27/05/2018
Die Idee, sich ein Tattoo selbst zu stechen, hat für manche einen Hauch von Rebellion und Individualität. Besonders der sogenannte „Stick and Poke“-Trend, der heutzutage sogar von einigen professionellen Studios adaptiert wurde, findet seine Ursprünge oft in der Do-it-yourself-Szene. Ein kleines, geheimes Symbol unter der Haut, schnell und spontan umgesetzt. Doch was auf den ersten Blick verlockend erscheinen mag, kann ohne das nötige Wissen, sterile Werkzeuge und professionelle Farben schnell zu einem ernsten gesundheitlichen Problem werden.

Dieser Ratgeber beleuchtet die gravierenden Risiken des selbstgestochenen Tattoos und zeigt auf, warum es in fast allen Fällen eine sehr schlechte Idee ist. Wir erklären die Gefahren, geben (falls du dich wider besseren Wissens doch dafür entscheidest) Sicherheitshinweise und zeigen dir, wie du angerichtetes Übel zumindest richtig nachversorgen kannst. Darüber hinaus stellen wir sichere, temporäre Alternativen vor, die dir erlauben, mit Designs zu experimentieren, ohne deine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

- Warum permanente DIY-Tattoos eine schlechte Idee sind
- Worauf man bei permanenten DIY-Tattoos (wenn überhaupt) achten sollte
- Die richtige Nachsorge für Tattoos (auch DIY)
- Schlaf nochmal drüber: Die Entscheidung für ein permanentes Tattoo
- Temporäre Tattoos: Eine sichere Alternative?
- Was sind „Tattoos mit Stift“?
- Verschiedene Arten von Tattoo-Stiften
- Wie man ein temporäres Tattoo mit Stift erstellt
- Tipps für länger haltende temporäre Tattoos
- Ideen für Tattoo-Designs mit Stift
- Fazit
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum permanente DIY-Tattoos eine schlechte Idee sind
Seien wir ehrlich: Tätowieren ist ein Handwerk, das jahrelange Übung und ein tiefes Verständnis für Haut, Hygiene und Farbgebung erfordert. Professionelle Tätowierer investieren viel Zeit, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln, bevor sie überhaupt anfangen, an echter menschlicher Haut zu arbeiten. Die eigene Haut als Übungsfläche zu missbrauchen, ist nicht nur riskant, sondern auch unklug. Als „lebende Leinwand“ möchtest du später nicht mit den misslungenen Versuchen deiner Anfangszeit übersät sein. Selbst erfahrene Tätowierer lassen sich ihre eigenen Tattoos lieber von Kollegen stechen – aus gutem Grund.
Hier sind vier überzeugende Gründe, warum du dein permanentes Tattoo auf keinen Fall selbst stechen solltest:
- Hohes Infektionsrisiko: DIY-Tattoos, die oft mit unsterilen Nadeln und nicht dafür vorgesehenen Tinten (wie Nähmaschinentinte oder Ruß) gestochen werden, entzünden sich fast immer. Der Heilungsprozess wird dadurch massiv verlangsamt und im schlimmsten Fall kann eine Sepsis (Blutvergiftung) die Folge sein. Die verwendeten Materialien sind nicht sterilisiert und können Bakterien oder andere Krankheitserreger direkt unter die Haut einbringen.
- Starke Hautreizung und Narbenbildung: Das Stechen mit Nadeln, die nicht für diesen Zweck konzipiert sind (wie Näh- oder Sicherheitsnadeln), fügt der Haut grobe und ungleichmäßige Verletzungen zu. Im Gegensatz zu professionellen Tattoomaschinen, die die Farbe präzise in die richtige Hautschicht einbringen, wird die Haut beim DIY-Stechen übermäßig gereizt. Dies führt oft zu extremerer Narbenbildung. Die gestochenen Stellen können sich nach dem Abheilen deutlich vom Rest der Haut abheben und unschöne, erhabene Narben hinterlassen.
- Ungleichmäßige Farbpigmente und schlechte Ergebnisse: Beim Stechen ohne eine professionelle Tattoomaschine ist es nahezu unmöglich, die Farbpigmente gleichmäßig in der Haut zu verteilen. Dies führt häufig zu Schönheitsfehlern wie Wolken- und Schattenbildungen, sichtbaren Poren im Tattoo oder blassen, lückenhaften Stellen. Solche ungleichmäßige Farbpigmente sind nicht nur optisch störend, sondern erschweren auch eine spätere Entfernung per Laser erheblich, da die Pigmente in unterschiedlichen Tiefen sitzen können.
