienung, der Beratung, der Ausstattung und den Funktionen für spezielle Zielgruppen. Unterm Strich erreichten alle getesteten Programme die Gesamtnote „gut“, zwei sogar ein „sehr gut“.

Testsieger: WISO Steuer 2025
Mit der besten Gesamtleistung sicherte sich WISO Steuer erneut den Testsieg (Note 1,2, sehr gut). Das Programm überzeugte durch einfache Bedienung und bot die beste Beratung im Test. Es verfügt über sehr viele Zusatzfunktionen und bietet in diesem Jahr erstmals eine KI-Beratung namens SteuerGPT. WISO Steuer ist für alle Steuerzahler geeignet, einschließlich Rentner und Freiberufler, und läuft auf einer Vielzahl von Plattformen: Windows, macOS, Android, iOS sowie im Browser. Pro Lizenz sind bis zu 5 Abgaben möglich. Einziger kleiner Minuspunkt war das Fehlen eines Themenfilters beim Start, was die Eingabe zu Beginn etwas aufwändiger gestalten kann. Das Abo-Modell (35,99 Euro) ist günstiger als der Einmalkauf (45,99 Euro) und jederzeit kündbar.
Preis-Leistungs-Sieger: Tax 2025
Nur knapp am Testsieg vorbei schrammte Tax 2025 (Note 1,3, sehr gut), der „kleine Bruder“ von WISO Steuer. Tax basiert auf WISO Steuer und bietet praktisch den gleichen Funktionsumfang, ist aber deutlich günstiger (19,99 Euro Einmalkauf, 15,99 Euro Abo). Es zeichnete sich durch die schnellste und einfachste Eingabe im Test aus und bietet ebenfalls Top-Datenschutz sowie 5 Abgaben pro Lizenz. Allerdings ist Tax nur für Windows verfügbar und für Selbstständige nur eingeschränkt zu empfehlen. Für Angestellte und Rentner ist es jedoch eine Top-Empfehlung und klarer Preistipp.
Weitere getestete Programme
- Taxman 2025 (Note 1,8, gut): Eine Lizenzversion der SteuerSparErklärung, die aufgrund des geringeren Preises vor dieser im Ranking liegt. Mit 5 Abgaben pro Lizenz und allen nötigen Zusatzfunktionen ausgestattet, ist Taxman mit Abstrichen auch für Selbstständige nutzbar (Note 3,0 für Selbstständige). Schwächen zeigte das Programm bei der Beratung und der Suche. Das Steuernachschlagewerk ist nur online verfügbar.
- SteuerSparErklärung 2025 (Note 1,8, gut): Dieses Programm ist leicht zu bedienen und bietet eine gute Beratung. Es enthält alle nötigen Zusatzfunktionen und kann Freiberuflern uneingeschränkt empfohlen werden (Note 1 für Selbstständige), neben WISO Steuer als einziger Testkandidat. Neu ist der Zugriff auf eine KI-Beratung im Web namens „Alma“. Abzüge gab es für ein umstrittenes Newsletter-Tracking beim Datenschutz. Es sind nur 3 Abgaben pro Lizenz möglich und es bietet wenige Extra-Rechner. Preis: 35,95 Euro (Einmalkauf), 29,95 Euro (Abo).
- QuickSteuer 2025 (Note 2,0, gut): Der preisgünstige „kleine Bruder“ von Taxman, basiert ebenfalls auf der SteuerSparErklärung. Es kann in Bedienung und Funktionsumfang mithalten, schwächelte aber bei Suchfunktionen und Plausibilitätsprüfung. QuickSteuer ist für Freiberufler und andere Selbstständige nur mit starken Einschränkungen zu empfehlen (Note 5,0 für Selbstständige). Es bietet alle Zusatzfunktionen, erlaubt aber nur 3 Abgaben pro Lizenz und wenige Extra-Rechner. Preis: 19,99 Euro.
- STEUEReasy 2025 (Note 2,2, gut): Der günstige Abkömmling der SteuerSparErklärung. Es ähnelt dem „großen Bruder“, ist aber bei Bedienung, Beratung und Zusatzfunktionen etwas schlechter. Für Selbstständige ist STEUEReasy kaum zu gebrauchen (Note 5,0 für Selbstständige). Die Lizenz erlaubt nur eine einzige Abgabe. Es bietet nur eine Handvoll Zusatzrechner und wurde als etwas verbraucherunfreundlich bewertet. Preis: 16,99 Euro (Einmalkauf), 15,99 Euro (Abo).