- Begrenzte Platzierung und unpräzise Motive: Ohne unbequeme Verrenkungen kannst du dir eigentlich nur leicht zugängliche Stellen wie deine Beine oder, je nachdem, ob du Links- oder Rechtshänder bist, einen Arm selbst tätowieren. Realistische Schattierungen, feine Linien oder frei auf die Haut gezeichnete, komplexe Motive lassen sich aus dieser Perspektive kaum präzise umsetzen. Das Ergebnis wird fast immer ungenau und dilettantisch aussehen.
Zusätzlich zu diesen Punkten kommt hinzu, dass die für DIY-Tattoos verwendeten „Tinten“ (wie Tusche, Füllertinte oder gar Asche) oft giftige oder allergieauslösende Substanzen enthalten, die nicht dafür gedacht sind, dauerhaft im Körper zu verbleiben. Professionelle Tattoofarben unterliegen strengen Kontrollen und sind speziell für die Einbringung in die Haut formuliert.
Worauf man bei permanenten DIY-Tattoos (wenn überhaupt) achten sollte
Solltest du trotz all dieser Warnungen und dem Bewusstsein für die massiven Risiken immer noch den Gedanken hegen, dir dein nächstes Tattoo selbst zu stechen, gibt es einige absolute Mindestanforderungen und Sicherheitshinweise, die du beachten musst, um das Risiko von Komplikationen zumindest zu minimieren. Ein ansehnliches Ergebnis ist damit aber keineswegs garantiert.
- Verwende niemals Haushaltsnadeln: Sicherheitsnadeln, Nähnadeln oder ähnliches sind absolut tabu. Ihre Spitzen sind nicht für das Tätowieren geeignet und reißen die Haut unnötig auf. Wenn du überhaupt selbst stechen willst (was wir weiterhin dringend abraten), dann benötigst du eine echte Tattoomaschine und professionelle, sterile Tattoonadeln.
- Verwende keine ungeeigneten Substanzen als Farbe: Asche, Ruß, Füllertinte oder andere flüssige Farben, die nicht explizit als sterile Tattoofarben verkauft werden, dürfen nicht verwendet werden. Sie enthalten schädliche Inhaltsstoffe und sind nicht steril. Nur geprüfte Tattoofarben von renommierten Herstellern sind geeignet (und diese sind in der Regel für den professionellen Gebrauch bestimmt).
- Halte dich strikt an Hygienevorschriften: Dies ist der wichtigste Punkt. Desinfiziere die Hautstelle vor dem Tätowieren gründlich. Entferne vorher alle Härchen, um das Einwachsen zu verhindern. Verwende sterile Handschuhe, insbesondere wenn dir jemand dabei „hilft“. Sorge für eine absolut saubere Arbeitsumgebung.
- Informiere dich über die richtige Tiefe: Du musst wissen, wie tief die Nadel in die Haut eindringen darf. Zu flach führt dazu, dass die Farbe schnell verblasst oder ausfällt. Zu tief führt zu Narbenbildung und Schmerzen. Dies erfordert Übung und Wissen über die Hautanatomie, das du als Laie nicht hast.
- Bereite die Nachversorgung vor: Lege alle benötigten Materialien für die Erstversorgung bereit, bevor du anfängst zu stechen.
Auch wenn du all diese Hinweise befolgst, bleibt das Risiko für Infektionen, schlechte Ergebnisse und gesundheitliche Probleme extrem hoch. Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit dem Resultat unzufrieden bist oder medizinische Hilfe benötigst, ist um ein Vielfaches höher als bei einem professionell gestochenen Tattoo.
Die richtige Nachsorge für Tattoos (auch DIY)
Egal, ob ein Tattoo professionell oder – leider – selbst gestochen wurde: Die Nachversorgung ist entscheidend für den Heilungsprozess und das Endergebnis. Eine frische Tätowierung ist eine Wunde, die entsprechend behandelt werden muss.