KI-Assistenten in Steuerprogrammen
Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Steuerwelt. WISO Steuer mit „SteuerGPT“ und die SteuerSparErklärung mit „Alma“ bieten solche Assistenten. Im Test zeigten diese KI-Module jedoch noch Schwächen. Bei Fragen lieferten sie, verglichen mit kostenlosem ChatGPT, oft unvollständige oder sogar falsche Antworten. Auch die Integration ins Programm, etwa das direkte Öffnen passender Eingabemasken, funktionierte nicht zuverlässig. SteuerGPT führte mehrmals zum falschen Dialog, Alma (als Webdienst) hatte keinen Programmzugriff. In ihrer aktuellen Form stellen KI-Assistenten laut Test noch keinen entscheidenden Kaufgrund dar und wurden daher nicht in die Gesamtwertung einbezogen.
Wichtige Aspekte beim Kauf
Beim Kauf eines Steuerprogramms sollten Sie verschiedene Faktoren berücksichtigen, die über den reinen Preis hinausgehen.
Anzahl der Abgaben pro Lizenz
Früher erlaubten viele PC-Programme beliebig viele Steuererklärungen pro Lizenz. Heute ist die Anzahl oft begrenzt. Wenn Sie Erklärungen für mehrere Personen (Familie, Freunde) erstellen möchten, ist dies ein wichtiger Punkt:
- 5 Abgaben: WISO Steuer, Tax, Taxman
- 3 Abgaben: SteuerSparErklärung, QuickSteuer
- 1 Abgabe: STEUEReasy
Abonnement oder Einmalkauf
Viele Anbieter bieten ihre Programme im Abonnement günstiger an. Dies kann praktisch sein, da die Datenübernahme aus dem Vorjahr den Aufwand reduziert und Nutzer oft ihrem Produkt treu bleiben. Das Abo kann eine Ersparnis gegenüber dem Einmalkauf bedeuten (z.B. 10 Euro bei WISO Steuer Abo gegenüber Einmalkauf). Achten Sie beim Online-Kauf auf das Opt-out-Verfahren für den Einmalkauf, da die Abo-Version manchmal voreingestellt ist. Der Test von COMPUTER BILD ergab, dass keine absichtlichen Abofallen vorhanden sind, aber die bewusste Auswahl des Einmalkaufs nötig sein kann.
Datenübernahme aus dem Vorjahr
Die Datenübernahme ist eine sehr nützliche Funktion, die den Aufwand für nachfolgende Steuererklärungen erheblich reduziert. Alle getesteten Programme können Daten aus ihrer jeweiligen Vorjahresversion importieren. Einige Programme bieten darüber hinaus Importmöglichkeiten:
- WISO Steuer: Datenübernahme aus der Vorjahresversion
- Tax: Datenübernahme aus der Vorjahresversion
- Taxman: Datenübernahme aus der Vorjahresversion und ELSTER
- SteuerSparErklärung: Datenübernahme aus der Vorjahresversion und STEUEReasy
- STEUEReasy: Datenübernahme aus der Vorjahresversion und aus ELSTER
- QuickSteuer: Datenübernahme aus der Vorjahresversion
Eignung für verschiedene Steuerfälle
Nicht jedes Programm ist für jeden Steuerfall gleichermaßen gut geeignet. Während einfache Fälle von Angestellten von allen Programmen abgedeckt werden, gibt es Unterschiede bei komplexeren Konstellationen.

Steuerprogramm für Selbstständige
Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende haben oft die komplexesten Einkommensteuererklärungen. Neben dem TestsiegerWISO Steuer war im Test nur die SteuerSparErklärung in vollem Umfang diesen Anforderungen gewachsen (beide Note 1 für Selbstständige). Taxman (Note 3,0), Tax (Note 4,25), STEUEReasy und QuickSteuer (beide Note 5,0) sind für Selbstständige nur mit erheblichen Einschränkungen nutzbar oder gar nicht empfehlenswert.
Steuerprogramm für Rentner
Aufgrund des Alterseinkünftegesetzes müssen immer mehr Rentner ihre Rente versteuern. Die Berechnung über den Rentenanpassungsbetrag stellte Software früher manchmal vor Probleme. Im aktuellen Test sind jedoch alle Programme für Rentnerinnen und Rentner geeignet.
Steuerprogramm für Vermieter
Wer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt, ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Alle im Test geprüften Programme sind für Vermieter geeignet.
Steuerprogramm für Geschiedene
Auch wenn Scheidungskosten seit 2013 nicht mehr absetzbar sind, können gezahlte Unterhaltskosten geltend gemacht werden. Alle getesteten Programme sind für Geschiedene geeignet.
Pflichtveranlagung: Wer muss abgeben?
Mehr als 20 Millionen Deutsche sind pflichtveranlagt und müssen die Einkommensteuererklärung für 2024 abgeben. Dazu gehören neben Gewerbetreibenden und Selbstständigen viele Rentner und sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer. Eine Abgabepflicht besteht auch bei Mieteinkünften, hohen Kapitalerträgen, für viele Ehepaare sowie Empfänger von Lohnersatzleistungen und Arbeitnehmer mit Nebenjobs. Sie sind beispielsweise zur Abgabe verpflichtet, wenn Sie im Vorjahr:
- mehrere Arbeitgeber hatten,
- Nebeneinkünfte über 410 Euro erzielten (z.B. aus Vermietung oder Renten),
- Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eingetragen hatten,
- Lohnersatzleistungen über 410 Euro bezogen (wie Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld, Kurzarbeitergeld, Mutterschaftsgeld)
- oder als Ehepaar eine andere Steuerklassenkombination als 4/4 hatten.
Aufgrund der Rentenerhöhung zum 1. Juli 2024 wurden Zehntausende Rentner erstmals zur Abgabe aufgefordert, da sie die geltenden Freibeträge überschritten haben.

Abgabefristen für die Steuererklärung 2024
Die Frist für die Abgabe der Steuererklärung 2024 wurde erneut verkürzt. Wer pflichtveranlagt ist und die Erklärung selbst erstellt, muss sie spätestens am 31. Juli 2025 beim Finanzamt einreichen. Wird die Erklärung von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein erstellt, verlängert sich die Frist bis zum 30. April 2026. Bei verspäteter Abgabe kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag erheben.
Freiwillige Abgabe: Geld zurückholen
Wer nicht pflichtveranlagt ist, kann die Steuererklärung freiwillig abgeben – und sollte dies in vielen Fällen auch tun. Übersteigen die beruflich bedingten Ausgaben (Werbungskosten) den Pauschbetrag von 1.230 Euro, winkt oft eine Erstattung. Rund 30 Prozent aller Steuerzahler verzichten auf diese Möglichkeit und schenken dem Fiskus damit jährlich etwa eine Milliarde Euro. Auch Studierende sollten eine Erklärung abgeben, um ihre Ausbildungskosten für spätere Jahre geltend zu machen. Für die freiwillige Abgabe (Antragsveranlagung) haben Sie viel mehr Zeit: Die Erklärung für 2024 kann bis zum 31. Dezember 2028 eingereicht werden.
Alternative: Digitale Steuerberatung
Neben den klassischen Steuerprogrammen, bei denen Sie die Erklärung selbst ausfüllen, gibt es auch digitale Steuerberatungsdienste (Apps/Web-Apps). Hier beantworten Sie Fragen und laden Belege hoch, und ein Steuerberater übernimmt die eigentliche Erstellung und Abgabe. Dieser Service ist für komplexere Fälle oder bei Zeitmangel eine Option und profitiert von der längeren Abgabefrist für Steuerberater (30. April 2026 für 2024).
Weitere Programme im Überblick
Neben den ausführlich getesteten Programmen wurden auch weitere Anbieter kurz beleuchtet:
- SteuerGo und Lohnsteuer kompakt (Forium): Nahezu identische Online-Anwendungen mit großem Leistungsumfang und exakter Berechnung. Minuspunkte gab es für die Bedienung (fachbegrifflich, langsam) und teils unklare Hinweise.
- Wundertax: App, die in Musterfällen recht schnell war, aber mit unübersichtlichen Listen und kleinen Fehlern bei der Berechnung (z.B. Internetkosten) zu kämpfen hatte. Für Ehepaare weniger geeignet.
- Steuertipps (App) (Wolters Kluwer): Schnelle und verständliche Bedienung. Aber nur für sehr einfache Steuerfälle geeignet, da viele Punkte nicht bearbeitet werden können.
- Steuerfuchs (Online): Großer Leistungsumfang, aber optisch veraltet und erforderte gutes Steuerwissen sowie Geduld mit der Bedienung. Falsche Angaben im Test führten zu Abweichungen.