- Sofortige Erstversorgung: Reinige die frische Tätowierung vorsichtig von Blut und Wundsekret. Lege danach so schnell wie möglich eine atmungsaktive Tattoo-Schutzfolie (wie z.B. TattooMed Tattoo Protection Patch/Film) auf oder decke die Wunde notfalls mit sauberer Frischhaltefolie ab. Die Folie schützt vor Bakterien und schafft ein feuchtes Wundklima, das die Heilung unterstützen kann.
- Die ersten 24 Stunden: Lasse die Wunde unter der Folie für etwa 24 Stunden in Ruhe.
- Tägliche Reinigung: Entferne nach 24 Stunden die Folie und reinige das Tattoo vorsichtig. Verwende dazu ein mildes, parfümfreies Reinigungsprodukt, das speziell für Tattoos oder empfindliche Haut geeignet ist (z.B. ein beruhigendes Cleansing Gel). Spüle es mit lauwarmem Wasser ab und tupfe es vorsichtig mit einem sauberen Tuch oder Küchenrolle trocken.
- Erneutes Abdecken oder Eincremen: In den ersten Tagen kann es sinnvoll sein, das Tattoo nach der Reinigung erneut mit einer frischen Schutzfolie abzudecken, besonders nachts oder wenn Kleidung reiben könnte. Sobald die Haut beginnt, sich trocken anzufühlen oder zu pellen, ist es Zeit, auf das regelmäßige Eincremen umzusteigen.
- Regelmäßiges Eincremen: Creme dein Tattoo mehrmals täglich (2-4 Mal) mit einer speziellen Tattoo-Pflegelotion oder einer Wundheilsalbe ein. Verwende nur eine dünne Schicht und massiere sie sanft ein. Das hält die Haut geschmeidig, reduziert Juckreiz und unterstützt die Heilung. Creme die Haut regelmäßig mit Feuchtigkeit ein, bis die Wundheilung vollständig abgeschlossen ist (das kann mehrere Wochen dauern).
- Schutz nach der Abheilung: Auch nach der vollständigen Abheilung solltest du dein Tattoo pflegen. Verwende weiterhin eine gute Hautcreme. Wichtig ist der Schutz vor UV-Strahlung, die die Farben verblassen lässt. Nutze im Sommer oder bei starker Sonneneinstrahlung immer eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor speziell für Tattoos oder Narben.
- Komplikationen erkennen: Achte auf Anzeichen von Infektionen wie starke Rötung, Schwellung, Überwärmung, pochende Schmerzen, Eiter oder Fieber. Auch starke Borkenbildung (dicke Krusten) oder anhaltende Blutungen sind Warnzeichen. Treten solche Komplikationen auf, zögere nicht, sofort einen Hautarzt aufzusuchen.
Eine sorgfältige Nachsorge ist unerlässlich, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen – besonders bei den ohnehin risikoreichen DIY-Tattoos.
Schlaf nochmal drüber: Die Entscheidung für ein permanentes Tattoo
Die Idee eines DIY-Tattoos entsteht oft aus Impulsen: Man ist vielleicht noch nicht volljährig, kann sich ein professionelles Tattoo nicht leisten, möchte nicht auf einen Termin warten oder hat einfach eine plötzliche Eingebung. Doch ein Tattoo ist eine permanente Veränderung deines Körpers. Es bleibt für immer unter deiner Haut.
Wenn du spontan auf eine Tattoo-Idee kommst, tue dir selbst einen Gefallen und greife nicht sofort zur Nadel. Nimm dir Bedenkzeit. Überlege, ob die Investition in ein professionell gestochenes Motiv, das sicher, hygienisch und ästhetisch ansprechend ist, sich nicht doch eher lohnen könnte. Ein erfahrener Tätowierer kann dein Design optimal umsetzen und dir ein Leben lang Freude daran ermöglichen, statt Ärger und möglicherweise gesundheitliche Probleme.
Expertentipp: Nimmst du blutverdünnende Medikamente ein oder stehst du bei deiner großen Idee unter Alkohol- oder Drogeneinfluss? Dann vergiss das DIY-Tattoo lieber gleich. Verdünntes Blut führt dazu, dass Farbpigmente leichter aus der Wunde gespült werden, was das Tattoo garantiert zu einem Reinfall macht.
Temporäre Tattoos: Eine sichere Alternative?
Während permanente DIY-Tattoos mit gravierenden Risiken verbunden sind, gibt es sichere und unterhaltsame Wege, mit Körperkunst zu experimentieren. Temporäre Tattoos bieten die Möglichkeit, verschiedene Stile, Designs und Platzierungen auszuprobieren, ohne eine lebenslange Verpflichtung einzugehen. Eine beliebte Methode, die in den letzten Jahren an Bekanntheit gewonnen hat, sind „Tattoos mit Stift“.
Was sind „Tattoos mit Stift“?
Ein „Tattoo mit Stift“ ist ein temporäres Tattoo, das durch das Zeichnen von Designs direkt auf die Haut mit einem speziellen Stift erstellt wird. Es ist eine einfache und spaßige Methode, verschiedene Tattoo-Designs auszuprobieren, ohne den Schmerz und die Verpflichtung eines permanenten Tattoos. Im Gegensatz zu permanenten Tattoos verblasst ein Tattoo mit Stift innerhalb kurzer Zeit, typischerweise innerhalb eines Tages bis zu wenigen Wochen, abhängig von der Art der verwendeten Tinte und wie oft die Haut mit Wasser oder Seife in Berührung kommt.
Da ein Stift zum Zeichnen des Designs verwendet wird, ist diese Methode schmerzfrei und erfordert keine professionellen Dienstleistungen eines Tätowierers. Die Vorteile von Tattoos mit Stift umfassen die Möglichkeit, mit verschiedenen Stilen, Platzierungen und Designs zu experimentieren, ohne signifikante Verpflichtungen oder Schmerzen im Vergleich zu traditionellen Tattoos. Es ist eine unterhaltsame Art, sich temporär auszudrücken, da die Tattoos innerhalb weniger Tage verblassen und keine permanenten Spuren auf der Haut hinterlassen.
Verschiedene Arten von Tattoo-Stiften
Es gibt verschiedene Arten von speziellen Stiften auf dem Markt, die für temporäre Tattoos geeignet sind. Die bekanntesten Typen sind Henna-Stifte und Jagua-Tintenstifte. Henna-Stifte werden aus den getrockneten und pulverisierten Blättern der Hennapflanze hergestellt und eignen sich hervorragend für die Erstellung feiner und detailreicher Designs. Henna erzeugt eine rotbraune Färbung auf der Haut und ist seit Jahrtausenden für Körperkunst bekannt. Henna auf pflanzlicher Basis ist in der Regel sicher und natürlich und somit ideal für die Anwendung auf allen Hauttypen geeignet.

Jagua-Tintenstifte hingegen stammen aus der Frucht des Jagua-Baumes, einer Pflanze aus dem Amazonas-Regenwald. Die Tinte, die sie produzieren, erzeugt eine blau-schwarze Färbung auf der Haut, die echten Tattoos ähnlicher sieht als Henna. Jagua-Tintenstifte sind beliebt für die Erstellung detailreicher und komplexer Designs und halten in der Regel länger als Henna-Tattoos.
Es ist wichtig zu betonen, dass spezielle Tattoo-Tintenstifte sich von gewöhnlichen Markern, Filzstiften oder Bleistiften unterscheiden. Diese sind nicht speziell für die Anwendung auf der Haut konzipiert. Die Verwendung solcher Produkte auf der Haut kann Ausschläge, allergische Reaktionen oder bei unsachgemäßer Anwendung sogar permanente Narben verursachen. Achte beim Kauf eines Tattoo-Tintenstifts auf die Qualität, Sicherheit und den gewünschten Effekt. Es ist ratsam, qualifizierte Produkte von vertrauenswürdigen Händlern zu kaufen.
Wie man ein temporäres Tattoo mit Stift erstellt
Das Erstellen eines temporären Tattoos mit einem speziellen Stift ist einfach und erfordert nur wenige Schritte:
- Haut vorbereiten: Reinige und trockne die Hautstelle, auf der du das Tattoo anbringen möchtest, gründlich. Dies entfernt Fette und Schmutz, die die Haftung der Farbe beeinträchtigen könnten.
- Design zeichnen: Wähle das gewünschte Tattoo-Design und zeichne es direkt mit dem Tattoo-Tintenstift auf deine Haut. Sei kreativ!
- Tinte trocknen lassen: Lasse die Tinte für einige Minuten vollständig trocknen, bevor du die Stelle berührst oder abdeckst.