- Taxefy (App): Leicht zu bedienen, aber zum Testzeitpunkt noch nicht reif für das deutsche Steuerrecht, mit grundlegenden Fehlern.
- DigitalForest (Online): Neu am Markt, Bedienung in Ordnung, aber es fehlten noch zu viele grundlegende Funktionen.
Diese Programme wurden im Hauptvergleich nicht ausführlich bewertet, da der Fokus auf den meistverkauften PC-Programmen lag.
Häufig gestellte Fragen
Welches ist das beste Steuerprogramm?
Im Test von COMPUTER BILD wurde WISO Steuer 2025 Testsieger mit der Note 1,2 (sehr gut). Als Preis-Leistungs-Sieger für Angestellte und Rentner wurde Tax 2025 (Note 1,3, sehr gut) ausgezeichnet.
Wer muss eine Steuererklärung abgeben?
Pflichtveranlagt sind unter anderem Selbstständige, viele Rentner, Arbeitnehmer mit mehreren Arbeitgebern, Nebeneinkünften oder Lohnersatzleistungen über 410 Euro, sowie viele Ehepaare und Vermieter. Mehr als 20 Millionen Deutsche sind zur Abgabe verpflichtet.

Bis wann muss die Steuererklärung 2024 abgegeben werden?
Wenn Sie die Erklärung selbst erstellen und pflichtveranlagt sind, ist Stichtag der 31. Juli 2025. Mit Hilfe eines Steuerberaters oder Lohnsteuerhilfevereins haben Sie Zeit bis zum 30. April 2026. Bei freiwilliger Abgabe (Antragsveranlagung) für 2024 ist die Frist der 31. Dezember 2028.
Lohnt sich eine freiwillige Steuererklärung?
Ja, in vielen Fällen lohnt sich eine freiwillige Abgabe, insbesondere wenn Ihre beruflich bedingten Ausgaben den Pauschbetrag von 1.230 Euro übersteigen. Im Schnitt erhalten freiwillige Abgeber über 1.000 Euro zurück. Auch für Studierende ist die freiwillige Abgabe oft sinnvoll.
Sind Steuerprogramme für Selbstständige geeignet?
Nur wenige Programme sind uneingeschränkt für Selbstständige empfehlenswert. Im Test waren dies WISO Steuer und die SteuerSparErklärung. Andere Programme sind nur mit erheblichen Einschränkungen oder gar nicht geeignet.
Können Steuerprogramme Daten aus dem Vorjahr übernehmen?
Ja, alle im Test geprüften Programme können Daten aus ihrer jeweiligen Vorjahresversion importieren. Einige können auch Daten aus ELSTER oder anderen Programmen des Herstellers übernehmen.
Vergleichstabelle der getesteten Steuerprogramme 2025
| Programm | Testnote | Steuerprognose | Handhabung und Führung | Suchfunktionen, geführte Eingabehilfe | Geeignet für | Zusätzliche Berechnungsfunktionen | Pro | Kontra |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buhl WISO Steuer 2025 | 1,2 sehr gut | genau | meist sehr gute Führung aber etwas aufwändige Eingabe wegen knappen Themenfilters zu Beginn der Abfrage | sehr umfangreich (unpraktische Treffervorschau) / sehr gut (25 von 25 Versuchen erfolgreich) | sehr viele (Angestellte, Selbstständige, Familien, Rentner, Vermieter, Geschiedene, weitere) | viele (Brutto/Netto Gehalts-Rechner, IBAN-Rechner, Arbeitslosengeld-Rechner, Riester-Rechner, Abfindungs-Rechner, Erbschaftssteuer-Rechner, Rentenbesteuerungs-Rechner, weitere) | Beste Beratung im Test, Top-Datenschutz, 5 Abgaben pro Lizenz, Abo jederzeit kündbar | Themenfilter beim Start fehlt |
| Buhl Tax 2025 | 1,3 sehr gut | genau | meist gute Führung und insgesamt schnellste und einfache Eingabe im Test | sehr umfangreich (unpraktische Treffervorschau) / sehr gut (25 von 25 Versuchen erfolgreich) | viele (Angestellte, Selbstständige eingeschränkt, Familien, Rentner, Vermieter, Geschiedene, weitere) | viele (Brutto/Netto Gehalts-Rechner, IBAN-Rechner, Arbeitslosengeld-Rechner, Riester-Rechner, Abfindungs-Rechner, Erbschaftssteuer-Rechner, Rentenbesteuerungs-Rechner, weitere) | Schnellste und einfachste Eingabe, 5 Abgaben pro Lizenz, Top-Datenschutz, Abo jederzeit kündbar | Für Selbstständige nur eingeschränkt zu empfehlen |