- Schutz (optional): Wenn gewünscht, kannst du das getrocknete Tattoo vorsichtig mit einer dünnen Schicht transparentem medizinischem Klebeband oder einem speziellen Tattoo-Schutzfilm abdecken, um es vor Verschmieren oder Kontakt mit Wasser zu schützen. Dies kann die Haltbarkeit verlängern.
- Entfernen der Abdeckung: Entferne die Abdeckung nach einem Tag oder zwei, oder wenn die Tinte oder das Design zu verblassen beginnt.
Bei der Erstellung eines temporären Tattoos mit Stift ist es wichtig, die Verwendung von minderwertigen Stiften zu vermeiden und das Tattoo nicht auf empfindliche Hautbereiche wie Augen oder Lippen aufzutragen, da dies Reizungen oder sogar permanente Schäden verursachen kann.
Tipps für länger haltende temporäre Tattoos
Obwohl temporäre Tattoos naturgemäß verblassen, gibt es ein paar Tricks, um ihre Haltbarkeit zu verlängern:
- Vermeide Wasser und Reibung: Häufiger Kontakt mit Wasser (Duschen, Baden, Schwimmen) und mechanische Reibung (Kleidung, Handtücher) beschleunigen das Verblassen. Tupfe die Stelle nach dem Waschen vorsichtig trocken.
- Vermeide Öl-basierte Produkte: Lotionen, Öle oder Sonnencremes auf Ölbasis können die Farbe des temporären Tattoos auflösen. Trage solche Produkte nicht direkt auf das Tattoo auf.
- Verwende wasserfeste Stifte: Einige spezielle Tattoo-Stifte sind als wasserfest gekennzeichnet und können, je nach Häufigkeit des Wasserkontakts, bis zu zwei Wochen halten.
Ideen für Tattoo-Designs mit Stift
Tattoos mit Stift bieten eine riesige Vielfalt an Möglichkeiten zum Experimentieren und zur Entfaltung deiner Kreativität. Du kannst temporäre Designs erstellen, die deinen Stil, deine Interessen und deine Persönlichkeit widerspiegeln. Hier sind einige Ideen, um dich inspirieren:
- Blumenmuster: Rosen, Sonnenblumen, Gänseblümchen oder Lilien – zarte florale Designs sind immer beliebt.
- Symbole der Reise: Anker oder Kompasse, die eine Liebe zum Meer oder zur Erkundung symbolisieren.
- Herz-Designs: Herzen, vielleicht mit Initialen, als Ausdruck der Zuneigung für einen geliebten Menschen.
- Geometrische Muster: Dreiecke, Kreise oder Rechtecke für eine moderne und minimalistische Ästhetik.
- Tierische Motive: Pfotenabdrücke oder stilisierte Tierumrisse als Ausdruck deiner Liebe zu Haustieren oder bestimmten Tieren.
- Himmelskörper: Sterne, Monde oder Sonnen, die den Himmel und das Universum repräsentieren.
- Kleine, bedeutungsvolle Symbole: Pfeile, Runen, Initialen oder kurze Wörter.
Die einzige Grenze ist deine Vorstellungskraft! Da die Tattoos nur temporär sind, kannst du mutig sein und Designs ausprobieren, die du dir permanent vielleicht nicht stechen lassen würdest.
Fazit
Die Verlockung, ein Tattoo schnell und günstig selbst zu machen, ist verständlich, doch die Realität der permanenten DIY-Tattoos ist oft eine Geschichte von Infektionen, Narbenbildung und Enttäuschung. Die Risiken für deine Gesundheit sind immens und das Ergebnis wird selten dem entsprechen, was du dir vorgestellt hast. Für ein permanentes Tattoo ist der Gang zu einem erfahrenen, professionellen Tätowierer unerlässlich. Er verfügt über das Wissen, die Ausrüstung und die Hygiene, um dir ein sicheres und qualitativ hochwertiges Tattoo zu stechen.
Wenn du jedoch einfach mit Körperkunst experimentieren möchtest, ohne eine permanente Entscheidung zu treffen, sind temporäre Methoden wie Tattoos mit speziellen Stiften eine fantastische Alternative. Sie sind sicher, schmerzfrei und ermöglichen es dir, kreativ zu werden und verschiedene Looks auszuprobieren. Ob du ein subtiles Design oder ein komplexes Muster bevorzugst, die Verwendung hochwertiger Tattoo-Tintenstifte und die Beachtung einfacher Sicherheitshinweise gewährleisten ein sicheres und unterhaltsames Erlebnis.
Also, statt zur Nähnadel zu greifen, entdecke die Welt der temporären Tattoos oder recherchiere nach einem guten Tätowierer in deiner Nähe. Deine Haut wird es dir danken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie lernt man zu Tätowieren?
Möchtest du professionell tätowieren, solltest du bei einem erfahrenen Tätowierer in die Lehre gehen. Es gehört viel dazu: das Erlernen von Hygienebestimmungen, Zeichentechniken, das Verständnis, wie Tinte professionell in die Haut eingebracht wird, und natürlich die verschiedenen Tattoo-Techniken (Linien, Schattierungen, Farbgebung). Wichtig ist zudem das Wissen über verschiedene Hauttypen und deren Besonderheiten. Viele angehende Tätowierer üben zunächst an Kunsthaut oder Schweinehaut, da diese der menschlichen Haut in ihrer Beschaffenheit am nächsten kommt, bevor sie an echte Haut gehen.
Tattoo selber stechen: Ist das gefährlich?
Ja, Tattoo selber stechen ist sehr gefährlich und absolut nicht empfehlenswert. Du benötigst fundierte Kenntnisse der Hautanatomie und musst wissen, wie tief die Nadel stechen darf, um die Farbe in die richtige Hautschicht zu bringen, ohne die Haut zu stark zu verletzen. Es ist zudem unerlässlich, sterile Nadeln, eine sterile Tattoomaschine und spezielle, geprüfte Tattoofarben zu verwenden. Der kleinste Fehler bei der Hygiene oder der Technik kann zu schweren Infektionen, allergischen Reaktionen, Narbenbildung oder unheilbaren Schäden führen.
Wie bekomme ich die Tattoovorlage auf die Haut?
Um dein gewünschtes Motiv auf die Haut zu übertragen, gibt es unterschiedliche Methoden. Man kann das Motiv freihand direkt auf die Haut zeichnen. Eine andere Methode nutzt einen Thermodrucker, der die Vorlage auf spezielles Schablonenpapier druckt. Die gängigste Methode im professionellen Bereich ist jedoch das Durchpausen: Du zeichnest oder druckst dein Motiv auf spezielles Pauspapier (Stencil Paper). Dieses Papier wird dann mit einer speziellen Schablonenflüssigkeit auf die vorbereitete Haut gedrückt, wodurch sich das Motiv wie ein Stempel überträgt und als genaue Vorlage dient.
Tattoo selber stechen: Welche Tinte verwendet man am besten?
Wenn du dich (entgegen aller Empfehlungen) dazu entschieden hast, dir selbst ein Tattoo zu stechen, solltest du ausschließlich auf spezielle Tattoofarben zurückgreifen, die für diesen Zweck hergestellt wurden. Diese Tinten werden unter strengen Qualitätskontrollen produziert, sind steril und enthalten Pigmente, die für die Einbringung in die Haut geeignet sind. Sie stammen von renommierten Herstellern. Verwende niemals Tusche, Füllertinte, Ruß, Lebensmittelfarbe oder andere Substanzen. Diese können schädlich, unsteril und giftig sein und schwere allergische Reaktionen oder Infektionen hervorrufen. Idealerweise stichst du dir gar kein Tattoo selbst, sondern überlässt dies einem Profi, der die sicheren Farben verwendet.
Kann man mit einem Stift ein Tattoo machen?
Ja, man kann mit einem speziellen Stift ein Tattoo machen, aber es handelt sich dabei um ein temporäres Tattoo, kein permanentes. Spezielle Tattoo-Tintenstifte (wie Henna- oder Jagua-Stifte) enthalten Farben, die sicher auf die oberste Hautschicht aufgetragen werden und diese temporär einfärben. Diese Designs verblassen innerhalb von Tagen oder Wochen. Man kann nicht mit einem gewöhnlichen Stift (Kugelschreiber, Filzstift etc.) ein permanentes Tattoo machen, da die Tinte dafür nicht geeignet und oft schädlich ist und die Methode (ohne Nadel, Farbe in die Haut einzubringen) nicht funktioniert. Für permanente Tattoos ist immer eine Nadel und spezielle Tattoofarbe erforderlich, und dies sollte von einem Fachmann durchgeführt werden.
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