| Lexware Taxman 2025 | 1,8 gut | genau | Führung meist gut aber lückenhaft bei Elterngeld, recht schnelle und meist einfache Eingabe | etwas eingeschränkt (kaum Suchergebnisse in Hilfetexten und Urteilen. Fehlende Begriffsvervollständigung) / etwas schlecht (10 von 25 Versuchen erfolgreich) | viele (Angestellte, Selbstständige etwas eingeschränkt, Familien, Rentner, Vermieter, Geschiedene, weitere) | wenige (Brutto/Netto Gehalts-Rechner, IBAN-Rechner, Rentenbesteuerungs-Rechner, weitere) | Mit Abstrichen auch für Selbstständige, 5 Abgaben pro Lizenz, Alle nötigen Zusatzfunktionen | Schwächen bei der Beratung, Wenige Extra-Rechner |
| Wolters Kluwer Steuertipps SteuerSparErklärung 2025 | 1,8 gut | genau | Meist gute Führung. Erheblich reduzierter Beschäftigungsaufwand durch vorgeschalteten Themenfilter aber unnötig viele Mausklicks wegen umständlicher Dialogbedienung bei Nutzung der geführten Abfrage "Roter Faden" | sehr umfangreich / etwas schlecht (11 von 25 Versuchen erfolgreich) | sehr viele (Angestellte, Selbstständige, Familien, Rentner, Vermieter, Geschiedene, weitere) | wenige (Brutto/Netto Gehalts-Rechner, IBAN-Rechner, Erbschaftssteuer-Rechner, weitere) | Für alle Steuerzahler geeignet, Alle nötigen Zusatz-Funktionen | Nur 3 Abgaben pro Lizenz, Wenige Extra-Rechner, Etwas verbraucherunfreundlich |
| Lexware QuickSteuer 2025 | 2,0 gut | genau | Führung meist gut aber lückenhaft bei Elterngeld, recht schnelle und meist einfache Eingabe | etwas eingeschränkt (kaum Suchergebnisse in Hilfetexten und Urteilen. Fehlende Begriffsvervollständigung) / schlecht (9 von 25 Versuchen erfolgreich) | viele (Angestellte, Selbstständige stark eingeschränkt, Familien, Rentner, Vermieter, Geschiedene, weitere) | wenige (Brutto/Netto Gehalts-Rechner, IBAN-Rechner, Rentenbesteuerungs-Rechner, weitere) | Alle Zusatz-Funktionen enthalten | Nicht für Selbstständige, Nur 3 Abgaben pro Lizenz, Wenige Extra-Rechner |
| Wolters Kluwer Steuertipps STEUEReasy 2025 | 2,2 gut | genau | Meist gute Führung. Erheblich reduzierter Beschäftigungsaufwand durch neu vorgeschalteten Themenfilter aber unnötig viele Mausklicks wegen umständlicher Dialogbedienung bei Nutzung der geführten Abfrage "Roter Faden". | umfangreich (kaum Suchergebnisse in Hilfetexten und Urteilen) / etwas schlecht (10 von 25 Versuchen erfolgreich) | viele (Angestellte, Selbstständige stark eingeschränkt, Familien, Rentner, Vermieter, Geschiedene, weitere) | wenige (Brutto/Netto Gehalts-Rechner, IBAN-Rechner, weitere) | Alle Zusatz-Funktionen enthalten | Nicht für Selbstständige, Nur 1 Abgabe pro Lizenz, Etwas verbraucherunfreundlich |
Die Wahl des passenden Steuerprogramms hängt stark von Ihrem individuellen Steuerfall ab. Während Angestellte und Rentner aus einer breiten Palette wählen können, sollten Selbstständige und Freiberufler genau prüfen, welche Software ihre spezifischen Bedürfnisse abdeckt. Die Ergebnisse des COMPUTER BILD Tests bieten eine solide Grundlage für diese Entscheidung und zeigen, dass es leistungsfähige Helfer gibt, um die jährliche Steuererklärung einfacher und potenziell lukrativer zu gestalten.
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